Gab es Abraham wirklich?

Das Ergebnis basiert auf 49 Abstimmungen

Ja, es gab ihn 71%
Nein, es gab ihn nicht 14%
Bin mir nicht sicher 14%

25 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja, es gab ihn

Heute gibt es bei manchen Historikern die Auffassung, dass die Figur Abraham eine "fiktive Person" wäre vergleichbar mit den Begründer Roms "Remolus" und "Romolus."

Auf diese Weise wird argumentiert, hätte man die Entstehung des Volkes Israels begründen wollen.

Nicht eine konkrete Person würde am Anfang der Geschichte Israels stehen, sondern nur eine fiktive Vorstellung, die man angeblich "Personifiziert" hätte.

WAS SPRICHT GEGEN DIE AUFFASSUNG, DASS ES ABRAHAM IN WIRKLICHKEIT NICHT GEGEBENEN HÄTTE?

Erstens:

Die sehr detaillierten geschichtlichen Angaben.

Zweitens:

Konkrete Hinweise auf Namen von Personen und Örtlichkeiten.

Drittens:

Spezifische Hinweise auf Ereignisse und Verhaltensweisen aus dieser Zeit.

Viertens:

Und alle weiteren Personen und geschichtlichen Ereignissen, die mit Abraham und mit seinen Nachkommen in Verbindung stehen.

Fünftens:

So entspricht z. B. die Josefsgeschichte keiner Fiktion, weil sie uns geschichtliche Details angibt, die nur Zeitgenossen wissen konnten, bzw. steht seine Person in enger Beziehung zu Jakob und Isaak.

Lange Zeit verstand man nicht, weshalb der Pharao, der nach Josef in Ägypten seine Herrschaft antrat, nichts von diesem Mann gewusst hat.

Aus diesem Grund wurde lange Zeit der geschichtliche Bericht über Josef als unwahr bezeichnet.

Das änderte sich schlagartig, als man entdeckte, dass Ägypten über hundert Jahre lang von einem Fremdvolk, den Hyksos, beherrscht worden ist.

Denn unter ihrer Herrschaft konnten sich auch die Nachkommen Abrahams im Land Gosen(Ägypten) ansiedeln und zu einem großen Volk herangewachsen.

Als jedoch wieder ein ägyptischer Pharao die Herrschaft übernahm und das Fremdvolk vertrieben werden konnte, richtete sich ihre tiefe Abneigung gegen Fremde, bzw. auch gegen das Volk Israel.

Wir erfahren aus der Bibel was der Pharao alles unternommen hat, um die hebräische Bevölkerung zu dezimieren, weil er Angst hatte, dass diese ihm diese vielleicht die Herrschaft streitig machen könnte.

(Das kommt uns doch sehr bekannt auch in unserer Zeit vor!)

Aus diesen geschichtlichen Zusammenhängen und Ereignissen können wir entnehmen, dass der Stammvater der 12 Stämme Israels keine Fiktion gewesen ist, sondern tatsächlich gelebt hat.

Sechstens:

Aber es gehört anscheinend seit über 150 Jahre zum guten Ton den Inhalt der Bibel immer wieder in Frage zu stellen, bzw. ihre Glaubwürdigkeit anzuzweifeln.

Tatsache ist viel mehr, dass durch die Archäologie sehr viele geschichtliche Angaben in der Bibel bestätigt werden konnten.

(Der bekannte Bestseller von WERNER KELLER "Und die Bibel hat doch recht" lieferte dazu ausgezeichnete Informationen).

Eine sehr gute Argumentation, die auch die Meinung der Mehrheit hier im Forum gut widerspiegelt. Vielen Dank!

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@BenGates

*Romulus und Remus PS: Werner KEllers Buch ist äußerst empfehlenswert!

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Spezifische Hinweise auf Ereignisse und Verhaltensweisen aus dieser Zeit.

Das ist doch gerade ein Hinweis auf den mythologischen Charakter der Erzählungen, dass es diese Ereignisse und Verhaltensweisen damals NICHT gegeben hat, die von der Bibel beschrieben werden.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/altes-testament-bibel-autoren-erfanden-kamele-1.1885734

Schade nur, dass ein wichtiges Detail in der Geschichte nicht stimmen kann: Zur Zeit der sogenannten Erzväter Abraham, Josef und Jakob gegen 2000 bis 1500 v. Chr. lebten auf dem Gebiet des heutigen Israel noch gar keine domestizierten Höckertiere. So zumindest lautet das Ergebnis neuer Analysen, die israelische Archäozoologen vor Kurzem im Fachmagazin Tel Aviv (Bd. 30, S.277, 2013) vorgestellt haben.

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Das soll eine hilfreiche Antwort sein? 

Die Bibel wird nicht in Frage gestellt. Dennoch darf man natürlich sagen, was geschichtswissenschaftlich haltbar ist und was nicht.

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Ja, es gab ihn

Abraham spielte als Mann des Glaubens eine ganz wichtige Rolle im Vorhaben Jehovas, eines Tages durch den Messias die Erde von der Herrschaft des Gottes dieser Welt, Satans, des Teufels, zu befreien. 

Jehova wird den verlorenen Urzustand (das paradiesische, ungetrübte und offene Verhältnis der menschlichen Geschöpfe zu ihrem Erschaffer wieder zurück zu bringen), durch das Reich Gottes unter dem König Jesus Christus, wieder herstellen. Dadurch, daß der Gott dieser Welt Jahrtausende Zeit hatte, zu beweisen, was seine Herrschaft taugt, wird Jehova nicht ein zweites Mal zulassen müssen, daß die kostbare, wunderschöne Erde und das Leben auf ihr gefährdet werden.

Jehova kann scheinbar unmögliches möglich machen - siehe die Geburt Isaaks im hohen alter Abrahams und seiner unfruchtbaren Frau Sarah. Abraham glaubte der Verheißung Jehovas, daß er einen Sohn von Sarah haben würde, durch dessen "Samen" sich alle Nationen der Erde im für immer segnen würden. Ebenso glaubte viel später Elisabeth, die Frau von Zacharias, des Vaters Johannes des Täufers, der Verheißung eines Engels, der im Namen Jehovas zu ihr kam. . Dieser Sohn Johannes der Täufer wurde drei Monate vor Jesus Christus empfangen, zwar von menschlichen Eltern, die aber beide bereits überaltert waren. Es war ein biologisches Wunder. Das erleichterte es Maria, der Mutter Jesu, zu erkennen, wie leicht es für Jehova ist, Empfängnis und Geburt zu steuern (klar, schließlich ist er der Schöpfer und weiß, wie wir funktionieren). Das wurde Maria im Fall der späten Schwangerschaft ihrer Verwandten Elisabeth deutlich vor Augen geführt. 

Das Kind, das Maria durch Heiligen Geist empfing, hatte keinen menschlichen Vater, sonst hätte es von diesem Unvollkommenheit und Tod ererbt. Maria glaubte bedingungslos an die Macht und vor allem an die Gerechtigkeit und Liebe Jehovas.

Bedingungsloser, "kindlicher" Glaube ist nötig, um Jehovas Wohlgefallen zu erlangen. Jesus sagte einmal, "wenn ihr nicht werdet wie die KInder, werdet ihr nicht hineinkommen. (ins Reich Gottes)"

Das ist deshalb so wichtig, weil Adam und Eva als geliebte menschliche Kinder Gottes weder Glauben noch Vertrauen in ihren Schöpfer zeigten, als sie von Satan irregeleitet und betrogen wurden. Sie verloren ihre ursprüngliche Vollkommenheit, wurden sündhaft und sterblich.

Jehova hat in seiner Weisheit ein Exempel statuiert, noch einmal wird das nicht nötig sein.

Von Abraham wird gesagt, daß er "der Vater all derer wurde, die Glauben haben". Er war bereit, Isaak, den Sohn der Verheißung zu opfern, weil er sicher war, Jehova könnte ihn wieder zum Leben bringen, wenn er wollte. Am Ende verlangte Jehova dieses große Opfer gar nicht von ihm - war aber selbst bereit, seinen eigenen, sündenlosen Sohn als Austausch gegen den sündigen Adam zu opfern, damit jeder, der dieses Opfer glaubensvoll annimmt, einmal für immer auf einer gereinigten paradiesischen Erden Leben kann.

Abraham ist ein unverzichtbares Glied der biblischen Geschichte auf dem Weg zum Messias, der ein Nachkomme von ihm war.

Sehr schöne Antwort! Alle wichtigen Punkte sind enthalten.

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Ja, es gab ihn

abraham ist keine erfindung der bibel. wer sich die mühe macht, die biblichen texte im original zu studieren und auch geographische und linguistische analysen betreibt, stellt aber sehr schnell fest, das ort und handlung des wirkens von abraham nicht von ur in chaldäa über haran (heutige türkei) bis nach ägypten erfolgten. bei genauer textanalyse verlagert sich das wirken von abraham in die region von asir (heutiges saudi arabien). nicht weit weg von al lith kann jeder auch heute noch den berg "dschabal ibrahim" (mit 2596 metern höhe nicht zu übersehen) in augenschein nehmen.das historische hebron und mamre ist also ganz bestimmt nicht im heutigen palästina zu suchen.

Bin mir nicht sicher

Meiner Ansicht nach ist die Existenz von "Abraham" weder beleg- noch widerlegbar. Es fehlen Quellen die einer Überprüfung mit wissenschaftlichen Methoden standhalten.  

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