Christentum: Warum gibt es Widersprüche in der Bibel?

20 Antworten

Soweit ich weiß, wurden viele dieser angeblichen Widersprüche von Theologen oder allgemein Menschen die sich damit beschäftigen plausibel beantwortet. Trotzdem sind die Widersprüche umstritten, weil es ständig über die Interpretationen solcher Verse diskutiert wird und man sich nicht einig ist. Interpretiert wird schließlich von jeden ein Stück anders, doch es kann sein, dass die Bibel zuerst für ein paar Jahre oder Generationen mündlich überliefert wurde und erst später aufgeschrieben wurde. Schließlich gab es damals kaum Leute die schreiben konnten und dabei konnten Abweichungen entstehen. Auch bei den modernen Übersetzungen entstehen hin und wieder Fehler.

Woher ich das weiß:Hobby

So ist es teilweise. Festzustellen ist, dass die Integrität der Bibel nicht gewährleistet werden konnte. Entsprechend ist sie als Zeugnis über die Worte Gottes kein belastbares Dokument.

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@MarkW123

Ich würde sagen es kommt darauf an in welchem Sinne du "belastbar" meinst, jedoch stimme ich zum großen Teil zu.

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@MarkW123
Entsprechend ist sie als Zeugnis über die Worte Gottes kein belastbares Dokument.

Nun, die Bücher der Bibel, deren Integrität gewährleistet sind (also insbesondere die im NT) sind aber belastbar!

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@MarkW123
Die Autorenschaft der meisten Bücher ist nicht belegt.

Das ist bei anonym veröffentlichten Büchern nicht ungewöhnlich. Aber das heißt doch nicht, dass die Bücher verfälscht wurden.

Zahlreiche Verse, die wir in heutigen Bibelausgaben finden waren nie Bestandteil der Urschriften (z. B. Comma Johanneum oder Codex Vaticanus).

Sorry, in heutigen Bibelübersetzungen ist das CJ nicht enthalten (Ausnahme: Schalchter2000). Und Vaticanus ist weder ein Bibelvers noch eine Bibelübersetzung, sondern die Fachbezeichnung für ein Manuskript in der vatikanischen Bibliothek (i.d.R. NT-Handschrift B bzw. 03). Diese Aussage ist also falsch.

Es gab aber zahlreiche Fälschungen, die später wieder herausgenommen worden sind

... und die sind so zahlreich, dass als Beispiel wieder nur das schon vorher erwähnte CJ genannt werden kann ... merkst du was?

Im Übrigen: Du kannst gerne anhand der Unterschiede zwischen Schlachter200 und Elberfelder Bibel erklären, wie "wichtig" diese Veränderungen waren. ;-)

Also wer diese Farge reingestellt hat, der hat entweder keine Ahnung oder will nur Propaganda betreiben.

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@helmutwk

Du darfst mir übrigens auch freundlich Antworten. Schließlich beleidige ich Dich auch nicht.

Also wenn ich heute ein Buch auf der Straße finde, wo kein Autor draufsteht und einer erzählt mir, dass es eine Autobiographie von Steve Jobs ist, dann würde ich diesem nicht glauben, solange ich das Original nicht kenne und damit vergleichen kann.

Warum sollte ich das dann bei einigen Büchern der Bibel machen, wo es keine Originale gibt, deren Autoren bekannt wären?

Die Pericope Adulterae (sekundärer Schluss des Markus-Evangeliums) taucht weder im Codex-Sinaiticus, noch im Codex-Vaticanus auf.

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@MarkW123
Also wenn ich heute ein Buch auf der Straße finde, wo kein Autor draufsteht und einer erzählt mir, dass es eine Autobiographie von Steve Jobs ist

Was hat das mit der Geschichte der Bibel zu tun?

Die Bücher wurden nicht auf der Straße gefunden. Und eine "Autobiographie" gibt es nur im AT: Das Buch Nehemia - aber genau genommen ist das nur eine Art Rechenschaftsbericht über einige Jahre seines Lebens (Statthalterschaft in Jerusalem). Und in dem Buch ist der Autor ausdrücklich genannt.

Die Pericope Adulterae (sekundärer Schluss des Markus-Evangeliums) taucht weder im Codex-Sinaiticus, noch im Codex-Vaticanus auf.

Aber in allen anderen Handschriften. Bei einigen auch an anderen Stellen als Jh 8.

Die Fachleute sind ich einig,. dass die Geschichte so alt ist wie die Evangelienbücher, oder nur minimal jünger.

Du darfst mir übrigens auch freundlich Antworten.

Was war denn unhöflich?

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@helmutwk

Liefere bitte einen Beweis für eine derartige Handschrift, so dass ich Deine Aussage prüfen kann.

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@MarkW123
Liefere bitte einen Beweis für eine derartige Handschrift, so dass ich Deine Aussage prüfen kann.

Stelle fest, dass ich was verwechselt habe: Es war der längere mwerkusschluss, der in allen Handaschriften außer א und B fehlt. Jh 7,53-8,1 fehlt in mehr Handschriften. Aber auch nicht überall.

Angabe im Greek New Testament der United Bible Society über Handschriften, in denen die Perikope mit der Ehebrecherin steht:

D (F) G H K M U Γ 28 700 892 10091010 1071 1195 1216 1344 1546 1646 2148 2174, außerdem alle "byzantinischen" Handschriften (die Mehrheit aller Handschriften). Die Handschriftengruppe f1 hat die Perikope nach Jh 21,25, die Handschriftengruppe f13 nach Lk 21,38, die Handschrift 225 nach Jh 7,36.

Nicht erwähnt habe ich Handschriften, bei denen am Rand noch ein Zeichen (Obelus o.ä.) steht, das auf eine Hinzufügung hindeutet.

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@helmutwk

Es ist kein Problem, dass Du Dich geirrt hast. Wir sind alle nur Menschen. Und machen alle Fehler.

Wichtig ist, dass man aufrichtig ist, einzugestehen, dass man falsch lag. Und diese Charaktereigenschaft zeichnet Dich aus.

Abgesehen davon, dass Du Dich ab und zu im Ton vergreifst, gefallen mir mehrere Dinge an Dir. Zum einen dass Du Fehler offen zugibst und besonders die Tatsache, dass Du sehr viel Wissen über die Bibel und das Christentum hast.

Auch wenn wir unterschiedlicher Meinung in Bezug auf viele Dinge sind.

Alle Argumente, die Du mir bisher genannt hast, kannte ich bereits.

Finde aber nicht alle richtig, wie ich bereits geschrieben und meine Sichtweise belegt habe.

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doch es kann sein, dass die Bibel zuerst für ein paar Jahre oder Generationen mündlich überliefert wurde

Die Bibel sind viele Bücher. Ein Buch, dass ca. 20 Jahre nach der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus geschrieben wurde und darüber berichtet, ist jedenfalls nicht über Generationen überliefert worden.

Schließlich gab es damals kaum Leute die schreiben konnten

Jein. Die Juden haben schon immer viel Wert auf Bildung gelegt, und gehörten im alten Orient zu den wenigen Völkern, die eine Alphabetschrift benutzten (das Aleph-Beth, von dem die Griechen ihr Alpha-Bet übernahmen). Sxchon zur Zeit des ATs dürfte es in jedem Dorf mindestens einen gegeben haben, der Lesen und Schreiben konnte. Und zu Jesu Zeiten war es schon üblich, dass jeder Jude in der Synagoge aus der Heiligen Schrift vorlesen konnte. Das war Teil der Religion.

Soweit ich weiß, wurden viele dieser angeblichen Widersprüche von Theologen oder allgemein Menschen die sich damit beschäftigen plausibel beantwortet

Einige sind Missverständnisse der Lutherübersetzung (weil man sich zu seiner Zeit anders ausdrückte als heute, und deshalb manche Verse in der Lutherbibel falsch verstanden werden). Manche haben sich durch erweitertes Wissen (z.B. archäologische Funde) aufgeklärt, Manche sind einfach nur konstruiert ...

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@helmutwk

Ich verstehe zum ersten Teil nicht was du versucht zu sagen, ist das eine Ergänzung? In deinen zweiten und dritten Teil sind wir jedenfalls einer Meinung.

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@BruderGilgamesh
Ich verstehe zum ersten Teil nicht was du versucht zu sagen, ist das eine Ergänzung?

Du hast dich so ausgedrückt, dass der Eindruck entsteht, die Bibel wär über Jahrhunderte mündlich überliefert worden. Das trifft aber nur auf einige Teile der Bibel zu.

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Einige Kommentare hier habe ich fachlich richtig einordnen müssen, da hierfür fehlerhafte Quellen angegeben wurden. Wie der Fall mit Daniel 1,1 bezeugt kommt es zu Missverständnissen, wenn Kirchen eigene Lehren durch Exegeten in ihrer Bibel umdichten. Und Gläubige das dann verbreiten. Jemand der Geschichtliche Fakten aber nicht die Bibel kennt mag das dann als Widerspruch auslegen.

Siehe Wikipedia Widerspruch Daniel 1,1. Nebukadnezzar marschierte 618 vor unserer zeit gegen Jerusalem und belagerte die Stadt die von Jojakim regiert wurde. Jojakim starb und 3 Monate regierte Jojachim, sein Sohn. 11 Jahre später rebellierte Jojahims Sohn Zedekia gegen Nebukadnezzar und es kam zur erneuten Belagerung. Das beleget auch die Keilschrift 21949 im Britischen Museum, sowie das "Textbuch zur Geschichte Israels, S.74; siehe BILD Band 2, Seite 326". Die Bibel hat also Recht.

Ein Exeget kann jemand sein, der in seiner Kirche vorbildlich jeden Sonntag die Kerzen anzündet oder die Türe öffnet. Die Katholische Kirche nun verwendete für ihre Einheitsübersetzung 2016 mit Wunsch auf Einfügung Kirchlicher Dogmen in die Bibel diese Exegeten und keine Wissenschaftler. Dazu kommt es in der EU in 64% aller Sätze zu erheblichen Abweichungen im Urtext. Diese wiederrum lehrt die Kirche ihren Mitgliedern. In der Luther und EU Übersetzung von 2016 hat man sich z.B. bei der Umrechnung von Dinaren um das vierfache vertan.^^

Durch solche Ergebnisse werden Ereignisse die sich 617 vor unserer zeit und 607 vor unserer Zeit abgespielt haben durcheinander gemischt. Das ist aber keineswegs ein Beispiel für den Irrtum der Bibel. Sondern für schlechtes Wissen und Missbrauch sowie Bibelfälschung so mancher Kirchen. Genau deshalb treten in Deutschland zu Recht jedes Jahr eine Halbe Million Menschen aus den Kirchen aus. Ein Großteil dieser Menschen ist danach von Gott enttäuscht oder schließt sich Religionsgemeinschaften an, wie den Zeugen Jehovas. Wo jedes einfache Mitglied die Bibel besser kennt, als ein Bibelübersetzer der Kirche...

Wer sich in der Bibel nicht auskennt sollte die App jw Library benutzen. Dort habt ihr 7 Bibeln in insgesamt 1060 Sprachen. Sowie Studienbibel Inhalte und ein Suchverzeichnis zum Einsichtenbuch, dass Geschichtliches Korrekt beschreibt und wissenschaftliche Quellen nennt, die das geschriebene unterstreichen oder beweisen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Die vielen Widersprüche waren für mich, meine Frau, und viele unserer Freunde Grund genug um uns endgültig vom Christentum zu verabschieden.

Wer daran glaubt, oder sich einredet dass es die Wahrheit ist, hat meines Erachtens jegliches Gefühl für Aufrichtigkeit verloren.

Eines der extremsten Widersprüche in der Bibel ist, dass der HERR (also Gott) dem SATAN gleichgesetzt wird.

Warum wird der HERR in der Bibel dem SATAN gleichgesetzt?

Man muß ganz schön ... sein, um soetwas akzeptieren zu können.

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Hmmmhihihihi

Ein Großteil dieser Menschen ist danach von Gott enttäuscht oder schließt sich Religionsgemeinschaften an, wie den Zeugen Jehovas. Wo jedes einfache Mitglied die Bibel besser kennt, als ein Bibelübersetzer der Kirche...

.... leicht Übertrieben.

100.000 Mega Atombomeb-leicht übertrieben.

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@Bast4321

Nein, denn es gibt immer wieder Zeitungsberichte aus Deutschland, Großbritannien oder den USA wo Geistliche im Streit gegen die Zeugen anhand der Bibel bloßgestellt wurden. Z.B. 1919 in München beim Infoabend im Zirkus Krone. Zahlreiche der hunderten Kirchenmitglieder studierten daraufhin die Bibel. Und die Polizei musste schließlich Vertreter beider Großkirchen festnehmen, weil es zu Ausschreitungen kam. Siehe Deutscher Wachtturm oder Youtube. Rutherford gebrauchte damals eine Elberfelder Bibel sowie die Einheitsübersetzung.

Weitere Belege sind Kinoveranstaltungen des Fotodramas zur Schöpfung, dass von 1914 aufgeführt wurde und >80 Jahre lang der meistbesuchteste Film im Kino Weltweit galt. Hier bei mir in Bayern in meiner Gemeinde studieren wir derzeit mit 6 von 8 Geistlichen die Bibel. Sowie mit Nonnen aus dem örtlichen Nonnenorden. Update zur Antwort von 2018: die beiden Geistlichen die 2018 nicht mit ZJ studierten sind inzwischen wegen Missbrauch mit Schutzbefohlenen versetzt worden. Einer davon zwischenzeitlich nach Köln.

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Hallo MarkW123,

der Bibel wird oftmals vorgeworfen, sie enthalte zahlreiche Widersprüche. In den meisten Fällen lassen sich diese jedoch aufklären, indem man mehrere Aussagen der Bibel miteinander vergleicht oder indem man bestimmte Hintergrundinformationen hinzuzieht. Ich möchte das an einem einfachen Beispiel zeigen.

Es geht um zwei scheinbar widersprüchliche Aussagen in den Evangelien von Matthäus und Markus. Hier ist die erste Aussage: "Dann näherte sich ihm [Jesus] die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, huldigte ihm und erbat sich etwas von ihm" (Matthäus 20:20,21). 

Nun der Vergleich mit der zweiten Aussage bzgl. der gleichen Begebenheit aus dem Markusevangelium: "Jakobus und Johannes, die beiden Söhne des Zebedäus, traten an ihn [Jesus] heran und sagten zu ihm: ‚Lehrer, wir möchten, daß du für uns tust, was immer wir von dir erbitten.‘ "(Markus 10:35-37). 

Die Frage, die hier entsteht, lautet: Wer trug Jesus die Bitte tatsächlich vor, die Söhne des Zebedäus oder ihre Mutter? Offensichtlich stammt die Bitte zwar von diesen beiden Jüngern, doch sprachen sie nicht selbst mit Jesus, sondern trugen ihre Bitte durch ihre Mutter an Jesus heran. Als nämlich die anderen Jünger davon erfuhren, wurden sie nicht über die Mutter, sondern "über die beiden Brüder" unwillig (Matthäus 20:24). 

Gerade wenn es um die vier Evangelienberichte geht, sollte man daran denken, dass die Schreiber von jeweils einem anderen Standpunkt aus über die jeweiligen Begebenheiten berichteten. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich ihre Erzählungen widersprechen. Vielmehr ergänzen sich diese Berichte gegenseitig, so dass sich daraus ein vollständiges Bild ergibt. 

Ähnlich ist es auch bei anderen angeblichen Widersprüchen, egal ob im AT oder im NT. Oftmals reicht schon ein bestimmtes Hintergrundwissen, um zu erkennen, dass in den verschiedenen Aussagen kein echter Widerspruch vorliegt. Ich beschäftige mich mittlerweile seit vielen Jahren sehr intensiv mit der Bibel und mir konnte bisher noch nie jemand einen tatsächlichen Widerspruch in der Bibel aufzeigen!

LG Philipp

einen tatsächlichen Widerspruch in der Bibel aufzeigen!

was ist mit Daniel versus Könige?

Nach Dan 1,1 f. EU belagerte Nebukadnezar II. Jerusalem im dritten Regierungsjahr Jojakims (607 v. Chr.), besiegte und verschleppte ihn mit höfischen Juden und raubte den Tempelschatz.
Das folgt 2 Chr 36,6 f. EU, widerspricht aber 2 Kön 24,1–16 EU und Jer 25,1 EU:
Danach gelangte Nebukadnezar erst im vierten Regierungsjahr Jojakims zur Macht, belagerte Jerusalem erst nach Jojakims Tod und verschleppte dessen Nachfolger Jojachin mit anderen Juden und dem Tempelschatz (597 v. Chr.).

https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel

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@wilmaed

Zum einen, Wikipedia ist ein freies Medium, dass jeder gestalten darf. Der Beitrag unterliegt dem Admin katholischen User "Gotteskrieger" der sehr eigenwillige Vorstellungen hat. Auf Wiki für mehrere hundert Falschbeiträge verantwortlich...

Die Belagerung Jerusalem unter Jojakim war nicht 607 vor Christus sondern im 4. Jahr war es 617 vor Christus. Und es war nicht Nebukadnezar II. sondern der erste. Der Beitrag wurde generell von Katholischen Usern verfasst weshalb die EU als Quelle angegeben wird. Speziell die unsachgemäße Übersetzung von 2016, die nur Exegeten und keine Wissenschaftler verantwortlich waren. Man hat hier Nebukadnezer den ersten mit dem Zweiten vertauscht, weil man die Daten der Belagerung von Jọjakim und Zedekia (die 10 Jahre später (607 unserer Zeit) verwechselte.

Als Tipp 64% aller Sätze der Einheitsübersetzung 2016 (sowie nachfolgend die Revision 2017/2018 wurden auf Druck der Exegeten vom Urtext verändert. Das ist etwa so, als ob deine Oma ohne Geschichtliches Studium Zuhause eine Bibel übersetzt.^^

Die scheinbaren Unstimmigkeiten der Bibel entpuppen sich hier so wie immer im fehlerhaften Verständnis. Das beleget auch die Keilschrift 21949 im Britischen Museum, sowie das "Textbuch zur Geschichte Israels, S.74; siehe BILD Band 2, Seite 326". Demzufolge gibt es aus weltlicher Geschichtsschreibung das Zeugnis, dass die Bibel im Recht ist.

Bedenke, dass nicht intelligente Menschen verwirrt sind, wenn es gleichzeitig um die Regierungsjahr-Einordnung der Könige Nebukadnezar, Jojakim, Jojachin und Zedekias geht. Das eine war 618-617 (Ende des Reigerungsjahres Nebukadnezer), das andere eben 607 unserer Zeit, also 11 Jahre später.

Beachte außerdem, dass Katholiken die alte Wiederlegte Zeitrechnung gebrauchen. Wissenschaftler und Bibelforscher wie ZJ z.B. aber die moderne und bestätigte Zeitrechnung, die zum Hinweis oft nicht mit "nach Christus" sondern mit "vor unserer Zeitrechnung" wiedergegeben wird. Bei vor/nach Christus hat die Kirche die Jahre zuerst auf weltliche Herrscher bezogen, was gerade zu falschen Zeitangaben bei Ägyptischen wie Römischen Herrschern führte. Im Louvre in Paris ist im Audio Gide die Zeitrechnung übrigens korrekt im Babylonischen Raum.

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@Jehu1337

Vielen Dank für Deine präzisen Ausführungen! Ich bin einfach noch nicht dazu gekommen, mich mit dem verlinkten Wikipedia-Artikel und dem von der Userin wilmaed angeführten "Widerspruch" zu beschäftigen.

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@Philipp59

NP, dafür benötigt man Wochen. Zum völligen Verständnis muss man verschiedene Welzer einbinden und das Aneignen über eine Frage hinaus ist oft jahrelanges Ansammeln von Wissen. Danke dir :)

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Lieber Philipp,

es gibt eine Sache, welche Dir vielleicht unbekannt ist, weil Du hier Verse aus dem Matthäus- und dem Markus-Evangelium miteinander vergleichst.

Der deutsche, evangelische Theologe Christian Hermann Weiße stellte im Jahr 1838 fest, dass es sich bei den kanonisierten, synoptischen Evangelien um Abschriften aus älteren Evangelien handelt müsse.

Die sogenannten synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas) müssen demnach von einem anderen Evangelium, welches wissenschaftlich als „Logienquelle Q“ bezeichnet wird, wortwörtlich abgeschrieben worden sein. Der Buchstabe Q steht dabei als Synonym für „Quelle“, im Sinne von Quelle der Abschriften.

Daher sollten zwischen den synoptischen Evanglien inhaltlich die Unterschiede sehr gering sein.

Jedoch gibt es, wie Du in dem Link oben sehen kannst 670 weitere Widersprüche.

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Was hast du eigentlich als Moslem davon, die Bibel schlecht zu machen? Im Koran steht, dass Muslime die Schriftbesitzer (= Juden und Christen) fragen sollen!

Außerdem: Wenn die Bibel Widersprüche enthält und nicht von Gott wäre, dann wäre es der Koran erst recht nicht.

Passend dazu ist die logisch aufgebaute Argumentation der folgenden Seite: http://www.islamseite.de

Die angeblichen Widersprüche der Bibel resultieren aus falschen Interpretationen und irrigen Auslegungen. Solche Listen bin ich schon häufiger durchgegangen...

Nehmen wir mal das erste Beispiel. Dort steht als "Wissenschaftliche Absurditäten & Historisches Ungenauigkeiten" aus der Offenbarung 12,3: "Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen."

In diesem Vers geht es um Satan, der in der Offenbarung mehrfach als Drache beschrieben wird. Natürlich ist kein wirklicher Drache damit gemeint. Kein normaler Bibelleser würde auf diesen Gedanken kommen.

Die Bibel verwendet überhaupt relativ häufig Bildersprache, was im Nahen Osten in der damaligen Zeit völlig normal war.

Diese Häupter und die Kronen beschreiben Satans Herrschaft über 7 frühere Weltreiche und 10 künftige Reiche (vgl. Daniel 7,7.20.24).

Ich kann nur klar sagen, dass die Bibel weder Widersprüche enthält noch verfälscht ist!

Aber wie immer: Jeder prüfe und entscheide selbst...

Die Bibel ist von normalen Menschen geschrieben, nicht von Heiligen.

Normalen Menschen kommt nicht nur Inspiration, sondern auch vom Ego ins Gehirn.

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