Was heißt "freier Wille"? Da muss man mindestens zwei Grundauffassungen auseinanderhalten. Einmal die Dualisten, die das Sein in zwei Hälften teilen, in Geist und Materie und für die Geist das leitende, das höhere Sein ist. In dieser Gruppe gibt es viele, die "freier Wille" als Unbegrenztheit ansehen und der Gipfel ist der Solipsismus, dass alles eh nur eine Schöpfung meines Ich ist. Die andere Gruppe sind die Realisten, die Naturalisten und Diesseitigen wie die Epikureer, für die das Sein nur eines in verschiedenen Ausformungen ist. Alles ist in Bewegung und miteinander verwoben, was nicht heißt, dass es streng aneinander gekettet ist. Für sie ist der "freie Wille" existent, aber nur relativ im Rahmen der Einbindungen als Teil der Natur und als Teil einer Gesellschaft. Erst in der Kalkulation, wie man mit den gegebenen Begrenzungen in der Lebensgestaltung umgeht, wird "freier Wille" wirksam und je größer, je aufgeklärter und größer unser Wissen über Welt und Gesellschaft ist. Epikureer waren Aufklärer, weil Unwissenheit unfrei macht im Spiel der Kräfte.

"Sittlich" ist ein gesellschaftlicher Begriff und bezieht sich auf den Umgang unter uns Menschen. Sittlich ist niemand für sich alleine sondern nur in Bezug auf die anderen Menschen. Was als sittlich gilt wird darum auch unter den Menschen ausgehandelt und bei Zuwiderhandlung sanktioniert. Da tauchen die gesellschaftlichen Grenzen auf. Sein Lebenskonzept in die gesellschaftlichen Gepflogenheiten geschickt einzupassen, ist eine Herausforderung für den "freien Willen". Die Relativierung des "freien Willens" taucht dann auf in den Ergebnissen der Erziehung, in den Erwartungen der Mitmenschen. Niemand lebt im menschenleeren Raum.

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Auch nach Schopenhauer, der ansonsten gerne Kant folgt, gibt es Determiniertheit nur in der Welt der Vorstellung. Urheber der Welt der Vorstellung sind aber wir selbst. Die Welt der Vorstellung ist bei den Urindianern eine andere als bei uns. Wenn aber unsere Vorstellung - die ja selbst in Hamburg unter den Hamburgern nicht eine einheitliche ist - Träger von Determiniertheit ist, ist nicht gesagt, wie weit diese Vorstellung handlungswirksam ist. Wer sagt nicht alles, er sei katholisch, und handelt doch anders als die anderen. Auf welcher Basis willst Du das Handeln der Individuen vorhersagen, und wenn nein, was ist dann die Vorstellung von Determiniertheit wert? Als arg strapazierte im Nachhinein Hineinspekulation?

Jetzt ist bei Schopenhauser der Grund der Welt der WILLE. Das ist ein schlecht gewählter Begriff, weil er mit unserem landläufigen Begriff von Wille nichts zu tun hat. WILLE stellt sich Schopenhauer vor als eine chaotische urwüchsig Grundkraft allen Seins. Da spielt viel Heraklit (panta rhei - alles ist in ständiger Veränderung) mir rein. Eher ist es so, dass der Mensch in seinem Bestreben nach Beständigkeit sich eine in klaren Gesetzen dauerhaft geordnete Welt erschafft, die aber immer wieder vom Wirken des chaotischen WILLENs durchbrochen wird. Da klingt das Absurde von Albert Camus an. Da gibt es keine wirkliche Basis für Determinismus. Die Welt als deterministische Vorstellung ist ein Trugbild des Menschen.

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Der Utilitarismus (welcher? Utilitaristische Einstellungen beginnen im Rahmen der engl. Aufklärung seit Hobbes) ist als grundsätzlich nicht religiös gebundene Werteinstellung und -orientierung passend zu unserem Grundgesetz, das die Trennung von Staat und Kirche und private Religionsfreiheit vorsieht. Jede religiös orientierte allgemein verbindlich gemachte Wertorientierung würde gegen das Grundgesetz verstoßen, was nicht ausschließt, dass im privaten Entscheidungsfeld private, religiös gebundene Vorschriften eingehalten werden können, wenn sie nicht gegen die allgemeinen Gesetze verstoßen.

Der Bundestag hat z.B. im vergangenen Jahr 130 Gesetze verabschiedet, die sich - nach Diskussion im Plenum - allgemein daran orientieren, dass sie dem Wohl aller Bürger des Landes dienen. Das ist eine utilitaristische Grundeinstellung. In der Diskussion, wie dieses Wohl der Bürger zu bewerten ist, diskutieren Abgeordnete mit unterschiedlichster privater religiöser Einstellung. Die staatlichen Gesetze, was man darf und was nicht, geben einen sehr umfassenden Rahmen für private Entscheidungen ab. Immerhin hat für 27% der Deutschen Religion gar keine Bedeutung mehr, für weitere 36% nur noch eine geringe. Die Menschen, für die Religion noch eine höhere Bedeutung hat, zerfallen ihrerseits in unterschiedliche Bekenntnisse.

Historisch ist der Utilitarismus entstanden in England im Rahmen der Demokratisierung und Profanisierung zur Zeit der Aufklärung. Davor waren Kirche und König (Feudalismus) von Gott als Herrscher erwählt und göttliche Gesetze ihrer Interpretation waren maßgebend. Nach der Demokratisierung standen die Volksvertreter vor dem Problem, eine nicht an religiösen Vorgaben orientierte Gesetzgebung zu formulieren. Der Utilitarismus war dann das philosophisch-ethische Ringen um Wertmaßstäbe ohne religiöse Bindung. Das war eine lebhafte Diskussion ohne festgeschriebene Dogmen. Die Kirchen, die immer mehr in Kooperation mit dem Adel (noch im 19. JH waren die meisten Kirchenfürsten Adelige) an Einfluss verloren, haben vor allem in Deutschland bis ins 20. JH um ihren Einfluss gekämpft und den a-religiösen Utilitarismus verunglimpft.

Die größte Stärke einer utilitaristischen Einstellung ist, dass sie in unsere bekenntnis-offene Zeit passt. Er ist die Grundlage jeder demokratischen Ethikdiskussion, die alle Bürger, ob religiös oder nicht, einschließen will. Der Utilitarismus ist undogmatisch und die in demokratischer Diskussion gefundenen Orientierungen sind so gut wie die Volksvertreter. Gute Volksvertreter machen gute Gesetze, schlechte eben nicht. Das aber ist Abbild der Wahl des Volkes.

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Manchmal ist es sinnvoll, Begriffe zu klären (z.B. mit Wikipedia). Das bewahrt vor Fehlschlüssen. So bedeutet "utilitaristisch" nicht, dass man den größten eigenen Nutzen wählt, sondern den größten Nutzen aller von der Wahl betroffenen. Rational bedeutet lediglich, dass man Vor- und Nachteile abwägt. Was man dabei allerdings als Vor- und Nachteile bewertet, ist eine Frage der zu Grunde gelegten Werte. Die können utilitaristisch auf das Wohl aller zielen, die können egoistisch nur auf den eigenen Vorteil zielen, die können altruistisch das Wohl Benachteiligter in den Vordergrund stellen, die können möglichst optimal die Erfüllung religiöser Orientieren umsetzen usw.. Alle diese wertgebundenen Ziele können rational verfolgt werden.

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In diesem Fall ist Wikipedia hilfreich. Wer war Protagoras? Wann hat er gelebt? Wer waren seine Zeitgenossen und was war das Denken seiner Zeit? Protagoras gilt als Musterphilosoph der Sophisten, zu denen inzwischen auch Sokrates gezählt wird. Er war knapp eine Generation älter als Sokrates und beide kannten sich wohl. Zwar ist Dein Satz als Aussage des Protagoras überliefert, doch haben wir nichts Schriftliches von ihm, und der Satz könnte von jedem anderen Sophisten - auch von Sokrates - stammen. Der dem Protagoras zugeschriebene Satz ist ein zu einem geflügelten Wort[7] gewordener Satz, der sogenannte Homo-Mensura-Satz. "Er lautet: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, dass sie sind, der nichtseienden, dass sie nicht sind.“[8] Sowohl die genaue Übersetzung wie die Interpretation dieses Satzes sind umstritten." (Wikipedia).

Die ersten Philosophen werden Naturphilosophen genannt, weil sie ergründen wollten, wie die Welt funktioniert. Der Homo-Mensura-Satz gibt eine Kehrtwende im philosophischen Denken an. Die Philosophen fragen jetzt nach dem Menschen und seinem Verhältnis zur Welt und vor allem untereinander und nach der Begründung ihrer Wertmaßstäbe. Sokrates ist ja geradezu berühmt dafür geworden, die Menschen mit seinen Fragen nach ihren Maßstäben genervt zu haben. Es ist ein bedeutender Fortschritt in der Erkenntnistheorie, dass nicht nach "wertneutralen" physikalischen, mathematischen und medizinischen Zusammenhängen gefragt wird, sondern nach den Wertmaßstäben, wie sie in der Gesellschaft wirken. Das war nicht unumstritten. Immerhin wurde Sokrates dieser Einstellung wegen zum Tode verurteilt.

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Dann lies mal Epikur, sowohl Original und wenn das gefällt noch den Lukrez "De rerum natura". Und zum Einlesen und Kennenlernen:

https://www.zeit.de/1999/27/Leben_wie_ein_Gott_auf_Erden

Epikur war übrigens kein Materialist, weil dieser Begriff eigentlich eine Verstümmelung ist. Materialist ist ein Begriff, der aus der dualistisch-idealistischen Auffassung des Platon und Anhänger mit der Unterteilung des Seins in Geist und Materie den Geist sozusagen abschneidet und Materie übriglässt. Darum kann man über Materialisten als die Geistlosen lästern. Für Epikur wie seine Vorgänger z.B. Parmenides war die Existenz eine einzige in unterschiedlichen Ausprägungen, wobei nicht eines "Herr" des anderen war. Geist und Materie sind nur Erscheinungsformen des wandelbaren Ganzen.

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Siehe Putin: Arbeiterkind von überzeugten Kommunisten. Selbst sozialistischer Funktionär. Umwandlung von Volkseigentum in Privateigentum. Milliardär und Machthaber.

Ob dieses Modell klappt, wenn Du jetzt in die LINKE eintrittst, kann allerdings niemand garantieren.

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Die einen nehmen es zur Kenntnis und ziehen ihre Schlüsse daraus. Die anderen machen krampfhaft die Augen zu vor dem, was da noch kommt. Ob sie sich mal, wie viele Deutsche 1945 fragen, hätten wir diese Katastrophe nicht kommen sehen können? Waren wir blind? Geschichte wiederholt sich nicht. Aber "sich blind stellen" hat immer negative Auswirkungen.

Was passiert an Kroatiens Grenze?

 VON ALEXANDER WALLASCH

An der Grenze zu Kroatien drohe ein „Grenzsturm“ zigtausender junger Männer u.a. aus Pakistan. Alle wollen nach Deutschland und Skandinavien. So jedenfalls berichtete die Zeitung Krone, fragte im österreichischen Innenministerium nach und erhielt von dort verstörende wie alarmierende Meldungen.

Wenn es nach der Zeitung Krone geht, dem österreichischen Pendant zur deutschen Bild, dann könnte in Kürze passieren, wovor Zuwanderungskritiker seit Jahren warnen und wofür sie von Befürwortern als Rechtspopulisten, als Nazis und Apokalyptiker geschmäht werden: Der Sturm auf die Festung Europa. Festung? Aber wo sind die Schutzzäume und Truppen, die diese Grenze schützen könnten?

Aktuell berichtet die Krone, die Exekutive sei besorgt, wenn an Kroatiens Grenze, nur 224 Kilometer von Österreich entfernt, „mehr als 20.000 Migranten auf die Chance eines Durchbruchs nach Mitteleuropa“ warten würden.

Hysterie? Alarmismus? Die Krone geht auch diesen Fragen nach und bespricht sich mit ausgewiesenen Experten, die Meldungen wie diese absetzen, die für die vollklimatisierten Wohlstandsohren vieler Europäer durchaus verstörend klingen sollten: »Ein Durchbruchsversuch von „mindestens 20.000 Migranten“ an diesem Grenzübergang Richtung Mitteleuropa könnte kurz bevorstehen.«, so Berichte direkt vom Schreibtisch des Abteilungsleiters im Innenministerium, von dort her, wo man laut Krone beste Beziehungen zum Balkan habe. Besonders kritisch sei die Lage im bosnisch-kroatischen Grenzgebiet bei Velika-Kladusa.

Das Vokabular ist dabei übrigens mindestens ebenso verstörend wie die Nachricht selbst, wenn dem Innenministerium Informationen von Verbindungsoffizieren vorliegen, die von bevorstehenden „Durchbruchsversuchen“ sprechen, als würde hier am Kartentisch eine aktuelle Frontstellung diskutiert.

Analysten der Gruppe III (Migration) im Innenministerium in Wien berichten gegenüber Krone davon, dass die Kroaten bereits Spezialeinheiten an diesem Übergang positioniert hätten. Aber die Lage wäre angespannter, weil nun andere Migranten kämen als in der Vergangenheit: „Jetzt kommen andere – keine Familien mehr, und es sind kaum noch Frauen dabei. 95 Prozent dieser Migranten, die da durchbrechen wollen, sind junge Männer.“

Auch seien unter den in Bosnien wartenden Zuwanderern keine Syrer mehr. Diese demnach aggressivere Zuwanderungswelle käme u.a. aus Pakistan „und es sind viele Iraner, Algerier, Marokkaner.“ Ihr Ziel sei Deutschland und wohl auch Skandinavien. „Die Migranten wollen nach Deutschland, weiter in skandinavische Länder. Österreich hat für sie mittlerweile einen zu schlechten Ruf.“ Ein abschreckender Ruf übrigens, den Merkel nie bereit war, durch politisches Handeln auch für Deutschland zu etablieren.

Noch bedrohlicher wirke die Lage übrigens auch dadurch, dass die Analysten im Innenministerium in Wien von besagten Verbindungsoffizieren erfahren haben, »die Versorgung dieser Menschenmassen sei „relativ gut geregelt“«. Einige Zuwanderer hätten Prepaid-Kreditkarten des UNHCR und der Unicef. Wie aber muss man sich so etwas vorstellen? Bekannt ist längst, dass die Flüchtlingslager der UNHCR solche Karten austeilen. Auch der Mehrwert ist bekannt, wenn nur noch registriert und direkt UNHCR-Leistungen abgerufen werden können. Aber was, wenn sich dieses System, wenn sich diese Lager mittlerweile als eine Art „System Karawanserei“ auf der Zuwanderungsroute nach Deutschland herausstellen sollte? Was, wenn der UNHCR hier Zuwanderung nach Europa nicht etwa verhindert, indem er Migranten versorgt, sondern durch diese ausreichende Versorgung fit macht für den Sprung nach Deutschland und vereinzelt auch nach Skandinavien. Eine Zwickmühle zwischen humanitärer Leistung und Zuwanderungsbeförderung.

Das Österreichische Innenministerium betont gegenüber Krone die Notwendigkeit, diesen Durchbruch zu verhindern, „damit dies nicht zu einem Signal für den Aufbruch weiterer zehntausender Migranten wird.“ Allerdings gibt es auch optimistische Töne, eine Lösung sei bereits gefunden: „Im November soll genau an dieser Grenze eine große Einsatzübung der Grenzschutztruppe Frontex stattfinden.“

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Weder gut noch unnötig weil nur vorrübergehend. Dafür sorgen sie selbst und die links-grünen Freunde durch Import einer deutlich frauenfeindlichen Kultur. Warte mal 25-30 Jahre, bis die in der Mehrheit sind, dann redet keiner mehr von Feminismus. Alice Schwarzer - die Urmutter der Feministinnen - hat es gerafft, aber auf die alte Kassandra hört keiner mehr.

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Das Anti-Judentum oder besser der Anti-Israel-Hass der arabischen Länder ist historisch und inhaltlich etwas ganz anderes als der Antisemitismus, der aus dem Christentum stammt und schon im Neuen Testament begründet ist "Sein Blut komme über uns", falls jemand die Stelle noch kennt. Dieser christliche Antisemitismus wurde dann von den Nazis wieder missbraucht und im Sinne ihrer Rassendoktrin umgewandelt zu einem völkischen Feindbild. Darin wiederum ist der Nazi-Antisemitismus dem Anti-Israel-Hass im Ergebnis ähnlich, wenn auch auf unterschiedlicher historischer Schiene. Verwunderlich ist, dass die jüdische Gemeinde selbst keine Unterschiede macht, weil sie lieber alte Ressentiments ausbeuten als sachlich zu differenzieren. In Frankreich ist die Haltung der jüdischen Gemeinde anders, da wird ja sogar Auswandern nach Israel empfohlen.

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Wenn es stimmt, und ich stimme dem zu, dass "vieles wurde durch ihn besser in Deutschland", dann machst Du Dir keine Freunde unter denen, die endlich auf den krachenden Zusammenbruch des bösen Kapitalismus hoffen, egal, wieviele Arbeiter es dann unter sich begräbt. Merke: Superlinke sind nicht für die Arbeitnehemer, Superlinke sind für den Zusammenbruch, damit sie sich endlich in ihrer erträumten Revolution austoben können, egal, wieviele Menschenleben diese kostet. Da fahren die Leute nach Thailand in Urlaub und die reden, wo es geht, die Verelendung herbei. Dass es den Arbeitnehmern gut geht, verhindert ihre Revolution und ihren Traum vom Sozialismus, auch wenn der krachend in sich zusammengefallen ist und vor allem die abhängig Beschäftigten unter sich begraben hat. Die Funktionäre waren obenauf. Die haben rechtzeitig vorgesorgt - siehe Putin.

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Weltfrieden?? Wie wäre es, wenn Du kleinere Brötchen bäckst und schaust, dass unser auseinander brechendes Land nicht in die nächste innerkriegerische Auseinandersetzung schlittert. Frieden ist auch dann gefährdet, wenn man in gandiosem Idealismus die Menschen überschätzt und zuviel von ihnen will. Ich bin jetzt 70 und muss nur mal rekapitulieren, wie das sich z.B. mit dem Frieden in Nahost entwickelt hat. Da stehen sie nach wie vor hasserfüllt einander gegenüber. Macht man den Fokus kleiner und schaut nur auf Jerusalem, und dort nur auf die christlichen Kirchen: Nicht einmal diese Friedensverkünder schaffen es, untereinander wirklich Einigkeit herzustellen.

Aus den Demos, an denen ich mal teilgenommen habe ist nicht wirklich etwas positives geblieben. Schon die Form ist ab- und ausgrenzend. Im Turnverein dafür sorgen, z.B. durch Vorstandsarbeit, dass wenigstens im Ort die Leute lernen sportlich und friedlich miteinander umzugehen, nicht mal das funktioniert wirklich. Das Gefühl für die Bedeutung eines Miteinanders im Verein und des für andere etwas tun, sogar weil es einem selbst etwas bringt, bröckelt. Dieses Problem haben nicht nur die Vereine. Das kennen die Parteien, die Kirchen - sich nicht binden wollen, überall mal nach Gusto reinriechen und wieder raus. Das schafft keine Basis für ein friedliches, gemeinsames Miteinander. Das schafft isolierte Interessenwahrnehmung und wenn diese aneinander geraten, Interessenkonflikte.

Die neuen Medien schaffen auch kein face to face miteinander. Die fördern Anonymität, mobbing und ein der Ausweichen vor der persönlichen Begegnung. Das sind alles keine Wege zum Frieden. Wirf einen nüchternen Blick morgends oder abends über das Nicht-Miteinander in der S- oder U-Bahn oder Bus. Fast nur noch jeder für sich. Friede beginnt mit Verständigung. Was willst Du weltweiten Frieden, denn die Verständigung im Bus bereits ins Hintertreffen gerät?

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Wird der momentane Hype der Grünen bleiben?

Die Gruenen sind momentan ziemlich im hype, und sind schon bald vom Stimmenanteil auf Volksparteienniveau. Dies liegt vor allem daran, dass die Partei immer mehr Menschen der konservativen Seite abfaengt, Gruen waehlen einfach "cool" und im Trend ist bei den Jugendlichen, welche sich ueber Politik nicht informieren und an der Hitze des diesjaehrigen Sommers, fuer welchen viele den Klimawandel die Schuld geben, ohne zu beachten, dass fuer die Trockenheit dieses Sommers und die Hitze ein Hochdruckgebiet verantwortlich war und nicht der Klimawandel.

Aber der ausschlaggebendste Grund fuer den momentanen Erfolg der Gruenen ist der Stimmenverlust der SPD. Die SPD war frueher die Arbeiterpartei, bzw die Linke Volkspartei. Aufgrund eines Rucks der Gruenen vom Oeko-Kram hinweg in die Volkspolitik, faengt die Partei viele Waehler der SPD und auch der CDU ab.

Doch wie lange wird sich dieser Hype halten? Haben die Gruenen wirklich das Zeug dazu eine Volkspartei zu werden? Schliesslich fehlt ihnen die Parteiinfrastruktur (wenige Mitglieder usw) und der damalige Hype um die SPD wegen Martin Schulz hat sich auch nicht sonderlich lange gehalten und nach ein paar Monaten zum erstarken der AfD gefuehrt (von "die AfD schaffts eventuell nichtmal in den Bundestag" im Mai 2017, wurden dann fast 13 Prozent nur 4 Monate spaeter).

Man darf zudem auch nicht vergessen, dass der Bundestrend in eine ganz andere Richtung geht, auch wenn die Umfragewerte etwas anderes behaupten, gibt es immer mehr Menschen, welche in die Konservative oder gar Rechte Richtung sich politisch bilden, und dies wird sich aufgrund der momentanen Migrationskrise nicht umkehren lassen.

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Das kann wohl noch eine Weile dauern. Da haben vor allem die Bürgerlichen versäumt, sich eine Rahmenorientierung zu geben und schwimmen ziel- und orientierungslos dahin. Sie haben vor allem den "Marsch durch die Institutionen" unterschätzt, der dazu geführt hat, dass links-grüne Meinungsdominanz in den Schulen, in den Medien und auch in den öffentlich-rechtlichen Anstalten (auch Justiz) sich breitgemacht hat. Noch dienen FDP und CDU als nützliche Idioten, bis auch sie wie die CSU das Brandmahl "rechts" erhalten und in die Pfui-Ecke gestellt werden. Wenn es im Wahlkampf schon reicht, "Gegen rechts" zu plakatieren, weil links hui ist und rechts pfui ohne jede differenziertere Argumentation, dann müsste klugen Bürgerlichen klar werden, dass sie ohne Kehrtwende sich selbst abschaffen.

Allerdings wird auch das zu Ende gehen, denn wie die Bürgerlichen setzen die Multi-Kulti-Grünen selbst die Pflanzen ein, von denen sie mal überwuchert werden. Die glauben doch nicht im Ernst, dass sie mal mehrheitlich von Moslems gewählt werden. Doch ist es Kaffeesatzleserei jetzt schon im Einzelnen anzugeben, welche Probleme sich auf dem Weg dahin noch zeigen werden. Da lauern so viele Problemfelder vom EURO angefangen über die Weltwirtschaft, das marode Geldwesen bis hin zu den Kosten der von den Grünen geförderten Völkerwanderung, dass man nicht sagen kann, welches uns als erstes überwältigt. Nebenbei, als Super-Vorschriften- und Nannypartei werden die Grünen das hauseigene Problem haben: Jede Vorschrift muss, wenn sie nicht Luft sein soll, überwacht werden. Schon der DDR-Staat hat auch durch die unproduktiven Überwachsungskosten der aufgeblähten Stasi bankrott gemacht. Das Heer der Beamten wird wachsen und damit auch das Heer der kleinen Vorschriftendiktatoren. Da kann man gespannt sein, wann das den Bürgern unangenehm aufstößt.

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Es gibt einen großen Unterschied zu Deutschland. Wer in China sich gegen die offizielle Parteilinie äußert, wird vom CHINESISCHEN Verfassungsschutz beschattet. Wer sich in Deutschland gegen die dominante Linksgrüne Medienherrschaft äußert, wird vom DEUTSCHEN Verfassungsschutz beobachtet und von seinen linksradikalen Ablegern an den öffentlichen Pranger gestellt. Jetzt stellt sich die Frage, ob man diese Form der Demokratur lieber in China erlebt oder gleich in Deutschland bleibt.

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Weder noch. Die unterschiedlichen Formen dessen, was allgemein Kapitalismus genannt wird, haben sich im Zuge der Industrialisierung herausgebildet und werden sowohl gesellschaftlich, politisch wie wirtschaftlich in unterschiedlichen Ausgestaltungen fortgesetzt. Sie haben sich mit der Entwicklung der Schwerindustrie gegenüber den Anfängen in mittelgroßen Betrieben stark verändert, dann wieder in der Globalisierung und jetzt erneut in der Digitalisierung. DEN Kapitalismus als fixes, von irgendjemandem ausgedachtes Konstrukt gibt es nicht. Jede Wirtschafts-, Gesellschafts- und Rechtsordnung bildet nur den Rahmen für menschliches Handeln. Das Problem sind immer die handelnden Menschen. Macht- und Geldgier gab es auch schon lange vor dem Kapitalismus.

Die gesellschaftlichen, politischen wie vor allem rechtlichen Ausgestaltungen in Ländern, von denen man sagt, dass sie ein kapitalistisches System hätten, sind sehr verschieden. Einen einheitlichen, 100% Kapitalismus gibt es nicht und wird es nie geben. Allein bereits ökonomisch wegen unterschiedlicher Ausstattungen gibt es riesige Unterschiede z.B. zwischen den USA und Italien, zwischen Deutschland und Griechenland. Es gibt auch keine endgültigen Lösungen. Lösungen müssen immer auf die Probleme passen und nur dann sind sie Verbesserungen. Hin und wieder werden uns auch Verschlimm-Besserungen als Lösungen verkauft. Wer Schulden macht wie ein Weltmeister stärkt die, die die Schulden managen, und das sind die Banken und die Linken sind die größten Schuldenmacher. Ein Schelm, wer Böses denkt.

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Wenn das so ist, ist das so. Da musst Du GOTT nach seinen Gründen fragen, nicht uns, oder sehen wir wie Gott aus? Wir können wie Du auch nur glauben und spekulieren? Aber anders herum: Wieso erfinden wir uns eine Seele, die einen Gott erfindet, damit sie sich vom Körper trennen und über ihn stellen kann? Ist das nur der Ausdruck einen Ur-Kränkung angesichts der Erfahrung unseres unvollkommenen Wissens und Denkens? Wieso muss man einen Unterschied zwischen Körper und Seele machen, statt es als funktionale Einheit zu sehen wie z.B. Epikur? Warum sind die Menschen in ihrer Sucht der Selbstüberhöhung lieber dem Platon als dem Epikur gefolgt?

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Die Kanzlerschaft von Frau Merkel wird zumindest früher zu Ende gehen, als der Berliner Flughafen fertig wird. Ob erfolgreich, das ist eine Frage der politisch-gesellschaftlichen Einstellung. Kann sein, dass es sich schnell entscheidet. Das hängt von dem Selbstmordpotential der SPD ab. Die Todessehnsucht der Linken in der SPD ist ja nicht mehr zu toppen.

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