Was ist leichter zu erlernen? Fachinformatiker oder Tischler?

6 Antworten

Kommt drauf an, wofür man talentiert ist.

Fachinformatiker klingt erstmal akademischer.

Den Tischler sollte man nicht unterschätzen. Natürlich gibt es auch "Möbelmonteure" , die nichts anderes können als Spanplatten zusammenzuschrauben. Ein echter traditioneller Tischler/Schreiner muss sich mit den Eigenheiten von Holz, der Chemie von Farben, Ölen, Leimen auskennen.

Ich selbst habe als ersten Beruf vor 45 Jahren Zimmermann gelernt (damals gab's noch keine Computer für jeden). Der Entwurf (und Bau) einer geschwungenen Treppe war die Königsdisziplin ...Natürlich ohne Computer. ...und eine richtig gute Treppe musste ohne Schrauben und Leim halten...

Wenn ich mit meiner Lebenserfahrung als Zimmermann, Schlosser und Programmierer ein Urteil abgeben müsste, würde ich behaupten das ein tratditioneller Tischler eine wesentlich breitere Wissensbasis benötigt. Hinzu kommt, das er auch noch mit seinen Händen umgehen können muss. 2 linke Pfoten oder "Kartoffeln auf den Augen" sind ein NoGo in diesem Beruf . Geht es dann noch in Richtung Meisterbrief, kommt auch noch ein kommt auch noch ein "kleines" BWLstudium hinzu... (Ich rede hier nicht über IKEA-Monteure!)

Wirklich vergleichbar sind die Berufsfelder nicht.

Wenn Du wirklich wissen willst mache ein Paar Praktika in den jeweiligen Berufsfeldern.

Du kannst ja auch jederzeit die Berussparte wechseln... Man lernt nie aus und ein Leben ist lang.

Hallo Trialos,

Du solltest das machen, was Dir mehr Spaß macht, und wo Du Dich nicht quälen muss, um es Dir selber anzueignen.

Wenn Du es selber nicht weißt, was besser passt, schau Dir bei Youtube "Einsteiger Tutorials" an und probiere es einfach mal aus.

Dann merkst Du schnell, obs Dir Spaß macht oder nicht. 😊 🙏 Neues Lernen ist immer gut, egal ob in Ausbildung oder autodidakt.

Tischler ist eben handwerklich in der Produktionshalle, das sind alles Arbeiten die mit Maßen zu tun haben, bei Holz ist die gängige Einheit mm, oder cm. Jedes Werkstück muss ja zuerst nach "Maß" aus der Konstruktionszeichnung hergestellt (mit Maschinen gefertigt) werden bevor man dann die gesamte Konstruktion zusammen bauen kann (montieren). Das alles ist eben die "Mechanische Ebene".

FISI ist die technische Verwaltung des Firmennetzwerkes im Büro am Computerarbeitsplatz, was auf der "Anwendungsebebe" stattfindet.

FIAE ist wie der Name schon sagt auf der "Programmierebene", was natürlich um einiges komplizierter ist als die beiden anderen, da hier mehrere Sprachen erlernt werden müssen, was um einiges umfangreicher ist.

...muss ja zuerst nach "Maß" aus der Konstruktionszeichnung...

Ein richtiger Tischler muss auch entwerfen, planen und die Konstruktionszeichnung anfertigen....

bei Holz ist die gängige Einheit mm, oder cm...

In meiner Lehrzeit haben wir gewitzelt:

Der Tischler misst in Millimeter, der Zimmermann in Zentimeter und der Maurer muss aufpassen, das er auf dem Grundstück bleibt. 🤣

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Das wird immer abhängig sein von persönlichen Vorlieben und Talenten, die nicht jeder hat.

Ich würde sagen, dass eine Tischler Ausbildung viel leichter als eine Fachinformatiker Ausbildung ist.

Für eine Tischler Ausbildung langt ein Hauptschulabschluss. Für eine Fachinformatiker Ausbildung werden Realschüler oder Abiturienten bevorzugt.

Die Sache mit dem Hauptschulabschluss für den Tischler hinkt gewaltig.

Ein Schulabschluss basiert hauptsächlich auf rein akademischen Maßstäben. Dabei bleiben praktische Gegebenheiten außen vor, wie: räumliche Vorstellung, Geschicklichkeit/Fingerspitzengefühl, Intuition.

Frage mal einen Abiturienten nach einer "auf Gehrung versteckten Schwalbenschwanzzinkung" und wie man diese aufreißt und ausführt...🤮

Da kann jemand mit 3 Doktortiteln schon bei der räumlichen Vorstellung, wie diese Verbindung funktioniert scheitern. Diese Verbindung lässt sich nicht maschinell fertigen! Bis man diese Verbindung beherrscht können Wochen/Monate ins Land ziehen... (da habe ich schneller eine Programmiersprache erlernt)

...Allerdings kann jemand mit dem richtigen Talent die Sache auch aus dem Stehgreif kapieren, unabhängig vom Bildungsstand.

Es gibt einige Verbindungen die sind geometrisch dermaßen ausgeklügelt, das sie einmal zusammengesetzt, sich nicht mehr lösen lassen und das nur auf Grund der Form, komplett ohne Leim und Schrauben. (Sowas ist natürlich nix für IKEA-Kunden.)

Ich kenn genug Akademiker, die nicht mal einen Nagel gerade in die Wand geschlagen bekommen.

Leichte ist eine richtige traditionelle Tischlerausbildung keinesfalls.

Die Gewichtungen liegen dabei nur auf anderen Fähigkeiten.

Andererseits kann ein Hauptschüler durchaus einen hervorragende Logisch - Mathematische Fähigkeiten haben und wegen mangelhafter Fähigkeiten in Chemie, Biologie, Deutsch oder sozialen Gründen nur für den Hauptschulabschluss in Frage kommen. (Das deutsche Bildungssystem ist alles andere als sozial gerecht)

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