Evolution oder religiös?

Das Ergebnis basiert auf 59 Abstimmungen

Evolution 61%
Gott erschuf die Erde und.... 29%
beides 8%
weder noch(also nichts von dem) 2%

60 Antworten

Gott erschuf die Erde und....

Das widerspricht jedoch weder der Bibel noch der Behauptung, dasses einen Gott gibt.

Evolution: Die Bibel stellt das Verhältnis Mensch zu Gott dar.Inwieweit die Schöpfungsgeschichte neben dem anfänglichen VerhältnisGott-Mensch (Gott beschenkt, der Mensch ist nicht vollumfänglich dankbar) auchnoch die Entstehung von Welt und Natur beschreibt, ist zweitrangig. Die Bibelist für das Verhältnis Gott-Mensch geschrieben, nicht als Ersatz fürNaturwissenschaften. Insofern sehe ich keinen Widerspruch zwischen Evolutionund Bibel (so auch die katholische Kirche, zumindest mit demselben Ergebnis).

Urknall: Da Gott ewig ist, also weder zeit- noch raumgebunden,widerlegt eine Singularität, egal wie sie geartet ist, selbst wenn sie zeitlichunendlich gedehnt ist und selbst wenn sie aus dem Nichts alsquantenphysikalischem Potential entstand, in keiner Weise die Existenz Gottes.

Die Frage ist doch, ob es einen handelnden Gott gibt, der irgendetwas verändern kann oder nicht -- ob es einen Gott gibt, der die Welt per Urknall erzeugt hat, wäre völlig unerheblich, falls er keinen Einfluss mehr hat -- also keine Wünsche, Belohnungen, Strafen und so weiter...  wenn es naturwissenschaftliche Kausalität gilt, dann gibt es kein Leben nach dem Tod, keine Sünde, keine Buße, keine Wunder.

Darum geht es. Nicht ob Urknall und Gott zu vereinbaren wären. Sondern ob du daran glaubst, dass es einen Gott gibt, der wider die Naturgesetze handeln kann und genau deswegen sind Glauben und Wissenschaft auch unvereinbar.

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@Kajjo

Kausalität ist in der Quantenphysik widerlegt, und damit jedes Naturgesetz.

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@nobytree2

Auhauerha, das ist ja eine gewaltige Ansage. Du meinst die Lichtgeschwindigkeit als feste Größe ist widerlegt? Die Gavitationskonstante, das Plancksche Wirkungsquantum, alles hinfällig? Das Massenverhältnis von Proton und Elektron nur noch Makulatur?

Wofür die Quantenphysik nicht alles herhalten muss.

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@realsausi2

Da habe ich mich wieder zu einer radikalen Aussage hinreißen lassen, auf deren Entgegnung ich nur gewartet habe. Aber sie gefiel mir so gut.

Das Plankchsche Wirkungsquantum ist natürlich durch die QP nicht widerlegt.

Was ich sagen wollte: Spätestens seit der QP (wohl schon mit der Relativitätstheorie) ist jedes Naturgesetz in meinen Augen nur ein Teil eines approximativen, simplifizierenden Modells.

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@nobytree2

Und auch die Aussage ist falsch. Auch die Quantenphysik unterliegt sehr vielen klaren Naturgesetzen. Einige davon wurden oben schon genannt. Du hast die Quantenphysik einfach nicht verstanden. Nur weil sie Unschärfe und Zufall einführt, bedeutet das nicht, dass die Gesetze nicht exakt wären.

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beides

Gott hat (nach christlicher Theologie, vgl. den hl. Augustinus) die Welt als Ganzes erschaffen, auch Zeitlich, von Anfang bis Ende. Aus seiner Sicht (der "Ewigkeit") ist das Universum eine vierdimensionale Ganzheit, die er "auf einen Rutsch" erschaffen hat. Die Schöpfung hat nicht zu einem innerweltlichen Zeitpunkt einmal stattgefunden und die Welt sich von da an entwickelt, sondern die Schöpfung ist von Gott aus ein Augenblick, von "innen" betrachtet umfaßt sie gesamte Zeit vom Urknall bis zum wie auch immer gearteten Ende. dieses Gebilde ist natürlich in sich kohärent, zeitliche Entwicklungen sind logisch und folgen inneren Gesetzmäßigkeiten. Die Evulotion fiindet innnerhalb der Zeit statt und ist somit Teil der Schöpfung.

Evolution

Die Evolutionstheorie ist die beste Erklärung die wir haben um die Artenvielfalt auf der Erde zu erklären. Sie ist eine wissenschaftliche Theorie die auf Beweisen, empirischer Forschung und deduktiven Schlüssen basiert.

Außerdem hast du neben dem christlichen Schöpfungsmythos und dem islamischen Schöpfungsmythos die anderen tausend Schöpfungsmythen vergessen. Z.b. die alten Griechen und Ägypter, die Heiden, die Hindus, die nordische Mythologie...


Jaa,aber mir wäre das dann etwas zu viel gewesen ;D

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@tigercat1

Ich meine nur es ist nicht ein Mythos "gegen" eine Wissenschaft; es sind tausend Mythen gegen eine Wissenschaft.

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@LSdiethylamid

Du sagst es! Und ganz richtig schreibst du, es sind Schöpfermythen! Trotz Wissenschaft und nicht gegen die Wissenschaft.

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Evolution

Nun ist es ja so, dass die Evolution einfach die beste Erklärung ist. Sie passt auf alle Erkenntnisse zur Entwicklung der Arten. 

Beispiel Lemuren auf Madagaskar: Madagaskar trennte sich durch die Kontinentalverschiebung vor 165 bzw. 90 Mio. Jahren (Afrika und Indien) vom Festland. Vor ca. 60 Mio. Jahren kam eine Gründerpopulation von Urprimaten auf die Insel. Durch den Selektionsdruck der intraspezifischen Konkurrenz (es gab wenige Arten zu dem Zeitpunkt) kam es zur adaptiven Radiation (später dann noch Konkurrenzausschlussprinzip) - heute gibt es ca. 100 Lemurenarten.

weder noch(also nichts von dem)

Ich glaube, dass die Welt aus Atomen besteht, die wiederum aus noch kleineren Teilchen bestehen, Quarks. Wie die noch kleineren heißen, aus denen die Quarks bestehen, weiß ich nicht.

Wir sehen die Atome und Quarks nicht. Wir sehen scheinbar undurchdringliche Materie OHNE Zwischenräume. Das zeigt, dass unser Geist das Bild eines Gegenstandes so zusammensetzt, wie wir es sehen.

Das entspricht der buddhistischen Philosophie, Schopenhauer und Kant. Die Welt, so wie wir sie sehen entsteht also aus unserem Geist.

Hätte jemand, mit einem Geist so wie unserem, die letzten Milliarden Jahre zugeschaut, denke ich hätte er die Evolution gesehen. Auf einer anderen Ebene halte ich also auch das für wahr.

In der buddhistischen Philosophie gibt es immer die Betrachtung der relativen Ebene der Wahrheit und die Betrachtung der absoluten Ebene der Wahrheit. Die Evolutionstheorie kann man der Ebene der relativen Wahrheit zuordnen. Die Teilchenphysik der Ebene der absoluten Wahrheit.

Zu bedenken ist aus buddhistischer Sicht auch, dass Zukunft und Vergangenheit Bilder sind, die wir jetzt in diesem Moment in unserem Geist haben. Real ist nur der Moment. Dann würde sich die Frage auch erübrigen, was mal war.

Erklär mir bitte was du mit dem ersten und zweiten Absatz meinst, bzw. was diese mit einem "Geist" zu tun haben.

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Ab dem 3. Absatz wird es unseriös. Diese ideologische Vermengung von Tatsachen und der buddhistischen Religion (auch wenn du es Philosophie nennst) ist unangebracht und führt zu logischen Fehlschlüssen.

"Evolutionstheorie kann man der Ebene der relativen Wahrheit zuordnen"

Unsinn. Wissenschaft macht keine Wahrheitsaussagen.

"Teilchenphysik der Ebene der absoluten Wahrheit"

Noch größerer Unsinn, weil keiner die absolute Wahrheit kennt.

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