Hat sich eure sexuelle Orientierung "verändert" nachdem ihr eure Geschlechtsidentität erkannt hattet?
Diese Frage richtet sich an alle Menschen auf dem Trans* Spektrum - also nicht nur Transmänner und Transfrauen sondern auch alle Menschen mit nichtbinären Geschlechtsidentitäten.
Ich habe öfters davon gehört, dass es Menschen gibt, die nach erkennen ihrer Transidentität auch ihre sexuelle Orientierung neu für sich entdeckt haben.
Damit meine ich nicht, dass zB eine Transfrau, die sich vorher als Mann als hetero beschrieben hat, sich nun offensichtlich als lesbisch bezeichnen würde. Das ist ja irgendwie klar und das würde ich nicht als Wechsel beschreiben, da die Person ja nach wie vor auf Frauen steht.
Was ich meine, ist, dass manche Menschen erst, wenn sie als ihr wahres Geschlecht leben, sich auch mehr oder aus einem anderen Standpunkt mit ihrer sexuellen Orientierung auseinander setzen und dann merken, dass sie doch eine andere Orientierung haben, als gedacht.
Viele Transmenschen mit starker Dysphorie haben zum Beispiel ja auch gar keinen Sex, weil sie sich so unwohl in ihrem Körper fühlen und gleichzeitig haben Trans Personen es ja auch schwerer, eine Beziehung zu finden. Dementsprechend machen sie oftmals weniger romantische und sexuelle Erfahrungen oder setzen sich gar nicht so sehr mit dem Thema auseinander.
Ich habe wie gesagt schon ein paar mal davon gehört, dass aus diesen Gründen einige Trans* Menschen mit der Erkennung ihrer Geschlechtsidentität auch ihre sexuelle Orientierung neu für sich entdecken, aber nun interessiert mich, wie verbreitet dies tatsächlich ist.
Wie ist es bei euch?
Schreibt sehr gerne auch euer konkretes Geschlecht und eure sexuelle Orientierung dazu.