Pflegefachkraft auf Umwegen?

Also ich will ehrlich sein, mein bisheriger Karrierepfad ist nicht gerade musterhaft. Ich habe die Mittlere Reife über den M-Zweig gemacht, danach eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei einem mittelständischen Unternehmen an meinem Wohnort mit gutem Ergebnis abgeschlossen, bin aber zusammen mit meinen Co-Azubis nach der Ausbildung nicht übernommen worden.

Zum Glück konnte ich damals noch kurzfristig einen Platz an der Berufsoberschule ergattern - was dann folgte war mein erster Tiefschlag. Ich bin nach einem Jahr Vorklasse und einem halben Jahr Probezeit in der 11ten rausgeflogen weil meine Noten in Mathe und Technik (ja ich war im Wirtschaftszweig aber Technik wurde uns allen aufgezwungen) einfach zu schlecht waren.

Eingestellt hat mich danach natürlich im Büro niemand, da ich keinerlei Berufserfahrung vorzuweisen hatte. Nach sage und schreibe 5 Monaten, in denen ich vergeblich eine Bürostelle gesucht habe, bin ich dann für einige Jahre in der Tourismusbranche gelandet und es hat sogar Spaß gemacht aber ich habe mich nicht erfüllt gefühlt und diese ständige Sorge wie ich über den Winter komme (Saisonarbeit von April bis Oktober in meinem Fall) hat mich regelrecht aufgefressen.

Von meiner lieben Sachbearbeiterin bei der Arbeitsagentur habe ich dann die Chance bekommen eine Umschulung zur Fremdsprachenkorrespondentin zu machen, die ich natürlich dankend angenommen habe. Dazu muss ich sagen, dieser Beruf war für mich immer das Non-Plus-Ultra - ich hatte schon immer eine große Sprachaffinität und Englisch fiel mir in der Schule und darüber hinaus immer schon extrem leicht. Besagte Umschulung habe ich diesen Juli auch mit Bravour (1er Schnitt, sowohl im Jahresfortgang als auch in der Abschlussprüfung) abgeschlossen.

Corona hat mir die Jobsuche (mit der ich schon im Vorfeld im März begonnen hatte) nicht gerade erleichtert. Ich hatte zwar zahlreiche Bewerbungsgespräche bei Kanzleien und ein paar Firmen sowie Hotels aber bei den einen hat es schlichtweg nicht gepasst (ist ja ganz normal) und die anderen stellen nicht mehr ein bevor sich diese Corona-Situation nicht bessert (ist auch verständlich).

Aber ich hab jetzt einfach genug davon ständig in der Schwebe zu sein, ich will was tun. Ich will einen sicheren Arbeitsplatz und beweisen, dass ich was drauf habe. Mir kommt seit Jahren immer mal wieder der Gedanke in die Pflege zu gehen. Ich bin sehr sozial eingestellt, körperlich stark und auch nicht zimperlich (keinerlei Ekel vor Körperflüssigkeiten etc.) Ich weiß, dass mehr dazu gehört als das um in der Pflege zu bestehen und auch, dass dieser Job psychisch sehr fordernd ist - aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist um den Schritt zu wagen und es einfach mal zu versuchen.
Meint ihr mich bildet mit 26 Jahren noch jemand aus? Gibt es unter euch vielleicht auch jemanden, der auf Umwegen in einem Sozialberuf gelandet ist?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu - haltet euch nicht zurück. Vielen Dank schonmal im Voraus.

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Ist euer Meinung nach eine Ausbildung o. ein Studium ein "Muss" für jemanden, der möglicherweise ohne durch seine Kenntnisse und Fähigkeiten weit kommen kann?

Seit ich etwa 8 Jahre alt bin, habe ich mir selbst bei gebracht zu programmieren.

Habe eine Ausbildung als Web Entwickler mit höchst Geschwindigkeit mit eine 1 abgeschlossen und würde mich einfach gerne Stück für Stück in der IT weiterbilden. Das war, ist und bleibt mein Hauptziel.

Da meine Familie medizinisch ist... haben meine Eltern gewollt, dass auch mal einer in die Pflege geht, denn das passt mehr zu meiner Persönlichkeit. Ich habe mich für die Altenpflege entschieden, denn mit Älteren habe ich mich schon immer besser verstanden und ich noch Jung bin. Plus, halte ich eine Krankenhaus für einer Art Fabrik... Menschen kommen und gehen wieder schnell...

Also meiner Meinung nach, es schadet ja auch nicht, wenn ich die Ausbildung zu ende mache, was viele nicht verstehen. Mir wird oft die Frage gestellt "Wieso bist du in der Pflege unterwegs, wenn du riesen Projekte aufbauen kannst und unabhängig leben bzw. sein kannst?". Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass entweder ich für dumm gehalten werde oder ich bin dumm und habe mich dafür entschieden, damit ich meine Eltern glücklich machen kann und nicht gegen ihren Willen gehen will, denn das auch mit eine große Verbundenheit zutun hat, so die Anderen.

Ich muss zugeben, dass die Ausbildung zum Altenpfleger kein Zucker schlecken ist und die IT fehlt mir mega einfach, wobei in der IT muss man um 1000 mal mehr lernen und sich sehr viel einprägen können. Woran das liegt? Null Ahnung.

Die Ausbildung ist mit sehr viel Stress verbunden und ist nichts für schwache Nerven. Das ist auch eine Tatsache. Wieso schreibe ich denn das alles fragt ihr? Ganz einfach, weil ich mich immer seitens von Fremden oder Familie unterdruck gesetzt fühle. Fremde fragen ständig immer Wieso tust du das, Familie dagegen schätzt die Ausbildung nicht wirklich, denn man wird einfach nur unterschätzt und nicht gleichgültig behandelt, denn sie viel höhere Stellen besetzen.

Also daraus ausgehend sind bei mir einige Fragen entstanden:

  1. Mache ich was falsch und wenn ja, dann was genau?
  2. Bin ich durch meine Nettigkeit und Naivität in den falschen Bahn geraten?
  3. Soll ich es weiterhin zulassen, dass ich hinter den rücken belächelt werde und nicht gleichwertig in der Familie behandelt werde?
  4. Sollte ich einfach an mich denken und den eigenen Weg gehen und mich unabhängig machen?

Wichtiger Hinweis: Ich habe die Probezeit und das erste Ausbildungsjahr bereits bestanden.

Bitte beantwortet die Frage sehr ehrlich und wenn möglich aus verschiedenen Winkeln.

Vielen lieben Dank für eure Aufmerksamkeit =)

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Privater Drogenkonsum Kündigungsgrund?

Hallo. Ich hab gelesen das Drogen Konsum und Sucht verhalten jetzt ein Kündigungsgrund ist.

Auch wenn dies nur privat und nicht während der arbeit stattfindet.

Reicht es dann schon aus, aufgrund eines Verdachtes gekündigt zu werden?

ZB Mitarbeiter XY kann mich nicht leiden und erzählt rum ich würde Kiffen, teile werfen etc oder ich wäre Alkoholiker.

Ich habe gerade die Ausbildung zum kinderkrankenpfleger angefangen, und wir mussten alle eine Bestätigung von unserem Hausarzt ausfüllen lassen, dass wir keine Sucht haben und keinem Kontakt zu BTM haben.

(Und bei Alkoholiker gilt man ja noch als süchtig selbst wenn man schon Jahre nichts getrunken hat. Ist das mit Kiffen oder anderen Sachen auch so? Ich hab zweimal Pepp genommen und einmal mdma und ab und zu gekifft.)

Das habe ich von einem Hausarzt ausfüllen lassen, bei dem ich gerade mal eineinhalb Jahre bin. Jedoch mein Arzt davor wusste, dass ich mit 19 Jahren gekifft habe.

Könnte mein früherer Arzt das dem Krankenhaus oder meinem jetzigen Arzt mitteilen? Auch wenn die Zeiten schon fünf Jahre her sind, gilt das noch als Sucht? Der Arzt kann sich ja von der Schweigepflicht entbinden wegen sowas.

Ich hab das schon Jahre nicht gemacht, hab mein Abi geschafft und sogar die Ausbildung zum Physiotherapeut

Zwei Mädchen aus meiner Klasse machen das heute noch mit mdma schmeissen, und prahlen damit sogar rum. Als ich sagte dass das nicht so schlau ist das rumzuerzählen, meinten die dass diese Substanzen wenn die wieder auf der arbeit sind aus dem Urin wären und der Arbeitgeber nur bei positiven Drogentest kündigen können. Ein andere Mitschüler meinte dann dass der blosse Verdacht reicht, vor allem wenn man sowas unter Zeugen noch rumerzählt. Und gerade im Krankenhaus die auf sowas achten.

Aber die eine meinte dann, man kann nicht zu einem drogentest gezwungen werden.

Meine Pflegedienstleitung meinte auch, wenn man süchtig oder regelmäßig kifft, kriegt man auf gar einen Fall das Examen. Das fand ich eben komisch, denn woher sollen die sowas wissen bzw wenn das die Person nicht von selber erzählt?

Und an anderer Stelle erzählen die vom Betriebsrat, dass man, selbst wenn man süchtig ist nicht gekündigt werden Kann, weil es in Deutschland als Krankheit gilt.

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zweite Ausbildung - brauche Erfahrungen?

Hallo ihr lieben.

Ich habe 2012 erfolgreich eine Berufsausbildung zu Verkäuferin beendet. Nach meiner Ausbildung habe ich leider im erlernten Beruf keine Stelle gefunden, habe dann von 10.12-06.13 in einer bekannten Fast Food Kette gearbeitet. Danach bin ich in den Mutterschutz -> 3 jahre Elternzeit -> seit Dato Hausfrau und Mutter. In meinem bisher erlerntem Beruf habe ich schnell herrausgefunden das es nicht mein Traum Beruf ist! Nun möchte ich in der Arbeitswelt gerne wieder Fuß fassen. Allerdings möchte ich gerne eine zweite Ausbildung im Pflegebereich absolvieren. Ich habe mich nun schon seit Tagen durch's Internet gelesen, wie der Ablauf einer zweiten Ausbildung ist und bin trotzallem nicht viel schlauer. Es stehen einfach zu viel verschiedene Aussagen im Netz. Was ich definitiv weiß, es gibt keine zuschüsse vom Staat, die ich praktisch gesehen auch nicht brauche, haben noch nie vom Staat gelebt oder leben müssen (mein Mann ist Berufstätig und unser Hauptverdiener). Aber wie sieht es mit einem Lehrgehalt aus? Zahlt der Arbeitgeber ein Lehrgehalt? (über Zuschüsse vom Staat findet man reichlich Informationen das man keine erhält, aber nicht über das Lehrgehalt) Wie sieht es mit der Berufsschule aus? Wird diese gezahlt? Mein größter Wunsch ist es eine neue Ausbildung zu machen, allerdings fehlen mir da noch so einige Informationen zu, schließlich bringt es mir im enteffekt ja nicht viel wenn wir unterm Strich weniger haben für die nächsten 3 Jahre. Ich hoffe hier jemanden zu finden der sich mit der Materie auskennt und mir behilflich sein kann. Ich freue mich auf antworten von euch. Lg

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