Offene Beziehungen als echte Verbesserung?
Sind offene Beziehungen und die Toleranz ihnen gegenüber in Wirklichkeit eine Verbesserung von Beziehungsproblemen, Dramen und jetweiigen resultierenden Problemen aus einer "festen, einzigen" Bindung? Oder birgt das nur selber mehr oder genausoviele Konflikte? Hilft vielleicht besser, offener und toleranter mit den Bedürfnissen aller umzugehen?
Wie steht ihr dem gegenüber? Habt ihr selber eine offene Beziehung und seit wann/wie ist es dazu gekommen? Bzw wärt ihr offen dafür oder wieso nicht?
Nimmt es an Bedeutung und Menge zu? Gibt es immer mehr klare offene Beziehungen?
Würdet ihr jungen Erwachsenen eine offene Beziehung empfehlen?
Liebe Grüße und schönen Abend. Lg
9 Antworten
Menschen kommen zusammen, wenn der Partner ihr Leben verbessert.
Offene Beziehungen entstehen dann, wenn es ein Ungleichgewicht gibt. Sprich: eine monogame Beziehung wäre asymmetrisch. Einer der Partner findet (bewusst oder unbewusst), dass er in einer monogamen Beziehung mehr gibt als er bekommt. Dann wird die Beziehung geöffnet (oder sie beginnt schon offen).
Typische Beispiele:
1) Erst Monogame Beziehung zwischen Mann und Frau. Mit Laufe der Zeit sinkt der Wert des Mannes in der Augen der Frau (weil der Mann dick wird, oder versucht der Frau alles recht zu machen, was unattraktiv ist; oder auch nur in der subjektiven Wahrnehmung der Frau). Dann wird die Beziehung geöffnet, sodass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird: die Frau hat ihren Freund als emotionalen Anker, kann sich aber mit anderen, hochwertigeren Männern sexuell ausleben. Der Mann macht das mit, weil die Alternative ist alleine zu sein.
2) Attraktiver Mann ist attraktiv genug, um mehrere Sexualpartnerinnen zu haben. Die Frau macht da mit, weil sie lieber den attraktiven Mann mit anderen teilt als dass sie monogam mit einem unattraktiveren Mann zusammen ist.
Ich bin in einer festen Beziehung, und offene Beziehungen sind (zur Zeit) nicht etwas was ich will, habe andere Dinge zu tun. Ich beobachte aber genau, wie meine Freundin mich bewertet, indem ich ihre Handlungen beobachte.
Hallo Zukunftsbilck8,
wenn man zu zweit schon nicht zurecht kommt, dann erst Recht nicht zu dritt oder noch mehr.
Das größte Problem in fast jeder Beziehung sind Kommunikationsprobleme. -> Die löst man nicht, indem man mit anderen spricht.
Bekommt erstmal eure Beziehung gefestigt, bevor ihr den Umgang miteinander lockert. Andernfalls gibt's danach nicht mehr, sondern weniger Probleme und kurz drauf die Trennung. Spätestens wenn der eine Partner schon 3 hatte, während der andere noch keine hatte.
LG
Ich will offene Beziehungen gar nicht gegen monogame Beziehungen ausspielen. Für meinen Mann und mich ist die Öffnung unserer Beziehung eine echte Entdeckung. Wir lieben seit elf Jahren auch andere Menschen. Das hat uns beiden noch näher zusammengebracht und unsere Liebe zueinander vertieft. Für uns stimmt‘s wirklich. Aber ich verstehe auch alle, die monogam leben wollen und respektiere das voll. Denselben Respekt erwarte ich aber auch uns gegenüber :)
Wir erzählen uns von unseren Erlebnissen, so wie von einer schönen Wanderung.
Offene Beziehungen können die Bedürfnisse der Partner unterstützen, wenn eine Beziehung nicht ausreichend dafür ist.
Beispielsweise wenn der Partner viel Sex benötigt um vollständig zufrieden zu sein. Und die Partnerin keinen möchte oder nur selten. Dann kann eine offene Beziehung eine Lösung sein, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.
Aber eine offene Beziehung kann den Bezug und Zusammenhalt beider Partner miteinander gefährden und zu Vertrauensproblemen führen.
Ja, ich denke die Bedeutung nimmt zu. Das kann daran liegen, dass die Menschen anfangen mehr über sich, ihre Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen.
Ich persönlich bin kein Fan davon, aber prinzipiell ist es eine gute Alternative für alle Menschen, die (keinen) Sex wollen.
Ich bin absolut pro offene Beziehung oder im besten Fall F+ . Voraussetzung es wird safer sex vollzogen. Aber kein Mensch hat das Recht jemanden vorzuschreiben wer wann mit wem ins Bett geht. Rechenschaftsbericht ablegen und so weiter und so fort. Wir sind Menschen und kein Eigentum von jemandem. Genau wie ich auch auf diese Eifersuchtelein nicht klar komme. Das Thema Sex sollte jeder so ausleben können und dürfen wie es ihm beliebt. Auch hier zählt beide Parteien sind damit einverstanden. Monogam kann schön sein. Doch es wird der Punkt kommen wo man ausbrechen will. Das liegt in der Natur des Menschen. Und Monogamie liegt nicht in der Natur des Menschen.
Das ist cool. Darf ich fragen, wie die Kommunikation auf dieser Ebene funktioniert hat bzw. funktioniert?