Früher habe ich bei Dating-Apps oder auch im echten Leben öfter den Satz gehört: „Ich suche jemanden, der weiß, was er will.“ Damals habe ich darüber eher geschmunzelt. Klar weiß man doch, was man will, dachte ich mir. Ich hatte einen Plan, konkrete Ziele vor Augen und eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie mein Leben aussehen sollte.
Heute, mit 31, sieht das plötzlich ganz anders aus. Nach einigen Jahren im Job habe ich mich entschieden, nochmal ein Studium zu beginnen. Vielleicht liegt es an dieser Veränderung, aber ich spüre immer öfter: Je mehr Optionen sich auftun, desto unklarer wird mein innerer Kompass.
Ich ertappe mich dabei, wie ich mich oft orientierungslos fühle. Nicht nur in Bezug auf meine Karriere, sondern auch, was meine Werte, Beziehungen oder meinen Lebensstil betrifft. Früher hatte ich ein festes Bild davon, wie „mein Leben“ laufen soll — inzwischen fühlt es sich eher an wie ein offenes Experiment ohne klare Richtung.
Geht es jemandem von euch ähnlich? Wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt, dass ihr gar nicht mehr so genau wisst, was ihr eigentlich wollt? Gibt es Fragen, Bücher, Gespräche oder Erfahrungen, die euch geholfen haben, wieder ein bisschen Klarheit zu finden?
Ich bin gespannt auf eure Gedanken – oder einfach nur darauf, zu hören, dass ich mit diesem Gefühl nicht allein bin.