"Zerstört" das heutige Schulsystem Kreativität?

Das Ergebnis basiert auf 820 Abstimmungen

Schulsystem "zerstört" Kreativität 76%
Kreativität wird weder "zerstört" noch gefördert. 15%
Andere Meinung // unschlüssig // keine Meinung 5%
Schulsystem fördert Kreativität 4%

Das deutsche oder das österreichische Schulsystem?

Die S sind relativ ähnlich, die meisten Antwortenden haben wahrscheinlich das dt. verwendet, aber ich pers. kenne nur das aus Ö. Aber ich glb nicht dass es so viel Untersch. gibt.

151 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Schulsystem "zerstört" Kreativität

es zerstört Kreativität, Freiheit und sogar das Lernen an sich. indem das Schulsystem das Lernen aufzwingt, Lernen die Schüler nicht besser.

Das was man lernt, verlernt man vermutlich schon nach 2-3 Monaten oder muss man sogar ein zweites mal Lernen.
Viele Sachen sind auch Unnötig, währen es viel nützlichere Sachen zu lernen gäbe oder für einen Persönlich Wichtigere Sachen.

Ich stelle mir ein Schulsystem vor, indem jeder zur Schule gehen kann, wer will.
In jedem Fachraum, steht immer ein Lehrer Bereit, welcher bei Problemen helfen kann.
Man kann ohne sich Melden zu müssen aufs Klo und muss keine Unnützen Sachen Lernen.

Sport, Kunst, Musik usw. Unterricht, kann durch Kurse/Klubs oder einfach durchs freie entfalten ersetzt werden.

Dafür müssen sich natürlich auch die Bücher ändern, das Prinzip der Bewertung und der Beruf als Lehrer allgemein.

Die Schule würde viel Sozialer werden und ein Ort der Freien Entfaltung, statt ein Ort des Zwangs und des Stresses.

Das wird aber vielleicht nicht mal mehr in meiner Lebenszeit durchgesetzt werden.

Dafür müssen sich natürlich auch die Bücher ändern,

Leider sind Schulbücher für Lehrer gemacht und nicht für die Schüler

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Ich finde es auch unnötig, wenn man jedes Schuljahr aufs neue wieder Rechtschreibung durchnimmt, wenn man schon in der 2./3./4. Klasse nahezu fehlerfrei war. :/ Diese ganze Zeit hätte ich auch für was anderes nutzen können.

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Ich finde, dass jeder zur Schule gehen sollte. Zwar finde ich das Notensystem und manchmal den Lehrplan schlecht, aber man sollte sich in wenigstens einem Bereich weiter bilden für das spätere Berufsleben. Ich fände es gut, wenn man sich frei aussuchen könnte, was man in der Schule lernen will oder zumindest das Fach.

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@Audime

Das man sich beim Lehrer melden muss, wenn man aufs Klo will, ist wichtig, da der Lehrer in diesem Moment die Verantwortung für den Schüler trägt und somit wissen muss, wo sich dieser befindet, falls etwas schlimmes passiert.

Sonst stimme ich dir zu 👍

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@Audime

da muss ich zustimmen, trotzdem Müssen wird das System ersetzen, damit wir die Freiheit des Menschen fördern.

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leider is das so. die vokabeln die wir am anfang der siebten klasse gelernt haben kann ich gar nh mehr und unsere Lehrer wollen die nich wiederholen. ich lern sie zwar immer wieder aber bei n paar freunden ist das anders. keine ahnung wie wir in ein paar jahren unser Latinum bestehen sollen :D

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Nun-wenn jeder nur lernt wann und was er/sie will...müsste man mit 15J beginnen und mit 30 (ohne Studium) enden...auf unis ist es fast so-und viele Studenten brechen ab,weil die Führung fehlt bzw nicht als ausreichend empfunden wird

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@supermausbln

"Nun-wenn jeder nur lernt wann und was er/sie will... müsste man mit 15J beginnen und mit 30 (ohne Studium) enden"
okay, kannst du auch erklären warum?

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@Siuto

ja-kann ich !Nur wenige kids zwischen 6 und 15 Jahren lassen sich leicht zum lernen motivieren-ohne Druck ! Aber ohne "Schulwissen" siehts auf unserem Arbeitsmarkt nicht gut aus-man würde unter 1500 brutto im Monat verdienen...

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@supermausbln

"Nur wenige kids zwischen 6 und 15 Jahren lassen sich leicht zum lernen motivieren-ohne Druck"
Kannst du mir eine Gruppe nennen, bei welcher das ohne Druck überhaupt versucht wurde?
Weil diese Gruppe bekommt eigentlich schon seit Anfang an Druck zu Lernen, ob sie wollen oder nicht, wodurch man natürlich auch nicht motivierter wird - Im Gegenteil - Man verbindet Lernen mit Langeweile, Zwang und Erwartungen.

Deshalb werden diese Personen nicht Lernen wollen, außer es werden Hohe Erwartungen oder starker Zwang gestellt.

"Aber ohne "Schulwissen" siehts auf unserem Arbeitsmarkt nicht gut aus-man würde unter 1500 brutto im Monat verdienen..."
Im Kapitalismus ist das Natürlich richtig, der Kapitalismus interessiert sich nicht um das Wohlergehen der Schüler, sondern nur um die Noten und die Gehörigkeit Ihrer Arbeiter.

Man bräuchte ein System, welches dem Menschen dient und nicht dem Geld.

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@Siuto

Es gibt etwa die Waldorfschulen-mit wenig Lernzwängen...aber das Abi dann mit 14-16 Schuljahren...führte man das System weiter-Studienabschluss mit 35-40...Arbeitsende dann,frei gewählt,mit 40-45? Wer zahlt Rentenbeiträge ?

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@supermausbln

"Es gibt etwa die Waldorfschulen-mit wenig Lernzwängen...aber das Abi dann mit 14-16 Schuljahren..."
mit weniger zwängen, jedoch sind dort auch noch so einige Zwänge, etwas extremeres währe im Kapitalismus aber auch nicht wirklich denkbar.

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@Siuto

SOso...Kapitalismus....ich bin schon "etwas" älter-bin in der DDR und in Bln-Wzur Schule gegangen-habe jetzt dennoch einen Sohn in der Grundschule. Unser Schulsystem ist nicht super (fands in derDDR besser)-aber wir brauchen Wissen für unsere kids-nicht nur Freude beim spielen...letzteres aber natürlich auch !

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@supermausbln

Persönlich denke ich, dass das Aufzwingen von Lernen keine gute Lernmethode ist, da die Schüler es nur so lange sich merken, bis sie die Klassenarbeit geschrieben haben, wenn sie überhaupt mit dem Tempo der anderen Mithalten können oder zurückgehalten werden.

ich spreche aber jetzt nicht unbedingt von der DDR, bei diesem Schulsystem kenne ich mich nicht so gut aus.

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@Siuto

Ich selbst ging in der DDR zur Schule,auch Grundschule und ebenso in "Westberlin"-das DDR System lehrte die Schüler mehr.

Ich kenne auch das Grundschulsystem von Süditalien etwas-mein Sohn ging dort 2019 zur Grundschule.Schulgebäude war prima,viele Lehrer-ich sollte besser Leerer schreiben...nichts gegen Quereinsteiger-aber Pädagogik halte ich auch für notwendig..Unsere Schulen sind ganz ok (aber etwa China weit unterlegen)-aber etwa in Punkto (puncto) digital..."stark ausbaubedürftig"...

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@supermausbln

Schwachsinn. An der Waldorfschule sind es bis zum Abitur 13 Schuljahre.

Meine Schwester ist aktuell auf der Waldorfschule. Da ich seit der 6. Klasse auf die Oberschule gehe, haben wir einen recht guten Vergleich.

Ich kann dir sagen, dass die Lernmotivation an Waldorfschulen nicht geringer ist als an normalen Schulen, sondern auf dem selben Niveau wie dort. Damit ist deine Theorie hinfällig.

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Klingt zwar nett, aber würden dann die Kinder nicht nur das lernen, was ihnen (zu diesen Zeitpunkt) Spaß macht, während sie andere (für sie uninteressante, aber wichtige) DInge weglässt? Dann kennt sich jemand mit Physik hervorragend aus, kann aber kein Wort korrekt schreiben. Allein körperliche Ertüchtigung ist sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern. Ich würde das nicht zu einer AG degradieren, wohl aber den Inhalt des Sport-Unterrichts ändern - mehr Spiele/Tänze.

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@mlhmnn

"kann aber kein Wort korrekt schreiben."
Ich denke man sollte schon eine Leichte Ausbildungszeit haben, von 4-6 Jahre (Grundschule), damit man den Kindern z.B. das Schreiben beibringt, aber auch in verschiedenen gebieten mal Zeigt worum es wie geht und was man da machen kann, so dass sie auch die Grundlegenden Sachen lernen und schon mal sehen können was ihnen Interessiert.

"Ich würde das nicht zu einer AG degradieren, wohl aber den Inhalt des Sport-Unterrichts ändern - mehr Spiele/Tänze."
Körperliche Ertüchtigung ist wichtig, persönlich machen mir aber z.B. Ballsportarten so gar kein Spaß, weshalb ich mich da auch nicht wirklich angestrengt habe (ich habe sowieso eine 4 bekommen).
Tänze und Spiele fände ich toll, aber jemand anderes wird die selben Probleme wie ich haben.
daher getrennte AG's, wo man auch das machen kann was einen Spaß macht/Interessiert.

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@Siuto

OK, also können wir uns darauf einigen, dass irgend eine "körperliche Ertüchtigung" sein soll, aber je nach Interesse verschiedene zur Auswahl stehen sollten.

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Hoffentlich nie.

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@Siuto
Ich stelle mir ein Schulsystem vor, indem jeder zur Schule gehen kann, wer will.

Was glaubst du, wer dann überhaupt noch zur Schule gehen würde. Sobald man Wattsapp-Nachrichten lesen könnte, wärs das dann gewesen. Bildungsmäßig wären wir binnen einer Generation auf dem Stand wie ein Naturvolk im Amazonasgebiet.

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@Aliha

Wenn wir das Bildungssystem was wir haben beibehalten - Ja.

Genau deshalb will ich es von Neu aufbauen, so dass dies nicht der Fall ist und schule zum vergnügen wird.

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Endlich mal leute, die verstand haben, danke!! Mein mann und ich dachten schon, wir seien unnormal, dass wir so denken (medien,berichte,lehrer,ärzte etc vermitteln einem dieses bild ja). Wir finden Schule wie sie ist auch unnötig. Das was man im späteren beruf braucht, lernt man in der ausbildung oder im studium. Das was man in den 10-13 jahren schule lernt, braucht man im leben fast nie (ausser natürlich schreiben, grundrechnung und lesen). Alles andere braucht man tatsächlich nie oder nur sehr selten und mal ganz ehrlich, wenn man das dann wieder braucht, muss man es eh oft nochmal lernen, da das ganze wissen aus der schule im großteil vergessen wird (weil man halt nicht braucht). Lesen, Schreiben, einfaches rechnen vergisst keiner von uns so schnell, weil wir genau das brauchen. Alles andere ist aufzwingen und die kinder die das dann nicht lernen wollen (weil sie schon so intelligent sind die unnötigkeit hinter dem meisten lernstoff erkennen) werden als asozial oder dumm dargestellt, obwohl sie oft das gegenteil sind. Ebenso wird es dann so dargestellt, als würden andere Kinder ja nicht so sein und alle gern das in der Schule gezeigte lernen. Das kind wird dadurch schon früh in diese Zucht und Ordnung hinein gezwängt, weil es sonst fertig gemacht wird oder zum psychologen geschleift etc.

Wessen Noten nicht optimal sind, muss dann auch noch nach der Schule (die heute oft bis 16 uhr geht) noch nachhilfe nehmen um den unnötigen und nie wieder benötigten stoff in sich hinein zu zwängen. Die kindheit, die gefühle, DAS SELBSTBESTIMMUNGSRECHT bleiben völlig auf der strecke. Nur leistung leistung leistung.

Natürlich denken wir wie Sie, dass sich da ein ganzes System ändern müsste. Das ist den Politikern dann wieder zu anstrengend, weil es ist ja viel wichtiger elektronisch und forschungstechnisch immer weiter nach vorne zu gehen und ausserdem müssen die deutschen kinder sich ja in pisa mit anderen ländern (worunter auch china mit seinen absolut übertriebenen werten und regeln steht) messen, weil deutschland muss ja ein gutes licht auf sich werfen. Mal ganz ehrlich, was bringt dieses immer mehr mehr mehr, besser besser besser eigentlich? Fordert es das Individuum?Fordert es die Selbstbestimmung oder das Recht auf eine eigene Persönlichkeit? Macht es die Menschen wirklich in allen Fällen glücklicher, oder bringt das alles zu einem großen teil eher das gegenteil, weil wir immer weniger zeit haben, diese dinge zu genießen? (Muss ja nicht umsonst immer mehr gearbeitet,geleistet und gelernt werden).

Wir wetten, dass es besser laufen würde, würde man in Sachen Leistungsdruck mal mehrere Gänge zurück schalten und mehr auf das Indiviuum und dessen Wünsche/Fähigkeiten eingehen. Es würde mehr bringen, als das Schul- (und auch Arbeitssystem) was es heute gibt, denn jeder würde wieder motiviert sein und auch eine eigene persönlichkeit bilden. Ebenso würden mehr Menschen Arbeit bekommen, da nicht nurnoch drauf geachtet wird, ob die person abitur hat, sondern darauf geachtet wird, was kann die person gut, was mag sie, was kann sie nicht so gut etc. Dafür müsste sich aber wie gesagt im system eine menge ändern.

Wir fänden es wirklich toll, wenn sich viele menschen dagegen aufrichten würden, denn das volk hat eigentlich immer noch das letzte wort, aber nur, wenn genügend ihre stimme erheben.

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Oder frei lernen. Kinder lernen viel lieber, wenn sie sich selber aussuchen können, was sie lernen. Keine Sorge, man lernt da auch was. Kinder haben einen natürlichen Lerndrang, denn sie wollen immer weiter wissen, wovon die anderen sprechen. Untereinander können sie auch sich selber was beibringen und helfen.

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@Mensch896

Darauf basiert das System was ich im Sinn habe.
Kinder Lernen meiner Ansicht nach sogar schlechter, durch Zwang, da sie ein Muss unter Lernen verbinden und Langeweile etc.

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Was ich shcon oft gehört habe ist, das man keine Fächer unterrichten sollte, sondern Themen. Themen die Interesse wecken, zu dessen bearbeitung die Schüler dann halt lesen, schreiben und Mathe etc. lernen wollen.

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@Moped85

Kommt sehr nah an dem was ich mir vorstelle und sehe ich als Alternative,
Genau das Denke ich: Schule sollte zum Lernen Anregen, nicht zwingen, wenn man den Schüler zwingt verdirbt man den gesamten Lernprozess und kann ihn nur durch Benotung (stärksten Druck) retten.

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Ich finde schon es sollte jedes Kind zur Schule gehen. Aber bei den anderen Sachen gebe ich dir recht. Ich bin auf einer Waldorfschule, wo es keine Noten gibt, aber dafür gibt es auch keine Kurse oder so. Man muss alles machen (Musik, Sport, eurythmie, Handarbeit, gartenbau, Werken) auch wenn man sich garnicht dafür interessiert.

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Das merke ich z.B. Ich bin selber Schüler und sehe es genauso wie du. Es zerstört uns einfach und die Lehrer versuchen Dinge in 10 Jahren in uns reinzuquetschen was sie in 20 Jahren gelernt haben und sie nehmen nicht mal Rücksicht auf uns.

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Ich sehe das Halt so ich Finde Schule Auch Unnötig weil ich einfach Die zeit wo ich Da lerne auch da heim lernen kann und überhaupt fant ich Homescooling Cooler also mir hast nicht die Noten versaut sondern nur verbessert XD

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Ich sehe das ähnlich, jedoch ist das von den Verantwortlichen aber auch gar nicht gewünscht. Die Schüler sollen später brave & fleissige Arbeiter werden die alle Regeln, Vorschriften und Gesetze beachten die man Ihnen vorsetzt und brav hackeln ohne Fragen zu stellen. Man will willige und gefügige Arbeitsdrohnen die man beliebig ausbeuten und leicht regieren kann. Intelligenz, Wissen, Kreativität &dgl. sind unerwünscht.

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@Weaner

daher denke ich auch, müssen wir zuerst das System überwinden, welches dieses Übel verübt.
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

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Kreativität wird weder "zerstört" noch gefördert.

Schwierige Frage, weil es von so vielen Faktoren abhängig zu machen ist. Das ganze fängt ja schon bei der Wahl des Schulsystems an, dann noch der Zweig und die Lehrer, das Budget der Schule/Kommune etc. bis hin zum Schüler selbst.

Aber ja, auf den ersten Blick sehe ich auch keine wirkliche Förderung der Kreativität. Vielleicht aber auch aus dem Grund, weil die Schulen einen strickten Lernplan verfolgen und dann auch in Fächern wie Kunst wenig Platz kreative Entfaltung bleibt.

Auch im Deutschunterricht muss man sich immer an die Leitfäden halten. Auch beim Schreiben von z.B. Gedichten. Gewürdigt werden gute Gedichte, die nicht dem Leitfaden entsprechen schon, aber benotet werden können diese leider gar nicht oder nur schlecht.

Das ist ähnlich wie bei Musikern. Manche halten sich nicht an bestimmte Vorgaben und ab und an wird aus einem solchen Musiker ein Weltstar, eben weil er sich nicht gerade an diese Bestimmungen halten kann und es jeder erfrischend und besonders findet.

Zufrieden bin ich dennoch nicht dem Schulsystem.

Andere Meinung // unschlüssig // keine Meinung

Wenn es wie früher, nur die Halbtagsschulen geben würde und die Kinder den Nachmittag zur freien Verfügung hätten zum Spielen, könnten sie ihr Kreativität sicherlich am besten ausleben und dann nachmittags tun und lassen was sie wollen.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Mütter müssen jetzt arbeiten und die Kinder müssen irgendwo aufgehoben werden. Die meisten Kinder haben auch am Nachmittag inzwischen eine volen Terminkalender.

Ich sehe es nicht so, dass sie Schule die Kreativität zerstört, sondern die gesamten Lebensumstände. Es fehlt den Kindern Zeit und Freiräume um tun und lassen können was sie wollen und alles einfach mal auszuprobieren.

Schulsystem "zerstört" Kreativität

Leider werden alle Schüler*innen trotz unterschiedlicher Bildungsbiographien und Interessenschwerpunkten mit den gleichen Fächern konfrontiert. Des Weiteren ist das deutsche Schulsystem, genauer gesagt die 16 verschiedenen Bildungssysteme, sehr auf das Auswendiglernen von Fakten und das anschließende stupide Reproduzieren fokussiert. Für Persönlichkeitsentwicklung und Individualität ist leider dagegen nicht viel bzw. gar nichts vorhanden.

Ich fände es besser, wenn jede*r sich die ihn/sie interessierenden Fächer (ab einer gewissen Klassenstufe, z.B. 9./10. Klasse) völlig frei ohne irgendwelche Bindungen auswählen könnte. Allgemeinbildung ist zwar sehr wichtig, aber ich finde, dass jede*r die Möglichkeit haben sollte, sich selbst zu verwirklichen und den Beruf zu ergreifen, den er/sie erfüllt. Dann würde auch mehr Menschen wieder Freude an ihrem Beruf empfinden.

Auch sollte in der Schule mehr wissenschaftliches Arbeiten gelehrt werden. Wir brauchen kein stupides Auswendiglernen von teilweise fürs weitere Leben unrelevantem Faktenwissen, sondern die tiefgründige und fundierte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen.

Schulsystem "zerstört" Kreativität

natürlich. dazu ist es doch da. wenn es zu viele kreative, frei denkende menschen gibt, würde unser system nicht mehr funktionieren. es muss genug leute geben, die dem normalen weg folgen und unspektakuläre, systemrelevante arbeit erledigen.

das ist nicht unbedingt als schlecht zu bewerten. immerhin gibt es vielen menschen eine richtung und ordnung im leben.

aber für leute die keine lust auf das standard-leben haben ist schule ziemlich nutzlos. wer glaubt, dass man dort etwas wertvolles lernt, hat tomaten auf den augen. die inhalte die unterrichtet werden kann man sich in einem bruchteil der zeit selbstständig beibringen.

das einzig gute ist, dass leute die sonst kaum soziale kontakte haben in der schule welche knüpfen können. ein guter, stabiler freundeskreis wirkt sich positiv auf die persönliche entwicklung aus. aber das wars auch schon.

edit: "zerstört" ist mmn der falsche ausdruck, es klingt, als wären die auswirkungen irreversibel. es wird vielmehr unterdrückt. auch in leuten die ihr freies denken jahrelang unterdrückt haben schlummert noch ein funke an individualität und kreativität. aber es wird eben nicht genutzt, weil ihnen beigebracht wurde, dass das falsch ist.

Stimme dir voll und ganz zu, nur naja es kann bei den sozialen kontakten aber auch genau anders herum laufen. Gruppenzwang und Mobbing fördern finde ich nichts. Viele jugendliche und kinder passen sich ihren freunden an, weil sie nicht uncool sein wollen oder sonst von ihren freunden ausgelacht oder sogar der kontakt abgebrochen wird. Das passiert leider oft und wenn sich ein schüler entscheidet dann zbs lieber auf dem schulhof allein zu sein (weil er sich zbs auch gut selbst beschäftigen kann=ein teil von kreativität), wird das von lehrern immer als fehlverhalten interpretiert und das kind muss sich mit leuten abgeben, die nicht zu ihm passen.

Wäre das alles nicht so (also wenn man schon in kinderköpfe die individualität als etwas sehr wichtiges einspeichern würde), denke ich, wäre das auch alles einfacher mit den sozialen kontakten.

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@Denktmalnach1

ich war auch immer jemand der eher gern allein ist und sein eigenes ding macht. dadurch hat man es natürlich etwas schwerer, die gleiche anerkennung und das gleiche zugehörigkeitsgefühl zu bekommen wie die "normalen" leute.

aber es ist möglich. ich denke, das viele sich bei mobbing selbst ins aus schießen. sie merken, dass sie nicht der norm entsprechen, und denken dann automatisch, dass sie dadurch keine existenzberechtigung in einer gruppe haben. und das ist der fehler. andere merken wenn jemand ein niedriges selbstwertgefühl hat und behandeln einen dann dementsprechend.

man kann sich aber auch als ergänzung sehen. so hab ich das immer gemacht. normal zu sein war mir meistens zu langweilig, ich wollte immer unverwechselbar sein. eine gruppe mit 30 gleichen leuten ist nicht interessant, wenn jeder offen seine ecken und kanten zeigt hat man eine interessantere mischung.

meiner erfahrung nach stärkt es den charakter wenn man weiß wer man ist und mit dem gefühl des anders-seins komfortabel ist. denn ganz ehrlich: wenn man aus der schule raus kommt und arbeiten geht hat man oft als 20 jähriger mit leuten im alter 30-60 zu tun, die schon viel mehr berufserfahrung haben, verheiratet sind, kinder haben etc. da ist man dann auch erstmal der outsider. oder auch wenn man ins ausland geht und mit ganz anderen sprachen und sitten konfontiert ist. da hat man dann das selbe problem. je mehr man okay mit sich selbst und seinen eigenschaften ist, desto einfacher werden später die beziehungen mit anderen.

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