Es gibt den Satz "Wir sind die Schöpfer unserer Welt". In erster Linie ist damit gemeint, dass unsere Haltung, Einstellung, Weltbild und oder Lebensphilosophie, unser Leben so stark beeinflussen, dass es so erscheint, als würden wir die gesamte Realität ändern dadurch. Wenn man nun religöse, spirituelle und mystische Welbilder in die Gleichung mit einbezieht, dann ergibt sich daraus, dass Vieles das wir annehmen, vermuten oder "glauben" ebenfalls Einfluss hat auf unsere "erlebte Realität".
Mohammed beschreibt im Koran sehr detailliert was er glaubt und gibt dabei indirekt ein metaphysisches Konstrukt vor, welches auf dem Kostrukt des frühen Judentums basiert. Muslime halten das selbstverständlich für die Wahrheit (so wie andere Gläubige ihre Konstrukte auch).
Wenn aber nun ein Teil meiner Welt/Realität davon abhängig ist, wie ich selbst spirituell und psychologisch ausgerichtet bin, dann hat Religion auch immer etwas von einem Selbstläufer. Wenn man nun den Inhalt des Korans als Tatsachenbericht versteht, dann könnte man nun lediglich daraus schließen, was Mohammed psychisch, geistig, "seelisch", weltlich und spirituell erlebt hat, aber nicht "was ist".