Völker die nicht an Gott, Götter oder Geister glaubten

28 Antworten

In der Vergangenheit ist das schlecht möglich, schließlich mussten sich die Menschen ja irgendwie ihre Umwelt erklären und - Pirahã hin oder her - mit Kontingenzfragen klarkommen. Die Frage müsste also lauten, ob es möglicherweise in Zukunft Völker geben könnte, die nach Charles Taylors Säkularisierung 3.0 funktionieren könnten, bei denen also Religion keine Rolle spilet. Momentan sieht es jedenfalls nicht danach aus. Ganz im Gegenteil spricht man eher von der Rückkehr der Religionen. Der Mensch kann halt nicht aus seiner Haut.

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Ganz im Gegenteil spricht man eher von der Rückkehr der Religionen.

Wer spricht von sowas? Der Großteil aller Menschen gehört zu den Agnostikern. Es gibt immer weniger Gläubige, dafür werden die Gläubigen immer fanatischer, was den Anschein erweckt, es gäbe mehr Gläubige.

Der Weg, weg von Religion und hin zur Realität ist schon lange im Gange, und das ist auch gut so. Denn Religion spaltet die Menschen.

WiIlst du meine Prognose hören?

Es wird noch zu einem großen Krieg zwischen Islam und Christenheit kommen, der aber nocht von den Religionen, sondern von der Politik künstlich generiert wird. Religionen werde sich dann gegenseitig aufs übelste bekämpfen, bis einer gewinnt. Alle anderen Menschen werden sich dann gänzlich von Religion trennen, weil sie diese Grausamkeiten sehen. Dann werden sie Religion beseitigen!

Das wäre sicher dann eine bessere Welt. Denn Religion hat dem Menschen immer nur geschadet und ist für den Großteil aller Kriege verantwortlich!

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Nein, die gibt es nicht. An irgendwelche Götter oder Geister glaubt jedes Volk. Gerade Menschen, Völker, die keine wissenschaftliche Erklärung für Naturphänomene oder Schicksalsschläge haben, glauben daran, weil sie sie diese Phänomene erklären wollen.

Dann wird das Gewitter oder die Sonnenfinsternis von einem Gott gemacht. Jahwe, Allah, Brahma oder Manitu.

Angst beflügelt die Phantasie, und vor den großen Kulturen hatten die Menschen viel Angst, weil sie vielen lebensbedrohlichen Unwägbarkeiten ausgesetzt waren. Der Atheismus ist eine sehr späte Ausprägung einer fortgeschrittenen menschlichen Kultur. Er setzt eine ganze Reihe empirischer Erfahrungen voraus und wissenschaftliche Interpretationen der Welt, die uns im Umgang damit auch immer wieder bestätigt werden. Man muss auseinander halten, dass jemand wie Sokrates bezichtigt wurde, die Macht des herrschenden Klerus zu untergraben, auch wenn er an "Göttliches" glaubte, oder ob ein Philosoph, der wie Epikur ausdrücklich die Existenz von Göttern nicht bestritt, dennoch von allen Religiösen als Atheist geschmäht und von den Christen sogar mit wildem Hass und Verleumdung verfolgt wurde. Negativ wurde ihm angekreidet, dass er Göttern einen dirketen Einfluss auf das Weltgeschehen absprach, was dem Klerus und den ihnen verbundenen Mächtigen die Möglichkeit nahm, Menschen mit Angst zu manipulieren. Positiv machte Epikur geltend, dass Menschen "Innenprojektionen" der Hoffnung, der positiven Erwartung gegen alle schlechte Erfahrung brauchen, um einen Lebenssinn aufrecht zu erhalten, die sie sich in personifizierter Form als Götter oder Gott vorstellen. Feuerbachs Projektionstheorie trifft diese Gedanken nicht 100prozentig. In Zeiten der "Verwissenschaftlichung" flüchten sich Menschen dann in abstrakte "Ismen", an die sie ihre Hoffnung und die Rettung der Welt anhängen.

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Könntest du das allgemeinverständlich formulieren? Bitte.

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@geschoepf

Gerne, wenn Du mir sagst, was Du davon näher erläutert haben möchtest.

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Der Atheismus ist eine sehr späte Ausprägung einer fortgeschrittenen menschlichen Kultur.

Das ist eine sehr komische Eigendefinition, die nichts mit Atheismus z utun hat.

Atheismus ist der natürliche Zustand jedes Menschen von Geburt an: Glaubenslosigkeit!

So wie jeder Mensch als Nichtraucher auf die Welt kommt, muss man ihm erst eine Zigarette reichen, bevor er sie ablehnen kann und somit bewusst zum Nichtraucher wird bzw, einer bleibt. JEder Mensch ist solange Atheist, bis ihn jemand mit einem Glaubensmdodell konfrontiert. Dann entscheidet er sich zum Glauben oder zum Nichtglauben.

Er setzt eine ganze Reihe empirischer Erfahrungen voraus und wissenschaftliche Interpretationen der Welt, die uns im Umgang damit auch immer wieder bestätigt werden

Das ist falsch. Atheismus setzt rein gar nichts voraus, da es ein passiver Zustand ist, den niemand erlangen kann, sondern von der Natur aus hat.

In Zeiten der "Verwissenschaftlichung" flüchten sich Menschen dann in abstrakte "Ismen", an die sie ihre Hoffnung und die Rettung der Welt anhängen.

Hat aber nichts mit Atheismus zu tun!

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@wildcarts

@wildcarts

Jetzt übertreibst Du ein wenig. Soweit Kinder noch kein abstraktes Verständnis haben und keine bildliche oder abstrakte Vorstellung von Welt, in die sie erst kulturell hineinwachsen, ist es schon seltsam, bei Kleinkindern von "Atheismus" zu reden. Atheismus hat bei Dir in der Tat etwas mit "ISMUS" zu tun, das wird aus der ziemlich verqueren, krampfhaften Auffassung klar.

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