Christentum: kommt ein ungetauftes Kind in die Hölle?

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Liebe latifa86,

ich moechte Dich bitten Fragen rund um das Thema Religion in Zukunft bitte im Forum zu stellen. Vielen Dank fuer Dein Verstaendnis.

Herzliche Gruesse

Franz vom gutefrage.net Support

60 Antworten

Ich denke, dass diese Kinder direkt zu Gott in den Himmel kommen. Aber das entscheidet im Endeffekt natürlich Gott allein...

Die Taufe ist nicht heilsnotwendig. Der Verbrecher, der gemeinsam mit Jesus gekreuzigt wurde, war auch nicht getauft und unser Herr sagte zu ihm: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!" Lukas 23,43

Sehr interessant dazu ist folgender Artikel: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=624

Rettung gibt es nur durch den Glauben an Jesus allein. Jesus hat gesagt: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen" (Johannes 5,24).

Mk 10,14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.

Die Babytaufe ist von Satan, um den Menschen eine falsche Hoffnung zu geben... "ich bin getauft, mir kann nie wieder etwas passieren"

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Die Qualhölle ist unbiblisch. Was bedeutet "Hölle"?

"Von den frühen Übersetzern der Bibel ist viel Verwirrung gestiftet und sind viele Mißverständnisse dadurch hervorgerufen worden, daß sie das hebr. Wort Scheol und die griech. Wörter Hades und Gehenna ständig mit dem Wort Hölle wiedergegeben haben.“ (The Encyclopedia Americana, 1942, Bd. XIV, S. 81).

"Hölle" bedeutet nichts anderes, als "Scheol" oder "Hades" — nämlich "Grab".

Was ist gemäß der Bibel die Strafe für Sünde?

Röm. 6:23: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod.“

Wird man auch nach dem Tod noch für seine Sünden bestraft?

Röm. 6:7: „Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen.“

Läßt sich eine ewige Qual für die Bösen mit Gottes Persönlichkeit vereinbaren?

Jer. 7:31: „Sie [abtrünnige Bewohner Judas] haben die Höhen des Tophet gebaut, das im Tal des Sohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.“

Wenn soetwas nie im Herzen Gottes aufgekommen ist, wieviel weniger ist dann anzunehmen, daß er so etwas in noch größerem Umfang tun würde.

Würden Eltern ihr ungehorsames Kind bestrafen, indem sie es quälen? 

‘Gott ist Liebe’ (1. Joh. 4:8). Würde er etwas tun, was gute menschl. Eltern nie tun würden?

Es stimmt; einige Übersetzungen sprechen von einem "höllischen Feuer", und daß Menschen "in die Hölle, in das ewige Feuer", fahren (Matthäus 5:22; Markus 9:43). 

Insgesamt gibt es in den Christl. Griech. Schriften 12 Verse, in denen z. B. Luther das griech. Wort Gehenna mit "Hölle" oder "höllisches Feuer" übersetzt. 

Ist die Gehenna wirklich ein Ort feuriger Qual, während der Hades lediglich das Grab bezeichnet?

Das hebr. Wort "Scheol" und das griech. Wort "Hades" bezeichnen eindeutig das Grab. 

In den Hebr. Schriften ist die Gehenna das "Tal Hinnom". Hinnom war der Name eines Tales vor den Mauern Jerusalems, wo die Israeliten ihre Kinder im Feuer opferten. 

Später ließ der gute König Josia das Tal für diesen schrecklichen Brauch ungeeignet machen (2. Kö. 23:10). Es wurde zu einer gewaltigen Mülldeponie.

Als Jesus auf der Erde lebte, war die Gehenna somit der Müllabladeplatz Jerusalems. Durch die Hinzufügung von Schwefel unterhielt man dort Feuer, um den Abfall zu verbrennen. 

In dem Werk Smith's Dictionary of the Bible, Band 1 lesen wir: "Es wurde der allgemeine Müllabladeplatz der Stadt, ein Ort, wohin man die Leichen von Verbrechern und Tieren sowie jederlei Unrat warf." Lebende Geschöpfe wurden dort jedoch nicht hineingeworfen.

Die Bewohner Jerusalems verstanden somit, was Jesus meinte, als er den bösartigen geistlichen Führern sagte: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen?" (Mat. 23:33). 

Jesus meinte nicht, daß diese geistlichen Führer gequält würden. 

Denke daran, daß Gott, als die Israeliten ihre Kinder in jenem Tal lebendig im Feuer verbrannten, sagte, so etwas Schreckliches sei nie in seinem Herzen aufgekommen! 

Jesus benutzte die Gehenna somit als ein passendes Sinnbild für vollständige und ewige Vernichtung. Er meinte, daß jene bösartigen geistl. Führer einer Auferstehung nicht würdig waren. 

Seine Zuhörer konnten verstehen, daß diejenigen, die in die Gehenna kämen, ähnlich wie Abfall für immer vernichtet würden.

Was ist denn der "Feuersee", der in der Offb. erwähnt wird?

Er hat eine ähnliche Bedeutung wie die Gehenna. 

Er bedeutet nicht Qual bei Bewußtsein, sondern ewigen Tod oder Vernichtung. 

Beachte, wie dies die Bibel selbst sagt gemäß Offb. 20:14: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee" — den Tod, aus dem es keine Auferstehung gibt. 

Dieser Feuersee ist symbolisch, denn Tod und Hölle (Hades) werden dort hineingeworfen. Tod und Hölle können nicht buchstäblich verbrannt werden. Sie können und werden jedoch beseitigt oder vernichtet werden.

„Die Bibel sagt aber, der Teufel werde für immer im Feuersee gequält werden", mag jemand einwenden (Offb. 20:10). 

Was bedeutet das? Als Jesus auf der Erde lebte, wurden Gefängniswärter manchmal "Peiniger" genannt. 

Jesus sagte in einem Gleichnis über einen Mann: "Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlt hätte alles, was er ihm schuldig war" (Mat. 18:34, Luther). 

Da diejenigen, die in den "Feuersee" geworfen werden, in den "zweiten Tod" gehen, aus dem es keine Auferstehung gibt, werden sie sozusagen für immer im Tod gefangen gehalten. 

Sie bleiben wie unter der Aufsicht von Gefängniswärtern für ewig Tot. 

Die Bösen werden nicht buchstäblich gepeinigt, denn wie wir gesehen haben, ist ein Verstorbener völlig aus dem Dasein geschieden. Er hat kein Bewusstsein mehr.

Die Begebenheit, wo Lazarus und ein reicher Mann ihre Plätze tauschen, ist lediglich eine Metapher, um zu veranschaulichen, dass eine zuvor geachtete Geistlichenklasse geistig arm sein — und eine zuvor unterpriviligierte Gesellschaft plötzlich geistig reich sein wird.

Dazu würde ich Dir raten, selbst in den Evangelien zu lesen. Laut diesen sagte Christus, dass nur jemand, der werden kann, wie ein Kind, in das Himmelreich kommen kann. Auch Christus selbst ist laut den Evangelien erst als Erwachsener getauft worden, und selbst da musste er dafür Johannes den Täufer praktisch noch dazu überreden, weil der meinte, das Christus eigentlich ihn taufen müsste, anstatt umgekehrt.

Ein Kind, solange es nicht das notwendige Verständnis hat, um richtig von falsch zu unterscheiden, bedarf keiner Taufe, um in den Himmel zu kommen.

Man muss hier näher ausholen.

Kinder kann man erst für ihre Verfehlungen (Sünden) verantwortlich machen, wenn sie verständig sind. Denn Kinder kennen oft gar nicht die Tragweite ihrer Sünden.

Es ist den Vorstellungen der ersten Christen geschuldet, dass schon früh Säuglinge getauft wurden. Man wollte diese vor der Hölle bewahren.

Das ideale Alter für die Taufe ist das Erwachsenenalter. In diesem Lebensabschnitt erkennt man seine Fehler und kann sie dann auch vermeiden.

So heißt es in der Schrift Tertullians mit dem Titel „De basptismo“: „Deswegen gibt es keinen Unterschied, ob jemand im Meer oder in einem Teich, in einem Fluss oder in einer Quelle, in einer Zisterne oder in einem Becken getauft wird;... So erlangt jedes Wasser nach dem alten Vorrecht seines Ursprungs durch die Anrufung Gottes die Garantie zu heiligen... Da wir uns ja von unseren Sünden wie durch Schmutz verunreinigen lassen, werden wir vom Wasser rein gewaschen.“ (4,3-5) So gab es ursprünglich die Zeremonie des einmaligen Untertauchens, die später durch das dreimalige Untertauchen ersetzt wurde, entsprechend dem trinitarischen Taufsymbol. Das Alter der Täuflinge war zunächst höher. Die Säuglings- oder Kindertaufe wird in die Zeit der Christenverfolgung zu verlegen sein. Aus biblischer Zeit ist uns nur die Erwachsenentaufe bekannt.

Wir kennen heute die Taufe der Kinder und Säuglinge in der Regel als Besprengung des Täuflings. Hier streiten sich die Gelehrten, inwieweit diese Zeremonie rechtens ist. Richtig ist wohl das völlige Untertauchen im Wasser (Mischna Joma III,3). Was das Alter des Täuflings angeht, wird dieses eher bei 18 Jahren liegen. In der Mischna „Abot“ finden wir eine detaillierte zeitliche Orientierung (Abot V,21). Der im Talmud vorgefundene Text präzisiert unter Kidduschin 29b, dass die Heirat mit dem Erlernen der Tora einhergehen soll.

Ein erklärender Zusatz: Der Ursprung der christlichen Taufe liegt im Jerusalemer Tempel, In seinen Kellergewölben befand sich ein Warmraum, zu dem Priester und Leviten herunterstiegen, wenn sie plötzlich eine Pollution hatten. Im Warmraum befand sich ein fließendes Gewässer (Mikwe), in diesem sie untertauchen und sich entsprechend rituell reinigen konnten. In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatten evangelische Theologen die "Gießener Mischna" begonnen und sich intensiv mit dem hebräischen Text befaßt. In den Ausgaben MIDDOT und TAMID beschäftigten sie sich mit dem Warmraum im Jerusalemer Tempel. Im Gegensatz zu heute waren die einzelnen Textausgaben der Gießener Mischna kommentiert.

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Wirklich niemand muß davor Angst haben, in einer Hölle gequält zu werden. Diese Lehre ist absolut unbiblisch.

Schau Dir in diesem Zusammenhang auch mal unter www Bibelant wortenpool de unter dem Stichwort Hoelle die Antworten zu diesen Fragen an:

  • Warum sollten alle Personen, die wie ich nicht an Gott glauben, aber sonst gute Menschen sind, in die Hölle kommen?
  • Ich habe gehört, daß Gott Liebe ist. Wie kann man das behaupten, solange es die Hölle gibt?
  • Gibt es wirklich eine Hölle in der Tote gequält werden?
  • Kommen alle Atheisten in die Hölle?
  • Kommen Menschen, die nie etwas von Gott gehört haben, nach ihrem Tod in die Hölle? Oder was passiert mit ihnen?

(dazu links auf die Schaltfläche Suchen klicken und in der aufklappbaren Liste das Stichwort auswählen)

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