Bei der Drehung des Rades wird kein "Watt erzeugt", sondern eine Leistung aufgebracht bzw. Energie zugeführt.

Den "Fahrradreifen" übersetze ich hier einmal mit "dem frei aufgehängten Rad" eines Fahrrades. Damit sind erst einmal alle möglichen beim Radfahren angreifenden Kräfte (wie z.B. Gewichtskräfte, Rollreibungskräfte an der Straße, Reibungskräfte in Schaltung, Tretlager und Kettengetriebe, Steigung, Windstärke, Windrichtung u. dergl.) ausgeklammert.

"... wenn möglich unabhängig von Zeit / km/h"

Genau das ist nicht möglich. Ohne den Zeitfaktor ergibt die Frage so keinen Sinn. Watt ist die Maßeinheit der Leistung, und Leistung = Energie/Zeit.

Wir können natürlich die Zeit vernachlässigen, wenn wir nach der Energie bzw. Arbeit fragen. Die für die Umdrehung eines frei aufgehängten Rades eingesetzte Energie können wir z.B. in kWh (Kilowattstunden) messen oder in Ws (Wattsekunden) bzw. Newtonmeter oder Joule.

Wenn wir bei der Raddrehung den sehr geringen Luftwiderstand vernachlässigen, bleibt als zu bestimmende Größe nur noch die Reibungsarbeit am Radlager übrig, die pro Raddrehung aufgebracht wird. Ohne äußerst diffizile Materialkenntnisse oder einschlägige Tabellenwerte können wir diese Größe nur experimentell ermitteln.

Alles klar soweit, oder noch Fragen dazu?

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"... fließt strom zum kürzesten weg oder zum kleinsten widerstand?"

Nein, der elektrische Strom fließ dahin, wo er hingeleitet wird.

Der elektrische Strom bevorzugt genauso wie das Wasser und der Wind immer den Weg des geringsten Widerstandes. Bei der Verzweigung der Leitung zu gleichartigen Wegen ist auf dem kürzesten Weg natürlich immer der kleinste Widerstand. Auf diesem Weg wird deshalb die größte Stromstärke auftreten.

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"Man liest ja immer dass Leute sterben weil sie ihr Handy in der Badewanne hatten."

Nein, man liest nicht immer so alberne Scherzartikel! Hast Du keine ernsthaftere Lektüre?

Kürzlich ist einer mit dem Badeschwamm in die Wanne gestiegen, hat ein abgerissenes Schwammstück verschluckt und ist daran erstickt. Andere sind in der Wanne ertrunken, weil sie ohnmächtig geworden sind. Solche Sachen passieren tatsächlich.

Aber Handys, Hörgeräte und Herzschrittmacher richten in der Badewanne keinen Schaden an. Genau genommen ist auch jedes beliebige Elektrogerät in der Badewanne für sich alleine so harmlos wie Quietschenten. Gefährlich, ja lebensgefährlich ist allein die elektrisch leitende Verbindung zwischen Wannenbad und Stromversorgungsnetz, ob mit oder ohne Elektrogerät!

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"Stromspannung" ist ein diffuses Kunstwort.

Bei Stromunfällen ist die Wirkung auf das Unfallopfer v.a. abhängig von

  • der am Körper des Opfers anliegenden Spannung,
  • der Stromart (Gleichstrom, Wechselstrom, bei Wechselstrom auch die Frequenz),
  • die Einwirkungszeit und
  • dem Stromweg.

Stromstärken, die im technischen Umfeld des Stromunfalls ausgewiesen sind, sind hinsichtlich der Wirkung auf das Unfallopfer völlig bedeutungslos, wenn man von den Daten eines ggfs. vorgeschalteten FI-Schutzschalters einmal absieht.

Am Körper des Unfallopfers liegen gleichzeitig zwei gegenseitig Spannung führende Leiter an. Zwischen deren Berührungsstellen fließt ein mehr oder weniger bedrohlicher Körperstrom. Da bei unserem öffentlichen Versorgungsnetz jeder Außenleiter eine Spannung gegen Erde führt, genügt auch die Berührung mit einem Außenleiter ("Phase") und gleichzeitig mit der Erde.

Der Körperstrom ergibt sich nach dem Ohm'schen Gesetz als Quotient aus Spannung und Widerstand des Körperstromkreises. Dieser Widerstand setzt sich zusammen aus dem Körperwiderstand (in der Größenordnung von 1 kΩ) und - falls der Stromweg über die Erde führt - dem Erdungswiderstand. Gelegentlich liegen hier noch weitere Widerstände in Reihe.

Beim Stromweg über den menschlichen Körper besteht eine besondere Gefahr, wenn der Weg eines Wechselstromes über das Herz führt.

Die Frage nach den Gefährdungsprioritäten von Spannung und Strom ergibt keinen rechten Sinn, insofern die einzig bedrohliche Stromstärke die Stärke des Körperstromes ist, und die ergibt sich aus der vorliegenden Spannung und dem gesamten Widerstand des Fehlerstromkreises. Und der ist in aller Regel beteiligten Laien völlig unbekannt und selbst für Fachleute meist schwer einzuschätzen.

Die definitiv tödliche Stromstärke wäre im Prinzip nur am elektrischen Stuhl während der Hinrichtung ablesbar, falls dort ein entsprechendes Messgerät verbaut ist.

Vergleich zur Frage "Was ist gefährlicher, Spannung oder Strom?"

"Was ist gefährlicher, Fallhöhe oder Aufprallgeschwindigkeit?"

Der Körperstrom verhält sich zur Spannung so ähnlich wie die Aufprallgeschwindigkeit zur Fallhöhe. Siehe Wiki, "Stromunfall". Alles klar, oder noch Fragen dazu?

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Die Erdrotation braucht keinen Antrieb, weil sie keinen Widerstand zu überwinden hat. Wenn Du die Erdrotation mit einem Elektrogenerator so abbremsen könntest, wie man mit dem Fahrraddynamo das Rad abbremst, dann würden die Tage und Nächte länger, weil sich die Erde langsamer dreht.

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Einen hohen Wärmeanteil (50 bis 70%) haben natürlich die Wärmekraftwerke. Insofern hier die Wärme meistens ohne Nutzung über Kühltürme abgegeben wird , ist der Wirkungsgrad entsprechend niedrig.

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Theoretisch reicht da genau ein Trafo. Man könnte ja einen Trafo bauen für 30 000 Volt auf 5 Volt. Das wäre kein technisches Problem. Nur gibt es dafür praktisch keinen Bedarf, weil die Mitarbeiter und Besucher im Kraftwerk ja ihr Handy auch dort an jeder Ecke an einer Haushalts-Steckdose aufladen können.

In der Praxis vollzieht sich die elektrische Energieversorgung vom Generator des Kraftwerkes bis zur heimischen Steckdose natürlich über zahlreiche Transformatoren. Deren Anzahl ist nicht abzählbar wegen des europaweiten Versorgungsnetzes mit Tausenden von Knotenpunkten, Ein- und Ausleitungen mit Transformatoren. Und alle diese Transformatoren sind im Prinzip immer alle mehr oder weniger gleichzeitig an der Energieverteilung beteiligt. In diesem Netz wechseln ständig die Energieflussrichtungen entsprechend der regionalen Angebote und Nachfragen.

Gegenfrage: Wie viele Umladungen "braucht es mindestens", bis das Fischfilet von der Nordsee als Kabeljau auf den Essteller als Fischboulette kommt?

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Weil das Weltall so bodenlos ist, weshalb die Fallhöhe zum Boden oft sehr lang ist: Wenn ein Körper im Weltall einem Himmelskörper derart zufällt, dass der dort auf dessen Boden prallt wie mancher Meteorit, dann kann das nämlich sehr lange dauern.

Solche Körper verfehlen aber mit ihrer Flugrichtung meistens den anvisierten Himmelskörper mehr oder weniger. Dann fallen sie dort nicht auf den Boden, sondern schwenken in eine elliptische Bahn ein, auf der sie schier endlos den anvisierten Himmelskörper umkreisen wie die Planeten die Sonne.

Die Fernsehfilmemacher zeigen nur einen kleinen Ereignisausschnitt im Weltall. Da haben die Drehbuchautoren in aller Regel nicht vorgesehen, dass ein von der Kamera erfasstes Objekt gerade mit einem Himmelskörper kollidiert. Warum auch?

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Mit zunehmender Anzahl der Flügel sinkt der Wirkungsgrad des Windrades. Mit abnehmender Anzahl der Flügel wird die Drehachse zunehmend belastet, das erhöht den technischen Verschleiß.

Drei Flügel haben sich hier als tragbarer technischer Kompromiss bewährt.

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"...... davon überzeugt das wir eine Seele haben"

Existenzfragen sind falsch gestellte Fragen. Die ignorieren das Wesen der Dinge. Alles, was im Sprachgebrauch verbreitet ist, existiert in irgend einer Weise. Überzeugungen, dass die Dinge in der Welt existieren, sind an Banalität nicht mehr zu steigern.

Mit Seele bezeichnen wir im Alltag die Psyche, das Insgesamt unseres Gefühlslebens. Die einschlägige Wissenschaft ist die Psychologie. Speziellere Gedankengebäude zu den Seelen findet man in den Weltreligionen. Die Physik ist eine Naturwissenschaft und befasst sich somit nicht mit dem Seelenleben.

"Die Physik ist davon überzeugt das wir eine Seele haben."

Naturwissenschaften und ihre vielfältigen Fachrichtungen liefern Ergebnisse und ggfs. auch Hypothesen, aber keine Überzeugungen. Die Bildung von Überzeugungen ist eine menschliche Tätigkeit.

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Spannungen lassen sich völlig beliebig transformieren. Aber dabei kannst Du keine zusätzliche Leistung herbeizaubern.

Wenn Du die Spannung von 5 V auf 230 V transformierst, also 1 zu 46, dann transformierst Du die Stromstärke im umgekehrten Verhältnis, also z.B. von 1 A auf 1/46 A. Bei Vernachlässigung der Leistungsverluste würden bei 1 A primärseitig dann sekundärseitig rund 0,022 A fließen.

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