Warum findet man niemals die Zwischenstufen ("missing links")?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also, eine berechtigte Frage.

1. ich lernte vor einigen Monaten, heute nennt man diese heute "connecting links" nennt, klingt ja auch positiver.

2. Es ist leicht vorstellbar, dass man derartige Fossilien, also die Übergangsformen von einer Art Lebewesen zu einer anderen Art, nur sehr schwer finden dürfte - natürlicher Verfall über Jahrtausende, was bleibt da übrig?

3. In letzter Zeit sprechen die Evolutionsbiologen - nicht dumm - von fließenden Entwicklungsstufen, da wird dann der Nachweis anhand von Fossilien noch schwieriger.

4. Meine Ansicht: Es gibt keine connecting links, da alle Arten immer so waren, wie sie sind, abgesehen von in der DNA latent vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten, die eine Art äusserlich ändern, aber nicht zu einer anderen Art machen. Siehe: Das Kooperative Gen, Joachim Bauer.

cheerio

p.S.: Ich bin davon überzeugt, dass es eine Schöpfung gegen hat.

Wenn du überzeugt bist, dass es eine Schöpfung gegeben hat, bist du meiner  Meinung nach ein Ketzer. Die Schöpfung gibt es immer noch, jeden Tag,jede Sekunde.
Ab auf den Scheiterhaufen mit dir, du Antichrist.;-)

2
@Dahika

Hahaha------Antichrist?

Lustig ....................Scheiterhaufen, hier sind schon eine Menge gescheitert, ein ganzer Haufen........

cheerio

1

Meine Ansicht: Es gibt keine connecting links, da alle Arten immer so waren, wie sie sind, abgesehen von in der DNA latent vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten,

Dann müsstest Du ja nur noch erklären, warum man alle(!) rezenten Arten in alten Gesteinsschichten nirgends als Fossil findet, wenn die angeblich "schon immer so waren"....

Kurz: Das Fossilienmuster passt in keiner Weise zu Deiner Ansicht. Aber das stört Kreationisten üblicherweise nicht. ;-)

4
@uteausmuenchen

Zunächst müßtest DU erklären, warum es lebende Fossilien gibt, wenn doch rezente Arten angeblich nirgends als Fossil zu finden sind.

Des Weiteren solltest Du erklären, weshalb die Einteilung in Fossilien und rezente Arten richtig ist und wieso man sicher sein kann, dass die sogenannten fossilen Arten tatsächlich eindeutig als ausgestorben bezeichnet werden können.

Im Übrigen wäre da dann auch mal zu erläutern, inwiefern die zeitliche Einordnung von Fossilien und rezenten Arten nach heutiger Ansicht tatsächlich der Wahrheit entspricht.

Aber üblicherweise stören die Evolutionisten derartige Unklarheiten  nicht.

halali.

1
@gromio

gromio,

Zunächst müßtest DU erklären, warum es lebende Fossilien gibt, wenn doch rezente Arten angeblich nirgends als Fossil zu finden sind.

Niemand hat behauptet, dass man nicht auch bei einigen rezenten Formen Fossilien findet. Halt immer nur zurück bis in eine bestimmte Schicht. Nicht bis in älteste Strata hinein, wie "Deine Ansicht" es erfordern würde.

Und mit ein klitzeklein bissi Verständnis der Biologie würde sich Deine Frage nicht stellen:

Selektionsdruck führt nur dann zu Merkmalveränderungen, wenn die Lebewesen nicht bereits optimal (oder besser als die Konkurrenz) an ihre jeweilige ökologische Nische angepasst sind. Sind sie jedoch bestens angepasst und bleibt die ökologische Nische bestehen, so bleiben auch die Merkmale und Phänotypen über lange Zeiträume bestehen. Entsprechend sind "lebende Fossilien" kein Einwand gegen die ET - sondern wieder einmal etwas, das von ihr voerhergesagt wird.


Des Weiteren solltest Du erklären, weshalb die Einteilung in Fossilien und rezente Arten richtig ist ...

Das ist leicht. Eine "rezente Art" ist einfach eine heute noch lebende Spezies. Ein Fossil wird ausgebudelt.

Die Unterscheidung ist üblicherweise nicht allzu schwer.


Im Übrigen wäre da dann auch mal zu erläutern, inwiefern die zeitliche Einordnung von Fossilien und rezenten Arten nach heutiger Ansicht tatsächlich der Wahrheit entspricht.

Und hier zeigt sich wieder einmal, dass man, wenn man die ET leugnen möchte, nicht damit auskommt, vor den Befunden der Biologie die Augen zu verschließen.

Man muss auch noch behaupten, dass die gesamte Atom- und Kernphysik keine Ahnung von ihrem Handwerk hat.

Und jetzt bitte Deine Erläuterung, warum man alle(!) rezenten Arten in alten Gesteinsschichten nirgends als Fossil findet, wenn die angeblich "schon immer so waren"....



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@uteausmuenchen

@uteausMinga

Zitat:

Niemand hat behauptet, dass man nicht auch bei einigen rezenten Formen Fossilien findet. Halt immer nur zurück bis in eine bestimmte Schicht. Nicht bis in älteste Strata hinein, wie "Deine Ansicht" es erfordern würde. 

Doch, das hast Du, war wohl unbedacht:

Dann müsstest Du ja nur noch erklären, warum man alle(!) rezenten Arten in alten Gesteinsschichten nirgends als Fossil findet, wenn die angeblich "schon immer so waren"....

Dann noch dieses:

Das ist leicht. Eine "rezente Art" ist einfach eine heute noch lebende Spezies. Ein Fossil wird ausgebudelt. 

Danach hatte ich gar nicht gefragt..........

ZU guter Letzt:

Und hier zeigt sich wieder einmal, dass man, wenn man die ET leugnen möchte, nicht damit auskommt, vor den Befunden der Biologie die Augen zu verschließen. 

Man muss auch noch behaupten, dass die gesamte Atom- und Kernphysik keine Ahnung von ihrem Handwerk hat. 

Auch dass ist keine Antwort auf meine Frage.

Willst Du es nochmal probieren, oder lassen wir es lieber?

cheerio

0
@gromio

Doch, das hast Du, war wohl unbedacht:

Vielleicht liest Du Dir noch einmal durch, was ich geschrieben habe. Dann fällt auch der Unterschied auf. 

Wenn Deine "Ansicht" richtig wäre, müsste man von allen(!) heutigen Arten Fossilien bis in die ältesten Schichten hinein finden. Und genau das ist nicht der Fall. 

Dass sich einzelne Arten weit zurückverfolgen lassen, ist hier kein Widerspruch. Wo ökologische Nischen lange Bestand haben, verändern sich die Phänotypen nicht oder nur wenig. 

Danach hatte ich gar nicht gefragt.

Doch. ""Des Weiteren solltest Du erklären, weshalb die Einteilung in Fossilien und rezente Arten richtig ist.""

Ich habe ein sehr einfaches und eindeutiges Unterscheidungskriterium genannt. 

Man muss auch noch behaupten, dass die gesamte Atom- und Kernphysik keine Ahnung von ihrem Handwerk hat. 
Auch dass ist keine Antwort auf meine Frage.

Doch. Die Frage war "Im Übrigen wäre da dann auch mal zu erläutern, inwiefern die zeitliche Einordnung von Fossilien und rezenten Arten nach heutiger Ansicht tatsächlich der Wahrheit entspricht."
Wenn Du die Datierung in Frage stellst, unterstellst Du, dass die Physik die Kernphysik nicht verstanden hat, weil es genau das ist, was in den Auswertungen der Zerfallsreihen angewendet wird.

Jetzt zum dritten Mal die Frage an Dich: 

Wenn Dein Modell richtig wäre, müsste man alle rezenten Formen in alten Gesteinsschichten finden - zusammen mit allen irgendwann danach ausgestorbenen Formen. Die ältesten Gesteinsschichten müssten also die größte Formenvielfalt aufweisen: Warum tun sie das nirgends - weltweit nicht?

Dieser Frage weichst Du nur mit Ablenkungsmanövern und Beleidungen aus... 

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Und natürlich wird auf eine kreationistishe Troll-Frage eine kreationistische Troll-Antwort ausgezeichnet ^^

Evolution ist eben ein fließender Prozess. Was auch immer so postuliert wurde. Es waren kreationisten welche versuchten das Konzept des "missing links" zu verzerren.

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 die eine Art äusserlich ändern, aber nicht zu einer anderen Art machen. Siehe: Das Kooperative Gen, Joachim Bauer.

Wo genau soll das bitte in dem Buch stehen? 

1

Hallo tommy4guss, 

da hast Du Dich wohl leider aus Versehen(?) auf einer kreationistischen Seite "informiert", nicht bei seriösen Wissenschaftlern. Biologie sollte man aber nicht bei religiösen Fundis lernen, sondern eben... bei Biologen. sonst lernt man nur Propaganda, keine Naturwissenschaft. Und so ist es Dir hier leider gegangen. 

Kreationisten erzählen oft von den angeblich fehlenden "Zwischenstufen". In der Biologie ist das Ganze überhaupt kein Thema. Und ich versuche jetzt mal zu erklären, warum nicht.

Für die angebliche Problematik der Zwischenstufen müssen Kreationisten eine ganze Reihe von Begriffen in einer Art und Weise verwenden, wie sie die Biologie gar nicht meint. Unter anderem ist der Begriff der "Art" nicht so starr und eindeutig, wie er von Kreationisten dargestellt wird. Gerade weil Evolution ein kontinuierlicher Prozess ist, sind auch die Grenzen zwischen den Arten - ja sogar auf höherer Ebene auch zwischen den Stammbaumästen - nicht starr fixiert oder fixierbar. Es gibt nicht "den einen Punkt", an dem die Entwicklung auseinander geht. 

Die Biologie sucht deshalb überhaupt nicht nach diesen angeblichen "Zwischenformen". Es geht vielmehr darum, dass sich alle Formen, die wir finden, in die Stammbäume einsortieren. Ohne die Evolution anzuerkennen, ist dieser Umstand nämlich nicht mehr erklärbar. Hätten sich die Formen nicht in der beschriebenen Weise entwickelt, müsste man die heutigen Formen ausnahmslos auch in älteren Strata finden. Das ist nicht der Fall. Die Merkmale verändern sich vielmehr nachvollziehbar über die Schichten hinweg. 

Hat man das erst einmal verstanden, wird auch klar, dass jede fossile Form eine "Zwischenform" darstellt - nämlich zwischen den Formen vor ihr und nach ihr. Wir finden nichts anderes als fossile Zwischenformen.

Mitunter wird der Begriff der Zwischenform auch nur für die Übergänge der Reiche benutzt. Kreationisten legen dann sehr viel Energie in die Frage, ob Formen wie der Archaeopteryx oder Ichthyostega wirklich Zwischenformen sind, oder eben doch nur einem der beiden Reiche zuzuordnen seien. Diese Benühungen zeigen aber lediglich, wie falsch Kreationisten Evolutionsbiologie darstellen: An der Grenze der Reiche sagt die ET Mosaikformen voraus - also Fossilien, die Merkmale beider Reiche in sich tragen. Und genau das tut Archaeopteryx allemal, ganz unabhängig davon, wo man ihn nun genau einordnet. Das micht ihm zu genau der Art Fossil, das die ET vorhersagt. 

Oft zitiert wird auch Darwin, der wohl den Mangel an derartigen Formen beklagt hat. Verschwiegen wird hier aber, dass vor über 150 Jahren eben tatsächlich praktisch keine Fossilien bekannt waren. Darwin würde sich durch das heute bekannte Fossilienmuster aufs Beste bestätigt sehen.

Ich verlinke jetzt noch mal einen Blogartikel eines Biologen zum Thema:

https://dancelikeamonkey.wordpress.com/2012/01/25/tiktaalik-wie-findet-man-eine-ubergangsform/

Lass' Dir also mal besser nicht von religiösen Fanatikern einreden, die Biologie hätte "nicht ein einziges Stückchen" gefunden. Das Gegenteil ist richtig. Aber das wirst Du von Fundis, die wissenschaftliche Ergebnisse aus ideologischen Gründen ablehnen, nicht zu hören kriegen. 

Vielleicht solltest Du Dir einmal das Buch "Evolutionsbiologie" von Kutschera gönnen? Ist ein bissi trocken geschrieben, erklärt aber Vieles. 

Grüße

Schön ausführlich wie immer und ein sehr guter Link - Danke

4

Kutschera ist super! Guter Post

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Der Fossilbericht passt ausgezeichnet zu den Vorhersagen der Abstammungstheorie. Es gibt einen ständigen Artenwandel (junge Arten findet man nur in jungen Schichten), wobei Merkmalsgruppen von großen Taxa Stück für Stück auftreten und nur in Ausnahmefällen gebündelt.

So ein Mosaik aus alten und neuen Merkmalen ist es, was ein Brückenlebewesen als solches auszeichnet. Mit Stufen hat so eine Entwicklung nichts zu tun, jede Mosaikform ist eine vollwertige Art, nicht nur ein halbfertiges Zwischending. Insofern hat auch jede rezente Art die Möglichkeit, in ferner Zukunft als eine Mosaikform zu gelten. Jedes Lebewesen bildet einen Übergang zwischen früheren und späteren Generationen.

Angesichts der Seltenheit der Umstände, die zur Fossilation, dem Erhalt und der Entdeckung eines Lebewesens führen, kann man keinen annähernd vollständigen Fossilbericht erwarten. Trotzdem sind tausende Fossilien bekannt, aus denen sich die Erdgeschichte rekonstruieren lässt. Willst du jetzt deren Existenz oder deren Aussagekraft leugnen?

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