Individuell sein - oder mit der Masse schwimmen?

Mir ist es wichtig meinen ganz eigenen Weg zu gehen. Mich so zu geben wie ich in Wirklichkeit bin. Früher hab ich immer nur Rollen gespielt und mich angepasst.

Sich der Masse anzupassen ist viel einfacher, trotzdem gehe ich jetzt den schweren Weg, habe mich von meiner Familie getrennt, habe Menschen hinter mir gelassen, die mir nicht (mehr) entsprechen, lebe meinen eigenen Lebensrhytmus und Lebensstil. Ich bin ich seit einer Weile damit beschäftigt heraus zu finden was genau zu mir passt und was nicht: welche Ernährungsform, welcher Kleidungsstil, welche Glaubens-und Gedankenmuster usw.

Ich übe mich darain bei mir zu bleiben und NEIN sagen, wenn mir der allgemein vorgegebene Weg nicht passt. Ich möchte den Mut haben jemanden zu enttäuschen, der Erwartungen an mich hat, die ich nicht erfüllen will (weil ich dann nicht mehr ICH wäre).

Ich möchte mein Rollenverhalten selbst definieren (Geschlechts-Rollen, Eltern-Rollen, Berufs-Rollen, Freundschafts-Rollen, Beziehungs-Rollen). Alles scheint so vorgegeben.

Ich möchte mich keinen Vorgaben unterwerfen. Wenn ich mit über 50 feststelle, dass für mich jetzt meine "Sturm und Drang-Zeit" dran ist oder wenn ich wie ein kleines Kind meinen Spaß am Seifenblasen-Blasen habe, wenn ich den Sinn meines Lebens darin finde nur zu SEIN...dann ist das so.

Je individueller ich mir erlaube zu leben, desto freier werde ich auch im Umgang mit anderen. Ich toleriere Menschen, die ich früher abgelehnt hätte und lasse jeden so sein wie er ist.

Ist diese Art für euch auch ein Thema? Oder ist es euch wichtiger in der Masse mit zu schwimmen um nicht (unangenehm) aufzufallen?

Verhalten, Menschen, Alltag, Psychologie, Individualität, Wert, Anpassung
2 Antworten
W/16 Meine Eltern schätzen mich nicht wert?

Bitte antwortet nicht nur anhand der Überschrift, sondern nehmt euch auch die Zeit für das was ich geschrieben habe. Ich weiß, dass meine Eltern mich lieben, weil das einfach alle Eltern tun. Und zumindest meine Mutter sagt es mir auch manchmal (indirekt oder durch ein "Hab dich lieb"). Aber naja, macht euch euer eigens Bild...

1. Ich habe das Gefühl, ich bin meinen Eltern egal. Ich schreibe eine 1: "Toll". Ich schreibe eine 4: "Oh, naja". Solange ich nicht versetzungsgefährdet bin, was nicht der Fall ist, geht ihnen meine Schulische Leistung am A^sch vorbei.

2. Das gilt aber nicht nur für die Schule, auch für meine Gesundheit. Wenn ich krank bin, kümmern sie sich 0 um mich. Ich hab so starke Bauchkrämpfe, dass ich mich kaum bewegen kann: "Stell dich nicht an, mach dir ne Wärmflasche, koch dir ne Suppe" (von der essen meine Eltern dann natürlich mit)

3. Man könnte jetzt sagen, Eltern müssen ihren Kindern auch nicht alles hinterhertragen, aber andersrum muss ich das andauernd für sie tun. Kochen tu ich auch selbst. Anfangs noch freiwillig, weil ich es gern ab und an tu, aber sie haben das mal wieder ausgenutzt und mich quasi zu unserer Köchin gemacht. Der Hausputz ist streng eingeteilt. Ich putze mein Zimmer und die Küche, weil das "meine" Räume sind, mein Vater das Bad und meine Mutter das Wohn- und Schlafzimmer. Manchmal übernehme ich das netterweise für sie, bekomme dafür 50ct und kein Danke. Ich fühle mich dann irgendwie ausgenutzt.

4. Bei uns ist es so, dass wir einmal die Woche einkaufen (Grundnahrungsmittel, Körperpflege etc) und wenn jemand mehr haben will, muss er es aus eigener Kasse bezahlen. Ich bekomme 25€ Taschengeld im Monat. Das Geld was ich für die Nachhilfe bekomme geht schon fast ganz für meinen Handyvertrag drauf, d.h. mir bleiben nur 35€ für alles andere (Kleidung, Essen in Schulkantine, DVDs und Computerspiele, mit Freunden ausgehen etc)

Letztens habe ich gehört wie meine Mutter meinen Vater gefragt hat, ob sie nicht etwas zu streng zu mir sind. Er antwortete "Ich will meine Tochter zu einem selbstständigen Menschen erziehen, der mit Geld und Gütern umgehen kann."

Was meint ihr zu alledem? Ist das noch normal? Btw ich bin weiblich und 16.😊

Liebe, Finanzen, Familie, Geld, Jugendliche, Eltern, Wert, schätzen
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