Gesellschaft – die besten Beiträge

Ich hasse die ganzen Vorurteile über mich

Ich hasse es. Wenn schon jemand zu mir schaut und ohne überhaupt ein Wort von mir gehört zu haben meint, ich kenne mich gut mit PCs aus und bin wahrscheinlich Jungfrau. Oder wenn einfach nur aufrgund dessen dass ich eine Glatze trage jemand denkt ich sei ein Nazl. Oder ich systematisch im Brennpunkt ausgeschlossen werde, weil ich Deutscher bin (obwohl ich keiner bin). Leute denken, ich soll glücklich sein, weil ich keine Probleme habe und sie Stress zuhause haben im Gegensatz zu mir. Bro, ernsthaft? Meine Mutter ist gestorben und meine Schwester hätte sich beinahe umgebracht, aber ja, ich als anscheinend Deutscher lebe in einer Sonnenscheinfamilie und kenne keine Probleme, weil ich ja Deutscher bin.

Oder ne Freundin meiner Ex, die mich kurz gesehen hat und ohne überhaupt meinen Namen zu kennen vermutet, dass ich eher nicht so der Party-Typ bin und sich geil fühlt, weil sie jede Woche Typen klärt. Aber wehe ich hätte gekontert und gesagt du siehst nicht so aus als würdest du langfristige Beziehungen pflegen, dann wäre ich auf einmal der Spielverderber. Aber alle anderen können mich diskriminieren, beleidigen und es scheint das normalste der Welt zu sein. Doch sobald ich mich wehre sind alle angepisst. Ich hasse es.

Am meisten hasse ich dabei, dass ich selber nie ein Rassist war, aber ständig von Ausländern dumm angemacht worden bin und ich ausgegrenzt wude, weil ich Deutscher wäre. Ich bin Pole. Den Ausländern bin ich zu deutsch und den deutschen bin ich aber wieder zu ausländisch, weil ich direkter bin oder so, keine Ahnung. Ich hasse das. Es zieht sich über mein ganzes Leben. Man will doch nur normal zur Arbeit gehen oder früher zur Schule, aber nein, man muss aus dem Nichts Drama machen und Stress suchen, nur weil jemand nicht so ausschaut wie du es magst? Wenn ich wenigstens zurück kontern könnte, aber nein, dann ist ja der doch so schüchterne und nette Typ ja gar nicht mehr so schüchtern und ist voll der Aggro. JA WAS JETZT?! Kann doch nicht schüchtern sein und gleichzeitig extrovertiert, entscheidet euch mal meine F*esse. Immer dieses sche*ß Schubladendenken.

Gesellschaft, Vorurteile

"Pflanzen machen den Menschen Angst" - Schottergärten

wir kennen das, diese - meist Vorgärten - voller Schotter.

Laut diesem Artikel soll das auch Schotter am Konto suggerieren https://www.derstandard.at/story/3000000281720/experte-zu-schottergaerten-pflanzen-machen-den-menschen-angst

Oder die Sorge um den Zeitaufwand für die Pflege

Der Wunsch nach Schotter und Kies im Garten sitzt tief, und das wird auch so bald nicht besser werden. Die Leute glauben, sie haben keine Zeit mehr. Und wenn man jeden Tag im Fitnessstudio ist, dann hat man ja auch definitiv keine Zeit mehr.

oder Kontrollverlust:

Ihr Bild vom Garten ist halt mindestens ein kontrolliertes. Viele dieser Menschen meinen, einen bestimmten Ordnungszustand aufrechterhalten zu müssen, um ein ordentliches Bild nach außen abzugeben. Wie das genau aussieht, das kann wohl niemand genau sagen. Das hängt auch vom Selbstbewusstsein der einzelnen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer gegenüber den Nachbarinnen und Nachbarn ab. Aber viele gehen lieber auf Nummer sicher und übererfüllen das angenommene Soll. Mit Kies im Garten, glauben sie, werden sie garantiert ihre Ruhe und alles richtig gemacht haben.

Kampf gegen eine disruptive Welt

Pflanzen machen den Menschen Angst, deshalb entscheiden sie sich für Steine. Pflanzen können sie immer weniger einschätzen, die wachsen, die meinen sie nicht kontrollieren zu können. Deshalb setzen sie Pflanzen, die extrem künstlich wirken. Man kauft heute die Sachen fertig und meint, die bleiben dann auch so. Die Leute möchten zwar etwas herzeigen, es soll repräsentativ sein, und es soll noch entfernt an Garten erinnern. Doch in unserer disruptiven Welt, in der es ständig Änderungen gibt, versuchen die Menschen, in ihrem Zuhause die Zeit anzuhalten, um nicht auch noch dort Druck zu haben.

Und es sind nicht nur die Schottergärten

Wir jammern über die Kies- und Schotterschüttungen, aber wenn wir uns die Siedlungen mal anschauen, haben die Häuser alle doppelte Einfahrten, damit die zwei SUVs parken können. Das Auto, und da gehört die Auffahrt thematisch dazu, ist ein Heiligtum. Da verschwinden die Vorgärten sowieso oft unter Infrastrukturflächen.

Sehr interessante Argumente, was meint ihr dazu?

Pflanzen, Garten, Angst, Psychologie, Argumente, Gesellschaft, Kies, Philosophie, Schotter, Soziologie, Vorgarten, Kontrollverlust

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