"Stern"-Titelbild zu Sylt-Parolen?

Das Ergebnis basiert auf 51 Abstimmungen

Nein, nicht übertrieben. 65%
Ja, übertrieben. 35%

13 Antworten

Nein, nicht übertrieben.

Mag überspitzt sein, trifft die Sache aber ganz gut, bisher kannte man die "Neonazis" - das sind die mit Glatze und Springerstiefel, und nun kennt man auch die "Champagnernazis" - mit anderer Kleidung und anderem Ambiente.

Interessant ist doch, dass man auch in so unterschiedlichen Milieus zu ähnlichen "Schlussfolgerungen" kommt.


rainbowsch  29.05.2024, 19:48

Frage.. wie viele Fehler hast du so gemacht im Leben? und wäre es richtig wenn es ein ganzes Land wissen muss? sag mal

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OlliBjoern  29.05.2024, 19:50
@rainbowsch

Ja, ich hab schon Fehler gemacht, das ist richtig.
Aber den Hitlergruß habe ich auch im besoffenen Zustand nie gezeigt.

Naja, einmal musste die Gendarmerie in Frankreich anrücken, als wir (so im Alter von 16?) besoffen zu viel Krach gemacht hatten (Ausflug mit der Schule). Aber außer Lautstärke war da nix Schlimmes.

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rainbowsch  29.05.2024, 19:52
@OlliBjoern

Ich meine ja nur.. das betrunken viele gar nicht mehr wissen was sie da gemacht haben und deswegen ganze Leben zerstören ist nicht richtig 👌

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OlliBjoern  29.05.2024, 19:53
@rainbowsch

Naja, so meinte ich das ja auch nicht. Ich will ja keine drakonische Strafen.
Ich hoffe nur auf etwas Einsicht, mehr verlange ich nicht.

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Jekanadar  30.05.2024, 08:45
@rainbowsch

Den Hitlergruß zeigen und Naziparolen grölen ist kein Fehler. Auch betrunken nicht.

Alkoholkonsum ändert keine Ansichten und Moralvorstellungen. Er senkt nur die Hemmschwelle diese Vorstellungen der Umgebung kund zu tun.

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Von Experte OlliBjoern bestätigt
Nein, nicht übertrieben.

Wer sich wie ein Nazi benimmt, muss sich nicht wundern, auch als solcher betitelt zu werden.

Und wenn du dir das Video mal genau ansiehst, fällt schon auf, dass die Leute hauptsächlich "Sohn/Tochter von..." sind.


OlliBjoern  29.05.2024, 19:47

Von Beruf Sohn. Ja, das kommt schon mal vor. :)

Von Storch ist Herzogin von Oldenburg von Beruf.

Nur Reinhard Mey nicht, der ist "Klempner von Beruf".

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Nein, nicht übertrieben.
Der "Stern" widmet das Titelbild seiner kommenden Ausgabe der Tatsache, dass vier Besoffene

Und woher möchtest Du das wissen? Hast Du einen Alkoholtest bei den betreffenden gemacht? Die könnten nach meinem dafürhalten auch stocknüchtern gewesen sein.

Außerdem bringt er Reiche mit dem Nationalsozialismus in Verbindung.

Ja glaubst Du denn, den würde es nur in der abgehängten Unterschicht geben?

Ist das nicht alles etwas übertrieben?

Nein. Vor zehn Jahren wärst Du damit durch- und die Beteiligten davongekommen. Glücklicherweise tickt die Gesellschaft heute anders.

Ja, übertrieben.

Inhaltlich mag es hinkommen, man hätte es aber anders formulieren sollen. Andererseits: Ich arbeite selbst im Medienbereich (Lokalzeitung) und in Zeiten sinkender Auflagen setzen selbst einstige Qualitätsmedien wie der Stern (ich sage bewusst "einstige") auf reißerische Botschaften, Voyeurismus und Überzeichnung. So was lockt die Leser an, animiert zum Kauf des Blatts und macht neugierig oder leitet dazu an, das Internetangebot des Blatts zu entdecken.

Anderes Thema: Wahrscheinlich will man in dem Zusammenhang mit Sylt auch betont politisch korrekt sein nach dem Motto ----> MAN muss sich doch drüber aufregen, damit alle Welt denkt, dass die Deutschen sich immer noch schuldig fühlen und alle begeistert sind, dass selbst ein paar Besoffskis, die objektiv unzurechnungsfähig gewesen sein dürften, zur Verantwortung gezogen werden ... dabei wird es den Ländern egal sein, was Deutschland macht oder nicht macht. Sicher, dieser Vorfall ist unmöglich, aber man muss das nicht aufbauschen.

https://www.youtube.com/watch?v=IJKVdro1S-M

Vor 20-25 Jahren wäre das Thema zwar auch ein Ärgernis gewesen und als Solches negativ eingeschätzt worden, es wäre aber maximal einen Einspalter wert gewesen unter der Rubrik "Neues vom Ticker" oder so was nach dem Motto, ein paar verrückte, unreife Besoffene sind entglitten und durchgedreht.

Es ist nix Neues, dass Besoffene ausflippen und im Suff auch mal Dinge sagen, die sie sich nicht zu sagen wagen würden. Tragisch ist es, wenn so etwas dabei rauskommt wie hier auf Sylt, aber andererseits sollte man als Medium und ggf. Redakteur mit seriösem Eigenanspruch wissen, wo die Grenze liegt. Mein Redaktionsleiter hätte mich nach so einer "Headline" ins Zimmer gebeten und gefragt, ob ich von allen guten Geistern verlassen und noch ganz gebacken wäre.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Nein, nicht übertrieben.

Es entspricht leider der Realität. Populismus und Faschismus sind auch in "besseren Kreisen" weit verbreitet.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Philippus1990 
Beitragsersteller
 29.05.2024, 19:48

"Populismus" ist die übelste Phrase, die es gibt.

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