Du hast zu viel grün markiert. Dadurch ist nicht mehr klar, was genau die Vorteile sind.

Zum Beispiel ist es überflüssig, "beneiden die, die als Kind zwei- oder mehrsprachig aufgewachsen sind" zu unterstreichen. Wo ist da ein Vorteil? Es ist doch kein Vorteil, dass jemand beneidet wird. Das nützt ihm ja nichts.

Unterstreich nur das, was gefragt ist, aber nicht einleitende Sätze u.ä.!

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In meinen Ohren sträubt sich etwas dagegen.

Bei zweigliedrigen Konnektoren, von denen ja der erste Konnektor eine antizipierende Funktion hat, also den Leser schon darauf hinweist, dass noch eine zweite Information folgt, die z. B. ergänzend sein kann, einen Gegensatz ausdrückt o.a., da erwartet man den dazu passenden zweiten Konnektor, also:

  • sowohl ... als auch ...
  • nicht nur ..., sondern auch ...
  • weder ... noch ...
  • entweder ... (,) oder ...
  • teils ..., teils ...
  • auf der einen Seite/einerseits ..., auf der anderen Seite/andererseits ...
  • zum einen ..., zum anderen ...
  • zwar ..., aber/jedoch ...

Kommt dieser erwartete 2. Konnektor aber nicht, dann ist man irritiert, wartet weiter darauf und ist nicht mehr richtig konzentriert, verliert also den Faden und muss gegebenenfalls das Ganze noch einmal lesen.

Das mag nicht jedem so gehen wie mir. Aber mich stört dieser Bruch ganz massiv.

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In deinem Satz wurden 2 Bilder miteinander vermengt, die inhaltlich nicht zusammengehören und eigentlich auch grammatisch nicht ganz in Ordnung¹ sind. Auf jeden Fall handelt es sich um einen Ausdrucksfehler.

Wohin? münden in + Akkusativ = fließen in + Akkusativ und dort¹ enden

  • Die Mosel mündet in den Rhein. Der Rhein mündet in die Nordsee.
  • Die Donau mündet ins Schwarze Meer.
  • Die Donau mündet im¹ Schwarzen Meer.
  • Die anfangs friedliche Diskussion mündete in einen handfesten Streit. (figurativ)
  • Ihre Unterhaltung mündete in einer¹ harten Auseinandersetzung. (figurativ)

¹ Duden wie auch andere Nachschlagewerke akzeptieren aber auch münden in + Dativ, ausgehend davon, dass etwas an einem bestimmten Punkt (wo?) sein Ende findet.

im Schoß(e) + Genitiv = figurativer Ausdruck für behütet / in der Geborgenheit / im geschützten Kreis von

  • Wo? - Kai-Uwe Menzel wuchs im Schoß einer bodenständigen Familie auf. = Er genoss die Geborgenheit (in) einer bodenständigen Familie.
  • Wohin? - Vater und Mutter Menzel nahmen auch noch zwei Pflegekinder in den Schoß der Familie auf.
  • Es gäbe für mich nichts Schöneres auf der Welt, als im Schoße der Natur zu leben.

In deinem Beispielsatz wäre vielleicht passend:

  • Lösungsangebote, die auf eine sittsame Ehe und die Beschränkung der Sexualität auf die reine Reproduktion hinauslaufen. (hinauslaufen auf +Akk.)
  • Lösungsangebote, die sich im Führen einer sittsamen Ehe und in der Beschränkung der Sexualität auf die reine Reproduktion erschöpfen. (sich erschöpfen in + Dativ)
  • Lösungsangebote, die sich auf das Führen einer sittsamen Ehe und auf sexuelle Aktivitäten beschränken, die ausschließlich der Reproduktion dienen. (sich beschränken auf + Akk.)
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Im Rahmen dieser Arbeit soll erforscht werden, ob und in welcher Weise diese Methode für das oben genannte Ziel eingesetzt werden kann.

Die Bedeutung von "inwiefern" ist in der Regel

  • ob und wie/in welcher Weise.
  • weshalb und wie/in welcher Weise.

Es werden also 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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Das musst du doch selbst merken!

Wenn Dialoge aufgesetzt, gekünstelt sind, ist das befremdlich. Im schlimmsten Fall empfindet man beim Lesen regelrechten Widerwillen. Die Rezeption ist gestört, und man kann als Leser nicht in den Roman eintauchen. Das ist nicht anders als im realen Leben: Man fühlt sich abgestoßen, es existiert eine Mauer zwischen Leserschaft und Handlungsfiguren, wenn diese geziert sprechen und Strukturen benutzen, die nicht zur mündlichen Kommunikation passen oder in bestimmten Situationen nicht angemessen erscheinen.

Anders ist es, wenn eine Handlungsfigur durch eine vom Autor bewusst eingesetzte manierierte Sprechweise lächerlich gemacht werden soll. Um das wiederum lebensecht hinzukriegen, muss der Autor ein hervorragendes Sprachempfinden besitzen und den "Menschen wirklich aufs Maul geschaut haben."

Anders ist es auch, wenn ein Autor die gekünstelte Sprechweise benutzt, um beim Leser ganz bewusst ein unangenehmes Gefühl zu erzeugen, z.B. wenn er Figuren wie Marionetten oder gefühllose Automaten handeln und sprechen lässt. Auch das will gekonnt sein. R. W. Fassbinder als Drehbuchautor und Filmemacher beherrschte diese Kunst.

Schlimm wird es aber, wenn z.B. bei Romanen englischsprachiger Autoren schlechte Übersetzer am Werk sind. Noch schlimmer wird es bei deutscher Synchronisation amerikanischer Filme. Allerdings muss man bedenken, dass manch schlechte Übertragung der unterschiedlichen Länge von Wörtern/Sätzen im Englischen und Deutschen geschuldet ist. Außerdem soll es ja möglichst lippensynchron sein.

Was ich allerdings nie verstanden habe, ist, weshalb in deutschen Krimi-TV-Produktionen des vorigen Jahrhunderts ("Derrick" & Co.) oft so lebensferne Dialogsprache benutzt wurde. Die Lieblingszeitform irgendwelcher Betroffener oder Zeugen von Morden in Grünwalder Villen ist das Präteritum. Die Tatsache, dass sie eine Situation beschreiben, etwas zu Protokoll geben, heißt doch nicht, dass man im Deutschen im Dialog plötzlich auch bei Vollverben ohne Not vom üblichen Perfekt abweicht. Dadurch hatten/haben diese Oldies - zumindest für mich! - immer etwas Künstliches. Ich weiß nicht, was mit diesen Drehbuchautoren los war.

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Von meiner Großmutter hörte ich "etepetete" und "Mischpoke" zum ersten Mal, als ich noch klein war. Meine Großmutter ist übrigens Anfang 1890 geboren, aber sie ist weder in Berlin geboren noch jemals dort gewesen. Was haben diese beiden Ausdrücke speziell mit Berlin zu tun? Nichts. "In der Klemme" oder "in der Bredouille sitzen" kenne ich von meinen Eltern, die auch nichts mit Berlin verband. Wir Kinder hatten natürlich immer Bammel, dass unsere Eltern es spitz kriegen würden, wenn wir schon wieder 'was ausgefressen hatten, denn in der Kleinstadt war kaum irgendetwas geheimzuhalten. "Etwas ausklamüsern, sich 'nen Ast lachen", von einer fiesen Frau als "Aas" und von einer gerissenen Frau als "Luder" zu reden, war für uns das Normalste von der Welt. Es war aber immer eine Frau. Ging es um einen Mann, dann war das eher ein "Gauner, Halunke oder Schlawiner".

"Asche" statt Geld, das hörte ich sehr viel später erst, da war ich längst erwachsen, aber auch da: keine Verbindung mit Berlin. Wir sagten in jüngeren Jahren "Kohle, Knete oder Moneten".

Zu dem Ausdruck "Atze" kann ich nichts sagen. Das war nur der Spitzname eines einzigen Bekannten von mir, hatte aber nichts zu tun mit "Bruder". Vielleicht ist das ja tatsächlich ein Berliner Ausdruck.

Für mich gehört nur die Molle nach Berlin, sonst nichts.

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Damit du einmal siehst, wie viele verschiedene Bedeutungen das Verb "ansetzen" hat, je nachdem mit welchen Präpositionen es verbunden (wird) und in welchem Kontext es benutzt wird:

https://de.wiktionary.org/wiki/ansetzen

Der Kontext, den du bisher meintest, ist zu finden

  • unter Definition 10.a.
  • unter Beispiel 10.a, 3. Satzbeispiel

Der Kontext, den dir NalchHalt09 sinnvollerweise bei deinem (schon wieder einmal geänderten) Satz anbietet, ist zu finden unter Beispiel 11, 1. Satzbeispiel.

Deine Herangehensweise an die deutsche Sprache ist nicht sehr effizient. Beispiel: Simple Adjektive wie "geschwind" schaut man normalerweise in einem Wörterbuch nach. Solche einfachen Wörter hier zu erfragen, das nenne ich: Zeit verplempern.

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Ich habe mich als Kind immer gewundert, weshalb manche Leute "ohne Gewehr" sagten, wenn sie doch "ohne Garantie" meinten: Was hatte eine Flinte denn in dem Zusammenhang zu suchen? Ich kam erst später dahinter, dass es auch noch ein Gewehr mit "ä" und mit femininem Artikel gab.

Ich spreche beide Wörter gleich aus. Ich sage aber auch nicht Käse, sondern Keese, spreche vom Gebleese, Kleeger, Schleeger, der Seege, Nehe, Fehre, Mehre, den Deenen, schwarzen Schweenen und dritten Zehnen, denn ich komme aus Norddeutschland.

Zum Ausgleich zwischen Nord und Süd spricht man dann in Baden und Schwaben vom schwäre Läbe, vom Läberle mit Brägele, von Häg' und Pfläg, vom "Sich räge bringt Säge" und dass "Gäbe besser isch als Nähme".

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Unangenehme Situation .. hat er Interesse?

Ich bin seit 2 Wochen in einer neuen Firma und habe dort einen Mann (28) „kennengelernt“. Ich (27).

als wir vorgestellt wurden hat er mir mind. 3 Sekunden lang intensiv in die Augen geschaut. Ich war direkt geschockt, weil er irgendwie so geschockt war. Ich habe dann weggesehen weil es mir unangenehm wurde. Es war aber echt ein langer ungewöhnlicher Augenkontakt.

Am nächsten Tag:
Er stand bei uns im Büro und hat 2 Kollegen was erzählt bzgl der Arbeit und ich habe ihm dabei beobachtet. Als ich weggesehen habe, merkte ich, wie er plötzlich zu mir sah.

Und vorige Woche war er wieder bei uns im Büro. Direkt in der früh kam ich rein und ich hörte schon seine Stimme. Er sah dann um die Ecke und unsere Blicke trafen sich, er zog direkt die Augenbraue hoch…. ich grüsste ihn mit“morgen“ , er sagte auch „morgen“ und schaute direkt am Boden und hat mit seinem Fuß irgendwas herum getan. (So irgendwie als Ablenkung)
Ich habe dann meine Tasche am Boden neben meinen Schreibtisch gestellt und sah im Augenwinkel wie er mich abgemustert hat.
wieder..

ich war so nervös dass ich in die Küche ging um den Geschirrspüler auszuräumen weil ich es mit ihm in dem Raum nicht ausgehalten habe . Als ich wieder zurück ins Büro ging, kam er mir bereits entgegen (ich schaute weg) … vermutlich wollte er ein Gespräch in der Küche anfangen weil er mir nach gegangen ist 🤷🏽‍♀️ (einziger Ort wo wir alleine sein können)

er hat sich dann nur ein Wasser geholt, danach waren wir wieder im Büro.

nun ja, ich bin halt immer so stark nervös , dass ich desinteresse signalisiere weil ich immer weg schau und auch weg „laufe“
vorallem habe ich ihm erst 3 mal gesehen im Büro aber irgendwie scheint da irgendwas da zu sein.. voll komisch und ich hab das Gefühl wir wissen beide nicht wie wir damit umgehen sollen ..
meint ihr den er könnte interesse haben und habt ihr Tipps wie ich das ganze angehen könnte. Z.b. dass ich ihm ein Zeichen senden kann.

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Ich wusste nicht, dass es auch spezielle Kindergärten für vom Alter her Erwachsene gibt.

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Nein. Der Satz ergibt keinen Sinn. Da fehlt ja, was die Regierung mit dem Gesetz tun und wo sie damit ansetzen will.

Es gibt auch kein "Gesetz des Bürgergeldes", sondern wenn, dann ein "Gesetz zum Bürgergeld".

Beispiel:

Ich beginne mit meiner Arbeit. = Ich beginne zu arbeiten.

Wo setze ich mit meiner Arbeit an? = Wo/An welchem Punkt/An welcher Stelle tu ich den ersten Schritt meiner Arbeit, z.B. einer Reparatur? Das Ansetzen braucht immer eine Stelle, an der dasTun/Handeln/Agieren beginnt.

  • Anton: Ich setze mit meiner Reparatur am linken Ende an und arbeite mich dann bis zur Mitte vor.
  • Peter: Ne, ich würde genau anders herum anfangen. Ich würde mit der Reparatur in der Mitte ansetzen und dann immer abwechselnd links und rechts weitermachen.
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an einer Stelle mit irgendetwas ansetzen = an einer bestimmten Stelle mit irgendetwas beginnen/anfangen, weil man diese Stelle für besonders günstig/sinnvoll bzw. für richtig/passend hält, um zu beginnen

  • Ich setze mit dem Färben an den Haarwurzeln an und arbeite mich dann bis zu den Haarspitzen vor.
  • Der Fahrlehrer setzt mit seiner Kritik immer genau am falschen Ende an und verunsichert dadurch seine Fahrschüler nur noch mehr, als ihnen zu helfen.
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  1. denken, dass ...
  2. denken an + Akk. (nicht vergessen / im Kopf haben)
  3. nachdenken über + Akk. (lange denken und abwägen)

Statt/Anstatt Hals über Kopf das teure Haus zu kaufen, sollte er zuerst über andere Dinge nachdenken.

  • Statt unüberlegt das teure Haus zu kaufen, sollte er zunächst an andere, wichtigere Dinge denken.
  • Statt ohne nachzudenken das teure Haus zu erwerben, sollte er sich zunächst lieber um dringendere Angelegenheiten kümmern.
  • Statt überstürzt das teure Haus zu kaufen, sollte er sich zunächst mit Dringenderem befassen/beschäftigen.
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Verhandlungen können sich verzögern, aber nicht verzählen. Verhandlungen können sich auch in die Länge ziehen.

  • sich verzögern - später stattfinden/geschehen als geplant
  • sich in die Länge ziehen - länger dauern als erwünscht

_________________________

sich verzählen = falsch zählen

  • Ich habe mich verzählt. Im Bus sitzen nicht 29, sondern 30 Fahrgäste.
  • Haben Sie nicht die Rufnummer 50783164? Nein? Oh, tut mir leid, dann habe ich mich verwählt.
  • 23 + 17 + 86 = 136. - Nein, du hast dich um 10 verrechnet.
  • Im Wald verläuft er sich. Mit dem Fahrrad in der Stadt verfährt er sich auch dauernd. Erik hat einfach keinen Orientierungssinn.

desgl.: sich versehen, sich verschlafen, sich vertun, sich verschreiben, sich verhören

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Der ganze Satzteil "ohne ...zu lassen" passt hier inhaltlich nicht, denn es sind ja nicht die Ausländer, die darüber entscheiden, ob sie Arbeitsplätze erhalten, die damit den Deutschen nicht zur Verfügung stehen. Richtiger wäre:

  • Die Frau denkt, dass man in Deutschland Arbeitsplätze an Ausländer vergibt, ohne genügend Plätze für die Deutschen zu lassen.
  • Die Frau denkt, dass man in Deutschland Arbeitsplätze an Ausländer vergibt, ohne zunächst einmal dafür zu sorgen, dass deutsche Arbeitsuchende Arbeitsplätze/ Arbeit erhalten.
  • Die Frau denkt, dass in Deutschland Arbeitsplätze an Ausländer vergeben werden, die den deutschen Arbeitsuchenden verloren gehen. (Ich bevorzuge diesen Satz, ohne ihm allerdings inhaltlich zuzustimmen.)

Vielleicht will der TN aber auch sagen, dass die Frau die Ausländer für die Buhmänner hält. Er benutzt 2x den bestimmten Artikel (die Ausländer, die Arbeitsplätze). Das scheint mir darauf hinzudeuten, dass er einen Relativsatz benutzen wollte, aber leider ein Komma nicht gesetzt hat, wodurch der ganze Inhalt entstellt wurde. Hier ist dann "ohne ... zu-Infinitiv" völlig daneben, da ja der dass-Nebensatz beendet werden muss.

  • Die Frau denkt, dass die Ausländer, die Arbeitsplätze in Deutschland erhalten, den Deutschen keine Arbeitsplätze lassen.
  • Die Frau denkt, dass die Ausländer, die Arbeitsplätze in Deutschland erhalten, den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen.
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  • Die Polizei kümmert sich um die Sicherheit.

ähnlich:

  • Die Polizei ist für die Sicherheit der Bürger zuständig.
  • Die Sicherheit der Bürger fällt in den Zuständigkeitsbereich der Polizei.
  • Die Sicherheit der Bürger ist eine der Aufgaben der Polizei.
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