Sollten alle Kulturen weltweit miteinander vermischt werden?

18 Antworten

Verschiedene Kulturen sind durch räumliche Trennung entstanden. In dem Maße, wie diese Trennung aufgehoben wird (Globalisierung) werden sich auch die Kulturen vermischen, sich gegenseitig beeinflussen und neue Kultur hervorbringen.

Sich gegen diese Entwicklung zu stemmen ist in etwa so aussichtsreich, wie die Uhr anzuhalten um einen Moment länger zu genießen.

Alle bisherigen Versuche, die kulturelle Entwicklung aufzuhalten oder gar zurückzudrehen, scheiterten und/oder endeten in einer Katastrophe.

Die Vermischung von Kulturen in "Multikultigesellschaften" wie dem Römischen Reich führten in Wahrheit zum Untergang der ursprünglichen Kultur oder zu Bürgerkriegen wie in Jugoslawien.

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@Rotti733

... und ein höheres Klapperstorchvorkommen führt zu höheren Geburtenzahlen.

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Ich bin für die größtmögliche Freiheit. Wer mit wem, dass sollte jeder Mensch selbst frei entscheiden können, nur mit der Maßgabe, dass die/der Auserwählte auch möchte. Wenn es dadurch zu einer Durchmischung kommt, dann ist es halt so. Und wenn nicht, ist es auch gut. Fördern oder forcieren sollte man es nicht, allerdings auch nicht aufhalten.

Kulturen "vermischen" bzw. beeinflussen sich gegenseitig schon seit es Menschen gibt. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang.

Nur wenige Völker haben sich vollkommen isoliert voneinander entwickelt, dass sieht man bereits in der frühsten Vorzeit.... dabei zeigt die Geschichte, dass kulturelle Austausch immer etwas gewesen ist, wovon das Allgemeinwohl profitiert hat.

Beispiel:

Zur Zeit des finsteren Mittelalters im christlichen Europa, war es der Orient welcher wissenschaftliche Errungenschaften über Astronomie oder Medizin vorangetrieben haben.

Oder als das byzantinische Reich untergangen ist und es eine riesige Flüchtlingswelle nach Europa, hauptsächlich Italien gab, brachten die Gelehrten das Wissen aus deren Bibliotheken nach Europa, welche u. a. noch antikes Wissen der hellenischen Zeit hatte. Dadurch wurde in Europa die Epoche der Renaissance ausgelöst, was am Ende zur wissenschaftlichen Aufklärung und dem Humanismus führte.

Auch biologisch kann man argumentieren, dass die Natur auf Diversifikation aufbaut. Das Erbgut von "Mischlingskindern" ist häufig stärker, sie werden als attraktiver wahrgenommen (Modells, etc.) und sind allgemein gesünder, während ein isolierter Gen-pool in seiner stärksten Form wie Inzest eher zu Erbkrankheiten und Missbildungen führt (Habsburger Lippe).

Kultureller Austausch führt häufiger zu progressivem Fortschritt, wobei auch Krieg eine Form von Austausch sein kann, was gerade in Europa zu einer rasanten, technologischen Entwicklung geführt hatte.

In der heutigen, globalisierten und vernetzten Welt ist diese beschleunigte Entwicklung auch nicht mehr aufzuhalten. Als Gegenbewegung versuchen viele Menschen eine Entschleunigung zu bewirken, indem sie sich an vermeidlich konservativen und nicht mehr zeitgenössischen Werten festklammern. Vermutlich aus einer romantisierten, subjektiven Sichtweise auf das gute, alte "Früher" und der Flucht vor einer komplexen Welt in Simplizität. Es ist natürlich auch ein instinktives Grundbedürfnis des Menschen, in einer möglichst überschaubaren Gemeinschaft oder Sippe zu leben, zur sozialen Entfaltung und einem Sicherheitsgefühlt. Aber die Welt verändert sich nun mal und diejenigen, die nicht hinterher kommen werden ganz einfach durch natürliche Selektion ausgesondert.

Propaganda.

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Sie sollten das tun können und tun wollen, aber auf rein freiwilliger Basis.

Ich möchte jedenfalls nicht vorgeschrieben bekommen, ab nächsten Monat in Tchucktschien leben zu müssen, nur um irgendeine ideologisierte Vision zu erfüllen.

auf absehbare Zeit noch völlig unrealistisch, finde ich persönlich aber dennoch eine mega tolle Vorstellung.

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