Warum darf eine Frau ohne das Einverständnis vom Vater abtreiben?

34 Antworten

Die Situation mag aus Sicht des Mannes oftmals unbefriedigend erscheinen, aber letztlich gibt es keine andere Lösung, als das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper anzuerkennen. Es ist ihr Körper und eine Zwangsschwangerschaft ist nicht zumutbar.

Bedenke zudem, dass die Identität des Erzeugers zu Beginn einer Schwangerschaft ja gar nicht feststeht. Ich glaube, dass ist das beste Argument gegen eine Beteiligung des Vaters: Der Vater steht gar nicht fest. Die Frau könnte einen beliebigen Mann als potentiellen Vater benennen.

Die Frau darf nicht gezwungen werden, gegen ihren Willen 9 Monate lang ein Kind auszutragen. Das und die Geburt sind eine große körperliche Belastung, die der Vater einfach nicht hat. Und da es um den Körper der Frau geht, hat sie die Entscheidung zu treffen. Auch die Abtreibung ist nicht ohne und beeinflusst die Frau psychisch stark, weshalb die Entscheidung für eine Abtreibung von der Frau getroffen wird. Und einer muss nun mal die Entscheidung treffen, denn wenn beide was unterschiedliches wollen und jeder 50:50 mitreden kann, kommt man ja zu keinem Ergebnis. Es wäre völlig unfair, wenn der Mann die Entscheidung über den Körper der Frau alleine treffen könnte.

Das Beispiel von dem Vater stelle ich mir tatsächlich ziemlich schwierig vor. Anderseits ist es der Körper der Frau und es gibt Situationen, in denen die vorhandene Regelung gut ist. Wenn das Kind durch eine Vergewaltigung entstanden ist, dann sollte die Frau alleine entscheiden können, ob sie es abtreibt. Was wäre, wenn der Vater ein ihr nahestehender Mann ist, zum Abtreibungstermin mitgeht, dann seine Geschichte vorgaukelt und nicht das okay zur Abtreibung mitgeht? Das wäre für die Frau fatal.

Schwieriges Thema... Wenn man wirklich in einer schon längeren Beziehung ist und füreinander etwas empfindet, sollte man die Entscheidung gemeinsam treffen. Falls der Vater das Kind unbedingt haben will, dann kann die Mutter es ja auch austragen und es lebt dann nur noch beim Vater. Oder man fordert familäre Unterstützung an, so dass man es auch mit psychischen Problemen schafft. Anderseits hat meine Therapeutin mir erst in der letzten Sitzung erzählt, dass eine Mutter durch ein Kind enorm stark wird, ist seltener krank, hat nicht die Zeit sich um psychische Probleme Gedanken zu machen und und. Ich hatte das Thema angeschnitten, weil ich manchmal Ängste habe eine gute Mutter zu sein und evtl. zu viel eigene Probleme mit mir selbst mitnehme und dann manchmal Angst habe, nicht für das Kind sorgen zu können. Solche Fälle gibt es zwar auch, aber ist eher die Seltenheit.

Weil die Frau zu 2/3 betroffen ist, der Mann aber nur zu 1/3. Der Fötus befindet sich im Körper der Frau, der nun einmal nur der Frau gehört. Zum anderen ist es die Zukunft der Frau, die sich dadurch ändert, der Gesundheitszustand der Frau spielt eine Rolle........der Vater ist rein körperlich nur Erzeuger und hat keine Rechte am Körper der Frau und deren Zukunft.

Der Fötus ist bis zum spätesten möglichen Zeitpunkt der Abtreibung noch nicht als eigenständiger Mensch an sich definierbar, sondern als Körperteil der Frau. Somit hat die Mutter absolute Entscheidungsgewalt über das Kind. Das kann man als Mann total unfair und schrecklich finden, und es wäre durchaus nachvollziehbar und berechtigt. Wenn meine Freundin einfach unser Kind abtreiben würde ohne dass ich den zugestimmt habe, würde ich sie sofort verlassen. Aber trotzdem ist es ihre freie Entscheidung.

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