Prolog – die neusten Beiträge

Würdet ihr das zugehörige Buch lesen?

Ich habe einen Prolog für einen Fantasy-Jugendroman verfasst. Ist es spannend? Wärt ihr danach interessiert genug um das Buch zu lesen?

"Nicall hatte, so sehr er sich bemühte eine vergleichbare Erinnerung zu finden, noch nie so sehr Angst gehabt wie in diesen Moment. Auch wenn sich eine gewisse Faszination darunter mischte; am liebsten wollte er sich auf der Stelle umdrehen und laufen. Weit weg, fort von dem Mann, der sein Leben kaputt gemacht hatte. Weg von dem Monster, das gerade seelenruhig im Wohnzimmer auf dem Sofa saß, mit dem Nicall so viele Erinnerungen verband. Er blieb sitzen, während es verbrannte - zusammen mit dem Rest der Einrichtung, die seine Eltern viel Geld und Arbeit gekostet hatte. Nicall hatte bis jetzt nie Angst vor dem Feuer gehabt, schon als Kind war er davon besessen gewesen. Er erinnerte sich noch genau an seinen sechsten Geburtstag, als er die Kerzen auf seinem Kuchen nicht auspusten wollte... Am Ende hatte er sich einen Finger verbrannt, aber das wundersame Tanzen und Flattern der Flammen zu beobachten, das war es wert gewesen. Nicall hatte auch keine Probleme mit heißem Wetter - im Gegenteil: er liebte es, wenn ihm in den warmen Jahreszeiten die Sonne auf seine dunkle Haut schien. Dieses frische, belebende Gefühl, das andere Menschen spüren, wenn sie im Sommer ins Wasser springen, das Adrenalin bei einem Fallschirmsprung, oder auch dieses Kribbeln im Bauch, wenn man zum ersten mal verliebt ist - das alles war das Feuer für Nicall. Auch jetzt machte ihm die Hitze zumindest körperlich nichts aus. Eigentlich hatte Nicall auch noch nie Angst vor dem Tod gehabt. Doch jetzt, wo er ihn direkt in den Augen des Mannes zu sehen schien, dessen Haare ihm wie schwarze Flammen ums Gesicht wirbelten, ohne Schaden zu nehmen, war Nicall kurz davor, sich zu übergeben. Und trotzdem konnte er einfach nicht wegsehen. Jener Anblick fraß sich tief in seine Erinnerung, während ihm langsam, endlich, die Tränen über das Gesicht liefen."

(Dieser Prolog ist mein gedankliches Eigentum. Es befindet sich in meinen Notizen, und dies ist die erste Instanz, in der ich es irgendwo online poste)

Geschichte, Fantasy, Ideen, Jugendbuch, Roman, Prolog, Jugendbuchreihe

Wie fange ich am besten an?

Hey ihr Lieben.

Hab gerade neue Inspo für ne neue Geschichte erhalten. Diesmal solls ne etwas andere Geschichte werden als die, die ich bisher angegangen habe zu schreiben.

Diesmal soll's ne komplette Fantasy Geschichte mit ner Fantasy Welt und Fantasy Wesen werden. Ich hab auch schon ne grobe Vorstellung zu dieser Welt, deren Aufbau und wie sie entstanden ist.

Allerdings weiss ich nicht, wie ich konkret damit anfangen soll. Also, wie ich den Leser in diese Welt entführen soll.

Die Idee dazu ist nämlich, sagen wir mal, etwas ungewöhnlich oder speziell. Und zwar soll die Figur um die es in der Geschichte geht, der Leser selbst sein. Der so gesehen, in dieser Welt lebt. Das macht das ganze etwas schwieriger.

Ausserdem ist die Erzählersicht die einer Nekomata, die als Hüterin dieser Welt fungiert/gilt.

Ich dachte mir, ich fange am besten mit einem Prolog an, wo ich den Leser erstmal in diese Welt einführe und ihm diese Welt erkläre. Wie sie entstanden und wie sie aufgebaut ist. Dazu würde ich wohl irgendwie so beginnen:

Lass mich dich verzaubern und in eine andere Welt entführen. In eine Welt die auf Balance, Frieden und Ruhe beruht und die durchtränkt von Magie ist. In der die verschiedensten Lebewesen leben. Und in der das Zeitalter der Balance herrscht.

So irgendwie. Ich weiss nur nicht, wie ich dann weitermachen und dem Leser diese Welt und deren Entstehung erklären soll.

Ausserdem weiss ich abgesehen vom Worldbuilding auch noch nicht so genau, worum es in der Geschichte konkret gehen soll. Auch wenn die Figur der Leser sein soll, hat seine Figur gewisse Eigenschaften, Fähigkeiten, usw. Zum Beispiel ist diese, sowas wie eine Art Berufung, dass der Leser ein Heiler ist.

Ach so. Neben dem Erklären der Welt, würde ich dem Leser auch noch seine Person oder Figur, die er in dieser Geschichte verkörpert, erklären wollen.

Habt ihr da irgendwelche Tipps, wie ich da am besten anfangen könnte? Das ist jetzt nämlich die erste, etwas schwierigerere Geschichte, mit einem etwas aufwändigeren und komplexerem Worldbuilding.

Freue mich auf eure Antworten.

Emily

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Wie findet ihr den Prolog von meinem Buch? Macht der Lust weiter zu lesen?

 

Es war eine sternklare Nacht in Kristar, und doch sah man von den Sternen nicht viel, in dieser tragischen und Leid bringenden Nacht.

Der Himmel über der Hauptstadt wurde durch dichten Rauch verdunkelt. Lodernde Flammen erleuchteten die Stadt am Horizont.

Plötzlich ertönte ein gellender Schrei, der Schrei einer gebrochenen Mutter, der alles übertraf, die panischen Rufe der Volksleute, das Knacken des Feuers und Bersten von Bauten. Alles übertönte dieser Schrei, der Schrei einer liebenden Mutter, deren Kind entrissen wurde.

Doch außerhalb der Stadtmauern vernahm man von diesem herzzerreißenden Schrei keinen Laut mehr, so auch nicht die geheimnisvolle Gruppe von sieben, im dunklen Wald direkt an der Grenze zum Nebenlande.

Eilig bewegten sie sich davon, weg nur weg von der Stadt, rannten sie vereint. Unter ihnen eine junge Frau, in ihren Armen ein Kind, doch nicht ihres.

Das Kind schrie und schrie, der jungen Frau zu Leide. Schnellen Schrittes eilte sie zum verhüllten Mann, der die Gruppe führte.

„Sir, soll ich dieses Kind den ganzen Weg tragen? Ihr Geschrei wird uns mit Sicherheit verraten!“

Der Mann hielt nicht inne, warf nur einen eiligen Blick auf ihren bittenden Ausdruck.

„Nein, wir werden es nicht mitnehmen, lege es in einen der Büsche, sollen die Waldgeister über das Schicksal des Kindes entscheiden. Wir haben unser Zeichen gesetzt, aber wir bringen das Kind nicht um“, sagte er eilig und lief noch schneller weiter.

„Natürlich Sir“, erwiderte die junge Frau. Sie hielt an, ging zum Wegesrand und legte das Kind hinter einen dichten Busch, während der Rest der Gruppe weiterlief.

Sie wollte ebenfalls weiter, zögerte jedoch einen kurzen Augenblick. In ihr regte sich eine nie verspürte Zuneigung zu dem kleinen weinenden Wesen. Für einen Moment wollte sie es an sich reißen und weit wegbringen, weg, von allem wofür sie kämpfte, nur um es aufzuziehen und als ihr Eigenes zu behalten.

Doch schnell schüttelte sie dieses Gefühl ab und lief von dannen, ohne einen einzigen Blick zurückzuwerfen oder einen weiteren Gedanken an das arme Kind zu verschwenden.

So blieb das Kind zurück weinend und schreiend, die Wärme der Mutter und Daunen der Wiege missend. Als könne es nicht schlimmer werden für das kleine Kind, fing es nun auch furchtbar zu regnen an. Ein sicheres Todesurteil, sollte es nicht bald gefunden werden.

Doch plötzlich raschelte der Wipfel des Baumes da rüber, und ein junger Mann, so schien es, schwebte hinab. Vorsichtig nahm er das Kind an sich, es schien im selben Augenblick, als würde sich eine unsichtbare Hülle um das Kind schmiegen, denn die Regentropfen mieden sowohl das frierende Kind als auch den geheimnisvollen Mann.

„Ach du armes Wesen, so jung und schon von der schützenden Mutter getrennt. Weine nicht, komm ich wärme dich. So, schau, besser, oder? Was sind das nur für Menschen, die ihr Ziel über das Leben eines Kindes stellen?“

Kopfschüttelnd wiegte er das Kind in seinen Armen, welches nun still war. Wie er es betrachtet, musste er lächeln.

„Ich kann dich leider nicht zu deiner Mutter zurückbringen, da ich leider nicht weiß, wohin du gehörst. Jedoch verzage nicht, ich habe da eine Idee, ja, sie wird sich gut um dich kümmern. Du hast Glück im Unglück, kleines Wesen, dass du genau heut` hier zurückgelassen wurdest. Ich hör sie schon die Wanderin, bei ihr wirst du´s guthaben, doch dafür musst du noch kurz ausharren. Verzage nicht und weine, bis sie dich in ihre Arme schließt. Auf Wiedersehen, kleines Menschenwesen, ich wünsche dir eine gute Zukunft ab jetzt, auf das du glücklich wirst und wir uns eines Tages wiedersehen.“

Zärtlich legte er das Kind wieder zwischen die Büsche, die magische Hülle verschwand, sofort fing das Kind wieder an zu weinen. Mit einem letzten Kuss auf die Stirn des Kindes verschwand der Mann nun auch zurück in den Wipfel und beobachtete das folgende Geschehen.

Wenige Minuten später kam eine Frau in Sicht, mit einem Kräuterkorb beladen und leicht nach vorne gebückt laufend. Verwirrt blieb sie stehen, bei dem kindlichen Geschrei, welches an ihre Ohren drang und lauschte einen Augenblick aus welcher Richtung es komme.

Zügig lief sie weiter und durchsuchte die Büsche am Rande, bis sie das Kind fand.

„Oh...“, entfuhr es ihr. Mit zitternden Händen ergriff sie das Kind und hob es in ihre Arme.

„Ach du meine Güte! Wer..., wer zu den Heiligen noch mal setzt so ein herziges Kind, hier im einsamen und gefährlichen Walde aus? Und dann auch noch in einer so abscheulichen Nacht! Keiner der dies tut ist des Kindes würdig!“

Vorsichtig wickelt sie das Kind in ein trockenes Leinentuch und versteckt es unter ihrer Jacke.

(Ist nicht komplett, war zu lang)

Viel zu verbessern, weil... 42%
Prolog ist unnötig 33%
Ist gut , aber... 17%
Finde ich gut 8%
Buch, Schreiben, Fantasy, Drama, Prolog

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