Zukunft in deutschland?
Warum wird die Zukunft in Deutschland immer schlimmer? Die wollen e Autos, Atomkraftwerke und Wehrpflicht. Alles wird teurer und ich mache mir in letzter zeit nur noch Gedanken über alles. Ich bin momentan 15 und mache mir echt Sorgen um meine Zukunft, ist das gerechtfertigt?
Was ist denn schlimm an E-Autos??
nichts, aber ich würde gerne noch einen verbrenner fahren. Es ist nur keine gute Idee verbrenner komplett zu verbieten. Wo sollen die denn dann hin?
Wie kommst du auf die Idee Verbrenner würden verboten werden? Denkst du alle müssen dann ihre Autos abgeben oder was? 😂 du, so funktioniert das nicht
Bis 2035 darf man nur noch welche haben, so weit ich weiß
Bestimmt...so funktioniert das trotzdem nicht, bitte informier dich mal richtig. Und E-Autos sind was gutes, auch wenn du lieber die Umwelt verpesten willst
ja, aber irgendwo muss ja auch der Strom von den e-Autos kommen. Außerdem muss nicht jeder e-Autos mögen.
9 Antworten
Mit den Sorgen um die Zukunft (hohe Preise usw.) bist du nicht allein. Auch ich mache mir gewisse Sorgen. Ich denke, wir müssen in so einer Zeit zusammenhalten und möglichst die guten oder positiven Dinge betrachten.
E-Autos sind, was die Schäden für die Gesellschaft und die Umwelt angeht, ein geringeres Übel als die alten Verbrenner. Und trotzdem wird es kein "Verbrennerverbot" im Wortlaut der Bild-Zeitschrift geben sondern es wird gefordert werden, dass ab einem bestimmten Stichtag alle Neuzulassungen mit regenerativer Energie betrieben werden können. Gebrauchte Verbrenner sowie neue Verbrenner, die man mit Salatöl oder "E-Fuels" betreiben kann, wird man weiterhin bekommen. Wird zwar bis 2030, 40 wegen der Verknappung fossiler Brennstoffe und der im Vergleich zu Strom, der in Batterien gespeichert wird unfassbar ineffizienten Herstellung von E-Fuels wahnsinnig teuer, aber wer Wert auf ein Auto legt, das beim Gasgeben brummt und irgendwann bei ein paartausend Touren ein bisschen Drehmoment entfaltet, der wird das auch nach dem Stichtag weiterhin genießen können.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Kernkraft wirklich für die zivile Energieversorgung zurückkehrt. Man wird das im Kabinett Merz wahrscheinlich mal kurz prüfen, aber weder die Energiekonzerne noch die Mehrzahl der Verbraucher und schon gar nicht die Staatskasse wird bei einer rationalen Prüfung zu einem positiven Ergebnis kommen. Andere Energietechnologien sind einfach viel unkomplizierter und günstiger. SMRs werden vielleicht jetzt bald vermehrt in der Militärtechnik zum Einsatz kommen, bspw. in der Marine, wenn es nötig wird, sich gegen zwei von völlig durchgeknallten Despoten regierten Atommächte zu wappnen, aber das war's aus meiner technologisch qualifizierten Einschätzung mit der Atomkraft schon. Aus meiner Sicht wird da Deutschland jedoch keine Führungsrolle übernehmen, weil Länder wie bspw. Frankreich, mit dem wir in Zukunft militärisch viel enger zusammenarbeiten werden, bereits die fachliche Infrastruktur für nukleare Militärtechnik besitzt. Da was in Deutschland von nahezu null aufzubauen halte ich vor diesem Hintergrund für rausgeschmissene Ressourcen.
Mit der Wehrpflicht bin ich ebenfalls aufgewachsen. Ich bin einer der letzten Jahrgänge, die gemustert wurden, bevor die Union den Wehrdienst ausgesetzt hat. Ich verstehe aber, dass die Weltlage heute eine ganz andere ist als früher und man sich heute beim Wehrdienst mehr als zu meiner Zeit die Frage stellt, ob man denn dann auch zum Einsatz kommt. Andererseits beobachte ich auch ziemlich genau seit der Aussetzung des Wehrdienstes auch eine zunehmende Vereinsamung der Menschen im Sinne eines egoistischen Mindsets, das den Staat und damit die Gemeinschaft mehr als Servicedienstleister sieht und nicht die Verantwortung, die man als einzelner Staatsbürger zu einem Gelingen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung trägt. Und dazu gehört ein Stück weit auch der Dienst an der Gemeinschaft - als Wehrdienstler, oder aber auch bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, etc. (es gibt ja auch noch den Zivi).
Fazit: Die Welt ist im Vergleich zu dem, was du aus den vergangenen 15 Jahren kennst, schon verrückt geworden. Das ist aber nicht nur die "Zukunft in Deutschland" sondern auf der ganzen Welt und Deutschland ist eben schon seit vielen Jahrzehnten ein Global Player, der die Erschütterungen auf der ganzen Welt auch spürt. Wir dürfen uns nun halt fragen, ob wir als Staatsbürger:innen die Chancen nutzen, die wir in einem (immer noch!) der bedeutendsten und reichsten Länder der Welt haben, um uns durch diese Krisen hindurchzumanövrieren und dafür auch Verantwortung übernehmen. Aber dann müssen wir halt auch das, was wir haben, anpacken und so gestalten, dass wir damit in die Zukunft gehen können. Das heißt, offen sein für neue Technologien und wirtschafts- sowie sozialpolitische Konzepte, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Sicherheit und ein Verständnis dafür entwickeln, dass man als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und bevölkerungsreichstes Land Europas auch die Macht hat, etwas zu gestalten - wenn man zusammenarbeitet und Kompromisse entwickelt! (und wenn der Wehrdienst es schafft, genau hier den Leuten etwas beizubringen, dann ist schon verdammt viel geschafft)