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BIDS, wenn...?

Hallo zusammen, ich lebe seit vielen Jahren in einem Mehrfamilienblock einer Großstadt, in der bis vor kurzem ausschließlich ältere Menschen gelebt haben. Nun sterben diese allerdings allmählich weg und übergeben das Zepter an die jüngere Generation.

Gleichzeitig hat uns nun auch unser langjähriger Hausmeister Herr L. verlassen. Er hat immer für Ordnung gesorgt und die Bewohner im Notfall an der Wohnungstür besucht, um sicher zu gehen, dass kleine und große Verstöße gegen die Hausordnung sofort behoben werden.

Unser neuer Hausmeister, Herr K., ist ein junger Familienvater, der seine Arbeit wirklich toll macht, aber nicht so streng die Hausordnung einfordert. Ich habe mich aber mittlerweile an den Luxus von Recht und Ordnung gewöhnt und fürchte, dass ich so zum Spießer geworden bin.

Unsere Klingelschilder waren nämlich bisher immer nach strengen DIN-Vorgaben anzubringen gewesen. Sie hatten eine einheitliche Farbe, die Schriftgröße war vorgegeben und sogar die Art der Schrauben, mit denen sie befestigt werden sollten, streng geregelt. Mit dem Einzug der neuen Generation und dem Hausmeisterwechsel hält sich aber niemand mehr daran. Statt schön einheitlich gravierter Schilder gibt es nun immer mehr aufgeklebte Zettel oder Label, manche nutzen aber auch verschnörkelte Schriftarten oder riesige Schriftgrößen für ihre Gravuren.

Bin ich der Spießer, wenn mich das so sehr nervt, dass ich einen Aushang im Haus plane und das Thema auf der Eigentümerversammlung ansprechen möchte? Ich freue mich auf euer Urteil und Tipps. 

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Eltern sind zu spießig?

Ich hab im Moment ziemlich viel Stress mit meinen Eltern (mitte 30, eigentlich ziemlich locker) Ich bin fast 16, habe durchschnittliche Leistungen in der Schule, bin in guten Verhältnissen aufgewachsen. In letzter Zeit kommt es aber immer öfter zum Stress, und ich weiß nicht mehr was ich tun soll, deshalb werde ich jetzt einfach mal hier fragen, und vielleicht weiß jemand von euch was ich tun könnte.

In den letzten 2 Monaten hat sich viel in meinem Leben verändert, und ich merk gerade richtig, dass ich auf dem Weg des Erwachsenwerdens bin.

Für meine Eltern bin ich aber immer noch ihr "kleines Mädchen", die verstehen einfach nicht, dass ich mich im Moment etwas schneller entwickele, und ich genau das eben nicht mehr bin! Hier ein paar Beispiele:

Auf Geburtstagen von Freunden, gibts es natürlich auch Alkohol! Für meine Eltern ist das total schockierend, und wenn es nach ihnen gehen würde, dürfte ich garnicht auf diese Geburtstage. Beispiel: Eine gute Freundin von mir feiert ihren 16 Geburtstag rein, danach übernachten alle in der gemieteten Hütte wo gefeiert wurde, ich darf natürlich wieder nicht, und werde um 1 Uhr von meiner Mutter abgeholt -.-). Ich kenn meine Grenzen in Sachen Alkohol, und übertreibe es auch nicht, aber für meine Eltern ist allein der Gedanke dass ich einen Schluck trinke schon total schockierend.

Wenn ich mich abends mit Freuden treffe, muss ich schon um 10 gehen, aber nicht alleine mit dem Bus, könnte ja soviel passieren, meine Mutter holt mich höchstpersönlich ab.

Ich wollte mit ein paar Klassenkameraden einen Abend gemütlich in die Shisha-Bar, was passiert? Für meine Eltern kommt es garnicht in Frage dass ich mitdarf, ich bin schliesslich noch ein Kind, und Kinder haben da nichts zu suchen, außerdem wäre Shisha eine Vorstufe zum Zigaretten rauchen.... (ahja, ist klar :D)

Mein Vater, der in gewisser Weise mein Vorbild ist, da er sich ein gutes Leben aufgebaut hat (verdient gut, trinkt nicht,...), sieht das ganze noch strenger als meine Mutter. jedes mal wenn ich mit meinen Eltern darüber sprechen will, dass sie mir etwas mehr Freiheiten geben sollten und ich versuche zu erklären, dass ich langsam erwachsen werde, hält er mir Vorträge über seine "Jugend". Er kenne die Welt besser, da er schon viel erlebt hätte, und er will mich nur schützen. Er selber hatte mit Leuten Kontakt, die Drogen genommen haben, war auch mit diesen zusammen in einem Raum, und er war der Einzigste der immer abgelehnt hat, hat in seinem Leben nie so etwas wie Drogen angrührt.

Da sie mir soviel verbieten, mach ich vieles heimlich (hab zb auch schon gekifft) Obwohl meine Eltern selber früher als sie jung waren viel Party gemacht haben, geraucht etc. verbieten sie mir alles. Spätestens wenn ich 18 bin, können die doch eh nichts mehr tun, was bringt es ihnen mich unter einem Glashut zu erziehen? Ich will meine Erfahrungen selber machen, auch wenn negative dabei sein werden, aber sowas gehört einfach dazu!

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