Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du den "Normalsterblichen" als jemanden betrachtest, der keine dezidierten Bergschuhe an hat und allenfalls mit einer Schneehose und einer dicken Jacke vom Schlittenfahren daherkommt.

Hier hast du diverse (Seil-) Bahnen zur Verfügung. Die höchste Luftseilbahn Europas geht zum Klein Matterhorn auf 3820 m Höhe. Die höchste Eisenbahn Europas führt aufs Jungfraujoch auf 3454 m. Beide liegen in der Schweiz.

Andere interessante Seilbahnen findest du in Chamonix (Aiguille du Midi, 3777 m) oder auch im Saastal (Mittelallalin, 3454 m).

Bei all diesen Seilbahnen dürfte man die Höhe schon durch Kurzatmigkeit merken und ggf. auch Kopfweh und/oder Übelkeit erleiden. Das sind die normalen ersten Symptome einer Höhenkrankheit, sollten nicht unterschätzt werden und lassen sich vermeiden, indem man sich im Vorfeld für ein paar Tage "einwandert" auf Höhen um die 2500 m, idealerweise auch etwas höher.

Was richtige Wanderungen / Besteigungen angeht, ist das total schwierig zu sagen, da sehr viel "Normalsterblichkeit" von den persönlichen Faktoren wie Physis und Psyche abhängt. Es gibt aber einige 3000er, die ohne besondere Ausrüstung wie Bergschuhe, Steigeisen oder Seiltechnik, aber mit der entsprechenden physischen und moralischen Konstitution möglich sind. Man darf aber keinesfalls davon ausgehen, dass ein "leichter" 3000er leichter sei als "sehr schwierige" Wege im Schwarzwald, im Harz oder im Fichtelgebirge. Vor drei Jahren habe ich mich auch schon auf einem ausrüstungstechnisch normalerweise leichten 3000er, der Verpeilspitze, nach einer Kaltfront im Hochsommer durch knietiefen Schnee gewühlt. mit Rutschgefahr und Orientierungsschwierigkeiten (weil sämtliche Markierungen unter der Schneedecke waren und wir die ersten und einzigen waren, die an diesem Tag hoch sind). Wer da nicht gewaltige Kompetenz- und Ausdauerreserven hat, sollte sich unbedingt einen Bergführer nehmen.

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Mit 14 habe ich den Laden auch noch sehr gehasst.

Anstatt wie mein Vorredner zu überspringen war es meinen Eltern wichtig, dass "der Junge nicht abhebt", weshalb sie sich in der 3. Klasse gegen den entsprechenden Vorschlag einer Lehrerin entschieden haben. Beim Übertritt sollte ich auf die Realschule kommen, obwohl der Rektor der aufnehmenden Realschule entschieden zum Gymnasium riet (die allg. Hochschulreife konnte ich dann per beruflichem Gymnasium machen). "Abgehoben" bin ich letztendlich trotzdem.

Was ich aber dabei gelernt habe, ist, Bildung nicht für selbstverständlich hinzunehmen. Ich hätte es mir bequem machen können. Trotz einer bereits in der Vorschule auffälligen Intelligenz hätte ich nach der mittleren Reife meine schulische Laufbahn beenden können, ohne dass jemand etwas dagegen gesagt hätte.

Aber ich weiß auch, dass ich mit 14 noch gar nicht so recht wusste, was ich vom Leben wollte. In der achten Klasse hatte ich mich gerade aus der Opferrolle einer Mobbingphase herausgekämpft, gerade meinen zweiten Verweis kassiert (der erste war eine direkte Folge nicht gemachter Hausaufgaben, hat aber nie Wirkung gezeigt, außer dass ich es mit der Zeit besser vertuschen konnte) und hasste es dementsprechend ebenfalls, zur Schule zu gehen. Erst so mit 15, 16 entwickelte ich (auf der Realschule notgedrungen) eine Perspektive. Diese blieb bis zur Oberstufe freilich nicht die gleiche, aber zumindest war es eine. Nicht zuletzt auch, weil ich in den letzten zwei Realschuljahren auf einer anderen Schule war, auf der mich die Lehrer noch nicht als faulen Hausaufgabenverweigerer kannten sondern mich auch mal für gewisse Wissenswettbewerbe o.ä. anmeldeten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Erst einmal bist du es niemandem schuldig, das Abitur zu machen. Wenn dich die Schule ankotzt, dann ist das akzeptabel. Wenn du aber davon überzeugt bist, nur mit dem Abitur ein Studium und/oder einen Beruf machen zu können, für den du wirklich brennst, dann solltest du dich in den nächsten ein, zwei Jahren damit beschäftigen, was das für Tätigkeiten sein könnten. Das hilft dir, auch die letzten paar Schuljahre zu überstehen und sogar ein richtiges Interesse an den entsprechenden Fächern zu entwickeln. Das muss nicht immer der gleiche Zukunftsplan sein, aber wenn du dich einmal mit den Fragen zu deiner Zukunft auseinandergesetzt hast, ist es kein großer Aufwand mehr, das nochmal zu machen.

Fördermodelle für besonders begabte Schüler sind zwar schön und gut, aber einerseits braucht es dazu einen guten Draht zu den Lehrern, denn deren qualitative Begutachtung ist ein wichtiges Kriterium, dort überhaupt reinzukommen. Andererseits braucht man für bestimmte wenige Hochbegabungsförderprogramme auch den Nachweis über ein (nicht gerade billiges) begabungsdiagnostisches Gutachten (von dem ich dir aber nicht per se abraten will). Andererseits ist es so, dass Motivation durch Wertschätzung und diese vor allem durch Engagement kommt. Wenn du eine tolle Idee für "Jugend forscht" hast, selbst deine Lehrer auf Teilnahmen an Matheolympiaden oder Wirtschaftsplanspielen ansprichst oder dem federführenden Sportlehrer bei "Jugend trainiert für Olympia" deine Hilfe als Schiedsrichter oder Auswerter anbietest, dann wird dir einerseits nicht langweilig und andererseits werden Lehrer auf dich und deinen Intellekt aufmerksam, ohne dass du dich in besonderen Begabungsprogrammen à la "Malcolm Mittendrin" berieseln lassen musst.

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Intelligenz ist im kognitiven Bereich ein Wettbewerbsvorteil. Intelligente Leute erzielen tendenziell die besseren Schulnoten (muss nicht immer so sein, ist aber sehr hilfreich dabei), schaffen die gleiche kognitive Arbeit mit weniger Zeitaufwand und qualifizieren sich damit für angesehene Jobs.

Hinzu kommt, dass Intelligenz eine der wenigen halbwegs valide quantifizierbaren Charaktereigenschaften ist. Dadurch kann man sich konkret mit anderen vergleichen und aus der Intelligenz ein Statussymbol machen.

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Nach Papier. Da steht das nämlich drauf.

Darüber hinaus ist das mit dem IQ, bzw. der Intelligenz so eine Sache. Man hat sie halt. Frag' jemanden, der sechs Finger an jeder Hand hat, wie es sich anfühlt, sechs Finger zu haben.

Ein Phänomen, welches ich vielleicht echt ein bisschen auf meine Hochbegabung zurückführen würde, ist so eine Art "Hochstaplersyndrom". Intellektuelle Arbeitsergebnisse, die von anderen Leuten zum Teil sehr gewürdigt werden, fallen mir meistens relativ leicht. Dadurch habe ich oft das Gefühl, dass mein Aufwand überschätzt wird, bzw. ich das Lob nicht verdient habe. Das belastet natürlich ein bisschen meine Arbeitsmoral und an mich wurde auch schon von direkten Vorgesetzten, die mich länger kannten, herangetragen, ich verkaufe mich unter Wert. Es ist halt doof, wenn man nicht in der Lage ist, Arbeitsergebnisse als (für ein Projekt o.ä.) bahnbrechend einschätzen zu können.

Ansonsten funktioniert mein Leben recht, wahrscheinlich wie bei jeder normalbegabten Person auch. Ich habe Hobbys, dadurch auch viele Freunde und in der Liebe läuft es auch. Man baut sich ja auch im Laufe des Lebens so eine Art Blase, in der man sich wohl fühlt und die meiste Zeit gar nicht merkt, dass man im Kopf ein bisschen schneller ist (vielleicht auch automatisch Freunde findet, die selbst etwas intelligenter sind als der Durchschnitt - nicht jeder kennt seine Intelligenz)

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Die Schulnoten haben keinerlei Einfluss auf die Intelligenz, sodass sie sie nicht definieren können.

Die Intelligenz hat tendenziell einen Einfluss auf die Schulnoten. Zwar ist das nicht zwangsläufig so und sicherlich macht das die Schulnoten nicht zu einem Messinstrument der Intelligenz, aber in guter Näherung ist eine Einschätzung auf dieser Basis sicherlich nicht ganz falsch. Zumindest werden es unterdurchschnittlich intelligente Leute trotz der inzwischen relativ freundlichen Notengebung sehr schwer haben, Spitzennoten zu erzielen.

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Sage, was du siehst. Aber mache deine Sicht auch als solche kenntlich: "Ich habe den Eindruck, dass....", "Mir ist aufgefallen,...", "Ich habe vorhin gesehen, dass du XY auf diese Weise machst. Ich habe das so auch schonmal ausprobiert. Für mich ist es auf eine andere Weise leichter." und sowas. So kann dein Gegenüber sich damit auseinandersetzen und selbst beurteilen, ob deine Kritik ihn/sie voranbringt oder nicht.

Ich finde auch wichtig, dass man dem Gegenüber eine gewisse "Verteidigung" erlaubt. Also nicht: "Du hast nicht geputzt!", sondern "Hast du in der letzten Woche geputzt, wie es im Putzplan stand?" - es kann ja sein, dass zwar geputzt wurde, aber die Technik total unzureichend ist - hier wäre das Vorurteil, dass überhaupt nicht geputzt wurde, nicht konstruktiv sondern ein Angriff. Falls ja, kannst du immer noch die Technik kritisieren: "Ich habe heute Morgen gesehen, dass ... und finde, dass wir das beim Putzen auch erledigen können."

Konstruktive Kritik lässt sich stets konkret anbringen, weil sie generalisierbar ist und es Beispiele gibt. Wenn du diese Punkte nicht abhaken kannst, ist es keine konstruktive Kritik.

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Die Intelligenz ist ein statistisches Phänomen und ihre Ausprägung folgt im wesentlichen einer Normalverteilung. Das heißt, es gibt einen Durchschnitt und eine Streuung. Somit ist auch jede Paarung zweier Artgenossen ein statistischer Prozess, bei dem ein Erwartungswert und eine Streuung herauskommt. Es wäre nun jedoch vermessen, nur auf die beiden Paarungspartner zu gucken, schließlich tragen auch sie Gene, die bei ihnen nicht umgesetzt wurden, ihren Weg jedoch in eine Folgegeneration machen und dort aktiviert werden können. Folglich ist keine konkrete Aussage möglich.

Meine Einschätzung wäre, dass sich der Erwartungswert der Intelligenz des Kindes irgendwo zwischen Durchschnitt der Eltern und dem Durchschnittswert der Gesamtbevölkerung befindet und mit 95%iger Sicherheit innerhalb von +/- 30 IQ-Punkten um diesen Erwartungswert herum liegt.

Allerdings ist der Anteil des genetischen Einflusses auf die Intelligenz irgendwo zwischen 40 und 70%, sodass der Aussagewert, den meine Einschätzung hat, sehr limitiert ist...

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Generell ist es äußerst schwierig, einen Intelligenztest von der Krankenkasse finanzieren zu lassen. Gesetzliche zahlen zwar, wie man immer wieder hört, so einen hahnebüchenen Schwachsinn wie Globuli, einen IQ-Test in der Regel jedoch nicht.

Ansonsten ist das Vorgehen ziemlich straightforward: Du suchst eine auf Begabungsdiagnostik spezialisierte psychologische Praxis heraus und meldest dich da. Kannst dir ja auch gleich schonmal ein Angebot machen lassen, wenn es nur um den Test geht. Mehrere 100 € dürftest du dafür investieren müssen.

Es gibt auch eine billigere Alternative im Gruppentest beim Hochbegabtenverein Mensa. Wenn dein Umfeld eh schon von einer Hochbegabung spricht, könnte dieser Test eine Option sein. Wenn die Ausgangslage eher eine durchschnittliche Intelligenz wäre, würde der Mensa-Test keine ganz so belastbaren Ergebnisse bringen, weil er bei der Schwelle zur Hochbegabung maximal scharf misst. Aber für deine Fragestellung sollte dieser Test zunächst ausreichen. Wäre halt ein Gruppen- und kein Einzeltest, dafür aber deutlich billiger.

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Ist halt schwer zu sagen, ob diese Leute am Intellekt oder am Wirbel um ihre Person zerbrochen sind. Zweifelsohne waren die Leute, die du aufzählst, relativ erfolgreich in dem, was sie taten und waren dadurch auch einer gewissen Publicity ausgesetzt, wurden vielleicht auch von Reportern zu Aussagen gedrängt, die sie später bereuten. Was natürlich auch sein kann, ist, dass sie an den Erwartungen ihres Publikums zerbrachen. Soll heißen: Wenn man mal ein Formtief hat, aber das Publikum großes von einem erwartet (Bobby Fisher als amerikanischer Schachspieler im kalten Krieg - man denke nur mal bei der Konkurrenz und der Berichterstattung an andere Sportereignisse dieser Zeit wie Olympia), kann man innerhalb kurzer Zeit mental ziemlich fertig gemacht werden...

Läge es nur am Intellekt, wären in der Geschichte sicherlich schon mehr Leute zerbrochen.

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Prinzipiell ist das unmöglich. Man weiß Einsteins IQ nicht. Es gibt allerdings eine gewisse Mode, die von der Klatschpresse ausgeht, so etwas bei berühmten Leuten zu schätzen.

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Was meint du mit "geistig nicht so besonders dotiert"?

Ich bin seit über 10 Jahren in einer glücklichen Beziehung. Sie ist knapp überdurchschnittlich intelligent (114 < IQ < 130, also "durchaus ordentlich dotiert"), ich bin hochbegabt (129 < IQ). Es klappt wunderbar zwischen uns, auch intellektuell. Da meine Freundin aus einer sehr akademischen Familie stammt, ist sie sehr offen für spannende Diskussionsthemen und hat, bzw. entwickelt interessante Ansichten, die ich tiefgründig nachvollziehen kann, aber auch meine eigenen Argumente weiß ich verstanden. Man muss sich halt in einer Beziehung auch verständlich ausdrücken. Das ist aber, wie jeder weiß, kein Problem, das sich rein auf die Ausdrucksweise Hochbegabter beschränkt.

Eine Beziehung mit einem extremen Intelligenzgefälle könnte ich mir schon deutlich schwerer vorstellen. Das dürfte sich wie mit dem Bildungsgrad oder dem Wohlstand der Beziehungspartner verhalten. Wenn sich die Umstände, in denen jemand aufwächst, sehr stark unterscheiden, entwickeln sich ggf. unterschiedliche Wertvorstellungen, Prioritäten, etc. und das kann in einer Partnerschaft zu Konflikten führen.

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Mit dem IQ hat das wenig zu tun. Es gibt auch hochbegabte Esoteriker, Impfgegner, Astrologen,...

Ich würde eher den Bildungsgrad heranziehen. Wer in der wissenschaftlichen Methodik ausgebildet ist und sich in diesen Fragestellungen die Mühe macht, diese Fähigkeiten herauszukramen, tut sich leichter, die Lage einzuschätzen als jemand, der mit Statistik nichts anfangen kann und den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess nicht kennt.

Gerade die großen Reichweiten, welche die Social-Media-Aluhutträger erzielen, zeigen, dass viele Leute einfache Erklärungen suchen, die ihnen die Wissenschaft prinzipiell nicht geben kann. Es ist immer leichter, jemandem zu folgen, der zwar ein paar abstruse Annahmen hinzudichtet, diese aber - logisch häufig korrekt - zu relativ bequemen Schlussfolgerungen führt und damit den Eindruck vermittelt zu wissen, wie der Hase läuft als sich von einem Wissenschaftler lange Vorträge darüber anhören zu müssen, warum es kein klares "ja" oder "nein" zu bestimmten Fragen geben kann.

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Nein

Generell ist der IQ eine statistische Zahl, die auch mit den besten Messmethoden noch mit einer Unschärfe behaftet ist. Allein die Tatsache, dass du dich heute anders fit fühlst als morgen kann einen EInfluss auf das Ergebnis eines IQ-Tests haben.

Man darf sich den IQ daher nicht so gut aufgelöst vorstellen wie es Werte um die 100 suggerieren. Ein Unterschied zwischen 100 und 102 dürfte nicht messbar sein, d.h. von anderen Effekten so stark überlagert werden, dass der Unterschied im Alltag absolut nicht festgestellt werden kann. Aber mal ehrlich: Siehst du dich in der Lage, im Alltag zwei Leute der Größe nach zu unterscheiden, wenn Person A 1,71 und Person B 1,73 m groß ist? Bedenke, sie tragen unterschiedliche Frisuren, Klamotten, Schuhe, haben sich den Tag über unterschiedlich bewegt und haben eine unterschiedliche Körpersprache.

Wofür wir Menschen aber ein ganz passables Gefühl haben, ist ein grobes Maß. Bei jemandem, der 2 m groß ist, wissen wir, dass diese Person sehr groß ist (vielleicht rätseln wir noch darüber, ob die Person 1,98, 2 oder 2,02 m groß ist), weil sie stark vom dem Bereich, den wir aus dem Alltag gewöhnt sind, abweicht. Das heißt auf die Intelligenz bezogen, dass wir durchaus merken, wenn jemand intellektuell stark von dem abweicht, was wir aus dem Alltag kennen. Dabei dürfte der Blick von Außen tatsächlich zuverlässiger sein als das eigene Selbstbild. Jemand, der 2 m oder 1,50 m groß ist, merkt zwar, dass die eigene Körpergröße nicht so hundertprozentig in die große Masse passt, aber man gewöhnt sich doch recht schnell an die eigene Situation und lebt damit, ohne sich ständig über sein statistisches Ausreißen zu wundern. Andere Leute, die "nicht in einem solchen Körper stecken", sind in dieser Hinsicht sensibler.

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a) mach' dir Gedanken, wie die Funktion aussehen könnte, wenn a die verschiedenen Werte (also größer, kleiner, gleich null) annimmt. Setz' einfach mal eine entsprechende Zahl ein (Tipp: +1, -1, 0 ist immer gut, weil man damit leicht rechnen kann) und stelle dir die Funktion vor. Wann werden Brüche größer 1, kleiner 1, gibt es Werte, die a nicht annehmen darf, welche die x nicht annehmen darf? (bspw. "durch 0 teilen"), wie verändert sich das Vorzeichen der gesamten Funktion?

b) Funktion nach x ableiten und für x die 2 einsetzen. Du erhältst eine neue Funktion, in der kein x mehr als Variable vorkommt, dafür aber a.

c) Funktion nach x aufleiten und das Integral für das vorgegebene Intervall berechnen (sind ggf. Nullstellen zu erwarten, wo man das Intervall aufteilen muss?). Erneut bekommst du eine neue Funktion, in der kein x mehr als Variable vorkommt, dafür aber a.

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Was erwartest du von dir mit deiner Hochbegabung? Wie soll sich diese zeigen? Ich habe auch eine sehr wechselhafte Schulzeit hinter mir, vor allem notentechnisch. Man konnte keineswegs zu jedem Zeitpunkt eine Hochbegabung vermuten, aber es gab auch Schuljahre, in denen man es nicht leugnen konnte (ich habe mich erst mit 25 testen lassen). Rückblickend würde ich sagen, dass das schon stark davon abhing, ob die Erwartungen, die an mich gestellt wurden, von anderen kamen oder von mir. Kamen sie von außen, waren sie meist nicht so hoch und ich konnte sie mühelos erfüllen, konnte es mir sogar erlauben, bewusst bei Klassenarbeiten Mist zu bauen. Kamen sie von mir, konnte ich mich im Unterricht anders konzentrieren, mitmachen und schrieb auch ohne viel außerschulischen Lernstress gute Noten. Ich habe tatsächlich rückblickend die Erfahrung gemacht, dass das Abitur für mich so "flowig" war, dass ich als HB einen Entwicklungsschritt nicht, bzw. viel später gemacht habe als die meisten anderen Schüler. Denn wer in der Schule bereits an Grenzen stößt, hat die Gelegenheit, relative Stärken und Schwächen (im Zusammenhang mit schulischen Themen) zu identifizieren. Das ist jedoch ein Schritt, der dazu führen wird, dass du Interessen entwickelst.

Begabung wird ja erst zu Leistung, wenn sie durch Motivation und Übung, also Aktion gefüttert wird. Das mit den "Spezialinteressen" hat durchaus einen realen Kern, muss aber nicht zwangsläufig nur auf Hochbegabte zutreffen. Bei dem, was wir unter Interesse verstehen, ist ja die Motivation schon impliziert, sodass nicht einfach nur eine Begabung dafür vorliegen muss. Das ist ja im Grunde wie mit der Partnersuche: Diei meisten Menschen haben die natürliche Veranlagung ("Begabung") für eine Beziehung. Das bringt uns aber nicht viel, wenn wir uns nicht die Chance geben, unter Leute zu gehen, potentielle Partner anzusprechen, zu werben, uns zu verlieben, auch mal einen Korb zu riskieren, Prioritäten zu setzen und Kompromisse einzugehen.

Ergo: Probier' dich aus, wage dich in seriöse Denkprobleme hinein! Vielleicht kannst du ja mal was programmieren, eine Novelle schreiben, eine Party organisieren, eine Bergtour planen, ... Ich habe letztendlich sogar einen ersten Bachelor gebraucht, um in diesem dann festzustellen, mit was für Fragestellungen ich mich identifizieren kann, weil das Gymnasium mich diesbezüglich noch nicht ausreichend "analysieren" konnte.

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"Streit", bzw. der Angriff von Theorien durch Experimente ist die wissenschaftliche Methodik schlechthiin.

Wissenschaftler "streiten" sich ja nicht, indem sie sich dummes Zeug an den Kopf werfen wie die Leute, die etwa den menschgemachten Klimawandel anzweifeln. Aber wissenschaftliche Entdeckungen werden von der Community zeitweise angezweifelt, überprüft und korrigiert. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich themenweise durchaus um halbwegs abgeschlossene Prozesse handelt. Die meisten wissenschaftlichen Entdeckungen sind nach kurzer Zeit nämlich nicht mehr umstritten sondern entweder als "State of the Arts" anerkannt oder verworfen. Um beim Beispiel des menschgemachten Klimawandels zu bleiben: Die Theorie war sehr schnell nach ihren ersten Veröffentlichungen anerkannt, da sie ein beobachtbares Phänomen sehr elegant zu erklären vermochte. Ein ernsthaft wissenschaftlicher Widerstand war, wenn überhaupt, relativ kurz. Dies schließt jedoch keineswegs aus, dass die Theorie selbst laufend verfeinert und weiterentwickelt wird.

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Ich habe in Festkörperphysik mal eine Seminararbeit über die 16 Kristallstrukturen von Wassereis geschrieben. Ist zwar etwas nerdy, aber ein Vortrag über das Phasendiagramm von Wasser, in dem man einfach mal kurz auf die Kristallstrukturen eingeht, seine Anomalie oder die Wasserstoffbrückenbindung sind sehr interessante Themen.

Was sicherlich auch ganz cool ist, ist das Thema Mikrowellenofen. Was das mit Wasser zu tun hat? Find's raus! (Ich war mal Tutor für Impedanzspektroskopie)

Wasserverschmutzung ist auch ein ganz interessantes Thema. Entweder historisch anhand von Umweltkatastrophen wie Deepwater Horizon. Vor knapp zwei Jahren habe ich mal das Smartphone-Photometer von der HAW Hamburg zusammengebaut, damit kann man Wasserproben anhand ihrer optischen Eigenschaften auf Verschmutzung testen und mit dem Smartphone auswerten. Daraus ließe sich sicherlich auch ein Vortrag machen ("welcher Wasserhahn in der Schule ist am saubersten?")

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Meine Mutter glaubt ich wär hochbegabt?

Also meine Mutter glaubt ich bin hochbegabt oder intelligent, ich wollte hier mal fragen ob ihr das für wahr haltet und werde versuchen mich grob zu schildern.

Ich neige zu autistischen Symptomen, ich weiß das ich eine hohe emotionale Intelligenz habe, ich hatte schon als klein Kind viel Empathie und um ehrlich zu sein leide ich mehr darunter. Wenn ich mich für etwas interessiere merke ich es mir sofort, manchmal nur grobe Informationen aber meistens fließt es dann aus meinem Kopf und deswegen werde ich oft als Lexikon bezeichnet, klingt jetzt überheblich, ich finds persönlich sowieso übertrieben. Ich verstehe mich nicht so gut mit den meisten Leuten in meiner Altersgruppe und bin eigentlich sehr reif, andererseits aber auch extrem naiv. Ich hatte noch nie viele Freunde und meine Denkmethoden sind viel komplexer als die anderer und die meisten Leute können diese nicht nachvollziehen. Ich bin zu Leuten die mir nicht nahe stehen extrem direkt und ehrlich, geht es nicht gerade um meine eigenen Gefühle. Ich würde selbst eigentlich nur sagen das ich sehr verloren in meiner Identität und mir selbst bin, um ehrlich zu sein hab ich keine Ahnung ob ich intelligent bin, ich würde aber sagen das ich geistig gestört sein könnte, ich hab von Klein Kinder Jahren auf Tics, die nicht verschwinden und bei Stress auch noch schlimmer werden. Ich hab auch Mal in Betracht gezogen das ich unterdurchschnittlich intelligent und oder vllt eine andere geistige Behinderung habe. Außerdem war ich schon als Kleinkind sehr gut in Deutsch, meine Mutter ist alleinerziehend und nicht deutschsprachig, Grammatik, Rechtschreibung, da habe ich überall fast nie Fehler gemacht. Laut Tests bin ich sowieso emotional und linguistisch veranlagt, kann also auch nur daran liegen. Also was denkt ihr?

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Autistische Symptome sprechen je nach Schwere eher für eine verminderte Intelligenz. Autismus kann eine sehr schwere Krankheit sein, die lebenslange intensive Pflege bedarf, ähnlich einem schweren Down-Syndrom o.ä. Sehr weit verbreitet sind Klischees, die in der Berichterstattung gerne in den Vordergrund gerückt werden und auch die für "milde" Autisten übliche Ausbildung von Spezialinteressen. Tatsächlich ist es so, dass mit einer relativ niedrigen Störung im Autismus-Spektrum, bspw. beim bekannten Asperger-Syndrom, eine normale Intelligenzverteilung vorliegt und daher "Hochbegabung und Asperger-Autismus" eine ähnlich wahrscheinliche Kombination ist wie "Hochbegabung und nicht autistisch". Die Tatsache, dass im Rahmen einer Autismus-Diagnose auch die Intelligenz getestet wird, führt dazu, dass überproportional viele Autisten von ihrer Hochbegabung erfahren, wenn sie sie haben.

Eine Hochbegabung kann man aufgrund deiner Erzählung nicht zweifelsfrei feststellen oder ausschließen. Im Grunde ist das Attribut auch nicht relevant. Die Übergänge von nicht-hochbegabt zu hochbegabt sind fließend. Beim mathematischen Modell der Intelligenzverteilung handelt es sich um eine kontinuierliche Funktion und das Kriterium, ab dem man von Hochbegabung spricht, ist ein statistisches Maß, das dementsprechend mit Unschärfen beim Übergang behaftet ist. Nichtsdestotrotz kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es den Alltag durchaus erleichtert, wenn man konkret weiß, dass man kognitiv signifikant vom Durchschnitt abweicht. Im Grunde ist die Vermutung deiner Mutter also gut gemeint und so, wie du dich beschreibst, nicht unbegründet. Die Frage ist nun, ob auf diese Vermutung auch Konsequenzen folgen, bzw. dein Leidensdruck groß genug ist, dass du Konsequenzen für nötig hältst. Eltern sind natürlich nicht qualifiziert, die Intelligenz ihrer Kinder einzuschätzen. Dementsprechend solltet ihr euch zunächst mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, dein Begabungsprofil zu ermitteln, um daraus Schlüsse für bspw. deine Ausbildung zu ziehen. Je nachdem, ob es dich "nur mal so interessiert" oder du wirklich Probleme im Alltag hast, kannst du dabei die (wissenschaftlich dennoch zuverlässige) Billigvariante von Mensa e.V. (Mindestalter 14 Jahre) oder eine ausführliche Diagnostik bei einem auf Begabungsdiagnostik spezialisierten Psychologen wählen.

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