Was haben so viele gegen Feminismus?

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28 Antworten

Hallo thisgirl 0,

Du bist Türkin und in einer traditionellen muslimischen Familie aufgewachsen? Dann sei gewiss, dass ich Dir und Deinesgleichen Euern Feminismus gönne. Ihr in Eurer Lage braucht ihn. Es gibt andere Frauen, denen ich ihren Feminismus nicht gönne. Hilary Clinton z.B.. Wenn eine Frau schon so viel Macht hat und immer noch die Feministin raushängt, finde ich das problematisch. Ich denke, das geht auch anderen so, auch Frauen. Die muss ja ziemlich unbeliebt sein, wenn sie es nicht geschafft hat, gegen solch einen Trampel zu gewinnen ...

Meine Lieblingsfeministin, die sich immer noch nicht entschieden hat, ob sie die Gleichberechtigung oder die Herrschaft der Frauen anstrebt, hat mir vor ein paar Tagen gesagt, dass sie gar keine bestimmte Gesellschaftsstruktur anstrebt, sondern den Feminismus brauche, um sich "vom Patriarchat zu emanzipieren."  Da habe ich (nach 46 Jahren) wieder etwas dazugelernt. Ich hatte sie bisher immer für einen sehr politischen Menschen gehalten.

Jetzt, mit fast 72 Jahren, davon 38 als Feministin, muss sie sich noch immer emanzipieren ? Die äußere Emanzipation kann nicht gemeint sein, die hat sie seit mehr als einem halben Jahrhundert. Es muss eine innere Emanzipation sein, die vom Erlebnis des Patriarchats in ihrer Kindheit und Jugend. Eine im wahrsten Sinne des Wortes. Emanzipation im eigentlichen Sinne bedeutet ja die Loslösung des jungen Mannes vom Vater. Wenn einem Menschen dies innerlich nicht gelingt, spricht man von einem Vaterkomplex.

Diesen Schritt, diesen Weg der Loslösung von Deinem Vater, Deiner Familie, Deiner Familientradition musst Du Deiner psychischen Gesundheit wegen natürlich auch tun. Wenn Dein Feminismus Dein Vehikel auf diesem Weg ist, dann ist er für Dich gut, und wenn er darin besteht, anderen Frauen zu helfen, die in ähnlicher Lage sind wie Du, dann ist er auch gesellschaftlich gut. Den ganzen ideologischen Sch**ß des Feminismus, für den dies Wort eben steht, solltest Du dabei aber besser hinter Dir lassen.

Seine Anziehungskraft auf die Seele ist offenbar recht groß. Meine Lieblingsfeministin schwankt zwischen ihr und der Vernunft wie ein Rohr im Wind, gewissermaßen bipolar.  Ich nehme ihr schon lange gar nichts mehr übel, betrachte es eher als eine Störung, mit der wir leben müssen. Ein gerütteltes Maß an Vaterkomplex ist sicher auch dabei. Ihren Vater hat sie nie erlebt, er ist gefallen, bevor sie geboren wurde. Seitdem hat sie sein Bild an der Wand hängen - in einer schmucken polnischen Uniform. 

Kommentar von Ottavio
29.11.2016, 17:29

Hier ein Kommentar, mit dem ich meine Antwort auf eine andere Frage ergänzt habe, in dem es darum ging, ob es Dämonen gibt und ich vermutet habe, dass man de Vaterkomplex unabhängig vom real existierenden Vater auf einen Archtypus zurückführen kann:

Es ist ganz bestimmt ein Archetypus, der erste sogar, den Carl Gustav Jung beschrieben hat in seinem Frühwerk von 1908, Die Bedeutung des Vaters für das Schicksal des Einzelnen. Ich zitiere aus der Ausgabe von 1949 (Zürich), S.38:

"Die Möglichkeiten des Archetypus, im Guten wie im Bösen, übersteigen die menschliche Reichweite um ein Vielfaches, und ein Mensch kann solche Spannweite nur dadurch erreichen, daß er sich von diesem ergreifen läßt, wobei aber der Mensch verloren geht. Die schicksalsdeterminierende Kraft des Vaterkomplexes entstammt dem Archetypus, und dies ist der wirkliche Grund, warum der consensus gentium anstelle des Vaters eine göttliche oder dämonische Kraft setzt, denn der individuelle Vater verkörpert unvermeidlicherweise den Archetypus, der dessen Bild die faszinierende Kraft verleiht. Der Archetypus wirkt wie ein Resonator, der die vom Vater ausgehenden Wirkungen, insofern sie mit dem vererbten Typus übereinstimmen, ins Übermäßige steigert."

Ja, diesen Dämon gibt es, und Jung hat ihn trefflich beschrieben.

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ich glaube für die meisten Leute ist das Problem nicht das Streben nach Gleichberechtigung (für manche ewig-gestrige mag auch das schon das Problem sein, aber ich denke das ist ein kleiner Teil), sondern dass manche dabei deutlich auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Ich selbst bin auch eine Frau aber finde z.B. diese ganzen Diskussionen um die Schreibweisen mit binnen-I etc. relativ nervig, weil es mir persönlich egal ist, ob irgendwo von "Studenten" oder "StudentInnen" die Rede ist, solange eh klar ist, dass alle "Studierenden" gemeint sind. Ebenso finde ich es albern, wenn z.B. so getan wird, als sei es Sexismus wenn mir ein Mann die Tür auf hält. Für mich ist das ein Zeichen von Höflichkeit und wenn ich vor einem Mann aus der Tür gehe, halte ich sie auch auf...das impliziert für mich also z.B. in keinster Weise, dass mir der Mann suggerieren würde, ich sei zu schwach die Tür selbst auf zu machen o.ä.
Das sind jetzt nur mal kleine Beispiele, wo ich persönlich finde, dass es übertrieben wird und wo es mich als Frau schon stört. Da kann ich es durchaus auch verstehen, wenn manche Männer das Gefühl haben, dass sie eh nur Fehler machen können oder sowas.

Ich glaube solche Dinge sind eher das Problem für die allgemein eher negative Wahrnehmung.

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:04

Ich weiß nicht auf was für Feministen du zugestoßen bist, aber ich habe noch nie Feministen gesehen die dies als problem bezeichnet haben.

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Ich denke, dass dies auch zum Teil ein sprachliches Problem ist. "Feminismus" assoziieren viele Männer mit anderen -ismen, zu diesen gehören Begriffe wie "Maskulinismus", "Kommunismus", "Sozialismus" usw.. Ein -ismus besteht für sie in einer Übertreibung (einer vielleicht an sich guten Denkweise).

Die meisten Männer hätten weniger Probleme mit dem Begriff "Gleichberechtigung". Für dich scheint Feminismus inhaltlich gesehen eher in diese Richtung zu gehen, du verwendest jedoch diesen -ismus Begriff (der oft als störend empfunden wird).

Ich denke auch, dass es noch Arbeit gibt an dieser Front (z.B. im Bereich Bezahlung von Frauen).

Kommentar von Ottavio
12.11.2016, 15:21

Klar gibt es da noch Arbeit. Aber so gravierend, wie Feministinnen das Problem immer wieder darstellen, ist es nicht. Wenn man jeweils gleiche Arbeit und gleiche Arbeitszeit heranzieht, beträgt der Lohnunterschied "nur" 3%, und den gibt es auch nur in dem Teil der freien.Wirtschaft, in dem es keine Tarifverträge gibt.

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Problem des typischen Feminismus ist es, dass man dabei Frauen zwar fördern möchte, dabei Männer aber missachtet oder benachteiligt werden.

Hat also nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun, wenn jemand bewusst übergangen wird

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:51

eh haha ja klar ... genau DAS wollen wir Feministen erreichen .. Männer ausrotten lassen und als wütende Lesben weiterleben, oh ja ... 

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Kommentar von sepki
07.11.2016, 02:56

Da hast du mich wohl falsch verstanden? Und um klarzustellen, für mich ist Gleichberechtigung ein wichtiges Thema.

Problem des Feminismus ist es, dass überwiegend die extreme Form davon in den Medien und der Gesellschaft bekannt ist.

Man kennt nur die militanten Damen, die zwar richtigerweise Emanzipation fordern, aber Gleichberechtigung uninteressant finden.

Wenn jemand an eine typische Feministin denkt, hat man nicht eine Dame, die sich für Gleichberechtigung einsetzt, im Sinn, sondern eine militante Alice Schwarzer, die Männer ausrotten und als wütende Lesbe leben möchte. :p

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Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 03:09

Das ist ja das Ding. Feminismus ist nicht mehr das, was es einmal war. Und Menschen wie du sehen das als Vorteil und stellen solche Gruppierungen in jeder Gelegenheit schlecht da - den Grund kann ich mir selbst nicht erklären.

Und weißt du, ich bin eine typische Feministin, wie die starken Frauen vor 60 Jahren, die alles getan haben, damit ich jetzt SO leben kann, damit ich in die Schule gehen kann und arbeiten kann, eine unabhängige Frau werden kann. Und ich werde weiterhin "kämpfen" für andere Frauen in anderen Ländern, die eben nicht solche Rechte besitzen und ich verstehe nicht was so falsch daran ist? Schließlich stelle ich nicht die Frau über denn Mann, sondern sorge dafür dass die Frau und der Mann in der gleichen Stufe stehen und ZUSAMMEN die Stufen steigen. Verstehste was ich mein?

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Kommentar von sepki
07.11.2016, 03:15

LuL.

Ich sehe das weder als Vorteil, noch als Vorurteil. Ebenfalls stelle ich niemanden schlecht dar.

Du hast gefragt, warum Feministinnen schlecht angesehen sind und das von mir geschriebene ist nunmal der Grund dafür. Habe nur gesagt, dass es das typische Vorurteil ist. Ich habe nicht gesagt, dass es wirklich so ist.

Weißte was? Ich finde es sogar gut, dass du dich für die Stellung der Frau und für Gleichberechtigung einsetzt!^^

Ja, ich verstehe was du meinst. Aber leider hast du mich bisher wohl falsch verstanden.

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Also ich stimme dir zu, dass in anderen Ländern noch einiges gemacht werden muss. Aber ich bin total dagegen, dass deshalb oder überhaupt hier in Deutschland mit dieser Bewebung weitergemacht werden muss. Wieso? Weil Frauen schon längst alle Rechte haben. Sie können - wenn sie wollen - alles tun was auch wir Männer machen.

Ob es nun gesellschaftlich anerkannt wird, ist eine ganz andere Frage. Gerne dürfen sich die Damen beweisen. Aber das sich der Staat einmischt oder Gesetze erlassen werden, bringt mehr Probleme als Lösungen.

Zwei Beispiele:

Nehmen wir mal die Frauenquote: Durch dieses Gesetz werden weibliche Führungskräfte mittlerweile von vielen nicht mehr ernst genommen. Wieso? Weil sie die Stelle vielleicht nur wegen einem Gesetz haben ungeachtet der Qualifikation. Und da gibt es mittlerweile viele Frauen die sich deshalb beschweren.

Oder die jüngsten Beiträge hier in GF.NET oder wonanders. Mittlweile beschweren sich die Damen über uns Männer, weil wir ja so "Weicheier" wären. Interessant ist, dass sie jetzt ihre Emanzipation haben. Das bedeutet euch, dass sie nicht nur Rechte bekommen, sondern auch mehr Pflichten. Das sie auch auf sich selbst aufpassen müssen. Aber nun kommen oft Beschwerden über die Typen die ihre Frauen nicht beschützen können. Das ist der totale Konflikt.

Also ich bin noch jemand von der alten Schule und bin Stolz drauf. Ich sehe die Damen als jene an die man beschützen muss, aber auch als die Personen die sich stets beweisen müssen, so wie wir Männer. Ohne Ausnahme. Und genau das wollen sie hier in Deutschland nicht. Zumindest nicht die Feministen.

Wie gesagt: Nix gegen Rechte für Frauen. Aber hier wurde der Bogen schon längst überspannt.

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:15

Das Problem hier ist, dass das Gesetz mir auch verspricht, dass so etwas wie Massentierhaltung in Deutschland nicht existiert - dies existiert aber trotzdem, und das auf schlimmster Art und Weise ;-)

Nur weil ein Gesetz dir etwas verspricht, muss das auch nicht umgesetzt werden. Es geht einfach um die Tatsache dass jede 3. Minute in Deutschland eine Frau vergewaltigt wird. JA DAS IST DIE REALITÄT. Es ist nunmal Tatsache dass ich mich mehr anstrengen, mehr anpassen und mich mehr beweisen muss - wenn ich etwas mehr Schminke trage und freizügiger rumlaufe. Es ist nunmal Tatsache dass die bei Vergewaltigungen immer noch nach gründen suchen um den Opfer als Täter darzustellen. Und es ist nunmal Tatsache dass ich als s.hlampe bezeichnet werde, wenn ich meine Sexualität auslebe.  

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Kommentar von Tritopia
07.11.2016, 02:30

Auch Männer werden vergewaltigt und gerade diese Fälle werden so gut wie gar nicht aufgeklärt bzw. berichtet :D.
Männer verlieren meist das Sorgerecht ihres Kindes. Häusliche Gewalt wird auch von Frauen ausgeübt und Männer gehen noch seltener zur Polizei.

Außerdem gibt es auch Frauen die einfach nur behaupten das Männer sie irgendwie sexuell belästigt haben oder schlimmeres. Ohne Beweise kann man niemanden verurteilen. Was wäre wenn die Person unschuldig wäre? Außerdem gibt es viel Unterstützung für Frauen, wie Frauen Häuser oder viele *mir fällt das Wort gerade nicht ein*...denen wird Selbstverteidigung beigebracht. Sie haben an sich genug rechte. Und dann gibt es noch den Teil in der Regierung was vorhin genannt worden ist und wirklich recht scwhachsinnig ist.

Und wenn eine Frau bei einem Beruf nicht angenommen wird weil sie eine Frau ist gibt es da auch nichts schlimmes.
Ich würde auch keine Frau haben wollen, wenn mein Mitarbeiter viel schweres tragen muss. Solange sie keine 100Kg. Bankdrückdn stämmt nehme ich lieber den dicken Yuri. Umgekehrt gibt es den selben Fall. Erst letztens wurde ich nicht im Service angenommen, weil ich ein Mann bin ._.
Im Kindergarten werden auch eher Frauen bevorzugt und die Männer werden total streng beobachtet, als wären alle Männer sexuell interessiert an Kinder. Und ja, in manch einen Beruf verdient eine Frau weniger, aber hier in Deutschland muss man echt nicht mehr viel nur für Frauen machen. Und ich habe jetzt keine Ahnung mehr warum ich es alles geschrieben habe. Ziemlich unnötig xD. Damit das aber nicht umsonst gewesen war schicke ich es einfach mal ab :P

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Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:40

Ich habe niemals behauptet dass diese Probleme bei Mann nicht existieren und Männer völlig sorglos und frei leben können. NEIN, das ist fast für niemanden der Fall.

Aber Vergleich mal bitte die Statistiken, dann können wir weitersprechen. JA, Männer erleben dies auch, aber ganz bestimmt passiert das nicht so oft wie bei einer Frau oder eben kleinen Kindern, was auch immer. Ich zB komme selbst aus einer muslimischen, türkischen Familie, und in meiner Familie herrscht einfach Sexismus pur. Frau darf nicht das anziehen was sie will, kein Sex vor der Ehe, darf nur bis 21 Uhr raus auch wenn sie schon 19 ist (der Bruder kommt aber erst um 9 Uhr morgens nachhause, weil feiern), wird geschlagen oder bedroht wenn sie einen Freund hat und all das eben. Und glaub mir, ich kenne SO VIELE Familien in Deutschland die immer noch so drauf sind. Deshalb kann man nicht behaupten dass man "Feminismus in Deutschland nicht mehr braucht", weil ja das Gesetz uns sagt dass es keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt.

Und ja, ich als Feministin würde mich auch für den Mann einsetzen. Ich mein wieso nicht? Hier geht es um einen Menschen, um ein Lebewesen, was einfach sein Leben leben möchte. Und ich kann dir wirklich versichern dass viele Feministen so denken, nur wird das von vielen sehr falsch aufgenommen.

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Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:44

@JesterFun, verteufle bitte noch die Homosexualität, würde noch richtig gut zusammen passen zur deiner Aussage xD

Man es gibt Männer, die eben NICHT männlich sein wollen, und als "stark" mit Muskeln gelten wollen. Es gibt Männer die sich schminken wollen, die sogar (nur) im sexuellen Sinne unterdrückt werden wollen, die eine starke Frau haben wollen UND UND UND. Die Menschen und die Geschmäcker, Hobbys und all das sind so verschieden, dass du das nicht einmal verallgemeinern KANNST.

UND STELL DIR VOR, ich als "zierliche schwache" FRAU, stehe auf blasse dünne Typen, und nicht auf Muskelpakete die zwanghaft versuchen ihre "Männlichkeit" zu beweisen?!

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Warum kein Feminismus?

Weil es sich nur mit der Gleichberechtigung von FRAUEN beschäftigt. Das ist (aus meiner Sicht) ziemlich einseitig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus

Ich für meinen Teil bin eher dafür, dass man für gleiche Rechte aller sorgt.

Was mir bei manchen Feministen allerdings auffällt ist, dass das so gar nicht in ihren Sinne ist.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/10-Jahre-Piratenpartei-vom-Entern-Gendern-und-Kentern/Re-Was-ist-mit-radikale-Feministinnen-gemeint-kwt/posting-29179967/show/

Um mal aufzuzeigen, was ich damit meine. Auch dass das international zum Teil zu gelten scheint sieht man, wenn man genug im Internet unterwegs ist. Das wäre ein Beispiel, warum ich den Begriff "Feminismus" nicht mag.

Wo ich zum Beispiel die Arbeit von Feministen als wichtig ansehe sind diverse dritte Welt Länder (beispielsweise gegen die Beschneidung von Mädchen).

Fazit: Gleichberechtigung ja, radikaler Feminismus nein.

Zu jedem -ismus finden sich Gegner. Sich darüber zu beschweren, zu viele Gegner zu haben, ist sinnlos.

Und ich kenne viele Feministen die der selben Meinung sind

Sag bloß. Irgendwie wundert mich das nicht.

Es gibt sicher welche die damit sehr extrem umgehen, ja, aber genauso gibt es doch welche die zB mit dem Islam extrem umgehen und für den Islam Menschen töten. Sind jetzt alle Muslime schlecht?

Gutes Argument. Es gibt viele, die extrem gegen Feministen sind. Sind deswegen jetzt alle, die gegen Feministen sind schlecht?

Gegen ECHTEN Feminismus dürften eher wenig Leute was haben.

Allerdings fallen militante Feministinnen (alias Feminazis) deutlich stärker auf durch ihre Art und ihr Auftreten - und diese Sorte Idiotinnen geht den Leuten völlig zurecht aufn Keks. Und weil diese Sonderlinge eher gesehen und gehört werden als echte Feministinnen, denken recht viele Leute beim Begriff "Feminismus" eben an diese militanten und idiotischen Hardlinerinnen. Das ist auch diese Sorte, die Rosinenpickerei betreiben wollen - mehr Rechte für Frauen, aber bitte keine neuen Pflichten. Und in ihrer Idiotie merken die nicht mal, dass sie dem echten Feminismus dabei absolut keinen Gefallen tun.

Wenn du solchen "Frauen" bisher noch nicht begegnet bist - hoffe, dass es so bleibt!


Wenn Du für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung beider Geschlechter bist, dann hat das mit "Feminismus" nichts zu tun, denn diese Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort "femina" ab, und das bedeutet auf deutsch "Frau".

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 02:26

Feminismus ist dafür da, die Frau auf die gleiche Stufe zu bringen wie den Mann. Nicht die Frau über den Mann zustellen (nur das verstehen so einige nicht und es gibt ernsthaft immer noch Menschen die denken, dass Feminismus die Frau besser darstellen will und die Männer komplett verteufelt xD)

Das war früher ganz und gar nicht der Fall, mittlerweile aber sind wir schon paar Stufen höher. Und wie gesagt spreche ich NICHT nur für Deutschland - sondern für alle Länder. Und in so einigen Ländern sind Frauen noch ganz tief unten, und wenn WIR nichts tun, wer soll es dann tun?

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Kommentar von Herb3472
07.11.2016, 03:20

@thisgirl: es gibt wie bei allem auch beim Feminismus verschiedene Spielarten. Und wer bitte sind "WIR"? Ich bin sehr wohl für die Beseitigung von Missständen. Aber ich halte nichts von missionierenden Heilsbringern und Heilsbringerinnen, die in ihrem "Sendungsbewusstsein" glauben, die Welt im Sinne ihrer eigenen Ideale und Ideologien verändern zu müssen. "Muss nur noch schnell die Welt retten", oder wie?

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Weil Feministen sich halt in erster Linie für die Rechte der Frau einsetzen und hier, Sexismus den Männer erleben, oft unter den Teppich kehren und es da teilweise auch sehr radikale Gruppen gibt.

Ich tu mir mit dem Begriff Feminismus auch ein bisschen schwer, obwohl ich wirklich für Gleichberechtigung bin, aber ich habe eben das Gefühl, dass es vielen Feministinnen nicht um die Rechte der Menschen geht, sondern die Frau im Mittelpunkt steht.

Das merkt man z. B. daran das darüber nachgedacht wurde die Nationalhymne von Österreich von "Heimat bist du großer Söhne" in "Heimat großer Töchter, Söhne" zu ändern. Dafür haben sich die Feministinnen stark gemacht und es wurde auch geändert. Dass man hier z. B. völlig auf transsexuelle Menschen sch... wird klar, wenn man kurz darüber nachdenkt, denn sonst hätte man ein "Heimat bist du großer Menschen" gefordert, das wurde aber nicht getan, weil das Töchter wichtiger war.

Humanismus ist da wirklich was anderes, weil er auf alle Menschen schaut und nicht die Frauen bevorzugt.

Kommentar von Ottavio
07.11.2016, 10:20

Hallo Neun 188, Du sprichst von "Sexismus den Männer erleben" ?

Was ist eigentlich "Sexismus"? Zweifelsfrei eine Kampfvokabel der Feministinnen. Und die definieren sie immer wieder um, immer neu. Enn Du sie googlest, findest Du im "Wörterbuch des Feminismus" die neueste Definition. Danach ist ganz klar, dass Sexismus nur von Männern ausgehen und nur von Frauen erlebt werden kann. Per Definition.

Ist das nicht schön ? Männer können gar keinen Sexismus erleben. Das Problem ist gelöst.

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Das sind Männer die um ihren Status fürchten. Sie sind damit aufgewachsen ständig bevorzugt zu werden. Sie kennen es gar nicht anders, als dass sie das "bessere Geschlecht" sind.

Wenn jemand sich immer als etwas Besseres gefühlt hat, tun Sätze wie "ihr seid genauso viel wert wie wir" ziemlich weh. Denn es ist aus deren Sicht eine Abwertung. Vorher waren sie mehr wert, jetzt nur noch genauso viel.

Kommentar von andydas666
09.11.2016, 20:13

Nein!  Frauen werden in der Schule bevorzugt . das wurde wissenschaftlich bestätigt!!!   

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Weil Feminismus nicht alles einbezieht. Humanismus ist was wir brauchen. Den Menschen als Mensch betrachten und nicht einzuteilen in männlich und weiblich.

Also das begründet nicht den Hass gegen Feministen und Femistinnen, aber ich denke viele sehen es deswegen als zu kurz gedacht an.

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 01:59

Genau das vertritt ja auch Feminismus. Feminismus ist einfach dafür da, um die Frau in den gleichen "rang/level" zu bringen wie den Mann. Denn das ist eben nicht der Fall und es kommt wirklich immer noch vor, dass Frauen oder die Wörter von einer Frau nicht ernstgenommen werden. Oder dass man bei Vergewaltigungen immer noch versucht die Fehler bei einer Frau zu suchen. Oder das eine Frau sich rechtfertigen muss, dass sie "nicht mainstream und dumm" ist, weil sie sich viel schminkt und paar Schönheitsoperationen hinter sich hatte. All das IST EBEN ALLTAG.

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Ich sage auch das man Feminismus noch braucht, aber es gibt halt auch viele sogenannte "Feminazis" die sagen man ist sexistisch sobald man ein Mann ist. Und das regt alle auf! Aber Feminismus ist ansich nichts schlechtes.

Das Problem ist vor allem der deutsche "Emma" Feminismus, den man auch "Schwarzerismus" nennen könnte. Da werden die Justizirrtümer bei Sexualdelikten zu unvermeidbaren Kollateralschäden, wenn Männer betroffen sind. Da gab es PorNo und die Antipenetrationskampagne - das hatte wohl auch eine antiheterosexuelle Komponente.  Das war alles nicht sonderlich geneigt die Akzeptanz speziell bei Männern zu erhöhen. Laurie Penny und generell den angelsächsischen Feminismus finden viele Männer nicht schlecht - aber da wird auch nicht dem Männerhass gehuldigt wie das in Deutschland manches mal der Fall ist. Eine wirkliche Befreiung von den Geschlecherrollen will die deutsche Schule ja meines Erachtens auch nicht, sondern die Unterdrückung der Frau durch den Mann durch die Unterdrückung des Mannes durch die Frau ersetzen. Und dann driftet Alice Schwarzer in den letzten Jahren auch noch merklich nach rechts, was natürlich ihren Fanclub nicht unbeeindruckt lässt. 

Hallo meine Liebe,

ich stimme dir in jedem Punkt zu! Die bescheuerten "Argumente" der Neanderthaler kannst du ja hier wunderbar nachlesen... mir rollen sich da die Fußnägel hoch, einfach nur schaurig. Lass dich nicht unterkriegen! Die Mehrheit der Menschen ist viel vernünftiger, Umfragen auf Seiten wie dieser sind zum Glück nicht repräsentativ. :)

Kommentar von Etter
08.11.2016, 14:28

https://de.wikipedia.org/wiki/Neandertaler

Leute als zurückgeblieben beleidigen wollen und dabei das Wort falsch schreiben.

Gleichzeitig hast du es immerhin auch nicht geschafft die Frage zu beantworten.

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Es gibt einfach richtig viele Feministen die einiges zu weit treiben und dann aus der Masse herausstechen und schlechte Vorstellungen bei der Bevölkerung hinterlassen... siehe "Hugh Mungus"

und ich verstehe deshalb nicht woher der Hass gegen Feminismus kommt

Das ist die Angst der Männer um ihre Privilegien. Sonst nichts.

Richtige Männer

übrigens haben vor starken Frauen keine Angst.

Man redet von überzogenen Forderungen. Aber die Forderungen der Frauen waren in Männeraugen stets überzogen und es gab Geschrei und Wutgeheule. Das war vor 100 Jahren der FAll, als Frauen wählen durften. Die ersten Gymnasiastinnen wurden angefeindet, die ersten Ärztinnen, die ersten Pilotinnen, etc... etc..etc... Immer waren die Forderungen angeblich überzogen, weil viele Männer halt Angst um ihre Privilegien haben.

Sie kämpfen mit allen MItteln und Seilschaften dagegen an.

Kommentar von thisgirl0
07.11.2016, 14:57

Genau so ist es! Ich will echt nicht den "Mann" verteufeln, aber mal im Ernst, WANN hatte es der Mann jemals in der Geschichte, seit Menschen überhaupt existieren, so schwer wie eine Frau? NIE!

@Trumpkin zB schrieb unten noch dass wir ohne Männer nichts wären, weil wir eben "nichts können" und dumm sind. Woran das wohl liegt?! Wir hatten nie so viele Rechte, wir durften nie mitentscheiden und hatten das zutun und lassen was der MANN uns befohlen hat! Woran das wohl jetzt liegen könnte wieso Frauen und auch schwarze und alle die anders sind, in der Geschichte fast nie vorkommen, sondern nur die weißen Männern, unsere "Helden"..?!

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Kommentar von Etter
08.11.2016, 13:53

"Das ist die Angst der Männer um ihre Privilegien. Sonst nichts."

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/10-Jahre-Piratenpartei-vom-Entern-Gendern-und-Kentern/Re-Was-ist-mit-radikale-Feministinnen-gemeint-kwt/posting-29179967/show/

Jup. Das hört sich nach Gleichberechtigung an >_>

Vll. sollte man mal verstehen, dass viele Leute eben aufgrund solcher Forderungen den Feminismus nicht mehr ernst nehmen. Davon mal ganz ab, dass das Wort Gleichberechtigung im Allgemeinen sinnvoller wäre, da sich nach z.B. Wikipediadefinition der Begriff Feminismus nur mit der Gleichberechtigung der Frauen beschäftigt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus

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Ich bin der Meinung dass wir in dieser Gesellschaft immer noch Feminismus brauchen

Es gibt solchen und solchen Feminismus. Die guten Teile davon brauchen nicht wirklich einen so vergifteten Begriff als Überschrift :-)

und dass immer noch Sexismus herrscht.

Ich bestehe darauf, dass ich und im Grunde alle meine Freunde keine Sexisten sind. Auch keine Rassisten. Das Problem ist: Früher waren viele Leute und viele Gesetze offensichtlich sexistisch, und diese Einstellung war nicht mehr zeitgemäß. Reste von selbstbekundetem, offensichtlichem Sexismus findet man heute noch- aber da es auf dem Gebiet große Fortschritte gegeben hat, die "Ideologie des Feminismus" (ich weiß, unzulässige Verallgemeinerung) jedoch weiter besteht, werden immer feinere und feinere Dinge als sexistisch angesehen und bisweilen angeprangert. Dazu wird der "Sexismus der Gesellschaft" mehr und mehr auf der systemischen Ebene vermutet (teils auch zurecht). Das steht aber in einem Missverhältnis zu der Macht des Begriffes "Sexismus", Menschen zu beschämen. Und das stößt mich ab. Ich bin KEIN Sexist. Ich bin auch kein Rassist, wenn diese Begriffe noch irgendwas bedeuten sollen. Aber diese Aussage allein werden dir Manche als sexistisch und rassistisch auslegen, weil es ja nicht um den guten Willen geht sondern um das Checken der eigenen Privilegien...

Die Antennen sind so fein geworden, dass man Leute, die eigentlich im selben Boot sitzen unnötigerweise abschreckt.

Ich als Feministin stehe für Frau UND Mann, einfach für Menschenrechte an sich.

Ich will aber nicht, dass sich die Beschäftigung mit der sexistischen Benachteiligung von Männern "Feminismus" nennt. Der Begriff ist vergiftet durch nicht seltene männerfeindliche Bestrebungen aus dem feministischen Lager.

damit ist nicht nur Deutschland gemeint sondern die ganze Welt, vor allem Länder wie Afghanistan, Indien usw

Nicht NUR Deutschland, sondern nebenbei auch Afghanistan? Für mich ist einer dieser beiden Staaten vorwiegend nicht sexismusfördernd. Welcher wohl? Wie kann man den gigantischen unterschied übersehen? Mission creep.

Es gibt sicher welche die damit sehr extrem umgehen, ja, aber genauso gibt es doch welche die zB mit dem Islam extrem umgehen und für den Islam Menschen töten. Sind jetzt alle Muslime schlecht? Passt das ernsthaft in "eure" Logik? Wieso und weshalb ist man gegen Feminismus, wenn diese Menschen doch einfach für Freiheit und für Menschenrechte stehen?

Netter Vergleich :-)

Die Grundlagen des Islam sind falsch.

Die Grundlagen des Feminismus sind aus meiner Sicht ebenso falsch.

Moderate usformungen von beidem sind völlig ok.

Also wenn das die Feministen sind die gegen Männer sind,kurze Harre tragen,keine kinder wollen,Männer das antun was die Männer früher gemacht haben mit den Frauen,wundert es mich nicht,und vergesse nicht Natur hat Mann und frau Unterschiede gegeben damit wir unterschiedlich sind,wir brauche  keinen halben möchtegern mann der versucht keine frau zu sein. ich könnte mir auch mit so einer frau weder kinder noch sex oder eine Beziehung vorstellen, ich schatze lieber die weiblichen Merkmale an Frauen,Lange harre weibliches Eigenschaften,Treue frau und Mutter,und mit im Haushalt helfen so wie kochen und backen können, und selbst viele Frauen wollen lieber das,die zeit haben um sich um die kinder kümmern zu könne als noch arbeiten zu müssen,andere Länder wollen keine Emanzipation,unterhalte dich mal mut Russinnen,die lachen unsere Frauen aus weil es schon halbe Männer sind und keine ehre haben frau zu sein.

Du solltest vielleicht mal zwischen Feministen  und Frauenrechtler unterscheiden. Ersteren sind mir ein wenig zu Militant. Im Handeln und im Denken.

Du hast aber im Grunde schon recht. Alle Menschen sollten gleichwertig sein.

Kommentar von lupoklick
03.12.2016, 16:21

genau!!!  --- gleichermaßen wertvoll, aber nicht "gleichgemacht "....

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