Woran glaubt ein Atheist?

44 Antworten

Hallo Ryder94,

Hi, dass ein atheist nicht an Gott glaubt is ja bekannt

Du hast dir die Frage bereits selbst beantwortet. Ein Atheist glaubt nicht an Gott. Sein Glaube besteht darin, dass es keinen Gott gibt.

Damit ein Atheist, die Existenz eines Gottes bestreiten kann, muss er glauben, dass es keinen Gott gibt.

Und ja, jeder Mensch glaubt irgendwas. Der Mensch glaubt das er exestiert. Das er zB in einem bestimmten Land wohnt oder auf der Erde. Das die Wiese grün ist.

Natürlich werden einige nun behaupten das ist Wissen und nicht Glauben. Aber es gibt darin in Wahrheit keinen Unterschied. Denn wenn du daran nicht glaubst, oder denkst, dass jenes wahr ist, dann ist bloße Behauptung für dich und du könntest nicht sagen ich weiß. Wissen bedeutet nichts anderes, als wie ein festgestellter Glaube an Etwas.

Glauben = etwas für wahr halten

Glauben und Denken bilden eine Einheit.

Wer als Mensch geboren wurde kommt automatisch mit dem Glauben in Berührung, hält irgendetwas für wahr und wenn es nur die eigene Nase ist.

Aber Glauben, etwas für wahr halten, an sich, ist nicht unbedingt mit dem, was mensch unter Religion versteht, gleichzusetzen.

Und ja selbst die Aussage ich glaub an nichts, heißt das jemand, eben an nichts glaubt. Und wenn jemand sagt, ich habe keinen Glauben so bedeutet dies schlicht, dass jener glaubt, keinen Glauben zu haben.

Glauben ist eine Eigenschaft des Menschen.

Atheismus ist eine Philisophie des oberflächlichen Negierens auf Gott beschränkt. Sie verneinen die Existenz Gottes, aber alles Andere lassen sie stehen. Konstrukt über Konstrukt. Philosophie über Philosophie. Die gehen nur soweit, dass sie behaupten es gibt keinen Gott, aber den Rest glauben Atheisten schon, und stellen es nicht in Frage. Es ist auch noch der Versuchen eine Art Religion zu kreiren, nur eben ohne Gott. Zum Teil nützten sie die primitive Wissenschaft und zum Teil philosophische Gedanken. Die Existenz an sich , wird von den Atheisten, nicht in Frage gestellt. Auch das Denken an sich, stellen die Atheisten nicht in Frage.

Der Nihilismus geht da weiter, und negiert den Atheismus gleichfalls wie den Theismus und sich selbst dazu. Nichts ist nicht.

Der Atheist glaubt /denkt die Welt wäre eine bessere ohne Religion, doch er denkt nicht daran, dass er das Nichts nicht verstehen kann.

Lg, Stefan.

Das Unerklärliche bleibt unerklärlich!

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"Ein Atheist glaubt nicht an Gott. Sein Glaube besteht darin, dass es keinen Gott gibt."
Ich bin Atheist und ich denke bloß, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass es ein Gott gibt und der Mensch sich all zu gerne etwas vor macht. Deswegen glaube ich nicht, dass es ein Gott nicht gibt sondern lasse mich einfach auf den Wahnsinn ein. Wie soll jetzt dein offensichtlich verfänglichen und verhängnisvollen Schwarz/Weiß-Denken zu Grautönen stehen, die nun mal die Realität bereitstellt.

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Diese Frage ist unsinnig. Sie setzt voraus, dass ein Atheist aufgrund des Atheismus "glaubt", wogegen der Atheist nur eine Frage mit dieser Position beantwortet: Glaubst du an Gott? Nein!

Ein Atheist ist in erster Linie ein Mensch. Und ein Mensch glaubt möglicherweise an viele Dinge. Aber sein Atheismus begründet nichts, was er sonst glaubt, sondern schränkt nur die Dinge ein, an die er glaubt. Gott gehört eben nicht mehr zu dieser "Auswahl".

Wenn ein Atheist als Mensch an etwas glaubt, dann nicht wegen seines Atheismus, sondern wegen bestimmter Philosophien oder Ideologien.

Ich bin zum Beispiel methodischer Naturalist. Das bedeutet, dass meine Weltanschauung sich an der Natur die uns umgibt orientiert, wir durch Empirie und Erfahrung lernen können, wie sie funktioniert und im letzten Schritt in der Lage sind, diese Erkenntnisse für uns zu nutzen.

Ich bin zudem auch Skeptiker. Das bedeutet, dass ich nicht jeden Mist sofort glaube, sobald man ihn mir auftischt. Es ist eine rationelle, resourcensparende Herangehensweise für unser Gehirn erst dann an etwas zu glauben, wenn es ausreichend Belege dafür gibt.

Sowohl aus dem methodischen Naturalismus als auch aus dem Skeptizismus heraus, wird meine Position als Atheist begründet. Es ist also nicht so, dass ich als erstes Atheist bin und davon sich irgendetwas ableitet. Sondern meine methodisch naturalistische und skeptische Sichtweise führt mich zum Atheismus, indem sie Gott aus der Liste der zu "glaubenden" Dingen tilgt. Es ist also genau andersherum.

Und was soll ich dazu jetzt noch sagen?

Ach ja: Danke!

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Ich verstehe was du meinst. Aber ich finde, zu glauben, dass es etwas nicht gibt, ist auch ein "unbegründeter" glaube. Denn woher will man das wissen? Eine Bekannte von mir glaubt nicht an Gott, aber sagt, dass sie aber nicht wissen kann, ob es definitiv keinen gibt.

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@Schroggel

"Aber ich finde, zu glauben, dass es etwas nicht gibt, ist auch ein "unbegründeter" glaube"

Das kannst du finden wie du willst. Die Beweislast liegt bei demjenigen, der die Existenz von einem Gott behauptet. Der er/sie ist in der Pflicht Eigenschaften zu liefern, die man unter Test bringen kann.

Und solange das niemand schafft, habe ich überhaupt kein Problem damit mit dem Makel eines unbegründeten Glaubens zu leben, weil die andere Seite den Makel der fehlenden testbaren Gotteseigenschaften hat. Denn die Begründung meines Nichtglaubens ist damit verknüpft, dass bis heute nur Eigenschaften geliefert wurden, die als falsch oder nicht testbar identifiziert wurden.

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@oopexpert

Da gebe ich dir absolut recht. Aber es wäre fatal, falls es ihn gibt und man hat nicht dran geglaubt und hat alles für ein zufallsprodukt gehalten, obwohl die natur so harmonisch und schön ist. Man hätte es mehr gewertschätzt.

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@Schroggel

Es wäre JETZT fatal, wenn es einen Gott nicht geben und nach dem Tod nichts mehr für mich geben würde und ich mein ganzes Leben einem imaginären Freund gewidmet hätte.

Pascals Wette ist absoluter Blödsinn und dient meines Erachtens zur Verwirrung derjeniger, die nicht in der Lage sind dieses Argument ad Hoc zu erfassen und zu zerlegen. Es ist maximal ein Gedankenexperiment und schult unter entsprechenden Bedingungen das Gehirn, wie man eben NICHT argumentieren kann. Andere fallen einfach nur darauf rein...

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Das ist eine Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Im Gegensatz zum "Theisten", der an einen oder mehrere übernatürliche Wesen glaubt, tut dies der Atheist nicht. Hier wird es aber schon knifflig, da es unterschiedliche Anwendungen dieses Begriffs gibt. Es kommt auf den Bezugspunkt an. Zum Beispiel kann man Christen in Bezug auf Shiva, Ganesha, Zeus, Odin, Baal und Jupiter durchaus als Atheisten bezeichnen, da sie die Hypothese der Existenz dieser Gottheiten ablehnen. Dieser relative Atheismus gehört durchaus zum Definitionsbereich des Begriffs. Allerdings meint man in den meisten Fällen damit den absoluten Atheismus. Dass heißt, die Existenz einer oder mehrerer Götter wird geleugnet. Doch auch innerhalb dieser Gruppe gibt es zahlreiche Unterschiede. So heißt "Atheist zu sein" erstmal gar nichts. Es ist weder eine Weltanschauung noch eine politische Idee. Stell dir einfach vor wie es dir bisher ergangen ist, seitdem du nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubst. Oder an die Zahnfee meinetwegen. Es bedeutet erstmal nichts. Atheismus bietet daher auch keine Grundlage für eine Weltanschauung. Innerhalb der atheistischen Community gibt es durchaus Menschen, die beispielsweise an Astrologie glauben oder anderweitig spirituell veranlagt sind. Tun Sie das nicht, bezeichnen sie sich oft als Naturalisten. Darüber hinaus gibt es noch Antitheisten, säkulare Humanisten, atheistische Agnostiker, religiös Indifferente uvm. Ich hoffe das hilft ein wenig weiter.

Allgemein denke ich ein Atheist glaubt an die Vernuft oder Rationalität. Aber da muss man unterscheiden zwischen eben dem Rationalen Atheismus wie z.B. von Bertrand Russell der Gott als Fesselung der freien Intelligenz sieht, dem naturalistischen Atheismus von Feuerbach, der Gott als Wunschprojektion sieht, dem marxistischen Atheismus von Marx der Gott als Opium für das Volk sieht, sowie zwischen dem vitalistischen von Nietzsche, dem psychologischen von Freud und Fromm, wo Gott als hoher Vater steht, der den Menschen immer entmündigt und seine Entwicklung hemmt, dem existentialistische von Sartre der den Mensch einfach nur in den Mittelpunkt rückt.

Insofern kann man sagen ist Atheismus die Leugnung der Existenz eines persönlichen Gottes/ Götter jenseits der erfahrbaren Welt. Eben das was er greifen, erleben, fassen kann. Mensche können auch ohne Glauben leben, so wie es Atheisten eben tun. Sie teilen einfach nicht die Glaubensauffassung der Gläubigen.

Denn jeder Mensch muss ja an was glauben.

Nein, muss er nicht. Zumal die Frage irrational ist, und nur Sinn machen würde, wenn Glauben sich auf was faktisch unnachweisbares bezöge, wie an etwas glauben das aber niemand überprüfen kann. An die Hoffnung wir er aber vielleicht dennoch glauben, denn obwohl sie eigentlich beinahe genauso unnachweisbar ist, bleibt sie dennoch in den meisten Menschen (ob Atheist oder nicht) vorhanden.

Ich Zweifel oft an die Vernunft :-)

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Ein Atheist glaubt das es 15Uhr ist wenn er das letzte mal vor gefühlt 10min um ~14:50 auf die Uhr geguckt hat.

Wenn er wissen will wie viel Uhr es genau ist schaut er nochmal nach , dann braucht er nichtmal mehr dass glauben sonder weiß es.

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