Fehlt es den Guten am Willen zur Macht?

Edmund Burke sagte einmal: -Zitat-

"Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!" -Zitat Ende-

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Wenn wir "Gut" als eine moralische Überzeugung verstehen, die sich aus Altruismus, Liebe, Toleranz und Fairness gegenüber Natur und Mitmenschen zusammensetzt, könnte man dann sagen, dass den Guten der Antrieb fehlt, nach Macht zu streben?

Steht das "Streben nach Macht" zwangsläufig mit den "Idealen des Guten" in Konflikt?

Aus den Beobachtungen in Politik und Wirtschaft lässt sich ja so ziemlich ableiten, dass dort fast ausschließlich Personen in den höchsten Positionen sitzen, die wenigstens als moralisch-ethisch bedenklich oder fragwürdig angesehen werden dürfen, wenn nicht sogar weitaus schlimmer.

Typischerweise scheinen gerade jene Personen die Leiter der Karriere und Macht mit großen Schritten emporklettern zu wollen, die ihre gewonnenen Privilegien dann zu rein eigennützigen Interessen auszunutzen gedenken und dies dann auch so tun.

Guten und weisen Menschen scheint hingegen das Interesse zu fehlen, Macht und Einfluss über andere zu gewinnen, da sie es schon prinzipiell als falsch ablehnen, auch wenn sie im Fall der Fälle die Macht zum Allgemeinwohl einsetzen würden.

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Ist auch deshalb allein der Begriff "Macht" derart negativ behaftet, weil man automatisch immer an "Machtmißbrauch" denken muss, auch wenn "Macht" an sich erst einmal auch als wertfrei betrachtet werden könnte?

Könnte es die Ursache sein, dass unsere Welt von Korruption, Krieg, Ausbeutung, Umweltzerstörung und Wirtschaftswachstumswahn dominiert wird, während jene, die sich gegen diese negativen Entwicklungen stellen und engagieren, immer wieder ihren Kampf verlieren oder aus denselben Gründen sogar als Störenfriede dargestellt werden?

Ist es so, dass die Guten in diesem System kaum Gelegenheiten haben, nach oben zu kommen, da es vom Wohlwollen der Schlechten abhängig ist, wer nach oben kommt und wer auf der Strecke bleibt?

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Ich stelle mir diese Frage NICHT aus einer pessimistischen oder vermeintlich paranoiden Haltung heraus, sondern aus einer nüchternen Perspektive, ob sich in den Augen anderer ein ähnliches Bild abzeichnet, wenn sie die Welt einmal genauer hinterfragen.

Geht es Euch da ähnlich und würdet Ihr den Fragesatz bestätigen?

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Das hat Martin Schulz (SPD) zitiert, wahrscheinlich ohne zu ahnen, wen er da zitiert. Das ist ein verführerischer Satz des Dualismus und einer komplett geschlossenen Gesellschaft, in der die Bösen die Gesamtheit minus die Guten sind. Das ist für sehr einfache Geister. Als SPD-Mann hätte Martin Schulz in heutiger Zeit für seine Partei lieber einen anderen Satz von Burke zitiert:

„Wut und Verblendung können in einer halben Stunde mehr niederreißen, als Klugheit, Überlegung und weise Vorsicht in hundert Jahren aufzubauen imstande sind.“

Dann hätte er eine Erklärung für den Niedergang der SPD.

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Da geht es inzwischen für alle durchschaubar nur noch um Machterhalt, von allen Seiten. Das wird die Glaubwürdigkeit nicht steigern. Hätte sich die SPD durch ihre Radaulinken nicht in die unglückselige Sache in Chemnitz hineinziehen lassen, bedachtsamer gehandelt statt vorschnell auf Wahlkampf gegen rechts zu switchen, dann ginge es ihr heute besser. So hat sie sich den links-grünen Medien selbst zum Fraß vorgeworfen.

Wer die Medien aufmerksam verfolgt, kann nicht übersehen, wie LINKE-Vertreter und GRÜNEN-Vertreter auffällig häufig zu teils sehr langen Interviews vor die Kamera geholt werden, unverhältnismäßig wenig dagegen die Regierungsparteien, die FDP nur, wenn sie in die links-grüne Meinungsmache passt und die AfD kaum, es sei denn, man hofft, sie vorführen zu können.

Jetzt, nachdem mit einem Prozentpunkt mehr die AfD zur zweitstärksten Partei im Deutschland-Trend ausgewiesen wurde, die CDU/CSU auf 28 % gesackt ist, die SPD gar auf 17%, jetzt will man Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Das sind Bundeszahlen. Ich denke mal, dass das Richtung Osten eine noch größere Schieflage ist. Das haben sich die Linken mit ihrem überzogenen Kampf gegen rechts selbst vergeigt. Das war vorhersehbar. Mal gespannt, wie nächstes Jahr die Wahlen im Osten ausgehen. Da wird die SPD aus eigener Schuld zur Schrumpfpartei.

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SPD und FDP sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Die FDP leidet darunter, dass kaum noch jemand ein freiheitlich, selbstverantwortetes Leben attraktiv findet. Papa Staat solls besorgen. Der Trend zum grünen Kindergarten. Die Probleme der SPD sind andere. Sie ist in sich zwischen Linken und Realos zerrissen und wird zwischen CDU (die nach links ins SPD-Realo-Lager gerückt ist) wie LINKE und GRÜNE zerrieben.

Dazu kommt die Jagd der Medien, die eines am liebsten tun: Abschießen. Auf deren Programm stehen im Moment Frau Nahles und Horst Seehofer. Gegen die wird massiv gestichelt, wo es nur geht. Vorher war Maaßen auf der Abschussliste und dass ihnen der Seehofer Horst da einen Haken geschlagen hat, hat sie tief gekränkt.

Der langsame aber stetige Aufstieg der AfD könnte zumindest andeuten, dass die links-grünen Propagandamedien das Gegenteil dessen erreichen, was sie anstreben. Es würde bedeuten, dass sich immer mehr Menschen von der manipulativen Medienpropaganda verschaukelt und angekotzt fühlen. Aber gegen sowas sind Ideologen sehr unempfindlich.

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Wird man sehen. Ich denke nein. Was sie dann von der um mehr Profil kämpfenden CSU als Personal bekommt, wird unbequemer sein als Drehhofer. Außerdem ist ein Staatssekretär, von denen es im Innenministerium acht (8!) gibt, kein Minister. Die Staatssekretäre sind für ihre Ressorts zuständig und weisungs- wie berichtsgebunden an den Minister. Seehofer vertritt im Kabinett die Politik der CSU und die haben deutlich gemacht, dass sie zwar in manchem anderer Meinung sind als Frau Merkel, doch dass sie es auch auf keinen Bruch ankommen lassen wollen.

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Ist das jetzt eine Frage oder Wahlpropaganda? Lindner hat natürlich recht, denn Merkel verantwortet als Kanzlerin den Zustand der Koalition. Ob es politisch im Sinne der FDP klug ist, sich als Wasserträger der links-grünen Presse herzugeben, die ihn noch ordentlich geohrfeigt haben, als er die Koalitionsgespräche zu recht platzen ließ, ist eine andere Frage. Die FDP und ihr Vorsitzender haben noch nicht begriffen, dass es längst einen Kulturkampf zwischen den Linksgrünen und dem Rest (dazu gehören auch die Liberalen) der Bevölkerung (der Einfachheit halber alle als "rechts" abgestempelt) gibt. Weder Seehofer noch die SPD haben begriffen, dass Merkel immer dafür sorgt, dass sie allein als Fettauge oben auf der Suppe schwimmt.

Sie hat den Seehofer und die CSU gebürstet, als sie zu aufsässig wurden. Das haben die Linken in der SPD missverstanden und gemeint, jetzt mit Rücktrittsforderungen gegen Maaßen überziehen und mit Merkels Hilfe der CSU in Bayern vor der Wahl noch eins auswischen zu müssen. Verspekuliert! Merkel hat es genutzt, ihre Kritiker in CDU und CSU in Schach zu halten und der SPD zugunsten der GRÜNEN weiter das Wasser abzugraben. Sollten die SPD-Linken nicht klein beigeben, können sie zu den LINKE oder GRÜNE wechseln, die alte volksnahe SPD ist dann weg vom Fenster und wie so oft waren die Linken mit realitätsfernen Forderungen ihr Unheil. Das zu analysieren ist nicht Lindners Job. Der greift nach jedem Strohhalm, in den links-grün dominierten Propaganda-Medien etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Unser Problem hier in Germany ist, dass wir die Wahl von Trump in den USA nicht verstehen können, weil wir einer einseitigen, links-grünen Propaganda-Presse aufgesessen sind. Da wird Trump zum rechten Buhmann aufgebauscht als warnendes Beispiel, in Deutschland vom links-grünen Pfad des Heils abzuweichen. Schon in den Vorwahlen wurde ständig prophezeiht, dass er verliert - und - er wurde Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Dann wurde jeder Republikaner hochgejubelt, der Trump im Wahlkampf kritisiert hat, sich von ihm distanziert hat. Da haben sie noch am Wahlabend den Sieg von Hillary gefeiert und mussten am Morgen melden, dass Trump die Wahl gewonnen hat. So ist das halt mit der links-grünen realitätsfernen Beschwörung: Weder Trump noch Erdogan konnten sie verhindern und in Ungarn hat Orban auch die Mehrheit, genauso wie die Regierung in Polen. Und meine Vermutung: Trump wird evtl. auch zum zweiten Mal wiedergewählt. Du solltest Deinen Keller ausbauen, dass Du genügend Platz zum Heulen hast.

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Ich denke mal, Frau Nahles hat alles getan, um die SPD vor einem weiteren Absacken in die Bedeutungslosigkeit zu bewahren. Ob ihr das gelungen ist, ist offen. Da haben die Linken in der SPD - vor allem das Juso-Bübchen und der verdrossene Stegner - die gute Nahles in ihrer leichten Erregbarkeit in ein heilloses Ultimatum getrieben, dessen Ergebnis sie jetzt scheinheilig beklagen. Obwohl kein SPD-Fan war mir schon vorher klar, dass sich die SPD mit der Maaßen-Geschichte verhoben hat. Vor der Bayern-Wahl die Kanzlerin wieder gegen die CSU in den Ring schicken zu wollen, das hätte evtl. die Kanzlerin nicht überlebt, denn im politischen Berlin hätte man wissen können, dass es in der CDU rumort und sich die Kanzlerin kein weiteres Fingerhakeln mit der CSU erlauben kann. Da hat also die krawallige SPD-Linke die Frau Nahles - und mit ihr die SPD - ins offene Messer getrieben.

Interessant fand ich dann die medialen Reaktionen. Das durfte dann wieder ellenlang von DIE LINKE und die GRÜNEN kommentiert werden, zwischen denen die SPD zerrieben wird. Es hatte fast den Anschein, als seien die SPD und vor allem die gemäßigten SPD-Genossen medial totgesagt. Das war nach dem Schulz-Hype schon mal so. Nur die FDP, die sie nach dem Verhandlungsabbruch damals als alleinigen Schuldigen öffentlich fertig gemacht hatten, durfte jetzt als "nützliche Idioten" auch mal was sagen und sogar die AfD, weils in die Anti-SPD und -Nahles Hetze gepasst hat. Unsere Medien sind ja geübt im "zur Strecke bringen". Abschießen, ob Trainer oder Politiker - Hauptsache abschießen und hinterher mit den Folgen nichts zu tun haben wollen. Jetzt ist Nahles an der Reihe. Mal gespannt, wie lange sie das überlebt. Ihre ehemals linken Freunde sind ja jetzt ihre ärgsten Feinde.

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Weil die wenigen, die in der SPD noch bei Verstand sind, wissen, dass das Selbstmord gewesen wäre. Immerhin ist der Niedergang der ehemaligen Volkspartei so beschleunigt, dass man Angst bekommen kann, wie naiv die deutschen Wähler sind. Lassen die SPD zwischen GRÜNE und LINKE zerreißen. Und Lafontaine übt Rache mit einer neuen Bewegung: AUFSTEHEN. Wenn Ideologie jeden Realitätssinn verdrängt, dann zerreist es, weil kein Ideologe einem anderen Ideologen folgen will. Seit Willi Brandt hat sich immer mehr verkopfte Ideologie in der SPD breit gemacht. Um das Wohl der Arbeitnehmer ging es schon lange nicht mehr. Da wurde ja Proletariat mit Prekariat verwechselt. Und das Proletariat sollte zahlen, dass das Prekariat gefüttert werden kann. Arbeitnehmer mit Eigenheim und Fernurlaub passen halt nicht in die linke Ideologie - außer man hat selbst sein Häuschen im Nobelvorort. Man darf langsam gespannt sein, was nach der SPD kommt. Im Moment machen sie das, was sie bekämpfen, selbst stark.

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Der BILD-Leser sind viele und ich wette, dass diejenigen, die nur die Schlagzeilen lesen und dann den Sport, gar nicht mitbekommen haben, dass die BILD heute und die BILD vor 20 Jahren zwei verschiedene Blätter sind. Man sieht es auch an BERTELSMANN, die superreichen Familien wie auch die SPRINGERS haben einen politischen Schwenk vollzogen. Sie haben sich mit ihren Vermögen aus Deutschland zurück gezogen und gehören zum internationalen Großkapital, das jetzt auch den nationalen Mittelstand wie die allgemeinen Steuerzahler bluten lassen will. Ihr Credo: Je mehr Europa und Staatsverschuldung - für die die Steuerzahler haften - desto heftiger die Umverteilung an die Superreichen, die an den Zinsen verdienen. Und wenn z.B. Griechenland diese Zinsen nicht mehr bedienen kann, dann werden die privaten Gläubiger von den Steuerzahlern abgelöst - ohne Verluste natürlich. Wenn dann die Steuerzahler die heftigsten Schulden übernommen haben, wird verkündet, dass auch private Kreditgeber Griechenland wieder interessant finden - bis zur nächsten Privatentschuldung. Was also werden uns diese superreichen Familien in ihren Medien erzählen lassen?

Dass sich die von Existenzängsten geplagte SPD etwas kopflos in ein weiteres Abenteuer gewagt hat, vor dem jeder vernünftig Denkende gewarnt hat, dass sie das nur verlieren können, hat sich nun bestätigt. Die SPD legt in ihrem Selbstzerlegungsprozess an Tempo zu. Arme Nahles. Ihre kopflosen linken Gegner in der SPD geraten immer mehr ins Fahrwasser der LINKE und GRÜNEN. Da kann sie abgrenzen, wie sie will. Es zerreist die Partei und wie immer, sind die Linken wieder mal die Totengräber. Da versucht Frau Wagenknecht mit einer neuen Bewegung für die Linken noch etwas Marx zu retten. Doch die haben sich längst in die moralisch überhöhten Traumwelten geflüchtet, die man sich noch im gut bezahlten Überbau leisten kann. Da kann man auch die Basiswirtschaft kaputt reden, wenn man vor lauter Gedankenblähungen nicht mehr mitbekommt, dass es im Überbau dann am ehesten kracht, wenn die Basis in den Eimer geht. Gewinner werden wie immer die sein, die ihre Vermögen längst außer Landes haben.

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Was heißt bessere Bildung? Schwarmgeisterei war schon immer ein Privileg der Gebildeten, die sich z.B. zu Goethes Zeiten für Genies gehalten haben und drunter, mit dem einfachen Volk wollten sie nichts zu tun haben. Man kann sagen, dass sie die gepflegtere Einbildung haben. Sie leben mehr in ihren Träumen und abstrakten Gedankenkonstrukten als in der Realität. Und, wenn man die Antwort von "teletobbi" genauer anschaut, was die Grünen betrifft, sie sind alle "grün" hinter den Ohren. Keine Praktiker und Leute mit Lebenserfahrung. Schwärmerische Studenten und Abiturienten, die von der Praxis noch gänzlich unberührt geblieben sind. Große Töne, die keine Umsetzung in die Praxis überstehen. Da stellt sich die Frage, ob diese Art Bildung für das Gemeinwohl die bessere ist.

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Nun, ich würde mal auf die Seite von Pegida gehen:

https://www.pegida.de/

und dort z.B. den Punkt Programm aufrufen. Das sind die programmatischen Absichtserklärungen der Pegida-Bewegung und die kannst Du dann Punkt für Punkt auf Angriffe auf unsere Verfassung abklopfen. Mir jedenfalls ist aufgefallen, dass von links-grüner Seite jede Menge Unterstellungen präsentiert werden, doch mit dem Programm hat sich niemand auseinander gesetzt, sie erwähnen es nicht mal, weil dann ja jemand auf die Idee kommen könnte, es zu lesen, um festzustellen, dass die meisten Unterstellungen der links-grünen Seite reine Verleumdung sind. Doch für die ist ja alles rechts, was nicht links ist und nur demokratisch, was ihre linken diktatorischen Absichten billigt oder durchwinkt. Was will man da also erwarten?

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Das ist Realpolitik. Es ist auch die in der Realpolitik immer wichtiger werdende Symbolpolitik. Hat man im Fall Maaßen ja wieder gesehen, wobei sich die SPD gewaltig verkalkuliert hat. Manchmal ist Ruhe bewahren und etwas früher nachdenken eben doch die bessere Alternative. Dieselben Medien, die jetzt rumjammern haben vor Tagen noch Herrn Macron gefeiert, weil er weniger Kohlestrom produzieren will. Haha. Wie dumm kann man sich denn stellen. Und keiner hat bemerkt, dass die in Frankreich mehr Atomstrom produzieren. Und wenn keine Kohlekraftwerke mehr die Schwankungen der sog. alternativen Energieproduzenten ausgleichen können, beziehen wir eben Atomstrom aus Frankreich, aus Tschechien wie Polen und alles mit unseren Steuermitteln über Europa gefördert. Wenn man ideologisch rasiert ist, passiert einem sowas. Es lebe der Atomstrom.

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Tja, so läuft das politische Geschäft. Wer dabei politisch gewonnen hat, wird sich nach der Bayern-Wahl zeigen. Übrigens haben viele Experten Maaßen einen guten Job bescheinigt, außer den Linken, aber deren Realitätssinn ist eh im Eimer.

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Alle, die sich haltlosen und realitätsfernen Träumen verweigern sind rechtsradikal. So einfach ist das. Und die müssen entsorgt werden. Bis jetzt war ich immer der Ansicht, dass wir unsere früher so friedlichen Volksfeste nicht der bösen Deutschen wegen mit Betonpollern zumauern mussten. Und Messerstechereien gab es früher auch hin und wieder unter Deutschen. Hin und wieder und nicht jede Woche. Und Ehrenmorde, vor allem an Frauen, war früher hier auch unbekannt. Sollte es Dir noch nicht aufgefallen sein, diejenigen, die sich momentan aus religiösen Gründen gegenseitig mit Bomben in die Luft jagen, bekennen sich zum Islam, aber nicht zum gleichen. Die Schiiten sind die Todfeinde der Sunniten. Und die weltoffeneren Alewiten werden von beiden erst gar nicht als Moslems anerkannt. Und so bringen sie sich weltweit gegenseitig um. Die importieren wir dann als Friedensgaranten! So machen wir das! In welcher Welt lebst Du???

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Da musst Du noch warten, bis das bedingungslose Grundeinkommen kommt. Dann werden viele erst mal mit dem Wochenende gar nicht aufhören. Erst mal. Und dann ... ? Kreist nur noch wertloses Geld aber keine Ware mehr. Dann kreisen die Leute, wo sie noch Ware herbekommen.

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Der Agnostiker (falls es einen Idealtypen Agnostiker überhaupt gibt) ist zunächst mal Realist. Er nimmt religiösen Glauben als religiösen Glaube zur Kenntnis, den man zwar begründen, aber weder beweisen noch widerlegen kann. Eine Grundbeurteilung von religiösem Glauben zeigt die Ringparabel im Nathan der Weise von Lessing. Die Wirksamkeit von religiösem Glauben in der Welt erweist sich im praktizierten Leben der religiös Gläubigen, nicht in ihren Lippenbekenntnissen. Auch der Agnostiker kommt nicht darum herum, sich mit einer eigenen Weltinterpretation auseinanderzusetzen und zu registrieren, dass manche Ideologie in punkto Dogmatik von Glaubenssätzen nicht weniger rigoros und eingeschränkt sein kann als die von Religionen. Agnostiker versuchen sich dogmatisch offen zu halten, weil unser Wissen als Menschen immer lückenhaft ist. Darum versuchen Agnostiker schon zu unterscheiden, wie dogmatisch festgezurrt Vertreter von Religionen und Ideologien sind und werfen nicht alle gleich in einen Topf. Es gibt dogmenoffene Christen wie dogmenoffene Marxisten, aber auch Fundamentalisten auf Seiten aller Ideologien. Darum ist nicht die Ideologie als solche relevant, sondern die Dogmengebundenheit der "Gläubigen", wie sehr "reales Leben der Praxis" starres Regelverhalten mitreflektiert oder nicht.

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Die Welt ist groß und die Menschheit umfasst inzwischen mehr als sieben Milliarden Menschen. Die Gründe, warum sie dem Drang der Natur nachgeben und sich weiter progressiv fortpflanzen, gibt es viele, je nach existentieller Situation sehr unterschiedliche. Die Welt ist Prozess, auf den aus dem heute keine Gleichung passt. Es wäre schon gut, wenn man das eigene Leben im Griff hat und die nähere Umgebung. Wer seine Aufmerksamkeit darauf verschwendet, die Welt an den entferntesten Rändern zu "erlösen", stolpert meist nur im eigenen Gerümpel rum und fällt zuhause auf die Fresse.

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Schon der alte Heraklit (antiker Philosoph um 500 v.Chr.) stellte fest: Panta rhei - alles fließt und Niemand steigt aus demselben Fluss, in den er hineingestiegen ist. Stillstand ist eine oft begehrte Illusion und Wiederholung die noch größere Illusion. Die Welt ist Prozess - zwar in unterschiedlichen Tempi, doch alles fließt. Wer nichts mit Träumereien nach hinten verpassen will, sollte sich aktiv nach vorne orientieren. Nur in Gegenwart und Zukunft liegt die Chance zum Besseren, die Vergangenheit ist vorbei.

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