Die Essigsäurebakterien tolerieren nur eine bestimmte Konzentration der Essigsäure, wird diese überschritten, sterben diese Bakterien. Im Endeffekt gibt es eine maximale Konzentration, die man erreichen kann, die unter der konzentrierten (100%) Essigsäure liegt. Hängt wohl auch von dem Stamm an Bakterien ab, die man verwendet.

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Das ist nur eine zufällige (und gar nicht mal exakte) Ähnlichkeit.

/ˈoːðinː/ (altnordisch Odin)

/ɐˈdʲin/ (russisch odin, eins)

Die Betonung ist anders, der Vokal in der ersten Silbe auch.

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Es gibt mind. 2 Arten des ch (eigentlich noch mehr, wenn man stimmhaft/stimmlos auch noch betrachtet, dann kommt man auf 4, wobei die Schreibweise "ch" eher selten ist). Der Laut in Bach ist anders als der Laut in ich.

Das ch in Bach ist ein stimmloser velarer Fikativ. Im Niederländischen (und in deutschen Dialekten) gibt es den stimmhaften velaren Frikativ.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhafter_velarer_Frikativ

Das ch in ich (der Ich-Laut) ist ein palataler Frikativ.
Und zwar ein stimmloser. Dieses ch wird deutlich mehr "vorne" im Mundraum (am Palatum) gebildet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_palataler_Frikativ

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen

Der palatale Frikativ scheint etwas seltener zu sein, ihn gibt es aber auch z.B. im Irischen und Neugriechischen.

Wenn Russen Deutsch sprechen, nutzen sie oft den velaren (statt des palatalen) Frikativ(s), das hört man in Wörtern wie ich, mich usw. Andere Akzente schieben das ich nach "isch".

Schweizerdeutsch nutzt oft die Kombination k+ch (velar), etwa auch in "Weckli"
(etwa "Wekchli" gesprochen, wenn ich das mal so ohne IPA schreiben darf).

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Nö, ich denke nicht. Die Frage passt übrigens zu mir: meine Mutter stammt aus dem Rheinland, mein Vater aus dem Saarland. Das war also sehr friedlich damals. :)

Das Saarland hat mal 1954 gegen Deutschland im Fußball verloren (vor dem Wunder von Bern). Damals gehörte das Saarland noch nicht dazu, erst nach einer Volksabstimmung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1954/Qualifikation#Europa_/_Afrika_/_Vorderasien

Das war in der Qualifikation. Deutschland gewann diese Qualifikation, das Saarland nicht. Naja, war ja auch deutlich kleiner. :)

Ich bin 1970 geboren, da war das Saarland schon lange offiziell Deutschland (aber mein Vater ist 1935 geboren).

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Marmelade

Marmelade ist normal, aber in Schwaben ist daneben auch Gsälz üblich.
Breschdlingsgsälz ist Erdbeermarmelade.

(Interessanterweise passt dies zu schwedisch sylt, en syltmacka ist ein Brot mit Marmelade drauf).

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Wenn ich in Schweden bin und Finnisch im Radio höre, erkenne ich das sofort.
Schwedisch verstehe ich (nach über 5 Jahren Beschäftigung mit der Sprache) einigermaßen, Finnisch verstehe ich fast nicht.

Finnisch hat eine harte, sehr präzise Artikulation (p,k,t). Die Tendenz zu diesen harten Konsonanten ist deutlich. Statt "bulle" (schwed.) sagt man "pulla", statt "Bank" "pankki". Die Sprache ist vokalreich, unterscheidet lange von kurzen Vokalen (also yy von y und öö von ö). Diphthonge sind häufig (z.B. käydä).

Sellaisia komeita kukkuloita et tapa koko maailmassa. (viele k!)
(So schöne Hügel findest du auf der ganzen Welt nicht)

Auch wenn Finnen Schwedisch sprechen, sprechen sie es ziemlich "hart" aus, aber durchaus deutlich.

Ungarisch hört sich deutlich anders an. Bei Sámegiella (Samisch, Sprache der Lappen) habe ich eher den Eindruck, eine ungarische Phonetik herauszuhören.

Gesungen hört sich Finnisch z.B. so an (suomalainen tango, finnischer Tango).

Oi, jospa kerran sinne Satumaahan käyda vois.

O, wenn ich doch nur einmal nach Satumaa gelangen könnte.

Lennä laulu sinne lailla linnun liitävään (viele l, das ist Absicht, man nennt dies Alliteration, Stabreim, wie in alten deutschen oder germanischen Liedern nutzt man dieses Stilelement). Auch die Kalevala hat viele dieser Elemente.

Flieg Lied, dorthin, wohin dich das Gleiten des Vogels trägt.

https://www.youtube.com/watch?v=m7LH2cr6tgc

Finnisch hat auch kurze und lange Konsonanten (man hört am Konsonanten den Unterschied n und nn oder l oder ll, die Zunge ist bei den langen Konsonanten länger in Aktion).

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Gegen einen menschlichen Gegner verlieren

Kommt natürlich an, gegen wen man verliert. Wenn ich gegen einen Großmeister verliere (habe schon gegen ein paar gespielt, sogar einmal in einer regulären Partie ein Remis bekommen, im Simultan gab es ein weiteres Remis), ist es natürlich weniger schlimm als gegen einen nominell schwächeren Gegner.

Natürlich verliert man heutzutage gegen Computer, die Zeiten sind schon lange vorbei, als man noch gegen Fritz 1 oder so gewinnen konnte.

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Das liegt in Polen, und zwar im Süden, gar nicht weit von Tschechien entfernt.
Die Stadt heißt heute Oświęcim (Aussprache etwa "Osch-fjéntschim" mit Betonung auf der zweiten Silbe).

KZs gab es auch im benachbarten Tschechien (z.B. in Theresienstadt).

https://de.wikipedia.org/wiki/O%C5%9Bwi%C4%99cim

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Trier

Ich bin etwas südlich von Trier aufgewachsen (ein gutes Stück östlich von der Saarschleife). Trier hat viele sehr alte Bauwerke, die sehenswert sind (Porta Nigra, romanischer Dom, gotische Kirche direkt daneben, etliche römische Bauwerke wie die Thermen).

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Vielleicht haben die Angst davor, dass du sie schwul nennst (in Köln) oder spießig.
Kaum in Deutschland geboren - zack - schon spießig. Zumindest nach deiner sicher extrem unspießigen (aber auch unspaßigen) Vorstellung. :)

Ja ok, dann bin ich halt spießig. Irgendein Hobby muss man ja haben.
Da kann man auch nix dafür, wo man geboren ist.

Kann man diese Unspießigkeit lernen? So wie beim Jodeldiplom vielleicht.

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Wir sind sogar zur Freiheit verurteilt.
Oft wären wir gerne unfrei (das passt recht gut zu den Religionen: wir unterwerfen uns freiwillig Regeln, die uns beschränken), nur: wir spüren, dass wir frei sind.
Blöd, denn das macht uns verantwortlich.

Ich habe mir mal wieder Schrammen ins Auto gefahren.
Wäre ich unfrei, könnte ich lässig sagen: naja, das war unvermeidlich (eine zwanghafte Fügung des Kosmos). Aber da ich frei bin, sehe ich ein: ich habe es verbockt (durch Unaufmerksamkeit). Tja, war mein Fehler.

Wer es nicht erträgt, etwas verbockt zu haben, stellt sich selber unfrei: der Teufel wars, war halt Pech, war der Determinismus des Kosmos usw.

Wer es nicht erträgt, schwierige Entscheidungen treffen zu müssen, jammert über die angeblich nicht vorhandene Demokratie (heute wieder auf GF zu lesen!). Wer sich selber zum Opfer der Umstände macht, macht sich unfrei, hat aber einen Bonus: "er war es nicht" (es waren die Politiker, die Umstände, die Wähler der Partei XY, die Konzerne usw.).

Freiheit ist nicht so positiv, wie man vielleicht denken würde. Freiheit ist für manche Menschen eine Last (es ist dann bequemer, Opfer zu sein, weil man dann nichts für die Misere kann).

Praktisch jeden Tag kann man hier auf GF lesen, wie recht Sartre damit hatte.

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In Deutschland gibt es sehr viele Dialekte (die kenne ich auch nicht alle).
Hier mal aus dem nördlichen Saarland (in der Nähe von Luxemburg):

Freckert = frecher Mensch, Frechdachs
Bankert = uneheliches Kind
Meffert = unfreundlicher Mensch
de Flemm hann = keine Lust haben
de Freck hann = eine Erkältung haben
luu mol = schau mal
loo = dort
sier = schnell
eich gääf = ich würde
noopisch = dem Nachbarn zugehörig (z.B. de noopisch Katz)
de Kehr = die Kurve (z.B. der hott loo de Kehr net kriet)

Das ist aber in den meisten anderen Teilen Deutschlands so nicht üblich. :)

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Eine Beidnennung ist nicht wirklich neu und kann durchaus manchmal sinnvoll sein.
Unter Beidnennung verstehe ich "Schülerinnen und Schüler". Aber ich sehe das nicht als sturen Formalismus an, man nutzt dies, um Missverständnisse auszuräumen. Man muss das nicht zwanghaft machen, ich bin eher dafür, dies mit gesundem Menschenverstand einzusetzen.

Sternchen mag ich persönlich nicht so (außer am Nachthimmel). :)

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Ist LGBTQ, Feminismus, Krieg, Klimaschutz, Flüchtlinge, Cancel Culture, zu viel für die Psyche der Menschen?

Hat es Auswirkungen auf die Psyche eines Menschen, wenn ständig an ihn appelliert wird oder er ständig ermahnt wird, ohne Schuld oder wirklichen Einfluss zu haben?

Wir leben in einer Zeit in der die Minderheiten die Gesellschaft anführen. Zumindest moralisch und politisch. Was fängt ein unschuldiger Mensch damit an, wenn ihm LGBTQ oder Feministinnen dauerhafte Belehrungen aussetzt, von offensichtlich bis feinst subtil in Gay Dating Shows, Talkrunden etc.? Was fängt ein Mensch damit an, der von Umweltschützern dauerhaft ermahnt wird, auch wenn er vielleicht garkein Auto hat? Ihn extreme persönliche Sorgen plagen? Er selber nicht wüsste, wo er großartig Energie einsparen könnte in seiner bescheidenen Existenz.

Was macht es mit der Psyche eines liebenswerten aber einfachen Menschen, wenn er dauernd konfrontiert wird, dass es Rassismus gibt? Oder Mobbing? Formuliert in einer Art Vorwurf an ihn oder sie. Er/Sie aber soetwas nie jemandem angetan hat.
Oder Kriege, die von einzelnen beschissenen Personen ausgehen. „Was kann ich nur tun mit diesem Wissen, dieser Belastung“ geht in ihm vor.

Schleppnetze in denen Haie und Delphine verenden. Oder Mikroplastik in unseren Meer. Aber man wohnt nicht in der Nähe eines Meeres. Und trennt Müll so gut man kann. Wählt seine seltene Fischmahlzeit mit Bedacht. Dennoch geht das „Tonband der Ermahnungen“ unerlässlich weiter und weiter…

Wir gehen jetzt mal nicht davon aus, dass er die Medien „ausschaltet“. Sondern dass er/sie ganz normal am gesellschaftlichen Leben teilnimmt.

Was macht das alles mit der menschlichen Psyche?

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Andere Meinung:

"Was fängt ein unschuldiger Mensch damit an, wenn ihm LGBTQ oder Feministinnen dauerhafte Belehrungen aussetzt."

Da musste ich etwas schmunzeln. Das unschuldige Opfer, dass da doch glatt z.B. eine bunte Fahne mit ansehen muss. Oder es stolpert beim Lesen einer Zeitschrift doch glatt über einen feministischen Beitrag. Da hält sich mein Mitleid ein klein wenig in Grenzen, zumal man diesen Dingen entweder leicht entgehen kann (man liest was anderes) oder diese eher harmlos sind (er hat eine Regenbogenfahne gesehen).

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass Feministinnen wie die Zeugen Jehovas von Tür zu Tür ziehen und Zwangsbelehrungen machen.

Beim Thema Krieg kann ich dir durchaus folgen, nur ist das eben eine ganz andere Kategorie meiner Ansicht nach. Das "Leid" von LGBTQ-Gegnern ist kaum vergleichbar mit dem Leid von Kriegsopfern.

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"Selbstjustiz so regelt, das es sich im rechtlichen Rahmen ist,"

Das klingt nach einer contradictio in adiecto, entweder regelt man das selbst, oder im rechtlichen Rahmen, was impliziert, dass man jemanden hinzuzieht.

"Als Selbstjustiz (oder Eigenjustiz[1][2]) bezeichnet man die gesetzlich nicht zulässige Vergeltung für erlittenes Unrecht, die ein Betroffener im eigenen Namen selbst übt."

Das ist so etwas wie ein schwarzer Schimmel.

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Das geht mir eigentlich auch so. Ich bin kein gebürtiger Schwabe, aber ich passe mich allmählich dem hiesigen Dialekt an.

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