Unterrichtsstunde zum Thema "vegetarische/vegane Ernährung" in der Grundschule

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

...grundsätzlich find´ich den Aufbau der Stunde (und auch die Methodik) in sich schlüssig und stimmig - für mich wäre soweit, auf einen ersten Blick alles "drin"; auch eine gute Mixtur aus Praxis- und Theorieanteil.

Bisschen problematisch (im Hinblick auf die Kinder und auf das, was ihnen "zumutbar" ist)stell´ich mir allerdings tatsächlich die Unterscheidung zwischen "vegan" und "vegetarisch" vor; bin mir nicht sicher, ob man wirklich erwarten und voraussetzen darf, dass Viertklässler in der Lage sind, so umfassend (!) abstrahieren zu können...

Dass es eben (einerseits) nicht nur um "fleischlose" Ernährung geht, sondern (andererseits) auch darum, jegliches tierisches Produkt (!) auszuschließen.

Würdest du eine Unterscheidung vornehmen zwischen "normaler" Mischkost und Vegetarismus (oder: hast diese explizit vorab auch so mit der Klasse durchgenommen!) - dann würd´ich meine Bedenken zurücknehmen. So aber... :-/

(nach meiner eigenen Erfahrung wär´ ich da also eher skeptisch, muss ich ehrlich sagen. Aber du kennst deine Lerngruppe wiederum...)

Glaube jedenfalls, ich würde mir (sofern auch zeitlich noch genügend Spielraum da ist) doch noch mal paar Gedanken machen, ob es nicht eine (grundlegend!) alternative Fragestellung gibt, innerhalb dieses Themenbereichs.

Danke für die Antwort :) Bist du Grundschullehrerin?

Ich denke nicht, dass die Unterscheidung von Tierprodukten und pflanzlichen Produkten so große Probleme macht. Die entgültige Pyramide kann ja eh selber zusammengestellt werden, ohne Berücksichtigung von veganer oder vegetarischer Ernährung. Die große Pyramide wird ja dann im Plenum bestückt.

Die Stunde wird übrigens (noch) nicht vor schülerln durchgeführt, sondern vor Studenten. So kann dann nochmal im Plenum reflektiert werden. Das vorher unterrichtete Vorwissen setze ich dann einfach voraus.

Die Thematik ist nicht die einfachste, das ist mir bewusst. Jedoch möchte ich mich der Herausforderung stellen, da mich das Thema auch persönlich interessiert.

Liebe Grüße

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@Paschulke82

...gewesen, seinerzeit. ;-)

Dann mach´s, würde ich sagen.

Wenn´s denn eine Stunde ist, die nicht "bewertet" wird (in dem Sinne, dass sie sonderlich ins Gewicht fällt / relevant ist für irgendeine finale Benotung), dann würde ich das unter "Versuchsreihe" abbuchen - sollte es irgendwie in die Hosen gehn. ;-) (muss man auch mal erlebt haben...)

Und wenn nicht: umso besser...

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Finde ich etwas bedenklich diese Planung.

Die Kinder sind nicht fähig sich so eine standhafte Meinung darüber bilden zu können, wie Minderjährige oder Erwachsene. Sie bekommen lediglich etwas eingetrichtert und denen wird einfach gesagt "So das ist gute Ernährung" und fertig. Man kann beispielsweise als Kind sich auch bedenkenlos von Fleisch und Fisch ernähren, wenn man weiß wo die Grenzen sind und welche Menge okay ist. Eine vegetarische und vegane Ernährungspyramide ist daher fehl am Platz, weil die meisten Kinder ihre Hauptmahlzeiten von den Eltern bekommen. Viel mehr müssten eher die Eltern am Unterricht teilnehmen, um zu lernen, welche Ernährung gut für mein Kind ist. Zudem wachsen die meisten Kinder mit Fleischgerichten auf und werden diese Unterrichtsform innerlich ablehnen oder dabei ein unwohles Gefühl haben, weil sicherlich auch Kinder dadrunter sind, die Fleisch lieben. Wichtiger ist es daher, eine Ernährungspyramide aufzustellen die Fleisch und Fisch berücksichtigt und die zeigt, wie viel Fleisch in der Woche in Ordnung ist und vor allen Dingen welches Fleisch wie oft gegessen werden darf. Zudem kann diese Unterrichtsform Probleme im Elternhaus bringen. Wenn ein Kind, nur aufgrund weil es Tiere süß findet, plötzlich nach Hause kommt und auf Fleisch verzichten will, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Eltern mit den Kindern streiten und das ist nicht gut.

Fleisch ist eine weit verbreitete Sache in der Gesellschaft und muss einfach bei einer Aufklärung über gesunde Ernährung berücksichtigt werden, da kann man kleinen Kindern , dessen Persönlichkeit formbar und manipulierbar ist, nicht einfach im 4. Schuljahr sagen, Vegetarisches Essen for President. Das kann man machen, wenn sie älter sind.

ich hab hier in den Anliegen von Paschulke nix von eintrichtern empfunden.

Du beschreibst aber den Gewohnheitstrichter.

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@Humpelschtilz

Das sind aber noch Kinder, die sind auf Grund ihrer Naivität noch recht gut manipulierbar. Es sollte das Kind sagen können, ich esse kein Fleisch, weil ich das für das Richtige ansehe, es sollte aber kein Kind auf Grund eines vegetarischen Unterrichtsstoffes von Hobby-Naturschützern plötzlich dazu verleitet werden, sich doch lieber mit weniger oder gar keinem Fleisch zu beschäftigen. Um diesem Verdacht aus dem Weg zugehen, weil ich das Eintrichtern nicht richtig finde , würde ich aus Sicherheitsgründen Fisch und Fleisch berücksichtigen. Wenn es ihn nicht um eine globale Verbreitung des Veganismusses geht, dürfte das kein Problem sein. Ein Asexueller kann schließlich auch ein Kind aufklären.

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Lies dir doch meine Frage bitte noch einmal durch. Ich habe nichts davon geschrieben, dass ich "vegetarische Ernährung 4 President" darstellen will. Ich behandel auch durchaus die herkömmlcihe Ernährungspyramide und erkläre auch, dass laut offiziellen Empfehlungen 1-2 mal die Woche Fleisch auf dem Speiseplan steht. Die Kinder können sich am enede ihre persönlcihe Tagespyramide basteln und da natürlich auch fleisch reinkleben, wenn sie das wollen. So ist es geplant.

Es geht in dieser Unterrichtsstunde lediglich darum wie man sich ausgewogen ernähren kann. Es steht nunmal auch im Lehrplan, dass unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten betrachtet werden. Es ist selbstverständlich, dass keinem Kind irgend etwas aufgedrückt wird, oder ein Kind manipuliert wird. Trotzdem sollte eine gesunde Ernährungsweise vermittelt werden und die ist selbst nach den Empfehlungen der DGE an 5 Tagen in der Woche vegetarisch. Sicher haben die Eltern die Hauptverantwortung und es gibt auch Handreichungen für die Eltern bezüglich Ernährung. Trotzdem haben die Kinder auch im Schulalter bereits eine gewisse Eigenverantwortung uns sollten wissen was gut und möglich ist, um sich aus freien Stücken für eine gesunde Lebensweise zu entscheiden. Und da kann das Kind den Eltern auch schonmal sagen: "Du Mama, ich würde gerne öfter Birnen essen, die mag ich gerne und die sind gesünder als das Nutellahörnchen".

Dass es Probleme mit dem Elternhaus geben kann, ist mir klar. Deshalb wir die Thematik auch nicht sehr stark vertieft. Trotzdem muss Vegetarismus nicht totgeschwiegen werden!

Ich frage mich wirklich warum manche Menschen wenn sie "vegetarisch" lesen direkt große rote Augen bekommen und wie ein Stier schnauben, ohne mal zu sehen, was da wirklich geschrieben steht.

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@Paschulke82

Gegen die Aufklärung , "Gesunde Ernährung" habe ich ja auch nichts. Ich finde nur das Vegetarismus in der Grundschule ein unwichtiges Thema ist. Das ist in dem Alter nicht das Wichtigste. Es sollte generell über gesunde Ernährung geredet werden und Begriffe wie vegan und vegetarisch in so einem Alter erstmal weggelassen werden. Klar ist Vegetarismus keine Randerscheinung, aber es ist auch nichts, was man schon in der Grundschule durchnehmen müsste. Da ist meines Erachtens erstmal wichtig dem Kind zu sagen, was überhaupt allgemein eine gute Ernährung ist.

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Kinder sind Menschen welche sich in der bildungsfaehigsten Phase ihres Lebens befinden!!

Damit Menschen überhaupt in die Lage kommen sich jemals eigene Meinungen zu bilden ist es erforderlich ihnen Fähigkeiten zuzutrauen. !

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@YarlungTsangpo

Das stimmt, dagegen habe ich ja auch nichts. Aber es gibt bestimmte Dinge im Leben damit sollte man Kinder erst später konfrontieren. Darum bin ich auch dagegen, dass Kinder früh einer Religion angehören müssen. Das gilt auch für den Vegetarismus.

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Wenn ein Kind, nur aufgrund weil es Tiere süß findet, plötzlich nach Hause kommt und auf Fleisch verzichten will, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Eltern mit den Kindern streiten und das ist nicht gut.

Ja, in der Schule darf um Gottes Willen bloß nichts besprochen werden, was die Kinder zum eigenständigen Denken anregen könnte!

Wenn ein Kind kein Fleisch mehr essen will, ist das noch lange kein Grund sich zu streiten. Und wenn, Streit gehört zum Leben. Man kann ja nicht immer der gleichen Ansicht sein. Was die Eltern vielmehr tun sollten ist, sich zu informieren wie man ein Kind gescheit abwechslungsreich ernährt. Also hast du eigentlich Recht, die Eltern gehören mit in die Klasse.

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@Annemaus85

Hier geht es nicht um die toleranten Eltern die das akzeptieren, sondern in erster Linie um die strengen konservativ.erzieherischen Eltern die sagen, "Es wird gegessen was auf den Tisch kommt". Wenn es bisher immer zum Alltag gehört hat Fleisch zu essen und wenn auch die Eltern täglich Fleischgerichte für das Kind kochen und das Kind wegen einer Grundschulstunde sagt, ich möchte kein Fleisch mehr essen, dann nehmen das viele Eltern nicht ernst und wird dann auch noch diskutiert, dann wird es für die Kinder sehr schwer sich durchzusetzen, je nach dem kann es zu heftigen Streitereien führen und das ist im Endeffekt nicht gut für die Psyche eines Kindes. Aber ich gehe davon aus, dass dieser Unterricht nichts bringt, was den Kindern schmeckt, das essen sie auch weiterhin. Die Eltern haben weiterhin die Oberhand was Ernährung angeht.

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wenn du das ganze wirklich neutral veranstaltest ok,wenn deine "religion "die realität außen vorlässt bist als lehrer fehl am platz

ich find das lustig das Veggismus hier als Religion gehandhabt wird plötzlich - dis wär ja ma die EINZIG friedliche gewaltfreie - wenn ma übere Jahrtausende nachdenkst was sich die Christenmenschen erlaubt haben - Hexenverbrennung Kinder(!)kreuzzüge Waffen-Segnen usw.usf. un kuckst Dich in andere Religionen um isses dasselbe Gierverhalten un alle Missionierungen un Eroberungskriege sind immer bitteres Schlachtgetümmel un Totmacherei zu "Ehren" ihres jeweiligen Gottes wegen Macht&Geld.

Na denn hätt ich ja meine Religion den Namen nach gefunden

freut sich OpiHumimmerauffeseitenvonKEINEgewalt ;o)) ;o)) ;o))

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@Humpelschtilz

kann dir durchaus zustimmen,nur sollten veganer/vegetarier wirklich sachlich argumentieren und nicht sekten ähnlich missionarisch auftreten,dann wird es auch aktzeptiert und es soll jeder so leben wie er möchte.ich mach es genau so

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Religionen haben etwas mit Glauben zu tun. Als Vegetarier GLAUBT man aber nicht, dass Tiere leidensfähige Lebewesen sind, die auch leben wollen, sondern man WEISS das mittlerweile und respektiert den Wunsch anderer Lebewesen nach Unversehrtheit.

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@Annemaus85

erzähl das mal den löwen und hyänen,wölfen wie auch immer

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@wollyuno

das ist Quark mit Labersoße!** Menschen haben, leider nicht alle, die Fähigkeit Artübergreifend zu fühlen!**

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