Streit – die besten Beiträge

Wie kann ich besser mit Konflikten umgehen und Zivilcourage zeigen, wenn ich in solchen Momenten blockiere?

Ich merke immer wieder, dass ich große Schwierigkeiten habe, in unangenehmen oder konfliktgeladenen Situationen zu reagieren. Zwei Beispiele aus einem Berlin-Trip haben mir das nochmal deutlich gemacht:

Ich war vier Tage mit zwei Freunden in Berlin. Einer der beiden – nennen wir ihn Tom – hat uns ständig durch die Stadt gejagt, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, ohne Pause. Es war einfach zu viel. Der andere Freund – Max – hat ihn irgendwann zurecht kritisiert und gesagt, dass es so nicht geht, dass das Ganze in Stress ausartet. Ich selbst habe das genauso empfunden, aber ich hatte zu viel Angst, mich einzumischen oder meine eigene Meinung zu sagen, aus Sorge, die Stimmung könnte komplett kippen oder es gibt Streit. Ich habe einfach geschwiegen, obwohl es mir nicht gut ging. Im Nachhinein ärgert mich das sehr.

Ein anderes Beispiel, das mir richtig zu schaffen macht: In der Straßenbahn in Berlin stand ich vor einer jungen Frau, die von einem korpulenten Mann bedrängt wurde – er war sehr nah an ihr dran, obwohl sie sichtbar unwohl war. Ich hatte sofort das Gefühl, dass das nicht in Ordnung ist, aber ich habe nichts gesagt. Ich hatte Angst, dass die Situation eskaliert oder dass er mich angeht. Statt zu helfen, habe ich einfach weggeschaut – und schäme mich bis heute dafür.

Beide Situationen zeigen mir, dass ich ein echtes Problem mit Konfrontationen habe – sei es im Freundeskreis oder mit Fremden. Ich will das ändern, aber ich weiß nicht wie.

Habt ihr Tipps, wie man lernen kann, in solchen Momenten mutiger zu sein oder überhaupt zu handeln? Wie kann ich besser mit solchen Ängsten umgehen?

Danke im Voraus für eure Hilfe.

Männer, Liebeskummer, Zivilcourage, Gefühle, Trennung, Beziehungsprobleme, Konflikt, Partnerschaft, Streit

Übertreibe ich, wenn ich den Spruch "Auch andere Leute haben Todesfälle" wirklich daneben finde, bei der Nachlassbearbeitung einer Bank; genaueSituation unten?

Sorry, wird ein etwas längerer Text, weil ich das fair wiedergeben will.

Auf dem Nachlasskonto ist nicht viel Geld. Reicht vermutlich nicht mal komplett für die Beerdigung.

Mein Bruder und ich (einzigen Erbberechtigten) hatten alle Zugangsdaten zum Konto und haben uns einfach gedacht, wir überweisen das selber, so weit es reicht alle Beerdigungskosten von diesem Konto und schließen das dann einfach. Darum haben wir der Bank auch nicht mitgeteilt, dass der Kontoinhaber verstorben ist.

Die Beerdigungskosten darf man auch völlig legal davon bezahlen und wir hatten halt keinen Bock auf unnötige Formalitäten und den Mist, nicht wegen den paar Euro da drauf.

Jetzt hat das mit den Rechnungen der Unternehmen echt lange gedauert und die Bank hatte zwischenzeitlich - ohne, dass ich das mitbekommen habe - das Konto gesperrt.

Mein Bruder hatte die Rechnung durch einen Auslandsaufenthalt schon sehr spät gefunden 3 Tage vor 10-Tage-Zahlfrist. Erst dann hatte ich festgestellt: Zugang geht nicht mehr.

Wir könnten es zwar so bezahlen, aber dann wird das Konto vielleicht doch nicht leer und das stellen wir uns als riesigen bürokratischen Mist vor, der vielleicht deutlich mehr kostet, als auf dem Konto ist...

Also habe ich da letzte Woche angerufen (habe keine direkte Bankvollmacht bei der Bank, aber eine Generalvollmacht für alle Geldgeschäfte auch nach dem Tod). Die Dame konnte mir nicht weiterhelfen und verwies mich auf die Email. Also habe ich denen eine Email geschrieben.

Da ich bis heute nichts gehört habe und die Rechnung halt vor 5 Tagen schon bezahlt sein sollte, rief ich da heute noch mal an. Die Dame stellte schnell fest, dass sie mir nicht helfen könnte, verwies mich aber nicht an die Email, sondern wollte mich weiterleiten an die Nachlassabteilung - gut, dass ich so erfahren habe, dass es die gibt... Ich wartete ... und wartete ... und wartete... nach exakt einer Stunde hatte ich genug, und war mir sicher in einem Dead-End zu sein und habe aufgelegt, um direkt noch mal anzurufen.

Der KI sagte ich dieses Mal direkt, dass ich in die Nachlassabteilung wollte - was tatsächlich funktioniert hat. 20 Sekunden später WAR ich in der Nachlassabteilung. Durch die Vorgeschichte und den generellen Stress war ich echt sauer, muss ich sagen. Eine Stunde warten, wenn 20 Sekunden auch gereicht hätte ... Fand ich gar nicht geil.

Ich habe mich also am Telefon tatsächlich auch nicht gut gebärdet und war ätzend - war daneben. Mein Tonfall war sicherlich mit "motzend" zu beschreiben, so ziemlich die ganze Zeit. Daran, dass sie unkooperativ und genervt war - das war meine eigene Schuld.

Sie redete sich mit dem üblichen "Ihre Sachbearbeiterin ist nicht da und unsere Abteilung übernimmt alle ihre Fälle, die Kollegin wird das wahrscheinlich morgen bearbeiten." heraus. Ich wies darauf hin, dass ich eine Woche schon warte, dass ich eine Generalvollmacht auch schon per Email als Scan vor einer Woche geschickt habe und dass die Rechnung am 26. fällig gewesen wäre und fragte, ob das denn dann morgen problemlos überwiesen werden könnte. Ihre Antwort war erst mal ein Palaver darüber, dass die die Vollmacht im Original und per Post bräuchten, oder notariell beglaubigt. Ich fragte sie, weil eben zeitkritisch, wohin die das haben wollen, also welche Adresse, ihre Antwort war: "Das steht morgen dann in der Email." Ich fragte sie das drei mal, die Antwort blieb die gleiche.

Genau diesen Scheiß hatten mein Bruder und ich eigentlich vermeiden wollen. Ich war also auch darüber sauer, dass die das Konto einfach gesperrt haben...

Ich fragte sie erneut, ob dass dann morgen einfach überwiesen werden könnte. Ihre Antwort war "nein", da würden noch Formulare kommen und ich müsste mich dann legitimieren. Daraufhin fragte ich welche Formulare, damit ich das wenigstens vorbereiten könne und welcher Art Legitimation (um, falls es da zum Beispiel diese scheiß Vollmacht geht, die direkt in den Briefkasten werfen zu können... Sie sagte, das sähe ich dann ja morgen. Ich fragte sie, ob sie die Formulare nicht kenne. Sie sagte: Doch, kenne sie. Ich fragte sie also erneut, mit dem Hinweis auf die kritische zeitliche Situation und als Vorbereitung, ob sie mir nicht einfach sagen könne, was genau gebraucht wird.

Hat ja jetzt schon eine Woche gedauert und mit Briefpost und so ...

Ihre Antwort war wieder: "Das sehen Sie dann ja morgen".

Daraufhin bin ich erst recht ausgetickt. Sie hat dann (das war dann auch zurecht) aufgelegt.

So, irgendwann dazwischen, und das ist mir im Nachhinein erst richtig in der Bedeutung klar geworden, ich glaube das war als ich auf die zeitliche Problematik hinwies, nachdem sie was davon faselte, dass man die Generalvollmacht im Original bräuchte, kam von ihr der Satz: "Auch andere Leute haben Todesfälle." So im Sinne von: andere Leute warten auch...

Je mehr ich über diesen Satz nachdenke, desto mehr regt der mich auf. Überreagiere ich, wenn ich diesen Satz wirklich, wirklich daneben finde in einer Abteilung, die auf Nachlassbearbeitung spezialisiert ist?

Sprache, Bank, Ethik, Moral, Streit

Ältere Schwester hilft oft nicht zu Hause mit?

Hallo, ich habe ein Problem. Ich fühle mich aktuell sehr einsam und habe das Gefühl dass keiner zu Hause an mich denkt. Wirklich es ist so oft so dass ich immer putzen muss weil sie sonst nie was macht, wenn meine Mutter nicht geschafft hat zu kochen weil sie mal wo anders war oder auf der Arbeit, muss ich kochen obwohl ich todes kaputt bin weil ich 8std. arbeite. Meine Mutter und ich sind die jenigen, die putzen und kochen. Meine Schwester hat seit Jahren mit ihren Problemen zu kämpfen, weswegen sie oft nicht mithelfen kann. Jedoch geht es mir gerade auch nicht bestens, ich brauche selber mal Hilfe und Unterstützung. Wenn ich mal koche will sie dann mitessen, was natürlich in Ordnung ist. Jedoch isst sie dann das ganze auf obwohl sie den ganzen Tag zu Hause ist, ich komme hungrig nach der Arbeit und möchte halt eben auch mehr essen als ein Teller.

Wenn ich mal meine Mutter nach Hilfe frage oder frage ob sie mal für mich nen Spiegelei machen kann oder mein Bett beziehen kann, macht sie das auch gerne jedoch nervt sie das auch manchmal obwohl ich wirklich mit meinen 17 Jahren fast alles alleine mache. Nur manchmal schaffe ich es einfach nicht, muss lernen oder nach der Arbeit geht‘s einfach nicht da ich gesundheitliche Probleme habe. Da ich halt alles alleine mache erwartet jeder zu Hause von mir dass ich ALLES alleine mache. Meine Schwester tut mir auch manchmal Leid, jedoch halte ich das glaube ich nicht mehr aus, habt ihr einen Rat? Es engt mich zurzeit so ein, sie nervt mich nur noch.. ich hoffe ihr versteht das

Mutter, Familienprobleme, Psyche, Streit

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