Wie soll ich weiter Leben (schlechte Erfahrungen, soziale Phobie, Cannabis)?

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6 Antworten

Der Drogenkonsum hat dich "dünnhäutig" werden lassen, und in einem Prozess der Abwärts-Spirale hat dein Glauben an deine Selbstwirksamkeit gelitten. 

Wenn du diesen Prozess aus eigenem Willen durch ein dauerhaftes Absetzen der Droge und das Planen neuer Ziele nicht selbst bewältigen kannst, brauchst du Hilfe von außen.

Eine weitere Frage, die du klären solltest, wäre, wie es möglich war, dass du zu Drogen gegriffen hast. Meist liegt die Ursache in früheren Erlebnissen begründet, mit denen man nicht umgehen konnte, die einen überfordert haben. In einigen Fällen wirkt sich dies auch auf die Persönlichkeitsentwicklung dauerhaft aus. Das lässt sich mit 19 aber besser bewältigen als mit 29 oder 39.

Vielleicht wäre eine gute Anlaufstelle eine Familienberatung, da auch deine Mutter eine wichtige Rolle in deinem Leben hat.. https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

LG

OM


Gerade im Studium und auch noch in der Folgezeit kommen solche Gedanken oft vor. Such Dir ein Hobby, das Dich ablenkt.

Das habe ich auch vor, aber es macht mich voll fertig was mit anderen Menschen zu machen. Ich fühle mich dann voll ausgelaugt und habe das Gefühl, alles falsch zu machen. Meine Gedanken sind aber nicht nur Altersgerecht, sondern total fanatisch und zerstörend :( sprichst du aus Erfahrung ? 

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@Sommerpalme12

In der Verwandtschaft Nichten und Neffen haben auch solche Probleme. Auch Grübeleien, schaffe ich das, finde ich Anschluss, was wird später. Dazu noch der Stress und die eigene Verantwortung. Ja und auch das Gefühl alles falsch zu machen und das alles irgendwie falsch läuft.

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@FlyingCarpet

Vielleicht versuch ich das Kiffen einfach für das Ganze verantwortlich zu machen. Das ist ein guter Grund um nicht zu kämpfen. Aber es kann doch nicht sein, dass ich Miss Sunshine war und jetzt Miss Komisch bin :/ 

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Du musst ja nicht gleich zum Therapeuten (auch wenn ich mir sicher bin, dass es dir helfen würde) Wie wäre es mit einer Beratungsstelle, je nach dem wo du studierst gibt es sogar welche extra für Studenten.

Es bringt dir nichts dich immer und immer wieder mit deinen Fehlern die du gemacht hast, fertig zu machen. Jeder hat Fehler gemacht, man muss daraus lernen und dann weiter machen. 

Aber meine Fehler waren keine kleinen Fehler... sie haben das Leben von mir und den Leuten die ich Liebe auf den Kopf gestellt... kann man damit weiterleben ? Ich versuch weiterzuleben... aber es fühlt sich eher an wie, drüber hinwegschauen und weiterquellen. Ich denk einfach jeden Tag drüber nach -.- 

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@Sommerpalme12

Ja, kann man.

Hast du mal die anderen gefragt, wie sie die Sache sehen. Man selber sieht vieles als viel schlimmer an, als es wirklich ist. Hast du dich bei ihnen entschuldigt? 

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man zwei Möglichkeiten hat: Aufgeben und im Selbstmitleid ertrinken oder die Backen zusammenkneifen und das beste draus machen (dafür evtl. auch Hilfe anzunehmen) 

Ersteres ist einfach. Beim zweiten muss man kämpfen und Niederlagen einstecken...hat aber dafür eine Zukunft. 

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@Calista18

Danke :) ich versuch zu kämpfen. Meine Gedankengänge die sich einfach schon seit 3 Jahren in meinem Gehirn eingebrannt haben machen mich fertig. Und es sind gar nicht die Schuldgefühle die mich so fertig machen, sondern so eine Verkrampftheit gegenüber der Welt und besonders gegenüber den Menschen. Einzelhobbys lenken mich ab... aber Unternehmungen mit anderen Menschen... sogar mit meinen Eltern machen mich total fertig. Ich bin dann mal wieder froh in meinem Zimmer zu sein, obwohl ich mir nichts Sinnlicher Wünsche, als soziale Kontakte, bei den ich mitwirke und nicht verkrampft über Wetter rede. 

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@Sommerpalme12

Und weißt du wie du die Gedankengänge ändern kannst? In dem dir jemand dabei hilft. Da ist nichts schlimmes bei. Ich weiß wie sich das anfühlt, immer dieser Gedanke ,,hätte ich doch". Immer und immer wieder die Fehler durchgehen und grübeln was wäre wenn. Das macht kaputt.

Du hast angst, dass sich das wiederholt. Deswegen zieht man sich lieber zurück, dann kann das nicht nochmal passieren. Aber ist es das Wert? Man hat immer Angst, dass man die Menschen die man liebt nochmal so verletzen könnte.

Es ist deine Entscheidung wie du weiter machst, aber lass dir von jemanden sagen der das seit Jahren durchkaut: allein sich dadurch zu kämpfen macht müde, kaputt und bringt kaum Erfolg.

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@Calista18

Meinst du damit einen Therapeuten, oder Freunde ? :)

Warst du in einer ähnlichen Situation ?

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Schön und leicht, bei Schwierigkeiten und selbst diagnostizierten etwaigen Fehlentwicklungen dem Cannabiskonsum die Schuld zuzuweisen.
Als ob es auf der Welt keine anderen Menschen gäbe, die just im gleichen Zwangskorsett aus Gedanken und schlechtem Gewissen stecken wie Du, aber noch nicht einmal wissen, was Cannabis überhaupt ist.
Du machst es Dir m.E. unnötig schwer, wenn Du Cannabis als Ursache betrachtest. Lies (google) ein wenig über das Endocannabinoid-System und über die zwischenzeitlich vorliegenden Erkenntnisse, dass Cannabis ebenso gegen depressive Verstimmungen hilfreich sein kann wie der zweite wichtige Inhaltsstoff des Cannabis (CBD) gegen Formen der Schizophrenie wirksam ist.

Ich finde hauptsächlich nur Artikeln, die vom Gegenteil sprechen. Ich habe sogar gezielt nach Artikeln gesucht, die von positiven Ergebnissen berichten, habe jedoch nicht gefunden. Fast in jedem Artikel, den ich zu dem Thema finde steht, dass Cannabis schwere psychischen Schaden hinterlassen kann. Anders kann ich mir die Umwandlung auch nicht erklären. 

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@Sommerpalme12

Es heißt ja, dass man bei dem Konsum von Cannabis alles intensiver empfindet. So war es bei mir auch, nur das ich fast ein Jahr mit einem schlechtem Gefühl im Bauch gekifft habe. Die 2 darauf folgende Jahre habe ich dann ohne Kiffen in so einer negativen Blase gelebt. (Tue ich jetzt noch immer.) Natürlich habe ich schon mehrmals darüber nachgedacht  Cannabis einzusetzen und mit positiven Gedanken meine Blase platzen zu lassen. Aber vl. ist es nur ein Pa-laber und ich werde mich danach nur noch mehr ärgern. 

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@Sommerpalme12

1. Google "Rauschzeichen"
2. Google "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" und Du wirst nach ernsthafter Lektüre von Rauschzeichen und Einarbeitung in die "ACM" feststellen, dass Cannabis mehr als nur "positive Ergebnisse" hervorbringen kann.

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Auch wenn du das vermutlich nicht hören willst: der erste Gang für dich sollte m.M. der in eine Suchtberatungsstelle sein.

Ich weiß nicht, wie mir ein Suchtberater in dem Fall helfen kann. Ich konsumiere seit 2 Jahren nicht mehr und weise auch keine Sucht auf. 

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@Sommerpalme12

Vielleicht habe ich deine Frage falsch verstanden, aber ich dachte, dir sei nicht klar, ob du unter substanzbedingten Symptomen leidest oder nicht?

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@psychhelp

Das stimmt, das ist mir nicht ganz klar. Ich gehe sogar davon aus, dass es substanzbedingte Symptome sind. Aber es sind langfristige Folgen, ich glaube dass mir ein Suchtberater da nicht weiter helfen kann. Trz. Danke :) 

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Hallo du. 
Ich weiss wie es dir geht.
Ich befinde mich in der gleichen Situation...

Die eine Sache ist dass ich mitlerweile bereit bin mit dem Kosum aufzuhören, es aber manchmal nicht schaffe. Diesmal versuche ich es wirklich durchzuziehen und wieder die "alte" zu werden. 

Mein Bewusstsein hatte sich auch sehr verändert und ich hörte sogar mit dem täglichen Training auf....

Nun versuche ich wieder "normal" zu werden aber meine Gedanken spielen da nicht so mit... Momentan.

Aber was wir immer machen sollten:
Niemals aufhören es zu versuchen, Positiv zu denken! 

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