Sind wir alle aus Inzest entstanden?

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52 Antworten

Die Bibel ist halt ein Märchenbuch und da darf es auch unlogisch zugehen. Bei Rotkäppchen ist auch jedem klar, dass es real nicht sein kann, dass der Wolf Rotkäppchen verschlingt und dieses anschließend unverletzt dem aufgeschnittenen Bauch entspringt.

So ist es eben auch ein Märchen, dass ein Gott Adam und Eva geschaffen habe. Die Märchenerzählung geht ja dann auch noch unlogisch weiter. Nachdem Kain seinen Bruder Abel erschlagen hatte, wanderte er in das Land Nod aus, wo er eine Frau fand sowie eine ganze Stadt für die dortige Bevölkerung baute. Da stellt sich die Frage, wo kamen die Einwohner Nods her?

Weiter: einer der Nachkommen Kains soll die Verarbeitung von Eisen beherrscht haben. Heute wissen wir aber, dass die Eisenverhüttung erst ab etwa 1500 v.Chr, erfunden wurde. Das kann also auch nicht stimmen.

Im Kapitel 6 wirds dann ganz skurril und gleitet völlig in eine Märchenerzählung ab:
"Und es geschah, als die Menschen begannen sich zu mehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, 2 da sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich zu Weibern, welche sie irgend erwählten.  3 Und Jehova sprach: Mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien 120 Jahre.  4 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch nachher, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren."

Jetzt hat Gott plötzlich eine ganze Reihe von Söhnen (angeblich soll ja Jesus der einzige sein) und es kommen auch noch Riesen ins Spiel.

Fazit: ob ich nun die Bibel oder Grimms Märchen lese, der Erkenntnisgewinn ist derselbe. 

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Wenn Adam und Eva die ersten Menschen waren

bedeutet das ja keineswegs, daß es die einzigen Menschen waren. Wenn man schon mal in der Bibel liest, dann sollte man dort nichts daraus lesen, was nicht auch drinsteht.

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Hallo putzi0402,

Inzest war zur Zeit Adams und Evas noch nicht verboten, da es noch kein Jugendamt, keine Polizei, keine Staatsanwaltschaft gab.

Erbkrankheiten gab es auch noch keine, da Adam und Eva noch unverbrauchte Originale waren.

Aber im Ernst:

Die Geschichte von Adam und Eva ist etwa 1000 vor Christus entstanden und soll etwas aussagen über das Verhältnis der Menschen untereinander, zur Schöpfung und zu Gott. Es wird keine historisch-naturwissenschaftliche Sache geschildert, sondern es handelt sich um eine nach orientalischer Weise erzählte und mit guten Bildern ausgeschmückte Lehrerzählung.

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Unabhängig von der religiösen Sichtweise von Adam und Eva ist es auch der Fall, dass wir alle Cousins und Cousinen... ich glaube 80ten Grades sind.

Wenn du dir mal einen Familienstammbaum vorstellst, gibt es immer 2 Menschen, die z. B. dich gezeugt haben und diese beiden Menschen wurden wieder von jeweils 2 anderen Menschen gezeugt... und dieser wieder von jeweils 2, also hast du in 3. Generation schon mind. 8 direkte Verwandte.

Das kann man soweiter bis zur Zeit der Römer zurückrechnen und dann hätte man schon mehr Verwandte, als jemals Menschen auf der Erde lebten.

D. h. JA, wir sind alle miteinander Verwandt, weltweit.

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Kommentar von Apfelwerfer
22.04.2016, 16:19

Hat mich interessiert und da habe ich es mal nachgerechnet. In der 10. Generation haben wir über 1000 direkte Vorfahren und in der 20 Generation schon über 1 Million. Immer Eltern/Großeltern/Urgroßeltern usw. gerechnet. Eindeutig, wir sind alle miteinander verwandt und da spielt es keine Rolle, ob die Haut etwas pigmentierter ist oder nicht.

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Die Bibel,- das alte Testament soll... nach meinem Erachten!!... nur bildhafte Erklärungen geben, für Menschen deren Wissen nicht so unerschöpflich zugänglich war wie uns und die in mehr oder weniger kleinen (Stammes)-Verbänden gelebt hatten. Die erlebten 50 oder 100 oder 150 im Sozialverband... und nicht 350 Facebook-Freunde und schon alleine in der Schule einen Verband von 500, 600 Mitschülern... 

In dieser Bildersprache bedeuteten 1000 Jahre nur einen göttlichen Augenblick... und die 7 Tage der Schöpfungsgeschichte sind Entwicklungsschritte im "Werden dieser Welt". 

Und der "Garten Eden"? Früher hatten Orte an denen Menschen zusammenkamen natürlich eine andere Bedeutung als für uns, die wir in den Supermarkt gehen und einfach einkaufen wonach der Sinn steht: Vielleicht ist der Garten Eden das Sinnbild für eine große, grüne Oase in der Wüste, in denen der erste Menschenstamm (Adam und Eva) lebten... von denen die Menschheit in ihren Anfängen aufbrach in diese Welt zu gehen. Immerhin musste Kain  nachdem er Abel erschlagen hatte ja aus dem Garten in diese Welt gehen (Die Verbannung aus der Sozialgemeinschaft war in diesen Zeiten eines der härtesten Mittel und Strafen) ... und er traf auf andere Menschen: Er siedelte im Land NOD wo er seinen Sohn Henoch zeugte.. Also muss es ja neben der Urmutter Eva und unserem Stammvater Adam weitere Menschen und Ländereien gegeben haben, die wie selbstverständlich in der Bibel aufgenommen wurden. 

Das würde mir sagen: Die Menschen damals haben trotz ihres ehrlichen Glaubens nicht alles unter der Lupe betrachtet, sondern wussten diese Geschichten einzuordnen,- und ihren Glauben, aber auch ihr Leben selbst... zu leben! 

Sincerely, Norbert

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Nein. Die religiöse Schöpfungsgeschichte deutet kein Inzest an. Inwiefern, die Erzählung, dass Frau von Teile des Mannes erschafft wurde, als Inzest gesehen werden kann, das müsste rational erklärt werden. Das männliche Chromosom Y soll sich nicht verändern (in Punkt Blutlinie). Bedeutet, wenn es so ist, dass die Realität kein Inzest belegt.

Die gängige Problematik mit der Schöpfungsgeschichte ist zwar vielfältig, kann aber eheblich reduziert werden, wenn einige Punkte berücksichtigt werden.

Es ist eine Erzählung mit Zeitlücken - große. Und nichts deutet darauf, dass der verfasser sich Gedanken über damalige Wissenschaft gemacht hätte. Es ist eine starke Zusammenfassung, wenn man so möchte.

Adam und Eva sollten korrekt gedeutet werden, nämlich als Mann und Frau.

Wichtiger erscheint, dass die Erzählung für eine bestimmte "Klientel" bestimmt war. Dafür spricht nicht nur die Ähnlichkeit mit schon damals bekannte Versionen, samt entsprechende Anpassungen/Änderungen.

Die religiöse Schöpfungsgeschichte scheint nicht die primäre Aufgabe zu haben, die Entstehung der Menschheit erklären zu wollen. Zweck scheint eher darin zu bestehen, "dem auserwählten Volk" - in der Rolle des Empfängers der Erzählung - die Anfänge vermitteln zu wollen, samt Erklärung dafür, dass Auserwählte genauso irdische Unanehmlichkeiten durchleben müssen wie nicht Auserwählte.

Dafür, werden zwei bestimmte Personen im Paradies angesiedelt (Mann und Frau, als Vorfahren des auserwählten Volkes). Dabei leugnet die Erzählung nicht die Existenz weitere Menschen, wie unschwer im weiteren Verlauf zu erkennen, aber es unterstreicht eine besondere Existenz der zwei (Paradies, Zwiesprache mit Gott usw). Es folgen weitere Details aus dem Leben der zwei, wie die Ursache von Leid und Mühe. Hier die Ungehorsamkeit. Ein Aspekt, der im weiteren Verlauf immer wieder betont wird - und wichtig war, denn es ging darum, den Zusammenhalt eines Stammes aufrecht zu erhalten.

Die Erzählung, scheint auch den Zweck zu haben, eine Feindschaft dem auserwählten Volk gegenüber von Beginn an vermitteln zu wollen. Dafür spricht die Auswahl der Schlange, damals Symbol für Leben und Königtum. Nicht nur in Ägypten, übrigens.

Die religiöse Schöpfungsgeschichte bezüglich Mann und Frau, vermittelt eine unvollständige/zusammen gefasste Geschichte über die Ursprünge des auserwählten Volkes und verpasst bereits den Vorfahren eine gesonderte Stellung. Diese gesonderte Stellung kann auch als Trennung vom "Rest der Welt" gesehen werden, und zwar von Beginn an. Noch ein Aspekt, der sich immer wieder wiederholen wird. Die Erzählung hat demnach weniger wissenschaftliche, sondern eher didaktische Zwecke - für eine bestimmte Klientel. Dabei verwendet sie einen einzigen wissenschaftlichen Aspekt: Dass Menschen von Mann und Frau geboren werden.

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Wenn man die Schöpfungsgeschichte glaubt, ist das wohl die Folge.

Aber mit Begriffen aus der Genetik und Evolutionsbiologie diese Geschichte überprüfen oder Ableitungen davon machen zu wollen, ist nicht möglich und führt zu Widersprüchen.

Letztlich gründet für den gläubigen Menschen alles auf "Gott kann alles" und "Ich weiß in meinem Herzen, dass es Gott gibt."

Interessant fände ich, wie Schöpfungsgläubige sich erklären, dass man genetisch beweisen kann, dass wir als Homo Sapiens uns mit dem Neandertaler gepaart haben. Wer hat den Neandertaler geschaffen?

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Wäre diese absurde Geschichte auch nur im entferntesten wahr, dann ja. 

Dem ist aber nicht so, das Märchen von Adam und Eva ist ebendies: Ein Märchen, welches mit der Realität absolut nichts zu tun hat.

Der Mensch ist das Produkt von mehreren Milliarden Jahren der Evolution durch natürliche Selektion.

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Wenn man davon ausgehen würde, dass Adam und Eva tatsächlich die ersten Menschen waren und es außer ihnen keine anderen gegeben hätte, dann könntest du tatsächlich mir deinen Überlegungen recht haben. Da aber die ersten beiden Menschen nur symbolisch für die Entstehung der Menschheit genannt wurden, ist Inzucht natürlich auszuschließen. Außerdem sind die Menschen nicht nur an einer Stelle auf der Erde entstanden, sondern wie man heute weiß, an mehreren Stellen gleichzeitig.

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Rein wissenschaftlich ist das natürlich nicht möglich, da es einen gewissen Genpool geben muss um z.B. den Fortbestand des Tieres Mensch zu gewährleisten.

Wenn man aber davon ausgeht, dass Adam und Eva für die gesamte Menschheit die Ur^1047823105 Großeltern sind, dann sind wir alle aus einem Inzest entstanden.

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Kommentar von JTKirk2000
22.04.2016, 11:03

Wenn man davon ausgeht, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren, dann existierten diese laut der Bibel erst vor ein paar 1000 Jahren und zumindest laut der Bibel lebte Adam 930 Jahre. Ähnlich lange Lebenserwartungen gab es offenbar bis zur Sintflut zur Zeit Noahs. Ausgehend davon, wann die Sintflut laut der Bibel stattgefunden haben soll, kann man entsprechend zurückrechnen, wie viele Generationen es seither im Durchschnitt gegeben haben kann, aber es waren mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr als 500 Generationen, aber mindestens etwa 200. Die Zahl in "Ur^1047823105 Großeltern" mag willkürlich getippt worden sein, ist aber allein schon in der Anzahl der Stellen selbst dann maßlos übertrieben, wenn man nicht an die Bibel glauben mag.

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Adam udn Eva sind doch nur metaphorische Bilder für beide Geschlechter. Adams und Evas entstanden an verschiedenen Orten mit leicht unterschiedlichen Erbmalen und die hatten auch wechselseitigen Kontakt.

Klar gab es auch Inzest, aber noch kein Gesetzbuch, das diesen unter Strafe stellte. Ich bin sicher, dass die rauhe Umwelt damals dafür sorgte, dass Individuen, die starke Defizite durch Inzucht hatten, schnell verschwanden. Z.B. im Magen eines Säbelzahntigers. Wahrscheinlich wurden sie auch als Strafe irgendwelcher Götter betrachtet und umgebracht, geopfert oder verstoßen.

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Adam und Eva ist eine Geschichte die eine Lehre mit mit sich bringt und ist nur im Bildlichen Sinne zu verstehen.

Inzest ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff. Aber im Grunde sind wir alle aus einem entstanden. Wir sind aus Sternenstaub entstanden und daher verbindet jedes einzelne Leben auf dem Planeten mehr als wir manchmal zugeben wollen. Wenn wir es schaffen wieder mit der Natur in Einklang zu kommen wird uns unendliches Glück begleiten.

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Um mal von den "rein wissenschaftlich gesehen..."-Antworten abzuweichen:

In der Bibel steht, dass Adam und Eva (eigentlich ja Lilith) die ersten Menschen waren, nicht aber die einzigen.
Auch wenn die Bibel nur von Adam und Eva erzählt, so wird nirgendwo ausgeschlossen, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr Menschen erschaffen wurden.

Für die Schöpfungsgeschichte hätte es auch keinen Sinn die Schöpfung von Mensch Nummer 4, 5, 6, 18 und 258 zu erzählen.

Es ist also nirgendwo bewiesen, dass die gesamte Menschheit von Adam und Eva ausgeht.
Auch ist nirgends die Erschaffung weiterer Menschen widerlegt.

Zudem gab es immernoch mindestens Lilith als weitere Frau.

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Kommentar von HellasPlanitia
22.04.2016, 11:08

Lilith wird in der Bibel nur an einer einzigen Stelle erwähnt, und zwar komplett ohne Zusammenhang zu Adam und schon gar nicht als erste Frau.

Lilith stammt aus der jüdischen Kabbala, und auch da sind die Beschreibungen sehr knapp. Es handelt sich dabei um eine Art Dämonin. Im Zusammenhang mit der Schöpfungsgeschichte steht sie auch hier nicht. Erst im Laufe der Zeit wurde die Geschichte um Lilith immer weiter ausgebaut.

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Adam und Eva waren keine Menschen sondern sind biblische Metaphern für die Aufspaltung des Bewusstseins in einen bewussten (männlichen-Adam) und unbewussten (weiblichen-Eva) Aspekt. 

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Nach dem Wortsinn der Schöpfungserzählung ja. Und das gleiche wiederholt sich nach der Flut (Noah). Entsprechend wurde der Geschlechtsverkehr mit Verwandten auch erst später verboten, was Du wiederum in der Bibel nachlesen kannst. 

Vergiß dabei aber nicht, daß es sich um die Urgeschichten handelt, die die Mythen und Welterklärungsmodelle der Frühzeit im Sinne des Judentums interpretieren. Was hier dargestellt hat, ist keine absolute wissenschaftliche Wahrheit, sondern ein Zeugnis des jüdischen Glaubens. Die Bibel ist kein Biologiebuch, sondern ein Buch der Religion. Gruß, q.

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Kommentar von Garfield0001
22.04.2016, 11:16

... was nicht heißt, dass dort auch wahre Begebenheiten enthalten sein können. und damit ist es eher ein Buch "der Geschichten" als ein Religionsbuch. Denn in dem Buch geht man von der Wahrheit aus. und ich bin ja auch kein "wissenschaftlicher Mensch" nur weil ich von der Gravitation überzeugt bin

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Wenn die Bibel stimmen würde, dann ja. Aber zum Glück ist sie nichts weiter als eine Sammlung von Mythen und Märchen die nichts mit der Wahrheit zu tun haben.

Da man am Menschen bereits Spuren sehen kann, wenn es zu Fällen von Vetternhochzeiten kommt (also wenn Cousins und Cousinen miteinander Kinder bekommen), wären wir bereits ausgestorben, wenn die Bibel Recht gehabt hätte.

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Die Frage hatte ich mir damals auch mal gestellt...

Wenn das die ersten Menschen waren laut der Bibel, so wäre der Genpool sehr minimalistisch und wir wären schon lange an den folgen eines Inzest gestorben über die Jahre hinweg, da immer mehr Gendefekte und Missbildungen dabei heraus gekommen wären.

Ergo ist das rein wissenschaftlich betrachtet unmöglich. Aber es ist auch nur ein Glaube. Aber glauben kann man vieles. ;)

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Ganz eindeutig Ja... Wir sind alle Nachkommen von Adam und Eva... die Bibel sagt das so... und sie zeugten Söhne und Töchter die sich untereinander verheiratet haben... damals war das wohl kein Problem die Menschen lebten 900 Jahre und mehr und konnten zeugen bis ins hohe Alter was drauf schließen lässt das die DNA damals noch weit besser reproduziert wurde als es heute der fall ist... PS. Bestätigt auch den Physikalischen Grundsatz der Entropie

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Nein, wir stammen alle von einander ab. Und ja einige davon haben vormals ggf. auch mit Verwandten geschlafen.

Allerdings bezieht sich die Definition von Inzest auf den schädlichen sexuellen Kontakt zu nahen Verwandten. Bevor dieser Kontakt schädlich für unsere Gene wurde, erließ Gott ein Gesetz, das Inzest verbietet. und ab da findest du auch in der Bibel keine Gott treue Person, die Inzest beging.

Da Inzest aber die schädliche Komponente enthält sind wir alle nicht durch Inzest entstanden. So gibt es Personen mit denen du über mehr als sieben Ecken verwandt bist. Nimm Köln als Beispiel, die Römer haben es hauptsächlich mit Germanen und Syrischen Römern besetzt. Wenn du heute also Sex mit einer Irakerin oder Iranerin hast, ist dies kein Inzest obwohl du evtl. von Personen abstammst die in Köln als solche Kultur eingebürgert wurden und sich fortpflanzten!

Genwissenschaftler haben übrigens festgestellt, dass die ersten Europäischen Einwander 1000 vor Christus von drei Männern abstammen und diese drei Personen wohl den selben Vater haben! Rom zum Beispiel wurde etwa erst 550 vor Christus besiedelt.

Trotzdem sehen die Kinder heute von Europäisch stammenden Menschen nicht alle wie mutierte Frösche aus! Also eher kein Inzest!

Die Mayas kamen über Asien erst dann in Südamerika an bzw. starteten ihren Kalender erst in dem Jahr als Moses mit Israel aus Ägypten auszog! Die Mayas deren Pyramiden an solche der Babylonier und frühe Ägyptische Pyramiden erinnern stammen also auch von den Verwandten der Europäischen Einwanderern ab, die erst etwa 500 Jahre später auswanderten!

Unser Kulturgut hat sich erst danach gebildet. Wir bauen heute Kirchen, nach römischen Vorbild und keine Pyramiden.^^

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Kommentar von Roentgen101
23.02.2017, 12:48

Als ich mich vor etwa 20 Jahren mit meiner Ahnenreihe beschäftigte kamen wir bis zu einer Nebenfrau Davids. Ich weiß übrigens, dass ich mit allen Personen die meinen Nachnamen tragen bis auf maximal 5 Generationen eng verwandt bin! Aber an deren Schreibweise erkenne ich wer aus Nürnberg, Augsburg oder München kommt und wer aus Preußen *lach* oder dem Hohen Norden oder Sachsen kommt.^^

Ein anderer Vorfahre meinerseits lebte etwa 40 Kilometer von Jerusalem und war ein Levit der Teilzeit im Tempel arbeitete. So bin ich wohl heute mit tausenden wenn nicht Millionen Menschen direkt verwandt!

Andere deutschsprachige direkte Verwandte meinerseits waren Politiker in Bonn in der Nachkriegszeit oder der Weimarer Republik. Väterlicher und Mütterlicher Seits. Und meine Familie leitete zur Jahrhundertwende des 19/20. Jahrhunderts eine bekannte deutsche Geschäftskette!

Andere Vorfahren stammen aus Nordischen Ländern oder Italien. Und trotzdem haben alle das selbe Erbgut.

Um den Unterschied nochmals heraus zu stellen, niemand meiner Vorfahren betrieb Inzest. Also zeugte Nachwuchs mit direkten Verwandten!

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Sind wir alle aus Inzest entstanden?

In diesem Sinne ja. Allerdings, wenn man berücksichtigt, dass laut der Bibel Eva aus einer Rippe Adams erschaffen, also gewissermaßen geklont wurde, muss die genetische Vielfalt in jedem Individuum enorm gewesen sein. (Vergleichbar mit dem Genpool, der in Leeloo aus "das fünfte Element" konzentriert war/ist.) Ob ein Wesen mit einer so konzentrierten genetischen Vielfalt lebensfähig ist, weiß ich nicht, aber ein Gott, der fähig ist, eine Schöpfung zu erschaffen, der kann auch ein Wesen mit einer derart konzentrierten genetischen Vielfalt erschaffen und dafür sorgen, dass seine Nachkommen sich über Generationen durch Inzest vermehren können, ohne dass dadurch genetisch bedingte Probleme auftreten. 

Offenbar hatte sich dies aber irgendwann nach der Zeit der Sintflut ähnlich geändert wie die Lebenserwartung der Menschen, denn zumindest letztere ist dann rapide gesunken, wenn man der Bibel glauben darf, was die Lebenserwartung vor der Sintflut angeht.

Außerdem stellt sich mir die Frage, ob es in inzeströser Hinsicht schlimmer wäre, mit seiner Schwester bzw. seinem Bruder zu schlafen, oder mit einem eigenen Klon, dessen Geschlecht das entsprechend andere ist (also wie bei Adam und Eva)?

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Kommentar von HellasPlanitia
22.04.2016, 11:15

Ein Klon mit dem anderen Geschlecht ist etwas, das eh nicht möglich ist... Entweder hab ich einen Klon, dessen DNA mit meiner identisch ist. Dann müssen unsere Geschlechter aber auch übereinstimmen, denn das Geschlecht wird von der DNA bestimmt. Oder wir sind unterschiedlichen Geschlechts, aber dann kann auch unsere DNA nicht deckungsgleich sein.

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