Wie viele Kartoffel-Batterien bräuchte man, um eine 60 Watt Glühbirne voll zum Leuchten zu bringen?

6 Antworten

Theoretisch ist die Frage sicherlich zu beantworten, nur in der Praxis wird das Ergebnis garantiert ein anderes sein.

Kupfer und Magnesium ergeben ca. 2,5 - 2,7 Volt Spannung ( unbelastet ). Für die Beispielrechnung nehme ich 2,5V.

Nennspannung der Glühlampe? In unserem Beispiel -> 230V.

Daraus ergibt sich 230V : 2,5V = 92

Die Antwort wäre somit 92 Kartoffeln.

Soweit die Theorie. Ob die einzelne Kartoffelzelle auch die errechnete Spannung liefert, hängt unter anderem von dem PH-Wert sowie der Temperatur der Kartoffel ab. 

Wenn 92 Kartoffeln tatsächlich die benötigte Spannung liefern und der Versuchsaufbau steht, dann kämen bei einer 60 Watt Glülampe knapp 300 mA zum fließen.

Sollte die Spannung unter Last stabil bleiben ( was ich bezweifle), dann wird die Glühlampe nur sehr kurz ihre maximale Helligkeit zeigen können.

Um die max. Helligkeitsdauer zu verlängern würde ich mehrere "Kartoffelreihen" parallel schalten

Woher ich das weiß:Hobby – Ich spiele seit 70 Jahren mit dem KOSMOS-Experimentierkasten

ich kann mich da nur anschließen. gerade was die strombelastbarkeit der kartoffel betrifft. die kartoffelbatterie hat naturbedingt druch ihren relativ simplen aufbau, also die geringe oberfläche der elektroden so wie den großen elektrolytweg einen sehr hohen innenwiderstand.

ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber bei der sendung mit der maus haben se mal ne ganze armada von zitronen gebraucht für eine einzige LED.

gehen wir mal von 3 mA aus, das könnte realistisch sein, dann wären es theoretisch 100 Stränge á 92 kartoffeln.

wie der prof. dr. strom schon schrieb, ist natürlich auch das nur ein schätzwert.

stellt sich gerade noch die frage, wie man kartoffel definiert.

wenn man jetzt gestampfte kartoffeln in kupferbecher presst und da diche, am besten möglichst rauhe magensiumelektroden hinein steckt. könnte man niedrigere innenwiderstände erreichen und bräuchte dem entsprechend etwas weniger ketten.

wie viele das kann ich auch nicht sagen.

lg, Anna

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Definiere "kurze Zeit".
Sonst kann man das nicht berechnen.

Und wenn man es berechnen kann, ist es etwa so effektiv, als wenn du glühendes Gold kaufst, um deine Wohnung zu beleuchten.

Und den Stern spar dir lieber, kein Experte hier legt es darauf an.

Und investiere deine Energie in den Gedanken, was eigentlich Kupfer und Magnesium kosten, an Geld und Energie.

Also ich kanns dir nicht in Kartoffeln sagen aber in 5 Cent Münzen.

Davon braucht man 35 ( zu ner Voltaschen Säule aufgebaut) Stück um eine rote Led zum leuchten zu bringen. Ist vielleicht ein einfacherer Versuchsaufbau als hunderte von Kartoffeln zu meucheln.

Die große Unbekannte ist hier die erzielbare Leistung einer durchschnittlichen Kartoffelbatterie (galvanische Zelle). Die nenne ich hier einmal x. Darüber fand ich keine Angaben im Web, das wäre experimentell zu ermitteln mit feinen Messinstrumenten. Zur Spannung fand ich den Hinweis von 0,75 V für die Kartoffel-Zink-Batterie.

Damit kennen wir die Zahl der erforderlichen KZ.-Batterien für die Bereitstellung einer beliebigen Spannung per Reihenschaltung: Soll z.B. eine Spannung von 230 V bereit gestellt werden, dann schalten wir 230/0,75 = 306,66.., also rund 300 solcher Batterien in Reihe.

Damit ist natürlich nicht gewährleistet, dass wir damit ein Leistungsvermögen bereitstellen zum Aufleuchten einer 60-Watt-Lampe. Die leuchtet bei 60 Watt hell und nach meiner groben Schätzung auch noch bei 30 Watt schwach. Um diese 30 Watt bereit zu stellen, brauchen wir mindestens 30/x KZ.-Batterien (oder auch beliebig mehr) mit der Leistung x.

Nun nehmen wir einmal an, die erforderliche Anzahl der Batterien für diese 30 Watt sei 900. Dann müssten wir bei 230 V drei Gruppen von 300 Batterien in Reihe (für die Spannung) schalten und diese 3 Gruppen parallel (für die mindestens erzielbare Leistung) schalten.

Das Vorhaben ist natürlich nicht zielführend, wenn man es so unnötig kompliziert angeht wie hier wieder der User realistir weiter unten. Um Deine Frage zu beantworten, muss man keine Spannung vorgeben, die gewünschte Spannung erzeugt man eben nach Bedarf per Reichenschaltung wie beschrieben. Und „das Verhalten der Glühlampe im Einschaltmoment“ oder gar deren Einschaltstrom sind hier so bedeutsam wie die Tapetenfarbe. Da werden schon wieder einmal lauter Themen in eine Antwort eingebracht, die gar nichts mit der Frage zu tun haben!

Noch Fragen dazu?

Mit einer Kartoffelbatterie kann man eine LED zum Leuchten bringen. Sie benötigt ca. 1,5V * 10mA = 15 mWatt.

Für die 60Watt Glühbirne braucht man also

60000/15 = 4000 Kartoffeln     + 4000 Nägel U. Kabel

Ist wohl ein größeres Projekt!

Woher ich das weiß:Beruf – Elektronik-Entwicklung

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