Was nutzt ihr lieber, Perfekt, Präteritum oder gemixt?

Das Ergebnis basiert auf 27 Abstimmungen

2. Perfekt 48%
1. Präteritum 30%
3. zufällig gemixt 22%

12 Antworten

Hallo,

im Deutschen gibt es zwei Formen für die Vergangenheit,

das Perfekt - Ich habe verstanden / Ich bin in die Schule gegangen.

und das Präteritum - Ich verstand / Ich ging in die Schule.

Es gibt keine festen Regeln dafür, wann man welche dieser Vergangenheitszeiten verwendet. Beide der genannten Sätze sind gleichwertig und sagen dasselbe aus.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Perfekt eher beim Sprechen, im informellen Rahmen, im persönlichen Schriftverkehr,

das Präteritum dagegen eher in der Schriftsprache, im formellen Rahmen (Literatur, Zeitungen, wissenschaftlichen Arbeiten usw.)

verwendet wird.

Das Präteritum - auch beim Sprechen - verwenden wir vor allem auch bei den Verben haben und sein und den Modalverben.

Und so halte ich es auch.

AstridDerPu

Du sagst, wie "man" es halten könne, aber nicht warum. Ich nutze jede Form des Präteritums beim Sprechen, warum sollte ich zwischen meinem Geschriebenen und Gesprochenen derartige Unterschiede machen? Klar nutze ich auch das Perfekt, meistens geschieht das unbewusst durch äußerliche Einflüsse aus der Gesellschaft.

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Kleine Korrektur: 3 Formen, noch das Plusquamperfekt... :-)

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@Atzej

Das Plusquamperfekt ist eine andere Zeitebene, die Vorvergangenheit.

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@AstridDerPu

Na ja, konventionell subsumiert man aber auch die unter "Vergangenheit". :-) Andernfalls müsste man ja sonst auch die "vollendete Gegenwart" als eigene Ebene deklarieren. :-)

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Von Experte AstridDerPu bestätigt

Das Wichtigste: Nicht beides mixen! Wie hier in Nr. 2 und Nr. 3.

Was mich betrifft:

  • Schriftlich bevorzuge ich das Präteritum, mündlich das Perfekt.

Das scheint mir eine ganz vernünftige Grundregel...

Gruß, earnest

Ich versuche das Präteritum zu nutzen, in beiden, manchmal, wenn ich unsicher bin, kommen dann aber auch die Partizipien und ich verfall dem Perfekt. Dabei habe ich bei dem Perfekt manchmal Probleme, das Partizip zu bilden, z.B. sage ich manchmal die Sonne hat gescheint statt geschienen, immer unangenehm, daher sage ich lieber, die Sonne schien.

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@Avatarez2

Vielleicht hilft es dir, deutsche unregelmäßige Verben so zu lernen, wie du die englischen vermutlich gelernt hast: eins, zwei, drei - zack, zack, zack.

  • go, went, gone
  • scheinen, schien, geschienen

Probier's doch mal.

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@earnest

Gute Idee, wollte eh mein Englisch noch mal wieder aufbessern, ist eingerostet, seit dem ich aus der Schule im Studium bin und dort nur Deutsch geredet wird.

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@earnest
unregelmäßige Verben so zu lernen, wie du die englischen vermutlich gelernt hast: eins, zwei, drei - zack, zack, zack

Guter Rat! Mir hat das auch gehelft :-)

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@ralphdieter

Das ist aber auch das einzig Preußische, was mich gehelft hat.

;-)

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@Avatarez2

Und wie im Englischen kann man die Formen auch noch nach Ablautreihen sortieren... Kannst du dir in dem Zusammenhang auch mal ergoogeln...

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DAs ist auch allgemein der Standardgebrauch.

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@Atzej

Ich behaupte ja auch nicht, "non-standard" zu sein.

;-)

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1. Präteritum

Hallo Avatarez2,

ich benutze im Gespräch sehr oft das Perfekt - und wenn es um die Hilfsverbein sein und haben geht, eher das Präteritum. Das mag so Gewohnheit oder auch meinem Dialekt entnommen sein.

Schreiben nehme ich dann Präteritum bei allen Verben, es sei denn es gibt irgendwo ein Zeitverhältnis oder ein Zeitbezug, was sich besser mit Perfekt ausdrückt.

Ich finde damit den ersten Text am flüssigsten. Im dritten Text erscheint mir dort, wo das Perfekt steht, der Zeitbezug von der Sequenz der geschilderten Handlungen abzuweichen. Es ist also unabhängig von allem, wann er den Lichtschalter betätigt hat.

Im zweiten Text habe ich den Eindruck, dass jeglicher Zeitbezug unwichtig ist - nur noch die Reihenfolge der Handlungen inhaltlich die Sequenz zeigt.

Jetzt bin ich auch nicht der geborene Linguistiker, kann nur meine Wahrnehmung angeben.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Ich persönlich achte eig. nicht wirklich darauf, was ich sage, wenn ich unter Druck stehe, dort mixe ich dann. Bin ich gelassen, verwende ich meist nur Präteritum mündlich, komme aus dem dialektfreien Norden und war in Deutsch gut, daher kann ich fast alle Formen und es für mich flüssiger.

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@Avatarez2

Ich denke, wir sprechen - und schreben dann auch gerne - eher intuitiv und aus einem eigenen Dialekt heraus.

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Im Unterschied zum Englischen gibt es im Deutschen kaum noch eine spezifische inhaltliche Bedeutung der drei Vergangenheitsformen mehr.

Eingebürgert hat sich pragmatisch die überwiegende Benutzung des Perfekts in der gesprochenen Sprache und des Präteritums in der Schriftsprache, da man dann weniger zu schreiben hat.

Wenn man also dieses Zeugs aufschreiben müsste, würden die allermeisten das in Variante eins tun und wenn es nur um das Erzählen ginge die Variante 2 benutzen.

Variante 3 käme so kaum vor.

Glaube ich nicht, da die meisten nicht imstande wären, Variante 1 ohne Hilfsmittel zu verfassen. Wer das Präteritum gut kann, braucht kein Perfekt mehr zu sprechen, wer das Präteritum ein wenig kann, wird Variante 3 nehmen, wer nur Dialekt spricht, wird mangels Alternativen nur Variante 2 zur Verfügung haben.

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2. Perfekt

Ich denke, die meisten Jugendlichen und Kinder reden im Perekt weil sie es einfach irgendwann so gehört haben, und anders klingt es für uns einfach falsch. Bei geschichten und so, Natürlich schon Präteritum, aber nur in aufsöätzen und so. Ich kenn jedefalls niemanden der im Präteritum redet...

Dann kennst du nicht viele oder bist in einer Dialektregion. Aber gut gesagt, die Eltern und direkte Umgebung sorgt dafür, wie Kinder sprechen und wenn die kein Präteritum können, werdens die Kinder auch kaum sprechen, einleuchtend.

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