Hallo jaredleto871,

In welcher Einheit gibt man die Schwerkraft eines Planeten an?

In derselben Einheit wie die Schwerkraft jedes anderen Körpers.

In Newton oder "N". 1 N = 1 kg * m/s²

Eigentlich würde sagen, dass man dafür nur die Masse anzugeben bräucht

Da sollte Dir eigentlich sehr schnell klar werden, dass das sicher nicht reicht, weil die Einheit der Masse ist das Kilogramm "kg".

Allein daran sieht man, dass eine Masse etwas anderes ist als eine Kraft... und entsprechend fehlt da eben sehr wohl noch etwas.

Bemühen wir also den guten alten Newton himself und sehen uns die Sache genauer an. Für Schwerkraft braucht es bei Newton schon mal 2: Er gibt uns eine Formel an, die uns sagt, mit welcher Kraft sich 2 Massen in einem bestimmten Abstand zueinander anziehen.

F = G * m1 * m2 /r²

F = Schwerkraft der beiden Massen aufeinander

G = Gravitationskonstante = 6,67 *10^-11 m³/ kg *s²

m1, m2 = Massen der beiden Körper

r = Abstand der beiden Körper

Was bedeutet das nun für die Schwerkraft eines Planeten?

Wie stark ein Planet ein und denselben Körper anzieht, ist proportional zur Masse des Planeten und umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands.

Umgekehrt werden alle möglichen Massen in einem bestimmten Abstand vom einem Planeten mit unterschiedlich starker Schwerkraft angezogen, die von ihrer eigenen Masse abhängt: Genau das nützen Badezimmerwaagen aus!

Auf der Erdoberfläche sind der Erdradius und die Erdmasse und die Gravitationskonstante zusammen praktisch konstant... und ergeben zusammen den bekannten "Ortsfaktor" oder die "Erdbeschleunigung" der Erde g=9,81 m/s².

Auf einen Körper auf der Erdoberfläche wirkt dann die Schwerkraft

F = m * a = m * g = m * 9,81 m/s²

Und das ist die Formel, mit der die Badezimmerwaage Deine Masse anzeigt, wenn Du auf sie draufsteigst und sie eigentlich die Schwerkraft misst...

Die Dichte des Planeten steckt insofern im Ortsfaktor drinnen, weil der sich ja aus der Masse des Planeten und im Nenner dem Quadrat des Radius des Planeten ergibt.

Würdest Du also auf einem Planeten stehen, der genauso schwer ist wie die Erde, aber nur den halben Radius hat, dann ist Dein Ortsfaktor 4 mal so hoch und damit Dein Gewicht (das ist ja die erfahrene Schwerkraft auf Deine Masse) auch viermal so hoch.

Würdest Du den Planeten weiter verkleinern, dann wärest Du bei einem Objekt mit Erdmasse und unter 1 cm Radius sogar beim Schwarzen Loch, bei dem die Schwerkraft an der "Oberfläche" (das wäre dann der Ereignishorizont) so hoch wäre, dass nicht mal mehr Licht entkommen kann und so starke Gezeitenkräfte auf Deinen Körper ausgeübt werden, dass es Dich zerreißt.

Bei allen drei Planeten würdest Du im __selben__ Abstand aber auch immer dieselbe Schwerkraft messen. Die Schwerkraft an der Oberfläche variiert nur, weil der Abstand kleiner und kleiner wurde. Würdest Du zum Beispiel die Sonne durch ein Schwarzes Loch derselben Masse ersetzen (das wäre dann nicht mal 6 km groß), dann wird die Erde auf ihrer Bahn bleiben.

Ungefähr klar?

Grüße

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Hallo grtgrt,

Lange Zeit habe ich die beiden Begriffe als synonym verstanden. Eben das aber ist offensichtlich nicht richtig.

Da musst Du Dich nicht schämen, das verwechselt zu haben: Umfragen von Allensbach ergeben, dass rund 40% der Bevölkerung die Homöopathie vollkommen falsch als Pflanzenkunde oder als Naturheilkunde einordnen.

Professor Löscher erklärt das in dem von ihm herausgegebenen "Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin" sehr kompakt: Homöopathie ist kein Naturheilverfahren, da die Prinzipien der Homöopathie (z. B. die Wirkstoffpotenzierung) in der Natur keine Rolle spielen und eine von einem einzigen Arzt erdachte und erprobte „besondere Therapierichtung“ ebensowenig wie die Akupunktur unter den Naturheilverfahren subsummiert werden kann. Homöopathica sind nicht mit Phytotherapeutica gleichzusetzen, da bei der Herstellung von Homöopathica im Gegensatz zur Phytotherapie nicht nur Rohmaterialen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs verarbeitet werden

(Zitat von http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Tierhom%C3%B6opathie#Abgrenzung_von_Naturheilkunde_und_Pflanzenheilkunde_.28Phytotherapie.29 )

Da stecken also folgende Abgrenzungskriterien drin:

  • Homöopathie verwendet nicht nur Pflanzen als Ausgangsprodukte, nicht einmal nur natürlich vorkommende Stoffe ... es gibt zum Beispiel das Homöopathikum "Triebwerksöl" oder "Berliner Mauer"
  • Die Homöopathie arbeitet auf einer von einer Einzelperson postulierten These, nicht auf der Basis eines aus der Natur bekannten Phänomes
In welchem Ausmaß setzt Homöopathie ausschließlich auf den Placebo-Effekt?

Homöopathika sind Placebos. Für Verdünnungen ab einer bereits sehr niedrigen "Potenz" etwa ab D6 - D8 unterschreiten die enthaltenen Wirkstoffkonzentrationen pharmakologische Relevanz. Ab der Avogadrogrenze sind nicht einmal mehr einzelne Wirkstoffteilchen enthalten... bereits deutlich unterhalb dieser Grenze ist die Annahme einer gezielten Wirksamkeit naturwissenschaftlich unplausibel, weil die Konzentrationen der unvermeidbaren und in den einzelnen Chargen schwankenden Verunreinigungen die noch enthaltenen Wirkstoffkonzentrationen übersteigen.

Auch bei fast allen Tiefpotenzen und Komplexmittel sind keine Effekte über Placebo hinaus zu erwarten, weil die Mittel ja nicht gemäß der natürlichen Wirksamkeiten der (dort) noch enthaltenen Stoffe, sondern anhand der im Gedankengebäude der Homöopathie aufgestellten Regeln angewendet werden. Nun ist die "homöopathische Arzneimittelprüfung" aber nur scheinbar ein empirisch aussagekräftiges Verfahren, sondern anfällig für den Post-hoc-Irrtum. Entsprechend sind alle Repertorien und Arzneimittelbilder reine Zufallsprodukte... und damit erfolgt die Wahl des Mittels auch bei Tiefstpotenzen nach willkürlichen, medizinisch falschen Empfehlungen.

Fließend ist die Grenze zur Phytotherapie lediglich bei einer sehr kleinen Untergruppe Homöopathika, die teils nicht oder unverdünnte "Urtinkturen" enthalten und diese auch beeinflusst durch die Phytotherapie anwendet. (Einige Produkte von Hevert gehören in diese Gruppe)

Es ist trotzdem umsauber formuliert, zu sagen, dass die Homöopathie ausschlie´ßlich auf Placebo-Effekte setzen würde.

Richtig ist wie gesagt, dass Naturwissenschaft und Studienlage übereinstimmend belegen, dass Homöopathika Placebos sind. ( https://easac.eu/fileadmin/PDF_s/reports_statements/EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf )

Aber nicht alles, was nach der Einnahme eines Placebos passiert, ist ein Placebo-Effekt. Tatsächlich macht der Placebo-Effekt nur einen sehr kleinen Teil der Veränderungen im Beschwerdebild aus - sowohl bei echten Medikamenten als auch bei Placebos. Der Placebo-Effekt ist nur einer der "vermengten Faktoren", zu denen gehören etwa auch

  • Natürliche Krankheitsverläufe (wenn mein Schnupfen 10 Tage nach der Einnahme eines Placebos weg ist, hat das nichts mit einem Placebo-Effekt zu tun)
  • Regression zur Mitte (rein statistischer Effekt, dass sich Extremwerte rein statistisch wieder normalisieren: Im Körper laufen ständig alle möglichen Regulationsprozesse und auch er reagiert auf Extremwerte; nimmt man ein Mittel, wenn es einem grad besonder schlecht geht, führen allein diese statistschen Schwankungen zum Eindruck der Besserung)
  • Effekte anderer Behandlungen (wenn Homöopathie als komplementäre Mittel eingesetzt werden)
  • Effekte von Verhaltensänderungen (Schonen, Bettruhe, Diät, Vermeidung allergener Stoffe, mehr/weniger Bewegung, Stressvermeidung, Rauchen abgewöhnen,...)
  • andere Kontexteffekte (wie etwa Konditionierung, Vertrauen in den Arzt,...)

Daneben darf man nicht unterschätzen, dass sich bei vielen Patienten auch die sogenannte "Compliance" ändert, wenn sich der Arzt in einer homöopathischen Anamnese 1 bis 2 Stunden Zeit genommen hat, zugehört hat und charismatisch geantwortet hat. Solche Patienten machen dann ganz anders mit, auch bei eventuell parallel empfohlenen medizinischen Maßnahmen.

Homöopathie setzt also nicht allein auf den Placebo-Effekt, arbeitet aber mit Placebos, verkauft sich fälschlich als Arzneimittellehre und bietet keine Diagnose der Beschwerden.

In welchem Ausmaß (zu wie viel Prozent etwa) fühlt sie sich der Lehre ihres Begründers Samuel Hahnemann verpflichtet?

Das hängt davon ab, wen man fragt.

Die Homöopathie ist in einer ähnlichen Situation wie die Astrologie: Sie ist zerfallen in einander widersprechende, parallel praktizierte Strömungen oder Schulen, die sich alle in gleicher Weise nicht durch echte, reproduzierbare Daten rechtfertigen können, sondern alle nur auf "Erfahrung der Anwender". Übersehen wird hier, dass bei einem echten, dahinter stehenden Naturphänomen alle "Erfahrungen" konvergieren müssen, so wie wir in der Physik in China und hier dieselben Formeln finden. Astrologie oder Homöopathie divergieren aber in einzelne widersprüchliche Lehren, weil eben kein echtes Naturphänomen dahintersteht: Nur bei einem Placebo führt bei allen möglichen Ritualen die performative Täuschung zu positiven Ergebnissen.

Fakt ist, dass Hahnemanns Organon und seine anderen Schriften bis heute gelehrte Grundlage der Homöopathie ist. Bereits Hahnemanns Werk ist aber in großem Umfang in sich widersprüchlich, so dass sich verschiedene Schulen direkt auf Hahnemann berufen können, dennoch aber in der Praxis zu widersprüchlichen Anwendungsregeln kommen. So würden jederzeit auch die "klassisch" arbeitenden Homöopathen von sich sagen, nach Hahnemann zu arbeiten. Tatsächlich berufen sie sich dabei etwa auf §211 Organon und etwa die Spätwerke wie die "Chronischen Krankheiten". Die "genuin" arbeitenden Homöopathen würden hier heftig widersprechen - und darauf hinweisen, dass die klassischen Homöopathen viel zu sehr von den Vorstellungen der amerikanischen Homöopathen wie Kent oder Hering beeinflusst sind, den §153 ignorieren und statt den zuletzt von Hahnemann empfohlenen Q-Potenzen die C-Potenzen aus der 5. Ausgabe des Organons anwenden....

Es gibt heute weit über 25 einander widersprechende homöopathische Schulen, die sich zum großen Teil trotz zum Teil völlig verschiedener Aussagen mehr oder weniger stark mit Hahnemanns Lehre identifizieren.

Es gibt aber keine einzige Stelle in Hahnemanns Werk, das von allen Homöopathen übereinstimmend als widerlegt angesehen wird.

Was sind heute die Grundprinzipien der Homöopathie?

Grundsätzlich nach wie vor

  • Verordnung nach dem Ähnlichkeitsprinzip
  • Arzneimittelprüfung am Gesunden
  • Potenzierung

Wie gesagt herrscht aber komplette Uneinigkeit darüber, wie diese einzelnen Prinzipien auszulegen sind: Greifen wir mal das zentrale Ähnlichkeitsprinzip heraus, um das zu verdeutlichen.

Dann sagen die genuinen Homöopathen, dass man das Simile (also das "ähnlichste Mittel") findet, indem man die aktuellen lokalen Symptome des aktuellen Krankheitszustande betrachtet. Die klassischen Homöopathen ordnen diesen Lokalsymptomen dagegen die geringste Bedeutung zu, sagen stattdessen, dass man das Simile nur über die gesamte Krankheitsgeschichte des Patienten finden kann und dass dabei die Geistes- und Gemütssymtome den Ausschlag geben. Nach Bönninghausen ist beides falsch: Hier sind es die sich durchziehenden Modalitäten, die den Homöopathen zum Simile führen. Nach Scholten ergibt sich das Simile aus dem Lebensalter und der Lebenssituation des Patienten, nach Sankaran über sein Weltbild und sein wichtigstes Lebensthema, in der astrologischen Homöopathie aus dem Geburtshoroskop, in der synergetischen Homöopathie kann es nur über einen kinesiologischen Muskeltest bestimmt werden, im Verfahren der bewährten Indikatoren hält man eine individuelle Mittelwahl wiederum für gänzlich unnötig,....

Dasselbe gilt für die beiden anderen Prinzipen: Es gibt nichts, was nicht völlig der Willkür unterworfen wäre.

Schmidt schreibt denn auch in seinem Buch „Homöopathie und Geschichte“:

Tatsächlich verbirgt sich, wissenschaftshistorisch betrachtet, hinter jedem Prinzip der Homöopathie eine eigene Tradition von Kontroversen: Hochpotenzler versus Tiefpotenzler, Einzelmittel- gegen Komplexmittel-Verordner, Homöopathen gegen Isopathen, Puristen gegen Eklektiker, Verschreiben nur nach phänomenologischen Symptomen oder auch nach pathologischen Gesichtspunkten, Beschränkung nur auf Arzneimittelprüfungs-Symptome oder auch Verwendung von klinisch verifizierten Heilwirkungen, höhere Bewertung von Geistessymptomen oder von Körpersymptomen, von Allgemeinsymptomen oder von Lokalsymptomen, Einbeziehung auch gesunder Konstitutionsmerkmale oder nur Beachtung krankhafter Veränderungen, Berücksichtigung der Miasmentheorie oder ihre Ablehnung, der einen oder anderen Auslegung usw. Bis heute ist – mangels allgemein anerkannter Standards – streng genommen jeder dieser Punkte strittig und damit hintergehbar, ist das Simile-Prinzip eine Gleichung mit Hunderten von Unbekannten auf beiden Seiten geblieben. Selbst über den Status der Homöopathie als Ganzer reichen die Positionen derzeit vom Vorschlag eines Vierstufenprogramms zur Umsetzung einer Evidenzbasierten Homöopathie bis zur Empfehlung eines selbstbewussten öffentlichen Bekenntnisses der Homöopathie (analog des Coming-out von Homosexuellen), nicht zur modernen Wissenschaft, sondern zur hermetischen Tradition der Alchemie und des Schamanismus zu gehören.

Das einzig stets vorhandene Element der Homöopathie ist die Willkür.

Grüße

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Hallo Lolololo111,

nur in der Science Fiction sind Schwarze Löcher so was wie Portale. Oft müssen sich SciFi-Autoren halt was ausdenken, um ihre Firguren schnell mal in eine ganz andere Ecke des Universums zu bringen... oder gar in ein Paralleluniversum.

Gerade bei den Schwarzen Löchern steckt in den SciFi-Texten aber ganz viiiel künstlerische Freiheit drinne, sprich: Die Beschreibungen haben mit echter Physik Schwarzer Löcher nichts mehr gemein.

https://www.youtube.com/watch?v=Taf2tkh_3hs

Was ist eigentlich ein Scharzes Loch?

Ein Objekt, bei dem Materie auf das kompakteste komprimiert ist.

Was mit einem Stern am Ende seiner Lebensdauer passiert, hängt empfindlich von seiner Masse ab. Sehr massereiche Sterne (sehr viel schwerer als die Sonne) explodieren am Ende der Phase, in der sie über Fusion in ihrem Innern Energie erzeugen können, in gigantischen Supernovae. Die äußeren Hüllen des Sterns fliegen dabei davon, der Kern kollabiert unter der eigenen Schwerkraft. Er kollabiert dabei mindestens zum Neutronenstern: Hier ist die Materie "entartet" zu einer Art großem "Atomkern", in dem Neutronen dicht an dicht sitzen. Nur quantenmechanische Effekte (Fermidruck) halten ihn noch stabil gegen die Schwerkraft.

Ist der Kern aber noch schwerer, können selbst diese Kräfte den Kollaps nicht verhindern: Die Massen stürzen weiter in sich zusammen... und es entsteht ein Schwarzes Loch, ein Objekt, das so komprimiert ist, dass es eine Grenze gibt, unterhalb der selbst das Licht nicht mehr aus dem Gravitationstopf des Objektes entkommen kann.

Die Schwerkraftan der Oberfläche hat ja nicht nur mit der Masse eines Objektes zu tun, sondern auch mit dem Radius. Entsprechend lässt sich für jedes Objekt ein Radius angeben, an dem die Fluchtgeschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit überschreitet.

Könnte man die Erde etwa auf die Größe einer Murmel (einen knappen cm) pressen, hättest Du ein Schwarzes Loch mit Erdmasse. Ein Schwarzes Loch mit Sonnenmasse wäre wenige Kilometer groß.

Schwarze Löcher sind also extremst kompakte Objekte... und keine Portale irgendwo hin. Wir wissen nur nicht, wie es in ihrem Innern aussieht, weil man eben keine Informationen aus dem Schwarzen Loch herausholen kann.

Gibt es Schwarze Löcher?

Ja, und es sind ganz verschiedene schon nachgewiesen worden.

Zum Beispiel das Schwarze Loch im Zentrum der MIlchstraße. Das hat man nachgewiesen, weil man über Jahre die Bahnen der Sterne in seiner Nähe beobachtet und vermessen hat. Daraus konnte man dann die Masse des zentralen Objektes ausrechnen.. und die Bahnen selbst geben eine Obergrenze für die Größe des Objektes. Aus beidem ergeben sich Werte für die Dichte, die klar zeigen, dass es sich um ein supermassereiches Schwarzes Loch handelt.

http://www.mpe.mpg.de/~ste/data/naco3col.pdf

Über 4 Millionen Sonnenmassen hat das Schwarze Loch dort. Sehr wahrscheinlich sitzen in den Zentren aller Galaxien derartige supermassereichen Schwarzen Löcher.

Kleinere, eher stellare Schwarze Löcher wurden beim über den Nachweis der Gravitationswellen beim Verschmelzen solcher Objekte nachgewiesen.

https://www.ligo.org/science/Publication-GW150914/science-summary-german.pdf

Ich zitiere: "Unsere Ergebnisse zeigen, dass GW150914 von der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher stammt, die 36-fach bzw. 29-fach so schwer wie unsere Sonne waren, und am Ende das verschmolzene Schwarze Loch eine Masse vom 62-fachen der Sonne hat."

Es ist also keine Meinungsfrage, ob es Schwarze Locher gibt: Auch wenn sie Licht verschlucken, sie machen sich über ihre Gravitation bemerkbar.

Grüße

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Hallo lumbricussi,

die Erforschung des Bewusstseins steckt aus mehreren Gründen noch in den Kinderschuhen.

Das hat sehr viel damit zu tun, dass unser Gehirn selbst, in dem das Bewusstsein entsteht, noch viele Fragen aufwirft und dessen Funktionsweise in weiten Teilen unverstanden ist.

Daneben existiert auch keine einheitliche, saubere Definition dessen, was man unter dem Begriff "Bewusstsein" nun genau verstehen will - ist es das "sich gewahr werden" allein oder gehören weitere geistige Leistungen mit in die Definition?

Bewusstseinsforschung ist also eine junge Disziplin - jung deshalb, weil sie von Ergebnissen anderer wissenschaftlicher Zweige abhängt. Und entsprechend wenig Ergebnisse gibt es noch.

https://www.spektrum.de/magazin/ist-das-bewusstsein-erklaerbar/821801

Nun ist es leider so, dass in unserer Zeit jedwede Lücke im wissenschaftlichen Wissen sofort zur willkommenen Marktlücke für Esoterik, Parawissenschaft oder religiöse Fundamentalisten wird. Schnell wird dann erklärt, dass die echte Wissenschaft ja nur deshalb keine Antworten hätte, weil das Bewusstsein eben nicht auf das Gehirn beschränkt sei, es werden kosmische Einflüsse postuliert, man postuliert den Einfluss physikalisch nicht nachgewiesener Felder, man postuliert gar, dass die Wissenschaft gar keine Antwort geben könne - oder dürfe.

Allen diesen Kreisen ist gemein, dass sie sich anders als seriöse Wissenschaftler nicht die Mühe machen, ihre Thesen durch harte Daten oder Fakten zu untermauern. Entsprechend schreiben sich derartige reißerischen und spekulativen Bücher für den populären Markt sehr viel schneller als es wissenschaftliche Veröffentlichungen mit echten Ergebnissen tun. Derartige Desinformation der Bevölkerung ist leider sehr lästig, aber halt ein marktwirtschaftliches Phänomen unserer Zeit.

Fakt ist: Wir wissen sehr wenig über die Evolution des Bewusstseins, weil wir sehr wenig darüber wissen, wie unser Bewusstsein im Gehirn genau entsteht... weil wir das Gehirn und seine Funktionsweise noch nicht verstanden haben. Da dran wird gearbeitet.

Dass wir zumindest nicht die einzigen Lebewesen sind, die Bewusstsein haben, das wissen wir allerdings aus der Verhaltensbiologie: Viele höhere Säugetiere erkennen, wenn man einen Spiegel vor sie hinstellt, das sie sich selbst betrachten. Sie sind dann etwa in der Lage, einen vorher aufgemalten Fleck an ihrer Stirn bei sich selbst wegzuwischen... und eben nicht am Spiegel. Das setzt Ich-Bewusstsein voraus. Niedere oder weniger intelligent eingestufte Tierarten zeigen diese Fähigkeit nicht.

Das spricht also sehr dafür, dass das Bewusstsein evolutionär entstanden ist und eben an die Leistungsfähigkeit des Gehirns gebunden ist.

Hier ist das genauer erklärt:

https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/haben-tiere-ein-bewusstsein-und-inwieweit-unterscheidet-es-sich-von-dem-des-menschen/

Grüße

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Hallo Lollipop,

das hängt davon ab, ob Du einen Homöopathen oder einen Naturwissenschaftler bzw. einen wissenschaftlich arbeitenden Arzt fragst.

1) Antwort innerhalb der homöopathischen Gedankenwelt

Hahnemann - bekanntlich der Erfinder des homöopathischen Gedankengebäudes - beschrieb in seinem Organon (bis heute unverändert Lehrbuch beim DZVhÄ) die Dinge, die ein Patient meiden sollte, Hahnemann nannte sie "Hindernisse der Heilung".

Ich zitiere aus §260 Organon

http://www.homeoint.org/books4/organon/org260.htm#p260

Kaffee, feiner chinesischer und anderer Kräuterthee; Biere mit arzneilichen, für den Zustand des Kranken unangemessenen Gewächssubstanzen angemacht, sogenannte feine, mit arzneilichen Gewürzen bereitete Liqueure, alle Arten Punsch, gewürzte Schokolade, Riechwasser und Parfümerieen mancher Art, stark duftende Blumen im Zimmer, aus Arzneien zusammengesetzte Zahnpulver und Zahnspiritus. Riechkißchen, hochgewürzte Speisen und Saucen, gewürztes Backwerk und Gefrornes mit arzneilichen Stoffen, z. B. Kaffee, Vanille u.s.w. bereitet, rohe, arzneiliche Kräuter auf Suppen, Gemüße von Kräutern, Wurzeln und Keim-Stengeln (wie Spargel mit langen, grünen Spitzen), Hopfenkeime und alle Vegetabilien, welche Arzneikraft besitzen, Selerie, Petersilie, Sauerampfer, Dragun, alle Zwiebel-Arten, u.s.w.; alter Käse und Thierspeisen, welche faulicht sind, (Fleisch und Fett von Schweinen, Enten und Gänsen, oder allzu junges Kalbfleisch und saure Speisen; Salate aller Art), welche arzneiliche Nebenwirkungen haben, sind eben so sehr von Kranken dieser Art zu entfernen als jedes Uebermaß, selbst das des Zuckers und Kochsalzes, so wie geistige, nicht mit viel Wasser verdünnte Getränke; Stubenhitze, schafwollene Haut-Bekleidung, sitzende Lebensart in eingesperrter Stuben-Luft, oder öftere, bloß negative Bewegung (durch Reiten, Fahren, Schaukeln), übermäßiges Kind-Säugen, langer Mittagsschlaf im Liegen (in Betten), Lesen in wagerechter Lage, Nachtleben, Unreinlichkeit, unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf; Gegenstände des Zornes, des Grames, des Aergernisses, leidenschaftliches Spiel, übertriebene Anstrengung des Geistes und Körpers, vorzüglich gleich nach der Mahlzeit; sumpfige Wohngegend und dumpfige Zimmer; karges Darben~ u.s.w. Alle diese Dinge müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll.

Weil es selbst Homöopathen wohl lächerlich scheint, einem Patienten alle diese "Heilungshindernisse" vorzubeten (einschließlich des Fahrens, des Mittagsschlafs im Liegen und des Onanierens...), hat sich - obwohl tatsächlich kein einziger dieser Punkte offiziell als widerlegt gilt - in der Praxis heute durchgesetzt, dem Patienten nur vom Genuss von Kaffee und dem Gebrauch ätherischer Öle abzuraten... entsprechend wäre das mentholhaltige Zahnpasta.

Es gibt aber - schon allein, weil nicht alle Menschen den Mentholgeschmack mögen - auch mentholfreie Zahnpasta.

Daher: Glaubst Du an das homöopathische Gedankengebäude, solltest Du mentholfreie Zahnpasta verwenden und etwas zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten und von dem Kaffee zu halten. Einheitlich sind die Regeln hier nicht, manche Homöopathen verbieten den Kaffee gänzlich und auch die Zeitangaben schwanken zwischen Werten von nur 30 Minuten bis über 1 Stunde.

2) Evidenzbasierte wissenschaftlich fundierte Antwort

Die Grundpfeiler des Theoriengebäudes der Homöopathie - Ähnlichkeitsprinzip, Potenzierung, Arzneimittelprüfung am Gesunden - sind heute wissenschaftlich nicht mehr haltbar. Diese naturwissenschaftliche Einschätzung wird durch die Studienlage bestätigt: Es gibt nach hunderten klinischer Untersuchungen zur Homöopathie keine stichhaltigen und reproduzierbaren Belege, dass Homöopathika mehr sind als wirkungslose Scheinmedikamente.

Der britische NHS, die amerikanische FDA, der australische NHMRC, die russische Wissenschaftsakademie und zuletzt die EASAC, die Dachorganisation mehrerer Europäischer Wissenschaftsakademien haben sich vollinhaltlich dieser wissenschaftlichen Einschätzung angeschlossen: Homöopathika sind Placebos, Scheinmedikamente.

https://easac.eu/fileadmin/PDF_s/reports_statements/EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf

Vorschriften wie in §260 Organon entstehen bei Placeboverfahren dadurch, dass nach der Gabe wirkungsloser Mittel vom Therapeuten eben auch Verschlechterungen gemäß des eigentlich unbehandelten Krankheitsverlaufes beobachtet werden. Es wird dann innerhalb des Gedankengebäudes nach einer Erklärung gesucht - Wirkungslosigkeit der Mittel wird als solche nicht akzeptiert - und als Sündenbock für das Scheitern der Behandlung praktisch alles ausgemacht, was der Patient eben vorher getan hatte.

Echte Nachweise, dass Kaffeekonsum oder der Gebrauch einer normalen Zahnpasta irgendwelchen Einfluss auf die Behandlungsergebnisse hat, gibt es nicht - wie gesagt unterscheiden sich im Schnitt ja nicht einmal die Behandlungsergebnisse von denen, die man auch unter Placebos sieht.

Nach der Gabe eines Placebos entwickelt sich der natürliche, unbehandelte Krankheitsverlauf weiter. Hat man das Mittel genommen, als man sich "besonders" schlecht fühlte, wird es danach zu Besserungen kommen. Hat man den Höhepunkt der Erkrankung nicht erreicht, wird es eben erst zu Verschlechterungen kommen, die dann vom Homöopathen als "Erstverschlechterung" oder eben durch das Verhalten des Patienten verschuldet gedeutet werden.

Daher: Es passiert mit Zähneputzen dasselbe, das auch ohne Zähneputzen passiert wäre: Weil Du nur ein Placebo anwendest, beobachtest Du den unbehandelten Krankheitsverlauf weiter. Da die allermeisten Besserungen nach Homöopathika nichts mit Placeboeffekten zu tun haben, sondern mit natürlichen Genesungen, Regression zur Mitte oder den Effekten von Schonen, Diäten oder anderen Behandlungen, machen leise Zweifel hier auch keine Effekte "kaputt". Vernünftigerweise sollte man ernste Beschwerden ohnehin nicht mit Placebos behandeln.

Grüße

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Hallo rolfmartin,

da muss man jetzt natürlich erst einmal fairerweise sagen: 2 "Erfahrungsberichte" belegen gar nüscht. Selbst 10 nicht oder überhaupt, denn: Derartige "Erfahrungsberichte" belegen NIE was, auch wenn wir uns das immer einbilden.

Aber genauso wie es eine Wirksamkeit von Homöopathika belegt, wenn jemand krakeeelt "bei mir hat es aber geholfen", belegt es keine Unwirksamkeit der Schüssler Salze, wenn hier nun 2 Leute sagen "bei mir nicht".

Beides sind einfach nur Beobachtungen einer zeitlichen Reihenfolge, Wirksamkeit kann man erst aus dem systematischen Vergleich solcher Erfahrungen beurteilen.

In Bezug auf bestimmte Beschwerden und ein Mittel gibt es 4 Fälle/Gruppen:

1) der Patient nimmt das Mittel und danach geht es ihm besser

2) der Patient nimmt das Mittel und danach geht es ihm nicht besser

3) der Patient nimmt das Mittel nicht und danach geht es ihm besser

4) der Patient nimmt das Mittel nicht und danach geht es ihm nicht besser

Eine Geschichte "mir hat das Mittel geholfen" bedeutet lediglich, dass dieser Patient in der ersten der 4 Gruppen war. Du und der Leser sind in Gruppe 4). Und mehr können eben leider solche Anekdoten nicht aussagen... weil man zur Beurteilung eben wissen muss, wie die Zahlenverhältnisse sich durch das Mittel von 3 zu 4 auf 1 zu 2 __verändern__ ... oder eben nicht verändern.

Entsprechend wirst Du sowohl bei wirksamen als auch bei unwirksamen Verfahren wenn Du nach "Erfahrungen" fragst, __immer__ einen bunten Mix aus "hat mir (nicht) geholfen" in verschiedenen "Grauschattierungen" bekommen... aus dem sich der geneigte Fragesteller dann halt die "Erfahrung" aussucht, die in sein Weltbild und/oder seine Stimmungslage passt. Aussagekräftig ist das __nicht__

Dafür müssen wir genauer hinsehen:

Allemein ergibt sich aus dem Obigen auch das Problem des Buches: Da schreibt halt ein Patient seine Geschichte auf... und nennt die Mittel, die er probiert hat. Nur folgt aus dem, weilche Mittel er nun ausprobiert hat, genauso wenig wie aus anderen Anekdoten: Dass er das Ganze "Heilbericht" nennt, ist schon suggestiv, denn die Besserung könnte auf ganz andere Faktoren zurückzuführen sein als er im Fokus hat.

Insofern sind solche Bücher zwar ggf als "Mutmach"-Bücher interessant, aber meist als "Nachmach"-Bücher vollkommen unbrauchbar: Je exotischer das vom Autoren vertretene Verfahren ist, desto mehr. Nicht wenige solcher Ratgeber sind am Markt erfolgreich, verursachen bei Ärzten aber nur Kopfschütteln und viel Arbeit, ihren Patienten den Unsinn wieder auszureden.

Das gilt auch bei der "Therapie" mit Schüssler-Salzen:

Schüssler Salze basieren auf der Behauptung, dass sämtliche Krankheiten auf einer Störung des Mineralstoffhaushaltes beruhen - und dass dieser Mangel an bestimmten Mineralstoffen eben mit den Schüssler Salzen ausgeglichen würde.

Nun stimmt schon einmal die Voraussetzung nicht. Es ist keineswegs so, dass alle unsere Krankheiten durch Mineralstoffmängel verursacht wären. Bei einigermaßen ausgeglichener Ernährung hat man - zum Glück!! - hierzulande eigentlich GAR KEINEN ernstzunehmenden Mangel an Mineralstoffen. (Was zu Schüsslers Zeit vor 150 Jahren natürlich noch anders war, vor allem im Arbeitermilieu). Die im Rahmen von Schüssler Anwendungen heute "behandelten" Mineralstoffmängel sind aber praktisch nie sauber im Blutbild diagnostiziert, sondern einfach nur postuliert - was dann natürlich ihre "Behandlung" erleichtert.

Genau die eigene Behauptung des Verfahrens, man könne mit den "Salzen" einen solchen Mangel wieder ausgleichen, wird aber dadurch absurd, dass in den Pillen praktisch gar keine Mineralstoffe enthalten sind. Leitungswasser hat erheblich höhere Konzentrationen an Calcium, Phosphat, Kalium, etc. als die hochverdünnten Schüssler Salze.

Die Schüssler-Zubereitungen von der DHU z.B. werden in Verdünnungen D3 (1:1000), D6 (1:1000 000) und D12 (1: 1000 000 000 000) angeboten. Grob überschlagen heißt das, dass man (gerundet) zwei handelsübliche Drogerie-Brausetabletten mit Magnesiumcarbonat zu etwa je 5 Cent vom Mg-Gehalt her durch 1 kg von den Schüssler D3-Tabletten ersetzen kann. Oder durch 1 Tonne von der D6. Oder durch 1 Megatonne von der D12...

An dieser Stelle weichen die Anbieter der Schüssler-Produkte meist auf wissenschaftlich nicht haltbare Scheinerklärungen aus, wie denn die Salze wirken sollen. Da wird dann irgendwie vage von "Information" gesprochen, die der Körper aus den Schüssler-Produkten entnehmen soll. Worin diese Informationen bestehen, wo und wie der Magen-Darm-Trakt "Informationen" (anstatt wie sonst Kalorien und Mineralstoffe) zu sich nehmen soll, darüber schweigt man sich aus.

Man wirft dem Kunden den Informationsbegriff vor die Füße, in der Hoffnung, dass der ihn dann aufgreift und sich selber darunter etwas zusammenreimt - schließlich hofft er ja verzweifelt, dass das Zeug eben doch wirkt.

Es ist aber keine Frage der Meinung, ob man Mineralstoffmangel mit Pillen beheben kann, mit denen diese Mineralstoffe nicht besser zugeführt werden als mit Wasser.

Entsprechend gibt es prompt nicht einen einzigen Wirksamkeitsnachweis der Schüssler Produkte. Stattdessen setzt man in der Werbung auf den Versuch, dem Patienten mit der Selbstbezeichnung "Biochemie nach Schüssler" sogar Wissenschaftlichkeit vorzugaukeln.

Alle wissenschaftlich fundierten Expertisen zum Verfahren fallen ernüchternd aus:

So schreibt der Arzt Theodor Much in seinem Buch "Der große Bluff":

Es handelt sich um eine Nonsense-Therapie, eine Geldverschwendung und auch deswegen nicht unbedenklich, weil bei derartigen Scheintherapien bei ernsten Erkrankungen wertvolle Zeit vergeudet wird.

Im März 2008 hat das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ die Salztabletten genauer unter die Lupe genommen und kommt zum Ergebnis:

„Eine Behandlung mit Schüssler-Salzen schadet nicht, kann aber auch nicht empfohlen werden, da das Risiko besteht, dass durch eine alleinige Behandlung mit Schüssler-Salzen ernsthafte Erkrankungen zu spät diagnostiziert oder sogar notwendige medizinische Behandlungen versäumt werden. Der Placebo-Effekt ist wie bei allen anderen alternativen Therapieverfahren aber ein wirksamer Faktor.“

Die Stiftung Warentest schreibt:

Biochemie nach Schüssler ist zur Behandlung von Krankheiten nicht geeignet.

Und Edzard Ernst schrieb:

Schüssler-Salze sind seit Jahren ein kommerzieller Renner – sie enthalten so gut wie nichts, kosten aber ordentlich. Manche meinen vielleicht, dieser Erfolg sei bereits eine Art Nachweis: Wenn nichts helfen würde, würden es die Leute nicht kaufen. Einer kritischen Analyse hält diese Logik jedoch nicht stand. Selbst wenn sich jemand nach der Einnahme von Schüssler-Salzen subjektiv besser fühlt, mag das an Placebo-Effekten liegen. Und natürlich kann man nie wissen, ob der Krankheitsverlauf ganz ohne Therapie nicht ebenso oder vielleicht sogar besser ausgefallen wäre. Fest steht nur Folgendes: Es gibt bis heute keinen Nachweis, dass Schüssler-Salze wirken.

Nachlesen kannst Du das alles hier:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Biochemie_nach_Schüßler

RLS ist durchaus therapierbar, denn auch Besserungen und langsamere Verschlechterung als unbehandelt sind Therapieerfolge, die man als Betroffener nicht ignorieren sollte.

Mit Schüssler, Hahnemann & Co setzt man aber nur auf Placebo- und Gewöhnungseffekte. Echte Therapien sehen meistens eher so aus:

https://www.restless-legs.org/restless-legs-syndrom/therapie/

Im Idealfall geht eine Ursachenabklärung voraus ... und zwar eine __echte__ Ursachenabklärung, keine esoterische. Davon dürftest Du langfristig mehr haben.

Grüße

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Hallo MasonBoi,

naja, in der Astrologie mag man so was ja vielleicht behaupten.... aber die behaupten ja auch, dass bei Vollmond mehr Kinder geboren werden.

Im Ernst: Ich mach das Thema "Astrologie" mal weg, der Horoskop-Unfug hilft bei der Antwort auf Deine Frage nicht weiter. Dafür setze ich das Thema "Astronomie"... und dann gehen wir das Ganze mal wissenschaftlich an.

Dazu gehört auch, dass man sich die Größenordnung verschiedener denkbarer Effekte mal ansieht.

Ok?

Als erstes, wenn wir an den Mond denken, fallen uns hier die Gezeiten ein. Natürlich verursacht der Mond über seine Schwerkraft Ebbe und Flut - übrigens hat auch die Sonne einen gewissen Anteil daran.

Und ja, wie hier schon geschrieben wurde, hebt sich dadurch der Meeresspiegel und sogar auch das Festland etwas an.... ABER viel zu wenig, um einen Einfluss auf Wind und Wetter zu haben!

Der Höhenunterschied beträgt weniger als einen Meter, selbst auf dem offenen Meer. Es dürfte jetzt unmittelbar einleuchten, dass Wasser nicht drastisch abkühlt einen Meter höher.

Der Einfluss auf die Atmosphäre ist aber noch geringer: Die Luft hat eine viiiiel geringere Dichte als das Wasser... und entsprechend ist auch die Anziehungskraft des Mondes pro Volumen Luft viiiiiel kleiner als auf dasselbe Volumen Wasser. (Bedenke, dass die Gravitationsformel ja beide Massen beinhaltet!) Rechnet man das durch, dann kommt heraus, dass dast in etwa einen Faktor 800 ausmacht, um den der Effekt schwächer ist... und wir hatten schon beim Wasser weniger als einen Meter.

Es ist also eine völlig falsche Vorstellung, dass die Gezeitenwirkung des Mondes Hoch- oder Tiefdruckgebiete erzeugen könnte. Unsere Winde werden aber über die Lage und Verteilung der Hoch- und Tiefdruckgebiete, sowie über die 3 globalen Luftwirbel bestimmt (siehe ganz unten der Link zu einer älteren Antwort von mir). Der Einfluss des Mondes ist zwar theoretisch berechenbar, praktisch jedoch dann auch gleich wieder vernachlässigbar im Vergleich zu zig anderen Faktoren, die hier erheblich größeren Einfluss nehmen.

Bevor ich gleich noch was zu den Einflüssen schreibe, die tatsächlich unseren Wind und damit unser Wetter steuern, noch ein paar Worte zum Mond:

  • Mitunter - und meist auf den Webseiten von Vertretern der "flat earth" - liest man, dass Mondlicht kühlend wirken würde. Entsprechend findet sich dort die Behauptung, dass der Vollmond (weil dann eben maximal "kühlendes Mondlicht einfällt") zu besonders kalten Nächten führen würde ... und dies wäre eben ein messbarer Einfluss des Mondes auf das Wetter. ____ Nun, dazu ist zu sagen, dass das schlicht nicht stimmt. Mondlicht kühlt genauso wenig wie jedes andere Licht, einfach weil es eine positive (wenn auch kleine) Menge Energie mitbringt. Der Eindruck besonders kühler Vollmondnächte entsteht vermutlich, weil der Vollmond in klaren Nächten besonders deutlich beobachtbar ist... und klare Nächte ohne isolierende Wolkendecke eben zu einem höheren Wärmeverlust ans Weltall führen. Das gilt aber für alle klaren Nächte, ganz unabhängig vom Mond. (Und außerdem ist die Erde nicht flach... ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich das nicht erklären muss... ;-D)
  • Ebenso ist es ein Mythos, dass Vollmond mit Wetterumschwüngen einherginge. Das sollte eigentlich einleuchten, weil überall auf der Erde zur selben Zeit Vollmond ist.. sich aber nicht überall gleichzeitig das Wetter ändert.
  • Einen Einfluss hat der Mond tatsächlich, aber nicht auf die aktuellen Winde oder über die Mondphase, sondern einfach, weil er da ist. Und das schon seit Jahrmilliarden: Das hat nämlich die Rotation der Erde um ihre Achse verlangsamt (und verlangsamt sie noch heute gaaaaaaaaanz bissi). Der Grund hier ist die Gezeitenreibung. Schätzungen ergeben, dass ohne den Mond der Tag nur irgendwas zwischen 5 und 8 Stunden lang wäre. Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde wäre damit 3 bis 4 mal so hoch wie heute... und das würde tatsächlich zu sehr viel stärkeren Winden führen. Dasselbe gilt für die Neigung der Erdachse, die die Erde sehr wahrscheinlich auch erst seit der Entstehung des Mondes so hat. Stünde die Achse senkrecht zur Erdumlaufbahn, hätte das ebenfalls deutlich andere klimatische Verhältnisse zur Folge. Alle diese Geschichten, haben aber nur indirekt mit Wetter und Wind zu tun: Hier geht es um klimatische, also sehr langfristige Einflüsse.

https://www.wetteronline.de/astronews/mythos-wetter-und-vollmond-beeinflusst-der-mond-das-wetter-2017-01-11-mw

Grüße

-------------------------------------------------------------------------

Und für den Fall, dass Du wissen möchtest: was denn nun wirklich die globalen großen vorherrschenden Windrichtungen wie etwa die bei uns herrschende Westwinddrift bestimmt, dann schaust Du am besten in meine ältere Antwort hier:

https://www.gutefrage.net/frage/frage-bezueglich-winde#answer-51239673

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Hallo Vivi2010,

Traumeel ist ein Produkt der Firma Heel, das bei uns aus juristischen Gründen von Heel als Homöopathikum vermarktet wird.

Der Firmengründer hat das Mittel allerdings nicht gemäß der Homöopathie, sondern nach seiner eigenen (wissenschaftlich genauso wenig haltbaren Lehre der) "Homotoxikologie" zusammengestellt. Nach dieser (falschen) Vorstellung beruhen __alle__ Erkrankungen des Menschen auf einer mangelnden "Ausleitung" von Umweltgiften und anderen äußeren Einflüssen durch den Körper. Traumeel ist entsprechend dieser Lehre zur Anregung von "Ausleitungsprozessen" gedacht.

Wie gesagt: Bereits die Philosophie hinter dem Mittel ist nicht haltbar; in den USA hatte Heel mehrfach juristische Schwierigkeiten mit den dortigen Aufsichtsbehörden, weil die Mittel trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise auch bei ernsten Erkrankungen empfohlen wurden.

Nachlesbar wäre das alles hier:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Homotoxikologie

Hierzulande wird Traumeel vom Hersteller meist als Salbe bei Sportverletzungen empfohlen, also bei blauen Flecken, Prellungen, Verstauchungen u.ä.

Nachgewiesen ist die Wirksamkeit auch dafür NICHT.

Hier auf der Patientenseite der Cochrane-Stiftung ist das erklärt:

https://www.medizin-transparent.at/traumeel-hilft-ein-homoeopathisches-mittel-bei-sportverletzungen

Es gibt beispielsweise eine Studie zum Thema... doch in der gab es keine Placebogruppe. Verglichen wurde mit Diclofenac... Cochrane kritisiert:

Es ist nämlich nicht geklärt, ob die Menge und Konzentration des verwendeten Diclofenac-Gels zu gering war, um bei einem verstauchten Knöchel deutlich zu helfen. Es könnte also durchaus sein, dass der vom Forschungsteam gezogene Vergleich hinkt, weil Traumeel in Gelform mit einer möglicherweise kaum wirksamen Diclofenac-Dosis verglichen wurde. Zudem weist die Studie weitere grobe Mängel auf und ist auch deshalb nicht aussagekräftig. Dass Traumeel-Gel bei einem verstauchten Knöchel helfen kann, ist daher nicht belegt.

Ein solches Studiendesign wird als "Non-inferiority" bezeichnet: Der Hersteller versucht also nachzuweisen, dass sein Mittel nicht schlechter ist als andere Mittel, die bereits als zugelassene Präparate mit Wirksamkeitsnachweis am Markt sind. Beliebte Tricks der Hersteller sind hier eben wie in diesem Beispiel, das zugelassene Vergleichspräparat anders einzusetzen als eigentlich empfohlen, so dass dessen Wirksamkeit gar nicht mehr gewährleistet ist... umso leichter tut sich dann das eigene Produkt im Vergleich. Fachleuten wie denen bei der Cochrane fällt so ein Schmuh natürlich auf, aber in der Werbung dem medizinischen Laien gegenüber wirken solche Ergebnisse halt beeindruckend.

(Um das klar zu sagen: Man kann, wenn man ehrlich und gewissenhaft vorgeht auch mit einem solchen Studiendesign sehr aussagekräftige Ergebnisse bekommen... gelle)

Das Beispiel zeigt aber eben auch, warum Erfahrungen ein noch schlechterer Ratgeber sind: Blaue Flecken, Prellungen, Verstauchungen sind schmerzhaft... aber sie vergehen halt mit der Zeit wieder. Schmiert man eine Salbe drauf, dann hat man auch bei völlig nutzlosen Wirkstoffen immer einen Massageeffekt und einen Kühleffekt. Das Kühlen nimmt akut etwas vom Schmerz... und mit der Zeit wird es eben auch von selber besser. Eine Besserung, die man dann der Salbe zuschreibt, weil einem der Vergleich fehlt, ob es mit normaler Nivea-Creme nicht genauso schnell gegangen wäre.

Merke: Eine "Erfahrung" ohne verblindeten, randomisierten Vergleich sagt nichts über die Ursache der Besserung; wir können nicht wissen, ob wir ohne das Mittel nicht dieselbe Erfahrung gemacht hätten.

Nach bestem Wissen und Gewissen ist Traumeel nichts anderes als ein Placebo, also ein Scheinmedikament.

Grüße

P.S.: Der Vollständigkeit möchte ich noch darauf hinweisen, dass unter Homöopathen mitunter Traumeel eine Wirksamkeit bei der Bekämpfung der Nebeneffekte einer Krebsbehandlung zugesprochen wird. In diesem Falle handelte es sich nicht um die Salbe, sondern Traumeel wurde als Mundspülung eingesetzt. Oberbaum et al. legten 2001 eine kleine (Pilot)studie hierzu vor... sie wird hier besprochen:

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=926

Weil Pilotstudien für sich statistisch nicht aussagekräftig sind, weil sie dafür zu wenig Teilnehmer haben, ist es bei positiven Ergebnissen eigentlich üblich, eine aussagekräftige Folgestudie durchzuführen. Das passierte auch in diesem Falle... wobei diese Folgestudie dann seeeeehr viel seltener von Homöopathen zitiert wird, aus verständlichem Grund - lautete das Ergebnis doch (übersetzt):

Bei den 181 auswertbaren Patienten ergaben sich keine statistischen (= statistisch signifikanten, Anm. Übers.) Unterschiede bei Mucositis in der Traumeelgruppe (76,7 %) im Vergleich zu Placebo (67,3 %) (p = 0,13). Bei der Traumeelgruppe zeigte sich ein Trend zu geringerem Gebrauch an Narkotika. Für Traumeel konnte kein statistischer Nutzeffekt bei Mucositis nachgewiesen werden. Wir konnten nicht bestätigen, dass Traumeel eine wirksame Therapie für Mucositis bei Kindern ist

Damit ist eigentlich gut belegt, dass das erste positive Ergebnis nur ein statistischer Ausreißer war und die Behauptung, es mache Sinn, Traumeel für diese Anwendung einzusetzen, nicht haltbar ist.

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Hallo Der Maibock,

in aller Regel ist es das Beste, die Dinge der Reihe nach anzugehen...

Also zuerst mal den Bachelor in Physik.

Dann im Masterstudiengang die Astrophysik als Wahlpflichtfach wählen.

Masterarbeit in Astrophysik schreiben.

Master of Science bestehen.

Und wenn man dann in der Grundlagenforschung bleiben will, dann sollte man sogar unbedingt noch promovieren, ja. Es ist schon der Dr. allein dafür relativ wenig und führt dazu, dass man sich noch sehr lange von befristeter Zeitstelle zu befristeter Zeitstelle hangelt. Die Einschränkung betrifft nicht mal "Geld und Karriere" - ich kenne hervorragend ausgebildete Doktoren der Physik, die zwischen 2 Zeitstellen immer wieder auf's Zeitungsaustragen angewiesen waren: Vielleicht siehst Du in 20 oder 25 Jahren auch das Thema "Familie" anders. Denn auch Familie und Kinder kann man im Prinzip mit der unsicheren Situation von Zeitstellen knicken.

Nichtsdestotrotz: Grundlagenforschung nur probieren, wenn man mindestens promoviert hat. Hat man aber einen entsprechenden MSc gut absolviert, wird üblicherweise das Finden einer Promotionsstelle nicht allzu schwer sein.

Grüße

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Hallo paymoon,

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht gemäß Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Daher lautet die Antwort auf Deine sehr suggestiv gestellte Frage: Ja, Dein Kind hat ein Recht darauf, auf der Schule die auf der Basis wissenschaftlicher Daten basierenden Erkenntnisse vermittelt zu bekommen. Es hat ein Recht auf Wissen und Bildung.

Du kannst als Erwachsener diese Erkenntnisse leugnen, Dich in Deine eigene kreationistische Wunschrealität zurückziehen und versuchen, die allgemeine Faktenlage zu leugnen. Und die lautet nun einmal, dass die Evolutionstheorie eine ganz zentrale und bestens bestätigte Theorie ist und innerwissenschaftlich am Prozess der Evolution in der Natur deswegen kein Zweifel besteht.

Du kannst deswegen nicht erzwingen, dass man deswegen Deinem Kind sein Recht verweigert, diese Fakten zumindest einmal vermittelt zu bekommen.

Grüße

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Hallo ramonseidel,

zunächst einmal der Hinweis, was Himmbeer Ketone NICHT sind: Homöopathie

Homöopathie wird von vielen als Synonym für Naturheilkunde oder pflanzliche Präparate genutzt... die Wahrheit ist jedoch, dass das Homöopathen aus Werbegründen zwar gerne so stehen lassen, beides aber nicht zutrifft. Homöopathie ist ein schaienwissenschaftliches Verfahren, das alle möglichen Stoffe, keineswegs nur natürliche Ausgangsstoffe verarbeitet; diese werden extremst verdünnt - bis hin zu ihrer kompletten Abwesenheit im Endprodukt - wobei laut Homöopathen die Wirksamkeit erhalten bleibt, weil beim Verdünnen regelmäßig geschüttelt wird. Wissenschaftlich ist das weder theoretisch haltbar, noch korrekt: Studien zeigen keine Placeboüberlegenheit der Homöopathie. (https://easac.eu/fileadmin/PDF_s/reports_statements/EASAC_Homepathy_statement_web_final.pdf )

Jetzt zu den Himbeer Ketonen:

Deine Himbeer Ketone zählen zu den pflanzlichen Wirkstoffen, der Chemiker würde von Rheosmin sprechen. Wobei klar gesagt werden muss, dass die im Handel als Nahrungsergänzungsmittel angebotenen Himbeer Ketone nahezu ausschließlich synthetisch produziert sein dürften, weil das einerseits sehr einfach machbar ist, zum anderen sehr viel preiswerter ist - die Konzentration ist in Himbeeren oder Brombeeren, die den entsprechenden Stoff ebenfalls enthalten, recht gering. Der Stoff ist in der Pflanze für den typischen Geruch verantwortlich... und der wiederum trägt weitgehend zum Geschmack der Beeren bei.

Populär als Schlankmacher sind die Ketone allerdings nur und ausschließlich, weil sie intensiv als solche beworben wurden. Den Hype startete 2012 die amerikanische "Dr. Oz-Show", in Deutschland wurde erst im letzten Jahr in Werbeanzeigen behauptet, das "Wundermittel" wäre in einer Fernsehshow groß rausgekommen. Journalisten deckten hinterher auf, dass nicht einmal das richtig war. (https://www.stern.de/wirtschaft/news/diaet-wundermittel-wirbt-mit--hoehle-der-loewen--auftritt--den-es-nie-gab-7809660.html )

Wie sieht die Evidenz für die Ketone wirklich aus?

Zunächst einmal die Frage: Sind did Dinger wenigstens sicher harmlos?

Ich zitiere von Sciencedirect,

  • No safety evaluation of raspberry ketone in food supplements has been published.
  • Extensive literature search confirms limited toxicological data on raspberry ketone.
  • Recommended doses of raspberry ketone in food supplements exceed TTC and MOS.(...)
  • The use as food supplement may be regarded as novel and needs authorisation in EU.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0273230015300106

Also: Es gibt keine Daten für den Menschen, dass sie auf lange Sicht oder in den als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzten Dosen harmlos sind. Das haben die Hersteller und Anbieter nie wirklich untersucht.

Wissenschaftlich arbeitende Ärzte sehen den Abnehmtrend mit Himbeerketonen deshalb sehr kritisch.

Auf CamCheck, weist etwa Gayle Nicholas Scott, PharmD darauf hin, dass auch die Evidenz, dass die Ketone überhaupt zum Abnehmen beitragen, recht mau ist.

https://www.camcheck.co.za/is-raspberry-ketone-effective-for-weight-loss/

Sein Fazit, basierend auf den vorhandenen Daten, lautet:

The safety of oral raspberry ketone in humans is unknown. Given the chemical similarity of raspberry ketone to synephrine and capsaicin, patients with conditions that increase the risk for cardiovascular adverse events, such as hypertension, should avoid raspberry ketone. Without research in humans on the efficacy and safety of raspberry ketone for weight loss, raspberry ketone should not be recommended. Advise patients to instead heed the other 2 parts of Dr. Oz’s recommendation — regular exercise and a well-balanced diet.

Übersetzt:

Über die Sicherheit von oral eingenommenem Himbeerketon beim Menschen ist nichts bekannt. Angesichts der chemischen Ähnlichkeit von Himbeerketon zu Synephrin und Capsaicin sollten Patienten mit Erkrankungen, die das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen wie Bluthochdruck erhöhen, Himbeerketon meiden. Ohne Forschung an Menschen über die Wirksamkeit und Sicherheit von Himbeer Ketonen zur Gewichtsabnahme sollte dies hierfür nicht empfohlen werden. Empfehlen Sie den Patienten stattdessen, die anderen 2 Teile der Empfehlung von Dr. Oz zu beachten - regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Dem würde ich mich anschließen

Grüße

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Hallo AnnaDJohnson,

Astronomie ist heute als Astrophysik ein Teilgebiet der Physik und damit eine Naturwissenschaft. Die Astrophysik beschäftigt sich mit den im Universum ablaufenden Naturprozessen und versucht diese aus einem Zusammenspiel von Beobachtung und Theorienbildung zu verstehen.

Weil sie ein Teilgebiet der Physik ist, braucht man in der Astronomie praktisch alle anderen Teilgebiete der Physik auch: Theoretische Physik, von der Newtonschen Mechanik über die Quantenmechanik zur Thermodynamik; daneben Festkörperphysik, Teilchenphysik, Verständnis magnetischer Felder und Magnetohydrodynamik; Kernphysik,... einfach alles. Physik ist also nicht nur wichtig für die Astronomie... sie ist eben selbst Astrophysik.

Physik wiederum ist angewandte Mathematik. Die Mathematik ist damit die Sprache der Astrophysik, der Astronom kann ohne sie seine Modelle weder formulieren noch an Grßcomputern simulieren. Astrophysik ist eine exakte Naturwissenschaft und deshalb sind ihre Modelle mathematisch formuliert.

Eben schon angeklungen: Programmieren ist heute eine zentrale Aufgabe in der Astrophysik. Astronomie wird immer mehr zur Astroinformatik, weil zunehmend komplexe Simulationen notwendig sind, um Modelle an Beobachtungen zu testen.

Als Nebenfächer benötigt die Astronomie vor allem die Chemie und an den Berührstellen zur Raumfahrttechnik das Ingenieurwesen, die Feststoffkunde und den Maschinenbau.

2.)hat jemand vielleicht erfahrung von euch

Naja, mit über 50 ist es unvermeidlich, etwas Lebenserfahrung zu haben. Also: Ja. Ich würde sogar sagen, dass ich mit einem abgeschlossenen Studium Erfahrung in Bezug auf Astronomie habe. Aber inwiefern möchtest Du diese denn anzapfen?

2.)kann mir tipps geben (egal für was)

Rotweinflecken verschwinden am besten, wenn man sie sofort mit Salz bestreut. Homöopathika sind Placebos. Und beim Abnehmen setzt man am besten auf aufgewogene kalorienarme Ernährung mit viel Gemüse und Obst.

Und irgendwie denke ich, dass das jetzt nicht die Tipps sind, die Du suchst...

Was brauchst Du denn? Möchtest Du Bücher zum Thema? Gute Webseiten? Praktische Tipps zum Beobachten am Fernrohr? Fragen in Richtung Studium?

=D Frag mich!!

Grüße

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Hallo polborta,

Mit wie meine ich ob linear oder in unterschiedlicher Geschwindigkeit?

In den letzten Jahren haben sich die Beobachtungshinweise verdichtet, dass es nicht mit konstanter Geschwindigkeit expandiert, sondern im Moment wieder beschleunigt.

Während Hubble vor über 70 Jahren noch von einer konstanten Expansionsrate ausging (https://astro.uni-bonn.de/~deboer/hubble/hubb-diag-s.png ) und man deswegen lange von der "Hubble-Konstante" gesprochen hat, hat sich mittlerweile für die Expansionsrate des Universums die Bezeichung "Hubble-Parameter" eingebürgert.

Spätestens die mit dem Nobelpreis 2011 ausgezeichneten Arbeiten von Riess und Perlmutter belegen, dass sich das Universum heute schneller ausdehnt als noch vor ein paar Milliarden Jahren. (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13963-2011-10-04.html )

Warum das so ist, weiß man nicht... und überhaupt stellt diese Entdeckung eine Überraschung dar: Alle an den Messungen beteiligten Astronomen hatten eigentlich entweder eine konstante Expansionsrate oder eine mit der Zeit minimal verlangsamte Rate wegen der Gravitation erwartet.

Dem die Expansion antreibenden Phänomen hat man den Arbeitstitel "Dunkle Energie" gegeben. Ich habe in einer etwas älteren Antwort von mir

https://www.gutefrage.net/frage/wissen-ueber-dunkel-energie?foundIn=unknown_listing#answer-190418520

einmal wirklich alles gesammelt, was bis dato zu diesem Phänomen bekannt ist und auch ein paar Fachvorträge dazu verlinkt. Knapper bekommst Du eine Erklärung auch hier im Podcast des Astrophysikers Florian Freistetter:

https://youtu.be/RW-V-TtSArE

Daneben wird vermutet, dass auch in den ersten Sekundenbruchteilen des ganz jungen Universums die Expansionsrate sehr kurzzeitig sehr, seeeeehr viel höher war als danach. Das wäre die sogenannte Inflation oder "inflationäre Ausdehnung", die eben nur etwa 10^-35 Sekunden lang war. (Falls Du da mehr dazu wissen willst: das habe ich hier https://www.gutefrage.net/frage/was-hat-den-urknall-ausgeloest#answer-241894291 einmal beschrieben.)

Insgesamt ergibt sich also für unsere bisherigen Daten hierzu das eigentlich recht bekannte Bildvon der Ausdehnungsrate des Universums:

https://de.wikipedia.org/wiki/Expansion_des_Universums#/media/File:Expansion_des_Universums.png

Eine kurze, schlagartige Inflation (die man etwa über bestimmte Phasenübergänge bei Quantenfluktuationen verstehen könnte), dann eine in etwa konstante Ausdehnungsrate über die Jahrmilliarden hinweg und eine in der jüngeren Geschichte des Universums wieder zunehmende Expansionsgeschwindigkeit.

wo das Universum aufhört zu expandieren und in sich zusammen fällt? Ist es das Schicksal sozusagen unseres Universums?

Das wäre das sogenannte "Big Crunch"-Modell. Das gilt von den möglichen End-Szenarien im Moment aber wegen der Beobachtung einer beschleunigten Expansion eben als das unwahrscheinlichste.

Daneben gäbe es noch den "Big Freeze" (manchmal auch Big Whimper) und den "Big Rip". Im ersten Fall dehnt sich das Universum weiter und weiter aus, bis letztlich keinerlei physikalische Prozesse mehr ablaufen, weil alles zerfallen und im energetisch untersten Zustand angekommen ist. Im letzteren Fall beschleunigt die Expansion derart, dass es die Raumzeit selbst irgendwann zerreißt.

http://www.drillingsraum.de/room-universe_end/ende_universum.html

Grüße

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Hallo SamSx,

gängige kosmologische Modelle - also die Physik, mit der wir das Universum beschreiben- gehen NICHT von einem Rand aus.

Die vlogbrothers erklären es hier recht unterhaltsam: no edge!!

https://www.youtube.com/watch?v=Z0o6hQLcSRc&t=2s

Sehr einfach erklärt:

Zunächst einmal muss man unterscheiden, ob wir nur vom beobachtbaren Universum sprechen oder vom ganzen Universum.

Das beobachtbare Universum ist der Teil des Universums, den wir sehen können. (Hättest Du Dir jetzt gedacht) Weil das Licht, das uns von allen Seiten erreicht, seit dem Urknall nur endlich viel Zeit hatte uns zu erreichen, ist das beobachtbare Universum endlich groß und wir sitzen in der Mitte.

Wegen der Expansion des Universums ist es größer als "Lichtgeschwindigkeit * Alter" und hat insgesamt einen Durchmesser von rund 90 Milliarden Lichtjahren.

Und dahinter kommt dann der Teil des Universums, den wir nicht sehen können. Dass er da ist, das wissen wir, weil sich das Universum mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnt.

Ob das Universum nun überhaupt endlich groß ist oder doch unendlich groß, das weiß man nicht.

Offensichtlich stellt sich die Frage nach einem Rand aber gar nicht, wenn das Universum unendlich groß ist.

Auch wenn es nur endlich groß ist, muss es keinen Rand haben. Räume können eine Geometrie aufweisen, die dazu führen, dass sie endlich groß, aber geschlossen sind.

So, wie die Hülle eines Ballons. (Obacht: Nicht der Ballon, sondern wirklich nur die Gummihaut). Auf der Hülle des Ballons kannst Du herumlaufen und kommst nie an einen Rand. Dennoch ist der Flächeninhalt endlich groß. Und kann expadieren.

Gängige physikalische Modelle gehen also gar nicht von einem "Rand" aus. Wo kein Rand, da stellt sich die Frage also nicht. Wenn überhaupt, dann wird unser Raum in höherdimensionale Konstrukte eingebettet gedacht. Aber selbst, wenn das Universum einen wie auch immer gearteteten Rand hätte, wäre es uns völlig unmöglich davon zu erfahren, denn er entfernt sich mit Überlichtgeschwindigkeit von uns.

Und jetzt noch ein kurzer Hinweis zu einer Frage, die sich eigentlich logisch jetzt hier anschließt: Wie kann sich ein Universum, das randlos ist, eigentlich ausdehnen? Das geht, weil es sich nicht "in irgendwas hinein ausdehnt": mit Ausdehnung ist hier gemeint, dass im Universum neuer Raum zwischen den Objekten im Universum entsteht und sich diese deshalb voneinander entfernen. Das Universum dehnt sich in sich selbst aus... und das geht bestens ohne Rand und ohne "außen".

Grüße

P.S.: Ergänzend kann ich mir natürlich den Hinweis, dass sich so was nicht über Meinungsumfrage klären oder gar festlegen lässt, nicht verkneifen... ;-D

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Hallo mulano,

was wir uns heute viel zu selten klar machen: Noch vor etwa 100 Jahren dachte man tatsächlich, dass die Milchstraße die einzige Galaxie ist, bzw. dass die Milchstraße das ganze Universum ausfüllt und der Raum einigermaßen gleichmäßig mit Sternen gefüllt ist. Das Universum galt als statisch und unendlich unveränderlich.

Dieses Bild musste man ziemlich genau vor 100 Jahren aufgeben, als man erstmals die Entfernung zur Andromeda-Galaxie bestimmen konnte.

Die Geschichte dieses Erkenntnisprozesses ist ungefähr so:

Außer der Andromeda sind alle anderen Galaxien zu lichtschwach als dass wir sie mit bloßem Auge sehen können. Also brauchst Du als erstes mal ein Teleskop. Vorher geht gar nichts. Damit beginnt die Erforschung des Weltalls erst so richtig im 17. Jahrhundert.

Man beginnt, den Sternhimmel systematisch mit Teleskopen zu betrachten und alle interessanten Objekte zu erfassen. Messier erstellt im 18. Jahrhundert seinen berühmten Katalog, in dem er "Nebel" einträgt, die selbst im Teleskop nicht scharf stellen kann, sondern als diffuse Fleckchen sieht.

Anfang des 20. Jahrhunderts macht Henrietta Swann Leavitt eine zufällige Entdeckung: Sie bemerkt, dass bei einer bestimmten Klasse veränderlicher Sterne (also Sterne, die periodisch ihre Helligkeit verändern) ein mathematischer Zusammenhang besteht zwischen ihrer Periode und ihrer absoluten Helligkeit. Das sind die sogenannten "Cepheiden-Veränderlichen" und die Geschichte findest Du hier

http://www.leifiphysik.de/astronomie/weltall/entfernung-cepheiden-methode

Wenn man aber weiß, wie hell ein Objekt absolut ist, kann man aus der hier bei uns ankommenden Helligkeit seine Entfernung bestimmen. Mit dem Cepheidengesetz hat uns Henrietta Swan Leavitt eine sogenannte "Standardkerze" geschenkt - Wir können sie benutzen, um die Entfernung zu bestimmen.

Diese Entdeckung war 1912 und schon 1919 hat man sie anwenden können, um die Entfernung zu Kugelsternhaufen zu bestimmen: Man schaut nach Cepheidenveränderlichen im Kugelsternhaufen und misst deren Periode. Daraus berechnet man die absolute Helligkeit und vergleicht diese mit der bei uns gemessenen Helligkeit.

Das heißt, zu diesem Zeitpunkt war erstmals überhaupt möglich, zu entdecken, dass einige der Messier-Objekte nicht zur Milchstraße gehören, weil sie zu weit weg sind. Bereits 1914 hat Shapley das für den "Andromedanebel M31" vermutet, denn es war aus anderen Messungen bekannt, dass sich dieses Objekt auf uns zu bewegt.

Man hatte entdeckt, dass das Licht einer bewegten Lichtquelle rotverschoben ist, wenn sie sich von uns weg bewegt und blau, wenn sie sich auf uns zu bewegt. Seit 1912 wusste man, dass das Licht des Andromedanebels blau verschoben ist.

1917 gelang es erstmals im damals leistungsstärksten Teleskop auf dem Mount Wilson einzelne Sterne im Andromedanebel aufzulösen. Man konnte jetzt also mit der Suche nach Cepheiden darin beginnen. 1923 gelang Hubble eine erste grobe Entfernungsbestimmung, die eindeutig zeigte, dass der Andromedanebel nicht zur Milchstraße gehören kann, sondern ein eigenständiges Sternensystem ist.

Ein eigenständiges System deshalb, weil die Sterne im Andromeda"nebel" eben gravitativ an das Zentrum der Andromeda gebunden sind, während alle Sterne der Milchstraße um das Zentrum der Milchstraße rotieren. Das ist eigentlich der wesentliche Teil der heutigen Definition des Galaxienbegriffes: Ein gravitativ gebundenes System von um das Gravitationszentrum rotierenden Sternen, Planetensystemen und interstellaren Gas/Staubwolken. Eine "Sterneninsel" sozusagen im sehr, sehr viel größeren Raum.

Im Laufe der 1920er gelang die Entfernungsbestimmung dann außer der Andromeda noch für einige - rund 20 - "nahe" Galaxien. Gleichzeitig beobachtete man auch die Dopplerverschiebungen der Galaxien und stellte überrascht fest, dass sich alle außer der Andromeda von uns entfernen. 1929 veröffentlichte Hubble seine berühmte Gerade: Je weiter die Galaxien weg sind, desto schneller entfernen sie sich von uns. Es handelte sich also ganz eindeutig um eigenständige, von der Milchstraße unabhängige Systeme.

Das ist auch die Andromeda, zumindest im Moment noch. Sie wird aber in ein paar Milliarden Jahren mit der Milchstraße verschmelzen.

Grüße

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Hallo latinlover68,

solche Zahlen veröffentlicht der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) jedes Jahr in einer Broschüre, die dann frei einsehbar ist. Die neuesten Zahlen sind also die des letzten Jahres, in dem der Anteil der esoterischen Verfahren erstmals wieder etwas sank:

https://www.bah-bonn.de/bah/?type=565&file=redakteur_filesystem/public/Bah_Zahlenbroschuer22017_web.pdf

Grüße

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Hallo latinlover68,

suchst Du so etwas?

http://othes.univie.ac.at/4751/1/2009-04-28_8905277.pdf

Ab Seite 114 geht es um Umfrageergebnisse zu den Nutzercharakteristika. Und auf S. 115 findest Du:

"Zu den regelmäßigen Nutzern von Naturheilverfahren und unkonventionellen Methoden zählen primär jüngere Frauen mit höherer Schulbildung. Diese verhalten sich im Alltag gesundheitsbewusster, betreiben regelmäßig Sport, sind präventionsorientiert und zeigen generell großes Interesse an Gesundheitsthemen und alternative Therapiemöglichkeiten (vgl. NAHIN el al, 2007). Zudem geben sie an, auf ihren Körper zu hören und aufgrund der intensiven Auseinandersetzung mit ihm am besten zu wissen, was er braucht bzw. welche Behandlung für ihn die richtige ist (vgl. KELNER, 1997). Bei Erkrankungen bevorzugen sie natürliche Heilmittel, sie glauben an den Regulationsmechanismus des Körpers und sind im ärztlichen Behandlungsprozess nicht bereit, die Rolle des Arztes als alleinigen medizinischen Experten anzuerkennen, sondern bestehen auf aktive Teilnahme und Mitbestimmung („partizipative Entscheidungsfindung“). Kommunikation und emotionale Kompetenz werden folglich in der medizinischen Versorgung besonders geschätzt, d.h. mehr „sprechende Medizin“ als technische Medizin (vgl. MARSTEDT, 2005, http).

Auf die Umfrage der Autorin dieser Dissertation antworteten zu 76% Frauen (S. 194).

Und auch hier:

http://www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/PDF/Alternative-Medizin.pdf

Geschlecht: Übereinstimmend zeigt sich in allen Studien, dass Frauen sehr viel häufiger als Männer Naturheilmittel, aber auch andere unkonventionelle Methoden erproben

Grüße

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Hallo MrImageSoft,

was das Bild Deiner Ansicht nach mit der Frage zu tun hat, ist mir ein Rätsel.

Widmen wir uns also nur der Frage:

Die Erde und die anderen Planeten umrunden die Sonne, nicht umgekehrt.

Natürlich könnte man mit einer Koordinatentransformation auch die Erde in den Mittelpunkt des Sonnensystems setzen... und hat das vor Kopernikus, Kepler und Newton ja auch so gemacht. Das geht in der Physik immer: Man kann den Nullpunkt des Koordinatensystems wählen, wie man lustig ist.... NUR: die Bewegungen werden in einem schlecht gewählten Koordinatensystem halt komplexer und physikalisch nicht mehr intuitiv verständlich.

Im geozentrischen System beschreiben die anderen Planeten merkwürdige Schleifen, die völlig unverständlich bleiben... im heliozentrischen System verstehen wir diese Bewegungen sofort als Folge der Überholung äußerer Planeten durch innere. Wir können aber die Bewegungen in beiden Systemen beschreiben, wenn wir wollen. (https://astrokramkiste.de/geozentrisches-weltbild/epizykelanimation , https://de.wikipedia.org/wiki/Epizykeltheorie )

Der Vorteil, ein sinnvolles Koordinatensystem zu wählen... in diesem Falle also, die Sonne in die Mitte zu setzen... hat also den Vorteil, dass die mathematischen Darstellungen einfacher werden und man die dahinter stehende Physik überhaupt erst erkennt.

Newton konnte entsprechend mit der Annahme, dass es die von ihm entdeckte Schwerkraft ist, die die Ursache der Planetenbewegungen darstellt, die vorher von Kepler entdeckten Gesetze der Planetenbewegung direkt aus der Formel für die Schwerkraft (Zentralkraft) herleiten.

Woher kommt die Energie,

Meinst Du damit die Energie für die Bewegung der Planeten?

Die müssen nicht angetrieben werden. Auch hier können wir uns hilfesuchend an Newton wenden, der schreibt:

"Wirkt auf einen Körper keine Kraft, dann behält er seinen Zustand der Ruhe oder der Bewegung bei."

Weil im All Vakuum herrscht, bewegen sich die Planeten reibungsfrei und damit kräftefrei: Sie haben exakt die Bahnen und Geschwindigkeiten, die sich aus ihrem eigenen Drehimpuls, ihrer Bewegungsenergie und der Anziehung der Sonne ergeben.

Man müsste also Kraft (enorme!! Kraft) aufwenden, um sie aus diesen Bahnen abzulenken, nicht umgekehrt, um sie darauf zu halten.

Grüße

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Hallo UFO111,

nein, das klappt selbstverständlich nicht. 

Der Mensch ist ein kleiner, unbedeutender und vergänglicher Bewohner eines winzigen Planeten, der um eine total durchschnittliche Sonne kreist, ein Stern von rund 100 Milliarden anderen Sternen in einer von rund 100 Milliarden Galaxien in einem Universum von rund 90 Milliarden Jahren Durchmesser. Allein die Vorstellung, dass da draußen "etwas" ist, was Deinen Wunsch hört und sich auch noch danach richtet ist dermaßen selbstüberschätzend, dass man sich schon fragt, wie man auf die Idee kommen kann, wie da was dran sein soll....

... und die Antwort lautet halt wie so oft in der Esoterik: Wo man ein Geschäft mit der Verzweiflung machen kann, hat der Scharlatan ein leichtes Spiel: Verzweifelte Menschen fragen weniger nach, wenn man ihnen nur sagt, dass "alles gut" wird.

Das zeigt auch, dass solche Vorstellungen alles andere als harmlos sind.

Von der Realitätsflucht mal ganz abgesehen: Der Wunsch ans Universum hat moralisch höchst bedenkliche Implikationen:

Wenn wir wirklich einmal annehmen, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen, wenn wir sie positiv formulieren/visualisieren und ans Universum schicken, dann bedeutet das auch, dass...

... jeder totkranke Mensch sich das Gesundwerden eben nicht richtig gewünscht hat. Dass in der dritten Welt jede Mutter eines verhungernden Kindes sich eben nicht ausreichend was zu Essen für ihr Kind gewünscht hat... denn sonst hätte das Universum ja all diesen Menschen geholfen, gelle! Die wollen das also so.

Der Wunsch ans Universum gibt dem Kranken eine Schuld an seiner Krankheit, denn er hat sich weder Gesundheit noch Genesung ausreichend innig gewünscht. Es gibt dem Arbeitslosen, dem Sozialhilfeempfänger, dem Alleingelassenen, ... eine Schuld, denn sie haben sich nicht ausreichend intensiv aus ihrer Situation herausgewünscht. Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, ihr Karma positiv zu beeinflussen und haben ihr Schicksal deshalb vom Universum so zugewiesen bekommen. Das ist die dreckige Implikation der schönen New Age-Weltsicht: Wenn Du nur richtig wünschen musst, um reich oder glücklich oder beides zu werden, dann sind alle, die das nicht sind, selber schuld.

Und das ist halt in der wirklichen Welt nicht so. Wir sind sehr oft an Schicksalsschlägen nicht schuld... und es vergrößert die Verzweiflung der Betroffenen auf ungerechtfertigte Weise (und das ist so eine esoterische unhaltbare Vorstellung eben), ihnen eine Schuld zu suggerieren.

Du kannst Deine Chancen im Leben oft erhöhen, wenn Du Ziele in rationale "Kleinportionen" aufteilst und diese möglichst konsequent umsetzt. "Am Ball bleiben" sozusagen. Mit dem Universum hat das nichts zu tun. Oder anders ausgedrückt: Das Universum hat seinen Beitrag längst geleistet, indem es sich 13,8 Milliarden Jahre entwickelt hat, damit wir heute überhaupt existieren. Das sollte eigentlich reichen, es nicht mit diesen esoterischen Unsinn zu belästigen.

Grüße

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