Woher kennt man das Alter von versteinerten Saurierknochen?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

mmhhh. Ich habe nun den Thread ganz gelesen und auch welche Mühe sich der Fragesteller gibt, alle Argumente zu widerlegen.

Ok, kann er ja machen. Was mich aber weit mehr interessiert: hält er dann die führenden Wissenschaftler dieses Planeten, die alle KEINE Kreationisten sind, für dämlich oder sind sie gar Teil einer Verschwörung? Einer Verschwörung, die sich gegen Jesus richtet und gegen die Bibel? Denn es gibt nur diese Möglichkeiten: sie haben recht, sie sind zu blöd, um das Offensichtliche zu sehen, sie sind Teil einer Verschwörung.

Der Fragesteller hat hier eine Menge "Theorie" widerlegt. Warum kommen die Wissenschaftler dieser Welt denn nicht auf dieselben Fragen und Gegenargumente? Sind sie blöd, haben sie alles falsch verstanden und sollten ihre Professorentitel und wahrscheinlich auch einige Nobelpreise wieder abgeben und noch mal die Schulbank drücken?

Ich mein, unter den Evolutionsforschern, den Geologen, den Paläontologen sind nun jede Menge Leute, die ihre Forschungen gut belegen können. Ein Freund von mir ist studierter Geologe und der hat keinen Zweifel daran, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist und nicht erst 6500 Jahre. Lügt er nun, ist er dämlich - den Eindruck macht er auf mich nicht - oder ist er gar Teil einer weltumspannenden Verschwörung. So wie die Verschwörung, die den Leuten einreden will, dass es Bielefeld gibt. Bielefeld gibt es nicht, und jeder, der das Gegenteil behauptet, ist von den geheimen Mächten bezahlt.

Werden diese Wissenschaftler also von geheimen Mächten finanziert, vielleicht von den Illuminaten oder der Pharmaindustrie?

Denn eine andere Schlussfolgerung fällt mir nicht ein:

Entweder sie haben recht oder sie sind blöd oder aber Knechte der Illuminaten oder des Weißen Hauses oder des Kremls. Oder gar des IS ???

Ja wat denn nu?

Und wenn sie Teil der Verschwörung sind, was ist Ziel und Zweck. Die Religion zu unterminieren, den Atheismus zum ZIel zu bringen (zu welchem Ziel?)

ich begreif´s nicht.

Bitte Fragesteller: erklär´s mir.

Ich kann es versuchen.

Sine die Wissenschaftler, die ausschließlich der Evolutionetheorie nachgehen, Teil einer Verschwörung?

So einfach ist es sicherlich nicht. Ich bin sicher, dass die allermeisten von ihnen beste Absichten haben und der Menschheit zu dienen glauben. Es sind eben genauso Menschen, wie wir alle. Mit all unseren Schwächen.

Gib es denn eie Verschwörung gegen Jesus und die Bibel?

Aber sicher gibt es die. Sie ist in der Bibel beschrieben und prophezeit. Im zweiten Buch Petrus, Kapitel 3, Vers 3 heißt es dazu (hier mal aus der Lutherbibel):

Und wisset aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln (1. Timotheus 4.1) (Judas 1.18) 4 und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. (Jesaja 5.19) (Hesekiel 12.22) (Matthäus 24.48)
5 Aber aus Mutwillen wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; (1. Mose 1.2) (1. Mose 1.6) (1. Mose 1.9) (Psalm 24.2) (Matthäus 24.38) 6 dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die dieselben mit der Sintflut verderbt. (1. Mose 7.21) (2. Petrus 2.5) 7 Also auch der Himmel, der jetztund ist, und die Erde werden durch sein Wort gespart, daß sie zum Feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.

Die Links verweisen jeweils auf die Fundstellen in der Bibel, auf die Petrus sich in diesen Versen bezieht.

Selbst in der katholischen EInheitsübersetzung (die ich zwar für manipuliert halte, aber sei es drum) heißt es in etwas besser verständlichem Deutsch:

Vor allem sollt ihr eines wissen: Am Ende der Tage werden Spötter kommen, die sich nur von ihren Begierden leiten lassen und höhnisch sagen: 4Wo bleibt denn seine verheißene Ankunft? Seit die Väter entschlafen sind, ist alles geblieben, wie es seit Anfang der Schöpfung war.
5Wer das behauptet, übersieht, dass es einst einen Himmel gab und eine Erde, die durch das Wort Gottes aus Wasser entstand und durch das Wasser Bestand hatte.
6Durch beides ging die damalige Welt zugrunde, als sie vom Wasser überflutet wurde.
7Der jetzige Himmel aber und die jetzige Erde sind durch dasselbe Wort für das Feuer aufgespart worden. Sie werden bewahrt bis zum Tag des Gerichts, an dem die Gottlosen zugrunde gehen.

Aber zurück zu deinem Kommentar:

Die Wahrheit ist niemals das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung.

Ein Freund von mir ist studierter Geologe und der hat keinen Zweifel daran, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist und nicht erst 6500 Jahre.
Lügt er nun, ist er dämlich - den Eindruck macht er auf mich nicht - oder ist er gar Teil einer weltumspannenden Verschwörung.

Weder noch. Er betrachtet die Fakten und Belege genau nach dem Schema und in der Weltsicht, die man ihm beigebracht hat und deren korrekte Rezeption er immer wieder in Prüfugen belegen musste. Ohne Not oder ohne Anschub von außen (zum Beispiel durch solche Diskussionen hier) wird er das Gelernte nie in Frage stellen. Und genauso habe ich früher auch gedacht. Ich war überzeugter Atheist und felsenfest davon überzeugt, dass Kreationisten Idioten sind und Kreationismus eine gefährliche Bewegung gegen die moderne Gesellschaft.

Bis ich gesehen habe, dass im Erklärungsmodell der Evolutionstheorie ein ganz entscheidender Fehler vorliegt. Die Entstehung des Lebens ist auf natürlichem Wege, ohne Eingriff einer Intelligenz nicht möglich. Seither betrachte ich Beobachtungen in der Natur (auch der Geologie) in einem neuen Licht und entdecke jeden Tag neue Hinweise darauf, dass es mehr als nur die naturlistische und materielistische Sicht auf diese Beobachtungen gibt.

Warum sollte ich jemanden verurteilen, nur weil er selbst diese Erfahrung noch nicht gemacht hat? Ich kann aber zum Nachdenken anregen. Zum kritischen Hinterfragen. Wer das nicht zulassen will, fordert Autoritätshörigkeit, statt eigenem Denken.

Und wenn sie Teil der Verschwörung sind, was ist Ziel und Zweck. Die Religion zu unterminieren, den Atheismus zum ZIel zu bringen (zu welchem Ziel?)

"Sie" sind nicht Teil der Verschwörung aber sicherlich Instrument des Verschwörers. Und Ziel dieser Verschwörung ist es, Menschen vom Glauben abzuhalten.

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Oh hell, ich fasse es nicht... Ach übrigens, wenn alles in der Bibel richtig ist, dann dreht sich also auch die Sonne um die Erde. Das steht da so drin. Ich geb's auf. Gegen Borniertheit ist kein Kraut gewachsen.

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@Dahika

Du beziehst dich auf Josua, Kapitel 10, Verse 12 und 13. Dort steht nirgendwo, dass sich die Sonne um die Erde drehen würde.

  12 Da redete Josua mit dem HERRN des Tages, da der HERR die Amoriter dahingab vor den Kindern Israel, und sprach vor dem gegenwärtigen Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!  13 da stand die Sonne und der Mond still, bis daß sich das Volk an ihren Feinden rächte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen beinahe einen ganzen Tag.

Wenn man die Rotation der Erde anhält, stehen Sonne und Mond still. Von der Erde aus betrachtet würde das so aussehen, als würden Mond und Sonne nicht mehr bewegen.

Borniert ist übrigens jemand, der alles nur aus einer einzigen Richtung betrachten kann. Das trifft auf die Verfechter der Evolutionstheorie leider zu.

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Ich weiß auch nicht, wieso Du mir unterstellst, ich wolle "stänkern".
Ich habe eine andere Weltsicht als Du. Aber ich beleidige niemanden und greife auch niemanden persönlich an.
Wie dir vielleicht aufgefallen ist, amche ich mich auch über niemanden lächerlich, sondern argumentiere und zeige auf.
Auch auf deinen Kommentar habe ich ausführlich geantwortet.
Und bav or Du ungerechtfertigt versuchst mir wiede retwqas zu unterstellen: Ich schrieb, dass deine Argumente nicht einmal für einen Fünftklässler taugen. das ist kein Angriff auf dich persönlich, sondern klasifiziert deine Argumente ebenso, wie Du mir ungenügende Argumente unterstellt hast (die in meiner Frage gar nicht vorkommen; aber egal).
Können wir also sachlich über unsere unterschiedlichen Sichtweisen diskutieren?

Dieser Kommentar hat mich nun dazu verleitet, deine Frage noch einmal zu stellen. Damit von möglichst vielen Menschen gelesen wird, wie Kreationisten ticken, wenn sie sich einbilden, vermeintliche Diskussionen zu führen. Ich möchte dir erklären, warum es sich bei deiner sogenannten Weltsicht nicht um etwas handelt, was dich zu einer Debatte berechtigt und weshalb du auf dem Holzweg bist. Du wirst das nicht verstehen, du wirst aufgrund eines schmerzhaften Identitätsproblems weiter an deiner "Weltsicht" hängen wie ein Faultier an seinem Ast, das ist mir schon klar, aber vielleicht lesen es ja andere und können daraus etwas lernen.

Du kritisierst mit deiner Frage zwei wissenschaftliche Theorien: Die Alte-Erde-Theorie und mit inigem Abstand die Evolutionstheorie. Kritik an wissenschaftlichen Theorien kann und darf natürlich jederzeit geübt werden, aber dafür gibt es natürlich Spielregeln, wie eine solche Kritik aussehen muss!

Um eine Theorie aufzustellen, muss man die Behauptung, die zu einer Theorie postuliert werden soll, mit wisssenschaftlichen Belegen unterfüttert werden. Dies können Messwerte im Labor sein, Fundstücke aus der Erdgeschichte, Beobachtungen in der Natur und so weiter. Wichtige Regel: Jeder dieser Belege muss reproduzierbar sein! Das bedeutet, dass eine Theorie als unbelegt und somit nur als Hypothese gelten würde, wenn ihre Belege nicht jederzeit wiederholbar wären und die gleichen Ergebnisse liefern würden. Jede Theorie ist also etwas völlig anderes als eine Theorie im umgangssprachlichen Sinne: Dort heißt Theorie meist nur, dass etwas so oder so sein könnte, also eine bloße Möglichkeit für einen entsprechenden Sachverhalt wäre. Eine wissenschaftliche Theorie steht jedoch weit über dem Status einer solchen puren Behauptung und braucht immer Belege, um als Theorie zu gelten - sonst verdient sie dieses Status nicht und muss als Hypothese bezeichnet werden.

Somit hast du zur Widerlegung einer Theorie nur dann die Erlaubnis und wirst wissenschaftlich ernstgenommen, wenn du die Aussagen der kritisierten Theorie mit eigenen Belegen falsifizieren kannst und eine Alternative anbietest, die du dann natürlich ebenfalls mit Belegen unterfüttern musst. Erst dann kann man deine eigene Theorie als "Kontroverse" bezeichnen. Theorien sind schließlich Modelle, um eine wirklichkeitsnahe Abbildung des naturwissenschaftlichen Ist-Zustandes abzubilden, aber nicht die Wirklichkeit selbst - denn an dieser muss man immer weiterforschen können. Eine Theorie, die sich als "universalgültige Wahrheit" ohne das Zulassen von Alternativen aufspielt, gibt es also nicht, denn das wäre Dogmatismus. Und jetzt überleg mal, was der Kreationismus bitte ist!

Also: warum ist die "Junge Erde" und der Kreationismus nun keine Theorie oder Kontroverse? Die Frage kannst du dir wahrscheinlich jetzt schon selbst beantworten: Sie spielen eben nicht nach den Spielregeln der Wissenschaft und versuchen zu mogeln. Hier werden keine Belege angeführt, hier gibt es keine Messergebnisse, keine Laborversuche, keine Fossilbelege, um erstens die Aussagen der anerkannten Therorien zur Alten Erde und der Evolution zu falsifizieren, und zweitens auch keine Belege, um das Alternativmodell, also die biblische Schöpfungsgeschichte zu belegen.

Wenn die Schöpfungsgeschichte eine Kontroverse sein und als Theorie betrachtet werden wollte, so müssten radiometrische Messergebnisse vorliegen, welche eine zuvor als "alt" bestimmte Gesteinsprobe als "jung" ausweisen würden - und dieses Messergebnis müsste im Labor wiederholbar sein und natürlich nicht nur mit einer einzigen Probe, sondern mit Proben von der ganzen Welt. Außerdem müsstest du für jedes einzelne Fossil, dass man in der Erdgeschichte gefunden und einer Zeit lange vor den Menschen zugewiesen hat, ein noch rezentes Exemplar beschaffen (also lebende, originale Dinosaurierarten wie Tyrannosaurus rex und Brachiosaurus), oder ihre Überreste direkt in "jüngeren" Schichten nachweisen, also in Schichten, in denen man auch Menschenfossilien findet - oder eben umgekehrt: Menschenfossilien und Fossilien von ALLEN rezenten Tieren auch in Ablagerungen aus dem Erdmittelalter und dem Erdaltertum! Außerdem wäre es von Vorteil, den genauen Standort des Garten Eden zu lokalisieren, einen Ableger des Baumes der Erkenntnis vorzulegen und auch mithilfe einer molekulargenetischen Untersuchung nachzuweisen, dass der Mensch nur von einem einzigen Stammpaar abstammt - und eben nicht von einer Population von frühen Hominiden, die in Ostafrika den aufrechten Gang entwickelten.

Das sind also die Aufgaben, die auf einen Kreationisten warten, wenn er wissenschaftlich arbeiten und ernstgenommen werden möchte. Und bislang ist jeder Kreationist an dieser Aufgabe gescheitert. Jeder Versuch, Gegenbelege vorzulegen, kann aus wissenschaftlicher Perspektive leicht zurückgewiesen werden. Vermeintliche Ichnofossilien, also Fußspuren von Menschen, die in Schichten aus dem Erdmittelalter gefunden wurden, konnte man zweifelsfrei als die Fußabdrücke von Pterosauriern und Dromaeosauriern nachweisen. Vermeintliche Knochenfunde von "Riesen" konnten Megalosauriden zugewiesen werden, oder sie wurden sogar als Fälschung enttarnt. Radiometrische Altersbestimmungen werden ebenfalls nicht vorgelegt - also gibt es wirklich nichts als heiße Luft, mit dem ein Kreationist argumentieren könnte. Das hast du selbst mehr als deutlich bewiesen, denn auch von dir kamen nur Behauptungen und Schlussfolgerungen aufgrund falschen Grundannahmen. Mit argumentativen Strohmännern lassen sich vielleicht uninteressierte Laien täuschen und man kann damit prima dumme Menschen fischen, aber wir führen dadurch eben noch lange nicht eine wissenschaftliche Diskussion.

Deshalb ist der Kreationismus eine Ideologie und nichts weiter! Ideologien verfolgen immer ein bestimmtes gsellschaftliches oder auch politisches Ziel. Sie dienen einer entsprechenden Weltanschauung, betreiben Propaganda und Indoktrination und gehen immer davon aus, dass die Welt eine bessere wäre, wenn wirklich jeder die Ideologie teilen und annehmen würde. Ein abfällig als "Evolutionist" bezeichneter Anhänger der Evolutionstheorie tut all dies nicht! Die Evolutionstheorie nimmt sich selbst nicht als Wahrheit war, sondern versucht bloß, sich der Wahrheit anzunähern. Wer an ihr forscht, möchte die Welt wirklich verstehen und folgt keiner vorweg als "richtig" und "wahr" ausgewiesenen Heilsbotschaft.

Der Kreationist versteht sich jedoch selbst als auserwähltes Geschöpf Gottes im Besitz einer als "heilig" empfundenen Wahrheit, nur seine Weltsicht kann und darf wahr sein (pathologisch kann man dies sogar als krankhafte Identitätsstörung ausweisen!). Die Erde wurde in sechs Tagen vor etwa sechs Jahrtausenden erschaffen - Punkt aus fertig. Ziel des ganzen: die Determinierung christlicher Werte (oder auch islamischer bzw. jüdischer, es gibt natürlich auch islamischen und jüdischen Kreationissmus, da sich alle drei Religionen auf den gleichen Schöpfungsmythos berufen) in der Gesellschaft. Man könnte es auch als Theokratie (Gottesherrschaft) bezeichnen.

Kreationisten outen sich damit als fundamentalistische Hardliner und Extremisten. Viele, natürlich nicht alle Kreationisten teilen auch andere fundamentalistische Grundansichten, sind homophob, frauenfeindlich und auch intolerant anderen Religionen gegenüber. Aus diesem Grund habe ich persönlich etwas gegen die Verbreitung des Kreationismus: Nicht nur, weil es (faktisch, nicht nur meiner Meinung nach!) eine unbelegte und vorsätzlich ignorante Weltsicht ist, sie wird auch viel zu oft auch von tyrannisch-patriarchalen Moralvorstellungen und damit von Indoktrination, Kontrolle, Angst, Ausgrenzung, Diskriminierung, ja sogar offener Gewalt begleitet.

Und um das eingangs genannte Zitat noch einmal aufzugreifen: Doch, du wolltest stänkern und das hast du. Du hast auch keine Weltsicht, sondern eine Ideologie. Du bist außerdem tatsächlich fast alle Antwortgeber persönlich angegangen, hast mit teils beleidigenden Floskeln um dich geworfen und ihre fundierten und sorgfältig recherchierten Antworten als Humbug, Firlefanz und Quatsch bezeichnet, sie als arm und schwach und inhaltlos ausgewiesen und dann hübsch doppelmoralisch selbst natürlich in keiner Weise Argumente angeführt, sondern nur Behauptungen geäußert. Frech ist das! Nirgends hast du argumentiert, nirgends! Und auch nirgends etwas aufgezeigt. Nicht einmal begründet, warum meine Fünftklässler meine Texte nicht verstehen könnten und sie didaktisch nichts taugen, auch das hast du mir nur hintergrundlos an den Kopf geworfen. Eine sachliche Diskussion habe ich dagegen mehrmals angestrebt, du hingegen bist nirgends darauf eingegangen. Und all das ist kein Fairplay, lieber RobertKuhlmann!

Und einmal muss ich noch nachtreten: Jesus konnte solche sachlichen Diskussionen um einiges besser führen als du. In theologischen Auseinandersetzungen spielte er durchaus nach den Regeln moderner Wissenschaftler und entkräftete die Fallstricke und Ideologien der Pharisäer und Schirftgelehrten stets mit eigenen Schriftbelegen. Jesus war laut Bibel ein für die damalige Zeit hochgebildeter Mann, weshalb er in Diskussionen auch stets überlegen war. Er argumentierte auch nicht dogmatisch, sondern logisch, hinterfragte Gesellschaftsnormen und setzte die Priorität, dass diese nur für die Menschen dienlich sein dürfen, aber nicht etwa umgekehrt, nämlich dass Menschen eben diesen Normen zu dienen hätten. Wenn du tatsächlich christliche Werte als Maßstab für sachliche Diskussionen nehmen willst, solltest du dir an Jesus Christus mal ein Beispiel nehmen! Hätte Jesus heute gelebt und Zugang zur heutigen Bildung und den wissenschaftlichern Erkenntnissen unserer Zeit, wäre er nämlich mit Sicherheit KEIN Kreationist - und das möchte nun ich einmal ausnahmsweise auch ohne Beleg, sondern nur aus meinem persönlichen Jesusbild heraus (ich bin gläubiger Christ!) einfach nur behaupten.

Danke für diese ausführliche und interessante Antwort. Ich habe erst später Zeit im Detail darauf einzugehen, werde das aber zu allen Punkten deiner Antwort machen.

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Ich möchte dir erklären, warum es sich bei deiner sogenannten Weltsicht nicht um etwas handelt, was dich zu einer Debatte berechtigt

Ich bin zu jeder Debatte berechtigt und ganz besonders zu solchen um meine Weltsicht. Dazu brauche ich keine Genehmigung.

du wirst aufgrund eines schmerzhaften Identitätsproblems weiter an deiner "Weltsicht" hängen wie ein Faultier an seinem Ast

Woher glaubst Du meine Probleme zu kennen? Tut hier eh nichts zur Sache. Versuchen wir einfach mit noch weniger Sticheleien über die Runde zu kommen. Okay?

Wichtige Regel: Jeder dieser Belege muss reproduzierbar sein!

Stimmt genau. Und in den Evolutionstheorien fehlen diese Belege durchgängig. Man muss eben sehr wohl zwischen Annahmen und wissenschaftlicher Beweisführung unterscheiden. Bevor jetzt wieder jemand aufschreit: Ein klassischer fehlender eleg ist der Startpunkt jeder Evolution: Die Entstehung des Lebens überhaupt. Die ist weder belegt nach nachgewiesen, aber der Startpunkt jeder biologischen Evolution. Gleiches gilt für den Kosmos und die chemischen Elemente. Es gibt dazu Hypothesen, aber eben keine wissenschaftlichen Beweise.

Somit hast du zur Widerlegung einer Theorie nur dann die Erlaubnis und wirst wissenschaftlich ernstgenommen, wenn du die Aussagen der kritisierten Theorie mit eigenen Belegen falsifizieren kannst und eine Alternative anbietest, die du dann natürlich ebenfalls mit Belegen unterfüttern musst.

Entschuldige, aber das ist Unsinn. Ich kritisiere die Abwesenheit von Belegen für ganz bestimmte Aussagen der Evolutionstheorien. Die Abwesenheit diese Belege kann man falsifizieren, indem man genau diese Belege beibringt. Ich kann ebensowenig beweisen, dass keine Kaffeekanne die Erde umkreist. Sobald aber jemand ein Beweisphoto liefert, dessen herkunft unzweifelhaft ist, wäre meine Antithese (es gäbe eines solche Kaffeekanne in der Erdumlaufbahn nicht) widerlegt.

Ich habe hier bisher bereits mehrfach Belege aufgeführt. Aus den Quellen der Verfechter der Evolutionstherien selbst. Darauf hat komischerweise nie jemand reagiert. Weder positiv noch negativ.

Also: warum ist die "Junge Erde" und der Kreationismus nun keine Theorie oder Kontroverse?

Ich habe nie behauptet der Kreationismus sei eine Theorie; auch keine wissenschaftliche Theorie. Evolutionismus ist es aber eben auch nicht. Es nennt sich nur "Evolutionstheorie", trotz der fehlenden Belege.

Hier werden keine Belege angeführt, hier gibt es keine Messergebnisse, keine Laborversuche, keine Fossilbelege, um erstens die Aussagen der anerkannten Therorien zur Alten Erde und der Evolution zu falsifizieren, und zweitens auch keine Belege, um das Alternativmodell, also die biblische Schöpfungsgeschichte zu belegen.

Diese Behauptung ist falsch und hier ist der Nachweis dafür: http://www.clkv.ch/broschuerentexte/doc_download/117-03-belege-fuer-eine-junge-erde-dr-russell-humphreyspdf

Außerdem möchte ich dich auf das Projekt "RATE" verweisen: https://en.wikipedia.org/wiki/RATE_project

so müssten radiometrische Messergebnisse vorliegen, welche eine zuvor als "alt" bestimmte Gesteinsprobe als "jung" ausweisen würden

Genau das ist mehrfach passiert (siehe RATE und auch hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Radiohalo). Isolierte Poloniumhöfe in Granit sind mit den bisherigen Hypothesen zur Entstehung von Gestein nicht vereinbar.

Man könnte es auch als Theokratie (Gottesherrschaft) bezeichnen.

Das stimmt sogar, ist aber nicht auf Kreationisten beschränkt. Du schreibst ja selbst am Ende deines Kommentars:

ich bin gläubiger Christ!

Du glaubst also wie ich selbst auch an Jesus Christus? Du glaubt daran, dass er gekreuzigt wurde, begraben und wiederauferstanden ist? Du glaubst daran, dass Jesus Gott ist?

Du kennst die Bibel sicher ebensogut wie ich. Gleich in welcher Übersetzung (wenn man mal von der merkwürdigen Version der Zeugen Jehovas absieht; ich bevorzuge die KJV) ist dort deutlich nachzulesen, dass Jesus der Schöpfer der Welt ist, denn er ist Gott selbst. Er sagt nicht, das würde im 1. Buch Mose so drinstehen und deshalb schon stimmen, sondern er bezieht es auf sich selbst.

Die passenden Bibelstellen zeige ich dir gerne. Wie Du aber als gläubiger Christ Jesus der Lüge bezichtigen kannst, macht mich wirklich fassungslos. Und bevor Du auf den Papst und andere Kirchenvertreter verweist, die Evolution mit dem Glauben für vereinbar halten: Sie halten es für mit dem Glauben vereinbar, nicht mit der Bibel! Was sagt uns das über deren Einstellung zur Bibel?

Nicht überall wo Kirche draufsteht ist auch Christentum drin.

(Falls Bibelstellen gewünscht sind, liefere ich die gerne jederzeit)

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@RobertKuhlmann

Bevor ich auf deinen Kommentar erneut eingehe, nur etwas zur Klärung. Du hast mich an anderer Stelle danach gefragt, worin die falschen Grundannahmen beruhen würden. Das hast du offensichtlich etwas missverstanden. Ich meinte damit nicht, dass wir uns hier über eine Definition von richtig und falsch streiten könnten, sondern nur folgenden Umstand: Kreationisten legen der Evolutionstheorie nicht selten Aussagen in den Mund, die sie gar nicht trifft. Dann schreien sie auf, was für ein Unsinn das wäre, obwohl sie selbst es waren, die sich diesen Unsinn ausgedacht haben. Beispiel: Wie kann es heute noch Affen geben, wenn der Mensch doch vom Affen absammen soll? Hier wird die falsche Grundannahme gestreut, der Mensch habe sich aus rezenten Affen entwickelt, wie etwa Schimpansen und Gorillas, die ja heute tatsächlich noch existent sind. Aber so eine Aussage wurde niemals von der Evolutionstheorie getätigt: Sie sagt nur aus, dass Menschen und Schimpansen gemeinsame Vorfahren haben, also zu ein und derselben großen Familie gehören.

Eine weitere falsche Grundannahhme steckt auch in deinem Kommentar. Die Evolutionstheorie hat sich noch niemals mit der Entstehung des Lebens und auch nicht mit der Entstehung des Universums befasst. Es geht hier nur um die Entwicklung des bereits vorhandenen Lebens. Die Evolution beschäftigt sich mit den Faktoren, welche zur Bildung der bestehenden Artenvielfalt geführt haben, ausgehend davon, dass die Artenvielfalt in vergangenen Zeiten eine andere war. Grundlagen sind nicht etwa astronomische oder geologische Annahmen, sondern vor allem Vererbungsmechanismen und ökologische Bedingungen. Die Evolutionstheorie ist ein Themenbereich der Biologie, nicht der Physik.

Für die Entstehung des Lebens gibt es derzeit mehrere Theorien, da du ganz recht damit hast: Wie das Leben auf die Erde kam, wissen wir nicht genau, wir haben aber zumindest Vorstellungen davon, wie es gewesen sein könnte. Die durch belegte Aussagen gestützten Theorien stehen dabei nicht unbdedingt im Gegensatz zueinander, trotzdem gibt es an manchen Stellen noch ein "entweder / oder". Ich bin leider auch nur Laie auf diesem Gebiet, da würde ich dich gerne an Diego oder UteAusMünchen verweisen, wenn du nähere Informationen zur Lebensbildung suchst. Bevor ich dir jetzt hier Unsinn aufschreibe und dir Wasser auf deine Mühlen gebe.

Ich bin eher in den Bereichen der paläontologischen Ökologie zu Hause und nicht in der Molekularbiologie und auch nicht in der Astrophysik. Deshalb möchte ich mich auch bei den Äußerungen betreffend Russel Humphrey zurückhalten, weil mir dort das Knowhow fehlt (wieder Verweis auf Ute!) Allerdings ist mir beim Lesen aufgefallen, dass auch Humphrey ständig die Phrase "laut Evolutionstheorie" benutzt, wenn er aber von physikalischen Aussagen spricht . Auch Humphrey legt also der Evolutionstheorie wieder Aussagen in den Mund - denn die befasst sich nunmal nicht mit Galaxienaufwicklungen oder dem Alter von Kometen.

Zurück zu deinem Text. Du hast geschrieben, dass du ganz bestimmte Aussagen der Evolutionstheorie kritisieren möchtest, aber diese Aussagen wieder nicht benannt. Hier in der Frage ging es eben nur um das Alter der Erde, was aber wiederum nichts mit der Evolutionstheorie zu tun hat, beziehungsweise nur indirekt. Es ging um geologische Prozesse bei der Sedimentbildung. Und hinsichtlich deiner Aussagen dazu bist du widerlegt worden - viele Leute haben dir dazu fundierte Belege aufgezeit, die du nicht imstande warst, mit Gegenbelegen außer einem "Nein" zu entkräften.

So verhält es sich auch mit dem Argument des Radiohalos. So wie ich das verstanden habe, wurde in einer angeblich Millionen Jahre alten Gesteinsprobe der Nachweis erbracht, dass dieser instabile Polonium-Isotope beinhalte. Da Polonium eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten hat, könne es nicht in einem geschmolzenen Felsen, der Jahrtausende zum Auskühlen gebraucht hätte, vorhanden sein, es wäre schon viel früher zerfallen. Allerdings wurden diese Polonium-Halos nicht in der gesamten Probe nachgewiesen, was tatsächlich ein Beleg gewesen wäre, der einen hätte stutzig machen können. Nein, man fand das Polonium nicht als Inklusion, sondern nur in der Nähe von mikroskopischen Rissen im Gestein, die außerdem Uran-Isotope enthielten. Da Polonium vor allem als Zerfallsprodukt von Radon anfällt, das wiederum beim Zerfall von Uran freigesetzt wird, können die Polonium-Isotope auch durch diese Risse in die Probe gelangt sein und waren nicht bereits "seit ihrer Erschaffung" dort. Somit widerlegen Radiohalos keineswegs die Ergebnisse von radiometrischen Untersuchungen. Aber gut, dass du nachgefragt hast!

Und in Bezug auf Jesus Christus: Wenn du wirklich wissen möchtest, was und woran ich glaube, kannst du mir gern eine Freundschaftsanfrage schicken. Wir können diese Diskussion auch gerne noch vertiefen, wenn du möchtest.

Liebe Grüße,

Markus

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@RobertKuhlmann
Ich habe hier bisher bereits mehrfach Belege aufgeführt. Aus den Quellen der Verfechter der Evolutionstherien selbst. Darauf hat komischerweise nie jemand reagiert. Weder positiv noch negativ.

Du meinst quote-mining?

Diese Behauptung ist falsch und hier ist der Nachweis dafür:  http://www.clkv.ch/broschuerentexte/doc_download/117-03-belege-fuer-eine-junge-erde-dr-russell-humphreyspdf
Außerdem möchte ich dich auf das Projekt "RATE" verweisen:  https://en.wikipedia.org/wiki/RATE_project
so müssten radiometrische Messergebnisse vorliegen, welche eine zuvor als "alt" bestimmte Gesteinsprobe als "jung" ausweisen würden
Genau das ist mehrfach passiert (siehe RATE und auch hier:  https://en.wikipedia.org/wiki/Radiohalo). Isolierte Poloniumhöfe in Granit sind mit den bisherigen Hypothesen zur Entstehung von Gestein nicht vereinbar.

Falsch:

http://www.talkorigins.org/faqs/helium/zircons.html

Mit dem RATE-Project hat sich die Creation Research society als wissenschaftliche Stümper entlarvt, die sogar vor absichtlicher Verfälschung von Ergebnissen nicht zurückschrecken (Siehe: "Dr. Humphreys' Manipulation of the Magomedov (1970) Data").

Bzgl. dem Radiohalo... Hast du die Seite, die du da verlinkt hast mal durchgelesen... Da steht doch eine Erklärung...

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@MarkusPK
Eine weitere falsche Grundannahhme steckt auch in deinem Kommentar. Die Evolutionstheorie hat sich noch niemals mit der Entstehung des Lebens und auch nicht mit der Entstehung des Universums befasst.

Schon klar. Allerdings ist die Grundvoraussetzung für biologische Evolution ist die Exitenz von Leben. Und die Grundvoraussetzung für die Existenz von Leben sind bestimmte chemische Elemente und die Existenz des Planeten, auf dem das Leben entstehen soll. Evolutionstheorien befassen sich durchaus inzwischen auch mit der Entstehung des Universums, von Galaxien und Planeten und der chemischen Elemente. Es geht dabei regelmäßig darum, rein naturlaistische und materialistische herleitungen der eobachtungen zu finden. Also solche ohne göttliche Schöpfung.

Nein, man fand das Polonium nicht als Inklusion, sondern nur in der Nähe von mikroskopischen Rissen im Gestein, die außerdem Uran-Isotope enthielten.

Ganz recht. Das Problem ist nur, dass sich die Poloniumatome dann von ihrem Entstehungsort (dem Uran) wegbewegt haben müssten - meinetwegen in die Risse hinein oder an den Rissen entlang. Und zwar nur Poloniumatome, denn sonst wären am Zielort andere Höfe um sie herum entstanden.

Auf dein Angebot komme ich gerne zurück.

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Als ich deine Frage las, wollte ich bereits begeistert in die Tasten hauen, denn ich höre sie auch öfters von meinen Schülern. Als ich dann aber deine Kommentare las, ernüchterte sich das. Du wolltest gar keine Antwort haben, stimmt's? Stänkern wolltest du. Deinen Zweifel kundtun und uns dummen wissenschaftsversierten Satansbraten deutlich machen, dass wir alle nur an Quatsch "glauben" und doch die von dir geglaubte "Version" mit der jungen Erde die richtige ist. Weil... ja, warum eigentlich? Weil das so in der Bibel steht? Oder weil es dir einen Exklusivitätsanspruch verschafft? Wenn sich sogar die schlauen Wissenschaftler irren, du aber recht hast - zu was für einem supergeilen Monsterstecher macht dich das dann wohl? Und Gottes Liebe gibt es noch gratis dazu, einen Platz im Paradies obendrein - was will man mehr?

Aber nein, lieber RobertKuhlmann, so funktioniert das nicht. Durch das Ausblenden von Fakten kommt niemand ins Paradies, sondern nur in den Genuss, sich öffentlich lächerlich zu machen. Das gleiche passiert auch, wenn man von falschen Grundvoraussetzungen ausgeht, um den vermeintlichen Irrtum der Wisschenschaftler zu "entlarven".

Ich möchte dir deshalb den Prozess der verschiedenen Datierungsprozesse so kindgerecht und einfach wie möglich darlegen, genauere und sehr detaillierte Antworten hast du von Diego, Ute und anderen schon erhalten, sie aber offenbar nicht oder falsch verstanden.

Dass die Erde bereits sehr alt sein muss, erkannte bereits Nicolaus Steno, ein dänischer Universalgelehrter und Theologe (der übrigens in der katholischen Kirche als Seliger verehrt wird) und im 17. Jahrhundert lebte. Steno deutete die sogenannten "Zungensteine" als fossile Haizähne und vermutete, dass diese über einen langen Zeitraum zu Stein geworden sind. Er untersuchte als begeisterter Mineraliensammler auch verschiedene Gesteine und kam zu dem Schluss, dass diese durch Ablagerungen entstanden sind und sich Schicht für Schicht aufeinander aufgebaut haben.

Die Arbeiten anderer Wissenschaftler bauten darauf auf und sie untersuchten, wie lange es denn wohl dauern würde, bis sich Sedimente (so nennt man Ablagerungen in der Fachsprache) ablagern. Besonders gut gelng dies, indem man sich Proben vom Grund eines Sees betrachtete und sie über mehrere Jahre miteinander verglich und ausrechnete, wie lange es unter bestimmten Durckverhältnissen wohl dauern würde, dass diese zu Stein verdichtet werden. Hier ist besonders Charles Lyell zu nennen, ein britischer Geologe, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Reisen durch Europa und Nordamerika unternahm und dort Gesteinsablagerungen untersuchte. Er prägte dadurch das Arbeitsfeld der Stratigraphie und wies nach, dass sich verschiedene Strata (Also Gesteinsschichten) über Millionen von Jahren ablagern, dass sich Flüsse in Täler einschneiden und dass sich auch ehemaliger Meeresboden irgendwann zu einem Gebirge auftürmen kann - alles Prozesse, die sich in nur wenigen Jahrtausenden, die man zuvor auf Grundlage der Bibel als Erdalter angenommen hatte, niemals ereignen können.

Dass die Erde also sehr viel älter ist als uns die Bibel berichtet, ist heute also kein Glauben oder pures Annemhen mehr, sondern seit mehr als zwei vollen Jahrhunderten belegbares Wissen. Heute können wir in der Stratigraphie recht genau errechnen, wie lange es dauert, bis bestimmte Sedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben. Wir können errechnen, in welcher Geschwindigkeit Gebirge wachsen und sich Flüsse in Schluchten eigraben. Und wir haben Fossilien gefunden (zur Zeit der Dinosaurier vornehmlich von Ammoniten, tintenfischähnlichen, spiralförmig aufgebauten und heute ausgestorbenen Kreaturen), die weltweit vorkommen und uns anzeigen, welches Zeitalter wir gerade anschauen: Leitfossilien kommen eben nur in bestimmten Epochen vor, sie lebten nur einen gewissen Zeitraum lang, dann starben sie aus und können sowohl in älteren und jüngeren Schichten nicht gefunden werden. Somit sind auch Fossilien eine große Orientierungshilfe, wenn man eine bestimmte Gesteinsschicht datieren möchte.

Hierbei erhält man natürlich nur relative Zahlen, recht ungefähre Werte und eine auf den Punkt genaue Altersbestimmung ist stratigraphisch nicht möglich, weil sich bestimmte Begleitfaktoren von Umwelt zu Umwelt ändern. Die Stratigraphie wird deshalb heute von der Geochronologie als Wissenschaftsdisziplin begleitet. Und heute sind dort Datierungsmethoden möglich, die man vor 200 Jahren natürlich noch nicht hatte - geschuldet dem technologischen Fortschritt. Erst 1918 wurde der erste Massenspektrometer entwickelt: Ein Gerät, mit dessen Hilfe man eine Probe vollständig auf in ihr vorhandene Elemente und Isotope untersuchen kann.

Mit dieser Technik war es nun möglich, auch radiometrische Altersuntersuchungen durchzuführen: Jedes Lebewesen, auch jedes "ehemalige" Lebewesen nimmt im Laufe seines Lebens eine konstante Menge radioaktiver Isotope auf, wie etwa Uran, oder Kalium. Winzige Teilchen, die das Lebewesen nicht beeinträchtigen oder überhaupt von ihm bemerkt werden, aber trotzdem immer in einer bestimmten Menge in ihm vorhanden sind. Wenn das Tier stirbt, sich Ablagerunge über ihm bilden und es zu Fossilieren beginnt, endet die Aufnahme dieser radioaktiven Teilchen. Sie beginnen zu zerfallen. Uran zerfällt zum Beispiel zu Blei, Kalium zu Argon.

Und jetzt kommt der Clou: Die Geschwindigkeit, mit der sie das tun, bleibt immer, egal unter welchen Umständen konstant und ist nicht von Umweltfaktoren wie Druck oder Temperatur beinflussbar - die Werte schwanken also nicht! Somit kann man mit dem Massenspektrometer ein Fossil auf bestimmte Isotope untersuchen und aufgrund des gemessenen Wertes ablesen, wie viele der radioaktiven Teilchen und der zerfallenen Teilchen da sind - und rechnet man dann zurück, bekommt man einen sehr genauen Wert, wie alt das Fossil sein muss.

Heute sind solche radiometrischen Untersuchungen bereits so präzise, dass wir zum Beispiel bei Fossilien aus der späten Kreidezeit nur noch Abweichungen von 34.000 Jahren berücksichtigen müssen. Da die Proben allerdings 66 Millionen Jahre und älter sind, ist diese Abweichung wirklich minimal - nur um 0,052%!

Da dieses ganze Prinzip mit der Stratigraphie und der Radiometrischen Untersuchung zwar recht kompliziert, aber doch zumindest in den Grundzügen leicht zu erklären ist, so leicht, dass nicht mal meine Fünftklässler ein Problem damit haben, solltest du es nun auch verstanden haben. An eine "junge" Erde zu glauben ist nichts als dogmatisch aufgeladener Wahnsinn ohne irgendwelche eigenen Argumente, es ist ein Verdrängen und Leugnen leicht im Versuch wiederholbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse und damit pure Ignoranz.

Viel Worte für so wenig Inhalt?

  1. Sedimentschichten bilden sich sehr schnell. Schau dir die Sediemntgesteine an, die sich nach dem Ausbruch von Mt. St. Helens gebildet haben. Innerhalb von Tagen. Es gibt keinen Maßstab, nachdem man bestimmen kann, über welchen Zeitraum sich einzelne Sedimentschichten gebildet haben.
  2. Gegen das langsame Entstehen von Sedimentschichten spricht deren sauberer Shcihtaufbau, der über millionen von Jahren nicht so durchgängige Schizhten ergeben ahben kann, weil dann für diese Zeit die Erosion völlig ausgesetzt haben müsste. Das kann man im Gran Canyon über hunderte von Kilumetern sehr schön sehen.
  3. Das Alter von Sedimentgestein kann man mit radiometrischen Methoden nicht bestimmnen. Egal wie genau sie sind. Sediment besteht teils aus gemahlenem Gestein, dass sehr lange vor der Ablagerung entstanden sein müsste. Und ein weiterer Bestandteil von Sedimenten ist Kalk aus den Exoskeletten von Schalentieren, die sich der Altersbestimmung über Radiometrie grundsätzlich entziehen. Auch C14 funktioniertd a nicht, weil Kalk zu porös ist.

Deine Argumente genügen nicht einmal für einen Fünftklässler.

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@RobertKuhlmann

Es ist doch immer wieder amüsant, wenn ihr Leutchen euch so extrem gescheit gebt und dann doch nicht ein einziges Argument kommt. Ich habe mich beinahe eingenässt, als ich las: "Viel Worte für so wenig Inhalt" oder "Deine Argumente genügen nicht einmal für einen Fünftklässler". Was soll das? Meinst du, das provoziert mich? Oder dass jetzt irgendjemand Beifall klatscht und denkt "Mann, der Robert, dieser knallharte Haudegen, der hat es dem Markus jetzt aber oderdenlich gegeben? Passiert nicht. Sorry. Keiner klatscht. Hörst du die Stille?

Mal ganz zwischen uns kleinen Klosterschwestern: Was für einen Schwachsinn plapperst du hier eigentlich? Und wessen Papagei versuchst du zu sein? Das, was du hier schreibst, können unmöglich deine eigenen Gedankengänge sein. Dein Gehirn wurde offensichtlich gewaschen, die Worte, die du so ungenau wiedergibst, sind nicht deine eigenen. Dazu, einen Text wie meinen - den wirklich, und das versichere ich dir, bereits zehnjährige verstehen - so einen Text selbstreflektiv zu betrachten und daraus Informationen zu entnehmen, dazu bist du ja schon gar nicht mehr imstande. Deine Indoktrination ist offensichtlich schlimmer als bisher gedacht und vielleicht sogar irreversibel. Ich komme nicht einmal mit ganz einfachen Worte an dich heran. Traurig.

Und dann deine drei Punkte... Also, ich wusste erst gar nicht, was ich noch dazu schreiben soll und habe erst gedacht, du möchtest mich veräppeln. Es ist doch nur schwammiges Geschwurbel, was du da ablässt - du hast rein gar nichts relativiert, auch keine neuen Sichtweisen aufgezeigt, du hast auch keine Alternative angeboten - NICHTS, was eine Diskussion verdient hätte! Du verhältst dich wie ein ungezogenes kleines Kind, das mit dem Fuß aufstampft und "Ich will aber!" ruft.

Ich möchte es trotzdem noch einmal mit Geduld probieren.

1) Was Sedimente sind und wie sie entstehen, habe ich oben geschrieben. Und auch, dass man aufgrund der Mächtigkeit eines Sediments sehr wohl Rückschlüsse auf das Alter ziehen kann - wie genau, lies bitte noch einmal nach, denn das ist von Sedimentgestein zu Sedimentgestein unterschiedlich. Natürlich bilden sich nicht alle Arten von Sedimenten gleich schnell (s.u.), richtig ist auch, dass ein Vulkan bzw. dessen Asche in wenigen Stunden schon große Mächtigkeiten erreichen - aber: das wird alles berücksichtigt, wenn man das Alter von Ablagerungen untersucht. Für temporäre Ereignisse wie Vulkanausbrüche gibt es auch in der Erdgeschichte reichlich Belege.

2) Kurze Frage: Wie genau müsste denn eine Millionen Jahre alte Ablagerung deiner Meinung nach aussehen? Was sollten wir dann im Grand Canyon bitte sehen, wäre er Millionen von Jahre alt? Wäre er dann nicht sauber, sondern dreckig? Kleiner Tipp, wenn du etwas widerlegen möchtest: Alternative suchen und Belege anführen. Sonst beißt du dir selbst in den eigenen Schwanz. Denn ohne Belege stehst du argumentativ immer nackt da.

3) Sediment besteht aus gemahlenem Gestein? Wo hast du diesen Unsinn her? Es gibt sehr viele Formen von Sedimenten: Marine Sedimente (aus dem Meer) bestehen wie du richtig schreibst vor allem aus dem Kalziumcarbonat von Muscheln und Schnecken, Fluviatile Sedimente (aus Flüssen) bestehen meist aus mitgeführten Lehm-, Ton,- Schluff-, Sand- und Schottergesteinen, Äolische Sedimente (vom Wind) bestehen meist aus sehr feinem Sandstein und waren einmal Dünen und oder Lösdecken, dann gibt es noch glaziale Sedimente, die durch die Ablagerungen eines Gletschers entstehen und auch Braun- und Steinkohle sind Sedimente, die aus abgestorbenen Pflanzenmaterial bestehen. Und auch psyroklastische Sedimente wie die von deinem Lieblingsvulkan Mount St. Helens kann man hier erwähnen. Wenn du etwas mehr darüber erfahren möchtest, wie Sedimente entstehen, kannst du das im Internet herausfinden oder mit einem Geologen sprechen. Aber pfeife nicht das Lied, das du von deinen ignoranten Freunden gehört hast - denn dieses Lied ist falsch.

Mit C14 kommst du bei paläontologischen Untersuchungen sowieso nicht weit, Radiokohlenstoff hat eine viel zu geringe Halbwertszeit und ist daher nur für Proben anzuwenden, die nicht älter sind als 60.000 Jahre. Von C14 habe ich deshalb auch nicht ein Wort verloren!

Du schreibst in anderen Beiträgen, dass radiometrische Untersuchungen nur mit massiven Gesteinsproben möglich sind. Aber um Himmels Willen: Was bitte ist denn ein Fossil? Das IST massives Gestein. Man spricht deshalb auch von Versteinerungen! Und selbstverständlich sind Fossilien und auch das sie umgebende Material, in welchem sie gefunden werden, radiometrisch untersuchbar! Nur eben nicht mit der C14-Methode, sondern mit der Kalium-Argon-Methode oder der Uran-Blei-Methode. Dazu haben sich Diego, Ute und all die anderen bereits so detailliert geäußert, dass ich es schon etwas unverschämt von dir finde, jetzt einfach so laut "Nein" zu plärren.

Halte dir ruhig weiter die Augen und Ohren zu - aber Recht bekommst du so nicht.

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@RobertKuhlmann

Die am und vom Mt. St. Helens abgelagerten Gesteine (pyroklastische Ablagerungen) gelten nicht als "Sedimentgesteine" sondern als Vulkanite. Zu Nr. 2: Es gibt Senkungsbereiche der Erdkruste, da wird über längere Zeit großflächig sedimentiert, ohne zwischengeschaltete Diskordanzen durch Erosionsphasen.

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@RobertKuhlmann

Zu 1.: "Sedimentschichten bilden sich sehr schnell." - Ein wissenschaftlich unzulässige Verallgemeinerung. Es gibt auch Sedimente, die lückenlos über sehr lange Zeiträume abgelagert wurden (so z.B. der "rote Tiefseeton"). Aus den Kennzeichen des Sediments selbst lässt sich abschätzen, ob die Sedimentation langsam oder rasch erfolgte.

Zu 2.: Erneut unwissenschaftliche Aussage: Es gibt durchaus geologisch weiträumige Senkungsgebiete mit über Jahrmillionen andauernden Senkungstendenzen und damit korrelierender Sedimentation. Schichtlücken und Diskordanzen lassen sich meist zweifelsfrei erkennen.

Zu 3.: Dass die C14-Altersbestimmung bei Kalkhaltigen Skeletten meist nicht "funktioniert" hat überhaupt nichts mit der Porosität zu tun - das hat andere Ursachen.

Der Text "Viel Worte für so wenig Inhalt" scheint eher der eines Fünftklässlers zu sein denn der eines Geologen.

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Mach dir doch nicht die Mühe. Der Fragesteller will doch keine Antwort. Er hat seine Ideologie, und die kann niemand widerlegen.

Genausowenig wie man widerlegen kann, dass es Bielefeld nicht gibt. Wenn man das tut, ist man selbst Teil der Bielefeldverschwörung. (Natürlich gibt es Bielefeld nicht.)

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Markus, du hast dir hier definitiv eine Tapferkeitsmedaille verdient.

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