Sollten alle Kulturen weltweit miteinander vermischt werden?

24 Antworten

Ich finde es nicht schlecht, wenn Menschen verschiedener Kulturen zusammen leben, aber ich denke, dass sich die Kulturen und Traditionen der Menschen nie gänzlich miteinander vermischen werden. Aus dem einfachen Grund, weil ein Mensch, der in einer bestimmten Kultur mit bestimmten Traditionen aufgewachsen ist, diese so verinnerlicht haben wird, dass ein Mensch anderer Kultur dessen Kultur nicht nachahmen können wird (wenn er nicht in dieser Kultur aufgewachsen ist).

Also wird es immer eine Trennung geben zwischen Menschen verschiedener Kulturen und das sollte man respektieren.

Ich bin für die größtmögliche Freiheit. Wer mit wem, dass sollte jeder Mensch selbst frei entscheiden können, nur mit der Maßgabe, dass die/der Auserwählte auch möchte. Wenn es dadurch zu einer Durchmischung kommt, dann ist es halt so. Und wenn nicht, ist es auch gut. Fördern oder forcieren sollte man es nicht, allerdings auch nicht aufhalten.

Meiner Meinung nach unrealistisch. Denn die Kulturen werden sich nie vollständig vermischen.

Die Menschen werden sich immer nach einem gemeinsamen Nenner sortieren. Das ist schon seit den ersten Menschen so, es gehört im Grunde zu unserer Grundprogrammierung.

Man schaue sich doch mal die US-Amerikanischen Großstädte oder andere Großstädte an. Da hat jede Ethnie oder Kultur ihren eigenen Stadtteil oder ihr eigenes Viertel.

Willst Du die Häuser zukünftig nach Kulturen sortieren? Damit sich die Kulturen nicht in eigenen Stadtteilen oder Vierteln zusammentun?

Das funktioniert nicht und man kann keine Einigkeit erzwingen. Es gibt Kulturen die nicht mit anderen Kulturen zusammen leben wollen.

Und Konflikte wird es auch zukünftig geben, weil Menschen von Natur aus auch aggressiv sind. Und diese Aggressivität wird immer irgendwie und irgendwo zu Tage treten. Von dem her ist der Traum vom Weltfriede eine Illusion.

Ich finde die Vorstellung von vermischten Kulturen außerdem eine Horrorvorstellung! Ich denke wir sind alle Einzigartig und eine Besonderheit. In unseren Wesen und unseren Kulturen. Die Vermischung der Kulturen würde doch dies alles zerstören und einen einzigen Einheitsbrei erschaffen.

Kulturen "vermischen" bzw. beeinflussen sich gegenseitig schon seit es Menschen gibt. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang.

Nur wenige Völker haben sich vollkommen isoliert voneinander entwickelt, dass sieht man bereits in der frühsten Vorzeit.... dabei zeigt die Geschichte, dass kulturelle Austausch immer etwas gewesen ist, wovon das Allgemeinwohl profitiert hat.

Beispiel:

Zur Zeit des finsteren Mittelalters im christlichen Europa, war es der Orient welcher wissenschaftliche Errungenschaften über Astronomie oder Medizin vorangetrieben haben.

Oder als das byzantinische Reich untergangen ist und es eine riesige Flüchtlingswelle nach Europa, hauptsächlich Italien gab, brachten die Gelehrten das Wissen aus deren Bibliotheken nach Europa, welche u. a. noch antikes Wissen der hellenischen Zeit hatte. Dadurch wurde in Europa die Epoche der Renaissance ausgelöst, was am Ende zur wissenschaftlichen Aufklärung und dem Humanismus führte.

Auch biologisch kann man argumentieren, dass die Natur auf Diversifikation aufbaut. Das Erbgut von "Mischlingskindern" ist häufig stärker, sie werden als attraktiver wahrgenommen (Modells, etc.) und sind allgemein gesünder, während ein isolierter Gen-pool in seiner stärksten Form wie Inzest eher zu Erbkrankheiten und Missbildungen führt (Habsburger Lippe).

Kultureller Austausch führt häufiger zu progressivem Fortschritt, wobei auch Krieg eine Form von Austausch sein kann, was gerade in Europa zu einer rasanten, technologischen Entwicklung geführt hatte.

In der heutigen, globalisierten und vernetzten Welt ist diese beschleunigte Entwicklung auch nicht mehr aufzuhalten. Als Gegenbewegung versuchen viele Menschen eine Entschleunigung zu bewirken, indem sie sich an vermeidlich konservativen und nicht mehr zeitgenössischen Werten festklammern. Vermutlich aus einer romantisierten, subjektiven Sichtweise auf das gute, alte "Früher" und der Flucht vor einer komplexen Welt in Simplizität. Es ist natürlich auch ein instinktives Grundbedürfnis des Menschen, in einer möglichst überschaubaren Gemeinschaft oder Sippe zu leben, zur sozialen Entfaltung und einem Sicherheitsgefühlt. Aber die Welt verändert sich nun mal und diejenigen, die nicht hinterher kommen werden ganz einfach durch natürliche Selektion ausgesondert.

Propaganda.

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Ein friedliches und respektvolles Zusammenleben verschiedener Kulturen ist erstrebenswert und findet teilweise ja auch heute schon statt. Auch gegen eine Vermischung ist nichts zu sagen: Wenn z.B. Keiko aus Kobe von Jean-Luc aus Bordeaux angetan ist oder Lieselotte aus Wanne-Eickel den Chafik aus Beirut liebt, warum sollten die nicht miteinander eine Familie gründen? Schöner Nebeneffekt: Eurasische Gesichter sind meistens sehr apart - die Mischung macht's!

Schlimm wird's nur, wenn einer dem anderen einen Stempel aufdrücken will und von ihm verlangt, sich irgendwelchen überkommenen Traditionen zu beugen. Familienstrukturen und Denkweisen von archaischen Völkerstämmen passen nun mal nicht mehr in unsere heutige Welt. Wenig gefestigte Menschen und solche mit einem etwas beschränkten geistigen Horizont lassen sich aber nur allzu leicht verführen und "umdrehen". Das führt zu Konflikten.

AUA, das ist doch hoffentlich nicht allzu schmerzhaft so einen Murks zu denken - oder ?

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@eccojohn

Danke, dass du dir um meine geistige Gesundheit Sorgen macht. Aber sei versichert, ich habe alle Sinne beieinander. Ich vermute, du hast, wenn überhaupt, nur den 1.Absatz gelesen oder vielleicht doch den ganzen Text, allerdings wohl nur diagonal und leider, ohne die Aussage zu verstehen. Schwarzweiß-Denken und Holzhammer-Argumentation scheinen dir mehr zu liegen.

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@spanferkel14

Ja ja, dann kannst du mir sicher auch erklären, warum das beim großen Bruder USA seit Jahrhunderten nicht funktioniert - und Ghettos typische Lebensform und an der Tagesordnung ist.

Aber WIR SCHAFFEN DAS - Gelle?

Schönes Wunschdenken, mehr aber auch nicht !

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@eccojohn

Ich sagte es zwar schon.

Ich vermute, du hast, wenn überhaupt, nur den 1.Absatz gelesen oder vielleicht doch den ganzen Text, allerdings wohl nur diagonal und leider, ohne die Aussage zu verstehen.

Aber manche Menschen bedürfen einer weiteren Chance. Also lies einfach noch mal! Und vergiss das Mitdenken dabei nicht!

Lesehilfe: Ich habe zwei Seiten einer Medaille angesprochen, aber selbstverständlich hier nicht erschöpfend dargestellt. Wo Licht ist, fällt nun mal auch Schatten.

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@spanferkel14

Na ja, aus den Erfahrungen die so viele Menschen weltweit machen in dieser Problematik suchst du dir halt die Handvoll Beziehungen raus, die langfristiger halten.

Auch eine Betrachtungsweise !

LEIDER sieht aber die Realität anders aus. Probleme untereinander weil Kulturen aufeinander prallen und Anfeindungen von außen kann man nun mal nicht verhindern - man kann sie höchstens ignorieren !

UND: Lesehilfe ist für sowas nicht notwendig - eher Lebenshilfe - denn du träumst nur vom Licht und ignorierst den überwiegenden Schatten, wie du es nanntest !

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@eccojohn
LEIDER sieht aber die Realität anders aus. Probleme untereinander weil Kulturen aufeinander prallen und Anfeindungen von außen kann man nun mal nicht verhindern

Das bestreite ich nicht, habe ich auch in meinen bisherigen Einlassungen nicht bestritten. Man kann damit aber verschieden umgehen und unterschiedliche Konsequenzen/Schlüsse für sich selbst daraus ziehen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch viele Abstufungen dazwischen. - Und damit wollen wir es gut sein lassen. Wir müssen ja nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Nenner kommen.🤗

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Wenn du alle Farben in einem Farbtopf mischst, kommt am Ende grau heraus und du kanns gar keine schönen Bilder mehr malen. Ein Gleichnis. -

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