Wieso wundern sich die Deutschen, dass sie irgendwann aussterben?

44 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

An der Frage ist was dran... auch mit Familien im Brennpunkt ^^

Meine Begründung:

Materielle Grundlagen müssen geschaffen sein -> Berufliche Etablierung (daher auch der Grund, weshalb deutsche Kinder tendenziell später zur Welt kommen).

Mit dem Wunsch nach materieller Absicherung verengt sich so der Zeitkorridor für die Geburt von Kindern auf wenige Jahre. Das wiederum macht das Aufziehen einer größeren Zahl von Kindern unwahrscheinlich.

Dies ist das Plausibelste. Auch ich (23 Jahre) möchte meine potenziellen Kinder nicht mit Sozialhilfe großziehen, sondern durch eigene Kraft ein Vorbild für den Nachwuchs sein. So ticken halt die deutschen tendenziell. Statistisch ist auch bewiesen, das die Kinder, dessen Eltern einer Beschäftigung nachgehen beruflich mehr Erfolg haben, als wenn beide Elternteile (bei der Familienplanung) Arbeitslos waren, bzw. über nicht genug eigene finanzielle Mittel verfügten.

Man betrachte die letzten Jahre... die Anzahl an gut bezahlten Vollzeitstellen ist deutlich zurückgegangen... die Anzahl der Minijobs und Arbeit im Niedriglohnsektor nahm hingegen enorm zu. Dies wirkt sich weiterhin negativ aus. Zusätzlich schallt der Begriff ,,Feminismus" umher und treiben Frauen an Karriere zu machen und dem Rollenbild der Hausfrau und Mutter zu entkommen.

Zum Schluss (da braucht man nur mit offenen Augen durch die Weltgeschichte zu laufen), trägt der gesellschaftliche Verfall seinen Teil dazu bei, das man kein Kind in die Welt setzen möchte, die stetig asozialer wird.

Ich bekomme bestimmt ,,die Keule" übergebraten wenn ich das jetzt zur Sprache bringe... aber diversen ,,Minderheiten" ist es egal, das deren Kinder durch die Solidargemeinschaft finanziert werden. Man betrachte auch deren Kinder... viele bringen es nicht weit im Leben... und durch ihr schlechtes Vorbild zum Verfall der gesellschaftlichen Werte beitragen.

Nehmen wir mal an... jeder Mensch würde nur so viel Kinder bekommen, wie sie imstande sind selbst zu versorgen (Ausgangspunkt -> Familienplanung)... oder vielleicht eines, das durch die Solidargemeinschaft mitfinanziert wird.

Wir hätten das Problem Überbevölkerung nicht mehr... wir hätten Nachwuchs, dessen Eltern Vorbilder sind und werden diese Werte ihren Kindern weitergeben (weniger Perspektivlosigkeit -> weniger Kriminalität / Radikalisierung).

Man hätte mehr Wohlstand, die natürlichen Ressourcen  der Welt hielten länger und verschaffen mehr Zeit zum ausreifen für alternative Energien.... etc. Ich sehe nur Vorteile.

Und sorry... ich kann es nicht verstehen wenn Eltern, die von der Hand in den Mund leben 7 Kinder auf die Welt bringen. Sie tuen ihren Kindern keinen gefallen und tragen zur Überbevölkerung der Welt bei. In einem Bericht las ich vor einigen Wochen, das alle Menschen auf der Welt massiv arm wären, wenn man das gesamte Vermögen der Welt auf alle Menschen dieser Welt verteilen würde.

Mensch.. ich komme mir vor wie der größte ,,Menschenfeind", dabei will ich doch nur klarmachen wie wichtig es ist logisch zu denken. :D

 

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@MickyFinn

Nehmen wir mal an... jeder Mensch würde nur so viel Kinder bekommen, wie sie imstande sind selbst zu versorgen (Ausgangspunkt -> Familienplanung)... oder vielleicht eines, das durch die Solidargemeinschaft mitfinanziert wird.

Das ist auch meiner Meinung nach der Idealzustand, da stimme ich dir zu, in deiner Antwort sprichst du viel richtiges an. Irgendwo ergibt sich da eine ganz natürliche Grenze. Ein Professorenehepaar hat zwar sicherlich genug Geld, um einigen eigenen Kindern was zu bieten, ist aber beruflich ziemlich eingespannt und hat für die Erziehung nicht viel Zeit. Ich würde schätzen, dass bei ungefähr 5 Kindern auch da die Grenze erreicht ist. Und dann gibt es da noch die sozial schwachen Familien, bei denen man den Eindruck hat, dass das Kindergeld dort die Haupteinnahmequelle ist. Und dementsprechend sieht etwa die Kleidung der Kinder aus. 

Die Logik des Fragestellers hingegen verstehe ich nicht. Ich verstehe nicht, inwiefern sich mehr dadurch mehr Kinderfreundlichkeit ausdrückt, dass Großfamilien in Zukunft einmal im Jahr gemeinsam mit Queen Merkel dinieren dürfen. Davon und von einem feuchten Händedruck können die sich für den Rest des Jahres auch nix kaufen. Niemand hat etwas davon, wenn der Großteil der Familien 10 Kinder zuviel in die Welt setzt, aus denen dann (böse gesagt) eh nix wird. Das "Aussterben der Deutschen" wäre dann verhindert, (nochmal böse gesagt) die Qualität der Deutschen würde aber auch sinken.

Ich hab eben mal gegoogelt, was die wahrscheinlich am besten dokumentierte Großfamilie Deutschlands so beruflich macht. Dieter Wollny ist seit Ende der 80er Invalidenrentner, Silvia Wollny ist anscheinend arbeitslos. Das älteste der 11 Kinder ist 1994 geboren. Ich kann verstehen, warum sie das Angebot zur Doku-Soap angenommen haben. Denn dank RTL2 kommt zumindest ein bisschen Geld rein, RTL2 spendiert auch ab und an mal einen Familienausflug und sowas. Man kann drüber streiten, ob das moralisch in Ordnung ist, aber die Nachfrage nach solchen Shows scheint da zu sein und die Wollnys tun zumindest dadurch etwas dafür, ihre Situation (bzw. die ihrer Kinder) zu verbessern.

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@ceevee

 In einem Bericht las ich vor einigen Wochen, das alle Menschen auf der Welt massiv arm wären, wenn man das gesamte Vermögen der Welt auf alle Menschen dieser Welt verteilen würde.

Da würde mich ja die Quelle interessieren. Denn das kann ich mir nicht vorstellen. ;)

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@Kristall08

@Kristall08.

Ich habe nicht alle Quellen in Kopf, da ich  mich vielseitig versuche schlau zu machen. Diese hinterfrage ich ob diese Stichhaltig ist... und wenn ich der Meinung bin, das diese realisitisch ist, dann gebe ich diese an.

Machen wir es so... such du die Quelle... wenn du diese nicht findest, dann gib mir ein Zeichen, dann versuche ich dir diese zu liefern.

Entweder stehe ich als Depp da, da ich dir nicht die Infos liefern kann... oder Du, weil du nicht in der Lage bist zu recharchieren. Darauf werde ich dich festnageln und bin geneigt zuzugeben wenn ich falsch liegen sollte. 

Du bist am zug...

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@MickyFinn

Der Rueckgang der Deutschen ist statistisch belegt.

Es sterben jaehrlich 220 Tsd. Menschen mehr, wie Kinder geboren werden.

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@MickyFinn

Ich habe jetzt ca. eine halbe Stunde versucht, besagte Quelle zu finden, es ist mir aber nicht gelungen - deshalb wäre es sehr nett von dir, mir diese zu nennen, da mich das Thema wirklich sehr interessieren würde!

Vielen Dank im Voraus

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Deutschland hat kein negatives Familienbild. 

(Auch wenn es nur meine subjektive Wahrnehmung ist) Ich kenne einige deutsche Familien in meinem Umfeld, die je 9 bis 12 Kinder haben. Und sie kriegen das alles gut gebacken, fast alle Kinder gehen auf das Gymnasium, studieren machen eine Ausbildung. Alle sind gut erzogen etc. 

Wenn man will dann kann man es schaffen. 

Nichtsdestotrotz muss man dazu sagen, dass bei solchen Familien mindestens ein Elternteil zuhause bleiben muss, um sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. 

Wenn beide Elternteile arbeiten, und das ist in Deutschland öfter der Fall, dann sieht es auch schlecht aus mehrere Kinder groß zuziehen. 

Die deutsche Frau ist nun mal eine Karrierefrau, sie ist frei und unabhängig, verdient ihr eigenes Geld selbst, und/oder steuert etwas zur Haushaltskasse bei. 

Man könnte meinen, dass das Problem daran liegt, dass die Familien zu wenig Geld haben und sich mehrere Kinder nicht leisten können, das ist aber meiner Meinung nach eher weniger der Fall. Ich finde es gut, dass beide Elternteile arbeiten gehen, zwar finde ich, dass sowohl Mutter als auch Vater insgesamt weniger arbeiten sollten um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben, aber das ist eine andere Geschichte. 

In Frankreich gibt es bspw. mehr und bessere Betreuungsangebote, die man sich auch leisten kann. Und damit sind wir in Deutschland noch hinten dran. 

Meine Meinung ist trotzdem, dass man Großfamilien mit 12 Kindern nicht fördern sollte, wenn das jemand mag und damit zurecht kommt ist das definitiv lobenswert, jedoch sollte die Regel eher bei 1-3 Kindern liegen. 

Deutsche sterben nicht aus, viele mischen sich mit der ausländischen Mitbürgern, die in den letzten Jahrzehnten dazu gekommen sind. Viele Deutsche verlassen das Land, weil sie sich woanders mehr Glück erhoffen.

Es tut mir leid für die vielen Gedankensprünge, ich finde nur, dass man so ein umfangreiches Thema, das vom Fragesteller total pauschal in die Runde geworfen wurde, kaum im Rahmen eines kurzen Textes beantworten kann. 

Ich habe mir viele Antworten durchgelesen, Karieregeile Frauen werden da zitiert, RTL-Shows, und Russland.

Es ist nun mal ein Fakt, dass in den Industrieländern weniger Knder geboren werden, aber nicht, weil die Frauen zu emanzipiert sind um Knder zu bekommen sondern, weil man einfach Geld verdienen muss um zu Leben. Ich habe 2 Kinder lebe in einem Reihenhaus und habe ein Auto. Wir arbeiten beide um uns ernähren zu können und das Haus zu bezahlen. Ich habe nicht den Luxus, das meine Hütte nur einen Vorhang braucht. Es ist nun mal kalt in Deutschland.

Was ich auch noch anmerken darf, es gibt eine Iniziative des Bundespräsidenten, dass ab dem (weiß nicht genau) Kind der Bundespräsident die Patenschaft hat incl. jährlicher Einladung in den Schlosspark.

Keiner will das Mutterverdienstkreuz wieder einführen (Außer vielleicht in Bayern).

Das ganze hier klingt wieder sehr nach AFD Propaganda. Fakten ohne Bezug, leicht zu widerlegende Behauptungen und reiserische Aussagen. Die ganze Sache ist ja fast wie :"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber..."-Scheiß.

Wundern sich "die Deutschen" ? Ich glaube nicht. Ich denke, den meisten Deutschen ist das ziemlich egal. Vielleicht haben sie ja Recht. Aber vielleicht eben auch nicht.

Freilich gibt es auch in diesem Lande Menschen, die eine gewisse Meinungsführer-innen-schaft innehaben, und die nehmen es bewusst billigend inkauf. Wie ist es so gekommen?

Es war im Jahr 79, da überrollte eine Welle des Neofeminismus das Land. Nicht überall ist sie hängengeblieben, aber in den Redaktionen, die das Leitbild im Lande prägen. Vor allem geht es um das Leitbild der Frau. Das ist heute ganz klar die alleinstehende berufstätige Frau mit einem Kind oder eben auch keinem. Karriere soll sie machen. Mit zwei Kindern ist das schwer.

Die jungen Männer haben inzwischen längst nachgezogen. Heiraten und Kinder zeigen gilt als ziemlich uncool. Ehrlich gesagt ist das, was von der Ehe übergeblieben ist, für Männer ja auch nicht eben attraktiv.

Es gab einmal eine sehr bekannt Frau, die hatte schon Karriere gemacht im NDR. Kinder hatte sie keine. Plötzlich fiel ihr ein, dass sie doch welche wollte und dass ihre Uhr tickt. Ihr Fehler: Sie hat ein Buch darüber geschrieben, und das wurde schnell populär...  Was denkst Du, wie schnell ihre Kolleginnen öffentlich über sie hergefallen sind und sie als rechtslastig diffamiert haben, nur weil auch die Nazis dafür waren, dass viele Kinder geboren werden. Eingeknickt ist der NDR, und aus die Maus war es mit der Karriere.

Un da soll sich jetzt irgendjemand wundern ? Es sollte einen wundern, wenn es nicht so wäre, wie Du vermutest.

Es soll natürlich heißen "Kinder zeugen", nicht "zeigen".

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Karriere soll sie machen. Mit zwei Kindern ist das schwer.

Vor allem, wenn der Vater/Erzeuger sich vornehm aus der Aufzucht  raushält und sagt: "Iiich? Das ist Frauensache."

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@Dahika

Nee, meine Liebe, wenn der Vater sich Haushalt und Kinderaufzucht mit ihr gleich zu gleich teilt, machen eben beide keine Karriere, so einfach ist das. Ich habe damit leben können (vier Kinder), aber das Idealbild ist das heute eben nicht mehr.

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@Dahika

Solche Väter gibt es in Deutschland aber kaum noch. Die meisten denken so wie ich: Sich mit den eigenen Kindern beschäftigen, für sie zu kochen, mit ihnen Schulaufgaben machen, Sport treiben ... das macht richtig viel Spaß, hält fit und jung und man bekommt jede Menge Liebe zurück. 

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@Ottavio

Ottavio, ich glaube, dass die Frauen mehrheitlich noch nie freiwillig Kinder bekamen. Bis vor kurzem gab es nur die Alternative: Kinder oder Enthaltsamkeit. Inzwischen kann die Menschheit den Kick von seinen Folgen abtrennen  - wie den Dotter vom Eiweiß.

Das hat einerseits den Vorteil, dass man keine ungewollten Kinder mehr in den Lokus zu schmeißen braucht. Andererseits brauchen die Frauen eine Rechtfertigung, warum sie ihrer Bestimmung nicht nachkommen, die neuerdings in ihrer Entscheidungsmöglichkeit liegt. Was dabei herauskommt, ist aber ebenfalls das natürlichste der Welt:

Es sind immer die anderen Schuld. Sie selbst wollen ja so gerne Kinder kriegen. ;-))

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In Deutschland werden Großfamilien ab einer gewissen Anzahl von Kindern ebenfalls geehrt. Auf Antrag kann man hierbei eine Patenschaft vom Bundespräsident für das 7. Kind beantragen. Wenn ich mir nicht irre gibt es dabei auch ein Geldgeschenk an die Familie.

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