Werden wir erst durch unser Ja zu Kindern GOTTES, oder sind wir es schon?
„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ (Johannes 1,12) Das ist wahr. Die Frage ist nur, macht unser Aufnehmen uns erst zu Kindern, oder lässt es uns erkennen, wer wir schon sind?
Viele Christen sagen, erst durch unser Ja werden wir Kinder GOTTES. Die Schrift zeigt es andersherum. Paulus predigt in Athen zu Menschen, die noch Zeus anbeten, und sagt ihnen: „Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.“ (Apostelgeschichte 17,28) Und: „Er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht.“ (Apostelgeschichte 17,26)
Wir sind also von Anfang an SEINES Geschlechts. Unser Ja gibt uns nicht die Kindschaft, es gibt uns das Licht, sie zu sehen. Wie beim verlorenen Sohn, er war Sohn, auch bei den Schweinen, nicht erst nach der Rückkehr.
Auch JESUS nennt Menschen „Kinder des Teufels“ (Johannes 8,44). ER meint nicht ihre Herkunft, ER meint, wem sie gerade folgen. Herkunft bleibt, denn ER sagt im gleichen Kapitel: „Ihr seid von unten her, ich bin von oben her.“ (Johannes 8,23) – unten heißt entfremdet, nicht geschaffen vom Teufel.
GOTT hat kein Zweiklassenvolk, nicht Engel hier, Menschen dort, und unter Menschen noch Gläubige gegen Ungläubige. ER hat ein einziges Kindervolk.
Darum ist Johannes 1,12 kein Ausschluss, sondern eine Vollmacht. Das griechische „werden“ heißt dort nicht „entstehen“, sondern „sich als solche erweisen“:
Wir empfangen die Macht, zu leben, was wir in CHRISTUS schon sind.Darum: „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber.“ (2. Korinther 5,19) Nicht einen Teil, die Welt: „So wie durch die Sünde des Einen die Verurteilung über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen.“ (Römer 5,18)
Und der Zorn? Ja, „der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Johannes 3,36). Der Zorn ist der Zustand der Entfremdung, nicht das letzte Wort des VATERS. Denn im selben Kapitel steht: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“ (Johannes 3,17)
Wie seht ihr das, wird Kindschaft verliehen erst nach unserem Ja, oder offenbart unser Ja nur, was in CHRISTUS längst gilt?