Ist das nur die Pubertät?

Liebe Benutzerinnen und Benutzer

Ich bin männlich und zurzeit 16 Jahre alt. Hier möchte ich Euch um Rat bitten und meinen Zustand schildern.

Ich wollte im März unbedingt die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium in der Schweiz machen (ich wohne in der Schweiz). Im Januar fing ich an zu lernen und lernte ungefähr acht Stunden pro Tag. Ich nahm mir vor, nach der Gymnasium Prüfung das Leben zu leben. Als ich an die Gymnasium Prüfung ging, war mich das auf einmal nicht mehr so wichtig, was ich sehr komisch fand. Ich bestand die Prüfung. Das Vornehmen, nach der Prüfung das Leben zu leben, verlief nicht wie geplant. Vor dem Lockdown am 16. März, rauchte ich am ca. 12 März einen Joint. Das war das stärkste Zeug, was ich gehabt habe. Das war nicht das erste Mal, dass ich einen Joint rauchte. Es war ungefähr das 3. oder 4. mal. Allerdings war ich an diesem Tag das erste Mal high. Ich lachte ständig, aber als ich darüber nachdachte, ob es für immer bleibe, dass ich nichts mehr realisiere, wollte ich, dass das Bekifft-sein aufhört. Ich sagte ständig, dass ich nicht wolle, dass der Zustand so bleibe. Ich hatte Angst, verspürte jedoch nicht dieses "normale" Angstgefühl (ich weiß, klingt dumm). Paar Tage danach fühlte ich mich immer noch wie bekifft. Meine Wahrnehmung war exakt wie beim Bekifft-sein. Ich war unkonzentriert und unmotiviert. Ich suchte nach einer Erklärung im Internet und stieß auf Depersonalisation/Derealisation. Es traf genau auf meinen Zustand, deshalb ahne ich immer noch, dass ich daran leide. Dieser Zustand verfolgt mich seit da an immer noch. Ich verspüre Angst, dass ich das im Gymnasium immer noch haben könnte, und ich, genau wie jetzt, unkonzentriert in der Schule sein werde. Im Lockdown fühlte ich mich sehr einsam, da ich auf Social Media gesehen habe, wie andere Zeit mit ihren Freunden verbracht haben, und ich alleine Zuhause sass. Seit einer Woche wurde es stärker und bekam Blähungen. Ich muss ständig furzen und mein Exkrement kommt sehr leicht raus. Meine Gefühle verschwanden. Ich fühle mich leer, emotionslos, gefühlslos und unmotiviert. Wenn ich jetzt in die Zukunft blicke, verspüre ich keine Freude, was ich alles noch erreichen könnte, sondern einfach nur Demotivation. Glück verspüre ich überhaupt nicht. Gestern war ich mit Freunden nachts baden, nahm jedoch fast nichts wahr. Ich wusste, ich war dort und badete, aber ich nahm das nicht wahr. Mir war kalt und ich zitterte am ganzen Körper. Wir gingen rein, ich wurde mit vielen Decken zugedeckt, trotzdem war mich immer noch kalt. Plötzlich fing ich an zu weinen, weil ich Angst vor diesem Zustand habe. Das ich mein Leben nicht mehr realisieren könne. Ich erzählte dies meinen Freunden und ich schäme mich, dass ich mich wie eine Heulsuse aufgeführt habe.

Nun, ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Ist das "nur" die Pubertät oder könnte das eine Psychische oder gar Physische Erkrankung sein?

Einen schönen Tag wünsche ich Euch.

Liebe Grüsse

Schreckii

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2 Antworten
Habt ihr muslimische Jungs im Freundeskreis/ welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ich frage, weil wir bei meinem Bruder momentan leider sehr viele schlechte Erfahrungen machen müssen. Er hat sehr viele Muslime im Freundeskreis. Und diese benehmen sich oft sehr daneben, um nicht zu sagen asozial. Egal ob der übertriebene Materialismus, der übermäßige Alkoholkonsum (obwohl ich immer dachte, dass das im Islam tabu sei) und eine "Assi-Sprache".

Das alles bin ich so von meinen Freunden überhaupt nicht gewöhnt. Meine Freunde sind eigentlich alles Deutsche und kommen eher aus dem ländlichen Bereich. Und man kann sagen, wir sind richtige "Almans" - aber ich finde das eigentlich nicht negativ. Wir sind freundlich, an Kultur und Politik interessiert, machen aber meist auch ganz normalen Blödsinn, den man unter Freunden halt so macht. Wir fahren Fahrrad, gehen ins Kino, ins Schwimmbad, usw.

Die Freunde meines Bruders sind da doch nochmal eine ganz andere Welt. Hier dominiert die "Assi-Sprache", es wird sehr viel Wert auf teure Marken gelegt und nicht selten kommen asoziale oder judenfeindliche Witze. Mein Bruder hat mir da mal einen Chatverlauf gezeigt - der hatte es schon in sich. Man will unbedingt Gangster sein. Gelacht wird selten.

Nun möchte ich natürlich nicht alle muslimischen Jungs über einen Kamm scheren. Deswegen möchte ich gerne von euch wissen: Habt ihr muslimische Jungs in eurem Freundeskreis? Wenn ja, was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

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Warum bin ich so (Neid, Vorbilder, Anpassung, Menschenbild)?

Mir ist schon häufig aufgefallen, dass ich mich in gewissen Eigenarten von vielen anderen Menschen unterscheide. Besonders in meiner Pubertät/Jugend bin ich dadurch oft angeeckt. Für Dinge, die allgemein als "cool" galten, habe ich mich oft nicht interessiert, sondern sie eher abgelehnt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass während andere eher gegen die Eltern und Konventionen rebelliert haben, ich eher gegen die "Coolen" rebelliert habe.

Dabei war ich, obwohl ich grundsätzlich immer introvertiert war, zuweilen auch jähzornig und aggressiv. Trotz meiner Hemmungen stand ich oft zu meinen eigenen Vorstellungen, selbst wenn ich mich damit selbst zum Außenseiter gemacht habe.

Ich hatte auch selten Vorbilder (z.B. Promis) bzw. hab danach gesucht, obwohl ich selbst teilweise das Gefühl hätte, orientierungslos zu sein. Aber die Stars fand ich immer langweilig oder blöd.

Heute fällt mir noch auf, dass ich sehr selten neidisch bin und generell extrem selten so sein will wie andere. Auf materielle Dinge ist das sogar nie bezogen.

Ich habe ein generell negatives Menschenbild und den meisten Menschen stehe ich zwar freundlich, aber neutral bis skeptisch-distanziert gegenüber. Oft finde ich die Menschen um mich herum langweilig und suche zu den meisten keinen Kontakt, nicht mal flüchtigen.

Einzelne, sehr wenige Menschen finde ich dann wieder sehr besonders und suche teils sehr engen Kontakt - manche finde ich spannend, andere attraktiv oder bewundernswert. In diesem Aspekt tendiere ich sogar eher dazu, mir "Vorbilder" auszugucken als früher. Oft sind das aber wiederum Menschen, die die Mehrheit eher als unauffällig, schrill oder manchmal sogar unsympathisch bewertet.

An die Hobbypsychologen: Wie interpretiert ihr diese charakterlichen Eigenschaften? Wie kann man sie einordnen/typisieren? Was kann man daraus über mich schließen? Ich finde diesen Anteil meiner Persönlichkeit gut, auch wenn er das Leben nicht immer einfacher macht.

Beziehung, Pubertät, Psychologie, Jugend
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Interesse an Sexual und Beziehung verloren, normal?

Ich bin männlich und 16 und hatte noch nie eine richtige Freundin. Und ich will auch keine. So mit 12-13 war ich da sehr geil drauf und wollte unbedingt eine Freundin, mit der ich machen kann, was man eben so macht. Aber jetzt hab ich gar keine Interesse daran. Ja, ich verteile auch Körbe. Also nicht viele, aber je nach dem, ob jemand was von mir will. Sie kann noch so nen guten Charakter haben, noch so gut aussehen, von mir wird sie ein Korb kriegen.

Auch an Verkehr. Ich hatte noch nie sowas in die Richtung, mit einem anderen Menschen und ich war bisher immer sehr scharf drauf (was in der Pubertät normal ist). Aber auf einmal, gar keine Interesse.

Ich befriedige mich auch garnicht mehr wirklich. Alle paar Tage einmal, statt jeden Tag mehrmals. Und das wird auch immer weniger.

Ich hab nicht das Gefühl, dass ich auf einmal schwul bin. Eher, dass ich asexuell werde.

Es liegt auch nicht daran, dass keine was von mir will, ich ja gelogen, würde ich das sagen. Aber ich hab auch gar keine Lust, dann mit meiner Freundin abzuhängen oder was mit ihr zu machen. Ich hab sowas schon mal gemacht und kann deshalb sagen, dass es nichts für mich ist.

Und Sex. Hmm. Kann man vielleicht mal machen. Aber dann auch nichts festes.

Und Babys bzw. Kinder... Kosten Geld, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Komm, geh weg. Ist das letzte, was ich in meinem Leben brauch.

Also, wieso ist das so? Ist das normal? Ich finds nicht schlimm aber es wundert mich, da ich sonst immer extrem geil war.

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