Vegane Ernährung mangel an essentiellen Aminosäuren?

7 Antworten

Das kommt natürlich darauf an, ob man alle essentiellen Aminosäuren zu sich nimmt. In tierischen Produkten sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten, da gibt es also keine Probleme.

Die meisten pflanzlichen Quellen enthalten aber nur einen Teil der essentiellen Aminosäuren. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Quinoa, hier sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten.

Du musst jetzt aber nicht nur Quinoa essen, du musst einfach viele verschiedene pflanzliche Proteinquellen essen, die sich dann gegenseitig ergänzen - Bohnen, Reis, Mais, Linsen, Kartoffeln, Weizen, Soja etc.

Alles Pflanzen enthalten alle Essenzielle Aminosäuren.. nur in unterschiedlicher menge

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Man findet alle essentiellen Aminosäuren in allen pflanzlichen Lebensmitteln. Allerdings nicht alle überall in gleicher Menge. Die wichtigsten Proteinlieferanten in einer pflanzlichen Ernährung sind Hülsenfrüchte und Getreide. Hülsenfrüchte sind oft sehr reich an Lysin, dafür etwas ärmer an Histidin. Bei Getreide ist es genau umgekehrt. Durch die Kombination von beidem erreicht man dann ein sehr gutes Profil an essentiellen Aminosäuren. Dabei muss man nicht beides zeitgleich essen. Für die Verstoffwechslung reicht ein Zeitabstand von bis zu 24 Stunden. Einige pflanzliche Lebensmittel wie Soja, Quinoa und Buchweizen haben bereits von sich aus eine entsprechend hochwertige Aminosäurenzusammensetzung.

Nein, essenzielle Aminosäuren sind in eigentlich allen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, nur eben in unterschiedlichen Konzentrationen, weshalb es Sinn macht, die unterschiedlichen Lebensmittel miteinander zu kombinieren. Denn kein Mensch futtert ständig nur an einer einzigen Eiweißquelle herum. Wir benötigen neun essentielle Aminosäurebausteine und bei einer normalen Ernährung, findet automatisch ein Ausgleich eines eventuell produktbedingten Aminogramms statt. Es ist alles nur eine Übungs- und Gewohnheitssache, die vegetarisch vegane Ernährung für sich ganz individuell und langfristig durch eigene Erfahrungswerte abzustimmen und die Angst dabei spontan verhungern zu müssen, die ist absolut unbegründet. Denn kein Mensch futtert ständig nur an einer einzigen Eiweißquelle herum. So können wir auch mit pflanzlicher Kost eine gute Aminosäurenverteilung erreichen und damit auch die biologische Wertigkeit einer rein pflanzlichen Nahrung erhöhen. Die Sorge, mit pflanzlicher Ernährung zu wenig Eiweiß zuzuführen, ist daher unbegründet. Um unseren Tagesbedarf an Eiweiß zu decken, reicht es schon aus, wenn nur 9 - 11 Prozent der gesamten Energiezufuhr aus Eiweißen besteht. Die Kulturen in aller Welt, haben für ihre Küche ganz intuitiv die Kombinationen gefunden, in denen auch in vegetarischen Gerichten alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten sind. Die italienische Küche ist beispielsweise berühmt für ihren vegetarischen Bohneneintopf geworden. 

Und auch aus eigener Erfahrung kann ich nur weiter dazu ermuntern, den Konsum tierischer Nahrungsmittel so gering wie möglich zu halten. Wenn man sich aber Vegetarier nennt und lediglich auf Schweine- und Rindfleisch verzichtet, dafür aber Fisch, Huhn, Milch- und Milchprodukte in rauen Mengen weiter zu sich nimmt, kommt es nur zu einer ersatzweisen Verschiebung, bei der noch kaum ein gesundheitlicher Nutzen erwartet werden darf. Gerade bei solchen ersatzweisen Verschiebungen kommt es bevorzugt zu ungünstigen Eisen-, Magnesium- und Calciummangel. Es wäre durchaus sinnvoll, gerade auch in Anbetracht der Folgen von Massentierhaltung, sich öfters die Frage zu stellen, ob es wirklich nötig ist, Kuhmilch zu verwenden oder ob ich sie nicht doch durch etwas anderes ersetzen kann. Damit ist nicht gemeint, von heute auf morgen gleich komplett auf alle Milch- und Milchprodukte verzichten zu müssen. Die Hälfte des Tellers besteht aus buntem Gemüse und frischem Obst, mindestens die Hälfte des Getreides ist Vollkorn, mehr vegetarische Gerichte, günstige Abwandlungen von eiweißreichen Mahlzeiten wählen und die richtigen Portionsgrößen essen und trinken. Wer das alles befolgt, wird auf lange Sicht keinen Mangel haben an wichtigen Vitaminen und Spurenelementen wie Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium oder Zink.

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Nein:

Allerdings enthalten auch die meisten Pflanzen alle für uns essenziellen Aminosäuren, die uns über verschiedene Lebensmittel zur Verfügung stehen. Durch geschickte Kombination einzelner pflanzlicher Proteinquellen können wir auch deren biologische Wertigkeit erhöhen. Beispielsweise erhöht man die biologische Wertigkeit von Getreide(produkten) durch die Aufnahme von Hülsenfrüchten oder Ölsaaten. Eine ausgewogene Lebensmittelauswahl ermöglicht es uns, den Bedarf durch pflanzliche Proteine optimal zu decken. Das Eiweiß aus der Sojabohne stellt im Hinblick auf die Proteinqualität im Pflanzenreich eine besondere Ausnahme dar, denn es zeigt eine vergleichbare biologische Wertigkeit wie Hühnereiweiß bzw. tierisches Protein, das als Referenz zur Bestimmung der biologischen Wertigkeit dient (Craig et Mangels, 2009).

https://ecodemy.de/magazin/pflanzliche-proteine-kombinieren-essentielle-aminosaeuren/

Woher ich das weiß:Recherche

Nein, jedes Lebensmittel enthält alle essenzielle Aminosäuren. Wenn du jeden Tag Getreide, pseudogetreide und Hülsenfrüchte isst dann nimmst du ausreichend zu dir. Wenn du sport machst brauchst du natürlich mehr. Aber das ist bei einer anderen Ernährungsweise ja auch so.

Also: Nein

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