Hallo Richard1987261,

Also Wirkstoffe sind ja in Placebos eh nicht wirklich enthalten.

Obacht! Auch wenn man ein unplausibles Verfahren kritisiert, sollte man darauf achten, das sachlich korrekt zu tun.

In Niedrigpotenzen ist durchaus noch was drin. D1 ist zum Beispiel nur 1:10 verdünnt. C1 nur 1:100.

Richtig ist, dass ab der C12 bzw. der D24 kein Wirkstoff mehr drin ist...

Richtig ist auch, dass die pharmakologische Wirksamkeit schon weit darunter verschwindet. Ein Flascherl Arsenicum in D6 ist bereits harmlos.

Und wenn die Verdünnung eben groß genug ist passiert natürlich nichts. - Weil halt die ganze Sache mit der durch das Schütteln beim Verdünnen angeblich auf das Lösungsmittel übertragene "Information" wissenschaftlich nicht haltbar ist.

Selber schon mehrmals probiert. Zuletzt mit einer Rhus tox C1000.

--------------------------------------------------------------------

So, ich möchte aber noch ein Wort zur Frage sagen, ob man bei so was Prüfsymptome beobachten sollte.

Die Homöopathie ruht ja auch auf dem Standbein der Homöopathischen Arzneimittelprüfung beim Gesunden. Die Frage ist also, ob Du da die entsprechenden Symptome (oder zumindest einige davon) entwickeln müsstest.

Immer, wenn die 10^23-Aktionen laufen, sagen Homöopathen in Interviews, dass die Kritiker das da falsch machen. Dass man in Prüfungen die Mittel über einen längeren Zeitraum einnehmen muss.

Die EECH - das ist eine europäische Homöopathenvereinigung, Richtlinien können sie nicht wirklich festsetzen - schreibt in ihrer Guideline dazu tatsächlich, dass etwa 10-30% der Teilnehmer Placebo einnehmen sollen. Und dass die zu prüfende Substanz so lange eingenommen werden sollen, bis sich klare Symptome entwickeln - äh, ja, offenbar auch bei den Placebos. Wenn man lange genug in sich hineinhorcht, fällt jedem von uns irgendwann ein Zipperlein auf. Und wenn es nur ein vorübergehender Juckreiz ist.

Von daher ist das Futtern einer einmaligen Dosis also keine Arzneimittelprüfung... und Du solltest auch aus Sicht der Homöopathen auf der sicheren Seite sein.... Obwohl... zitieren wir mal den DZVhÄ dazu...

https://www.homoeopathie-online.info/der-behandlungsverlauf-in-der-homoeopathie/

Hier wird darauf hingewiese,: (Ich zitiere)

Die D- und C-Potenzen werden in der Regel einmalig gegeben und erst nach einer Verlaufsanalyse – nach deutlicher Wirkung und Wiederauftreten von Beschwerden – wiederholt.

Dann steht aber etwas unten in der Verlaufsbeurteilung: (ich zitiere)

Es wird nichts besser, dafür treten neue Symptome auf. In diesem Fall war die Arznei ebenfalls nicht richtig gewählt, sie ist aber immerhin in der Lage, eine – unfreiwillige! – Arzneimittelprüfung bei Ihnen auszulösen.

Also: Dieses Zitat vom DZVhÄ - der immerhin als einziger Verband das Recht trägt, die Kurse, die Ärzten die Zusatzbescheinigung Homöopathie zu bescheren, festzulegen, belegt eindeutig, dass Homöopathen davon ausgehen, dass auch einmalige Einnahme von Homöopathika Prüfsymptome auslösen kann.

Machen wir also das Fazit:

  • Unterhalb einer bestimmten Verdünnung - so etwa unterhalb der D6 - ist das Futtern einzelner Fläschchen Globuli wissenschaftlich gesehen völlig harmlos
  • Im Bilde der Homöopathie ist es anders und es können bei Einzelpersonen eben sehr wohl auch nach einmaliger Einnahme eines Mittels Prüfsymptome eintreten.... außer es war ein Kritiker der Homöopathie: In diesem Falle wird diese Möglichkeit verneint... ;-)

Tatsächlich zeigen übrigens placebokontrollierte Arzneimittelprüfungen, dass da keine spezifischen Symptome auftreten.

Hier ein Überblick dazu:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Hom%C3%B6opathische_Arzneimittelpr%C3%BCfung#Ergebnisse_verblindeter_placebo-kontrollierter_Arzneimittelpr.C3.BCfungen

Auch schon selber getestet, mit einer Arsenicum C30 über 3 Wochen eingenommen... eine Heilpraktikerin hatte mir schauderhafte Konsequenzen in Aussicht gestellt. Nix war's.

Und den Teilnehmern sämtlicher 10^23-Aktionen ging es danach auch immer prima. =D

Grüße

...zur Antwort

Hallo Finsterladen,

sind schon gute Antworten hier, ich geb' trotzdem noch meinen Senf dazu...

Als Rotverschiebung wird es ganz allgemein bezeichnet, wenn Licht zu längeren Wellenlängen hin verschoben wird.

Aber wie genau entsteht die Rotverschiebung?

Das ist der Punkt: Die Physik kennt 3 verschiedene Mechanismen, die dazu führen, dass Licht rotverschoben beim Betrachter ankommt.

1) Doppler-Effekt: Das ist eine Wellenlängenverschiebung, die durch die Bewegung der Lichtquelle entsteht: kommt sie auf Dich zu, ist das Licht zu kürzeren Wellenlängen verschoben, bewegt sie sich weg von Dir, ist es zu längeren Wellenlängen verschoben. Alles ganz genau wie bei den Schallwellen hier, wenn der Rennwagen an einem vorbeirauscht mit lauten iiiiiieeeeoooo

2) Gravitative Rotverschiebung: Wenn Licht aus einem Schwerefeld raus muss, kostet das Arbeit und damit Energie. Wenn Licht Energie verliert, wird es nicht langsamer, sondern langwelliger. Auch das spielt in der Astrophysik bei ganzen Galaxien oder Schwatzen Löchern eine Rolle - also immer dann, wenn eine große Masse dahintersteckt. Aber anders als jetzt gleich der dritte Punkt, ist das halt ein fester, nicht mit der Entfernung größer werdender Effekt, der fest an die Masse ferner Galaxien gekoppelt ist.

3) Nu sind wir endlich bei der kosmologischen Rotverschiebung. Also der Rotverschiebung, die durch die Expansion der Raumzeit entsteht. Denn ja: rein rechnerisch kann man das, wenn man unbedingt will, als Doppler-Effekt beschreiben. Aber so richtig glücklich wird Dir ein Astrophysiker mit dieser Beschreibung nicht. Die kosmologische Rotverschiebung entsteht __nicht__ durch die Bewegung der Lichtquelle.

Um mit diesem Missverständnis ganz explizit aufzuräumen, schreib' ich extra noch diese Antwort hier dazu.

Die kosmologische Rotverschiebung entsteht durch die Expansion der Raumzeit zwischen uns und der Lichtquelle. Anders als der "echte" Dopplereffekt ist das also was, was wirklich unterwegs passiert: Der Raum dehnt sich sozusagen und zieht dabei auch die Wellenlänge ein bissi auseinander.

Warum ist das so wichtig?

Weil die Werte der kosmologischen Rotverschiebung weit entfernter Galaxien tatsächlich Werten entsprechen, die beim Doppler-Effekt, der als Bewegung der Lichtquelle entsteht, ein Mehrfaches der Lichtgeschwindigkeit ergeben. Nun wäre es aber völlig falsch, sich vorzustellen, dass da irgendwo ganze Galaxien mit dem Mehrfachen der Lichtgeschwindigkeit relativ zu uns durch den Raum unterwegs sind. Sind sie nicht. Die sind lokal, relativ zu ihrer Umgebung, bei sich genauso "in Ruhe" (bzw. folgen halt den lokalen Schwerkraftbedingungen) wie die Milchstraße auch.

Und das versteht man eben besser, wenn man sich klar macht, dass der kosmologische Rotverschiebungseffekt erst unterwegs passiert. Pro Strecke, die das Licht zurücklegt, verliert es minimal durch die Raumausdehnung Energie... und das addiert sich dann mit jedem Vielfachen der Strecke auf. Deswegen kann der kosmologische Rotverschiebungseffekt so hohe Werte erreichen.

Weil das vielleicht ein bissi verwirrend ist, hab ich hier einen ausführlichen Text dazu:

https://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/rotverschiebung/417

Und wenn Du hier kurz in diesen Vortrag bei Minute 4:26 reinguckst, dann erklärt es Dir der Astrophysiker Andreas Müller ganz persönlich... ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=bjIbNjO2Kaw&t=266s

(Übrigens ein klasse YouTube-Kanal.... wenn's mal kein Katzenvideo sein soll)

Entsteht sie automatisch, denn die Photonen werden ja nirgends gebremst etc.

Richtig. Bremsen __kann__ man Photonen gar nicht. Isses ein Photon, muss es mit Lichtgeschwindigkeit... das arme Photon kann gar nicht anders. Die Rotverschiebung ist im Wellenbild verständlicher und anschaulicher... Allein der Begriff der Wellenlänge ist im Teilchenbild schon schwer anschaulich zu machen. Halt alles über die Energieformeln...

Und das Modell anhand des Dopplereffekts würde doch dann bedeuten, dass bspw. die Andromeda-Galaxie, die ja auf die Milchstraße zukommt, blauverschoben ist, stimmt das?

Ja das stimmt.

Und zwar überlagert sich hier (wie bei allen anderen Galaxien natürlich auch!!) der "echte" Doppler-Effekt, der aus der Bewegung der Lichtquelle durch den Raum entsteht mit dem kosmologischen Effekt von "unterwegs".

Und weil die Andromeda die uns nächste große Spiralgalaxie ist, ist die Schwerkraftanziehung zu ihr am größten und daher die Blauverschiebung aus der daraus resultierenden Bewegung auf uns zu am größten... und wegen der Nähe (weniger als ein Megaparsec) der kosmologische Rotverschiebungseffekt am kleinsten. Netto haben wir eine Blauverschiebung.

Wir wissen zum Beispiel auch aus dieser Überlagerung von beiden Effekten, dass die Milchstraße in Richtung Virgo-Superhaufen unterwegs ist. Der ist zwar netto(!) immer noch rotverschoben, aber eben etwas weniger als genauso weit entfernte Objekte in allen anderen Raumrichtungen... und die genau gegenüber sind um denselben Betrag mehr rotverschoben. Also: Diese Effekte überlagern sich. Genauso muss man natürlich auch den Einfluss der Gravitation rausrechnen.

Rotverschoben bedeutet ja, dass die Wellenlänge zunimmt. Gibt es dort ein Maximum an Lamda, oder geht das unendlich weit?

Im Prinzip geht das unendlich weit, wobei das bedeutet, dass wir die Galaxie dann einfach nicht mehr beobachten können. Wir haben ja bei den weitest entfernten Galaxien schon kosmologische Rotverschiebungen, die anzeigen, dass sich die Raumausdehnungsrate dermaßen aufaddiert, dass die sich mit Überlichtgeschwindigkeit entfernen.

Weil das mit dem guten alten Einstein gern für Verwirrung sorgt: Noch mal der Hinweis, dass die kosmologische Rotverschiebung, eben weil sie nichts mit der Bewegung einer Lichtquelle DURCH den Raum zu tun hat, den guten Einstein nicht stört... und hierzu noch mal zur Sicherheit ein Video zur Erklärung:

https://www.youtube.com/watch?v=vsT2b-dR9uI

Und das schaukelt sich immer weiter auf, bis deren Licht schließlich aus dem sichtbaren Bereich praktisch verschwunden ist... und dann aus dem nahen Infrarot und so fort. Wenn wir als Zukunftszenario den "Big Rip" annehmen, bei dem die Raumzeit immer schneller und schneller expandiert, so dass sie letztlich zerreißt, dann wird es zuletzt seeeeehr langweilig für Astronomen in diesem Universum!.

Denn kurz vor dem Big Rip fliegt dann auch die Milchstraße selber und zuletzt das Sonnensystem auseinander. Ich zitiere von

https://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article111189577/16-Minuten-vor-dem-Ende-der-Zeit-explodiert-die-Erde.html

„Im schlimmsten Fall beträgt die Zeit, bis das Universum in einem Big Rip endet, 16,7 Milliarden Jahre“, schreiben die Autoren im Journal „Science China – Physics, Mechanics & Astronomy“. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, wird in diesem Szenario 32,9 Millionen Jahre vor dem Big Rip auseinander gerissen. Zwei Monate vor dem Ende wird die Erde von der Sonne gerissen, fünf Tage vor dem Ende der Mond von der Erde. Die Sonne wird 28 Minuten vor dem Ende der Zeit zerstört, und 16 Minuten vor dem Ende wird die Erde explodieren."

Man will ja auch ein bissi Panik verbreiten.... gut: Mit dem Hinweis, dass die Zahlenwerte in solchen Szenarien alles andere als gesichert sind... ;-)

Die Formel hast Du schon in einer anderen Antwort... und noch mal in meinem ersten Link. =)

Grüße

...zur Antwort

Hallo Algadi,

Warum ist die mondseite wo zu uns gerichtet ist so Krater reich

Ist sie nicht.

Die bekannten dunklen Flecken sind keine Krater, sondern Maria (also nicht die Jungfrau, sondern Plural von "Mare"). Diese Tiefebenen sind deshalb dunkler, weil sie aus einem dunkleren Basaltgestein bestehen.

Es ist eben sehr wohl die von der Erde abgewandte Seite des Mondes, die sehr viel mehr Krater aufweist als die uns zugewandte Seite.

Die genaue Entstehung ist - mangels Bodenproben - nicht ganz eindeutig geklärt.

Hier kannst Du es nachlesen:

https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/die-zwei-gesichter-des-mondes/

Grüße

...zur Antwort

Hallo Valentino462,

was meinst Du mit "hässlich"? Der Saturn ist halt nicht die Mona Lisa... ;-)

Hier wäre eins

https://abenteuer-universum.de/planeten/saturn.html#int

Nicht vergessen, dass über den inneren Aufbau des Saturns große Unsicherheit herrscht und detailreichere Bilder insofern gar nicht seriös wären...

Grüße

...zur Antwort

Hallo PrivateUserx,

alle bekannten Exoplaneten, die man in den letzten 20 Jahren so entdeckt hat, umrunden Sterne aus der näheren Umgebung der Sonne innerhalb der Milchstraße. Weil Planeten im Verhältnis zu ihren Sternen wirklich winzig sind, ist allein das aber schon sehr technisch anspruchsvoll.

Damit haben wir aber noch keine genauen Informationen darüber, wie diese Planeten aussehen. Wir können indirekt aus der Größe eines Planeten und seiner Entfernung vom Zentralstern etwas aussagen. Zum Beispiel, ob es sich wohl um einen Gasplaneten handelt oder um einen Gesteinsplaneten, ob es eher eine Eiswüste ist oder eine Gluthölle.

Aber alle Bilder von Exoplaneten, auf denen Du Wolken gezeigt bekommst oder gar Landschaften, das sind reine Fantasiegebilde von Künstlern.

In etwa 10 Jahren könnten wir Teleskope haben, die zumindest in der Lage sind, eine Spektralanalyse der Atmosphäre von Exoplaneten zu machen. Dann könnte man etwas über die chemische Zusammensetzung der Atmosphären erfahren und das ermöglicht wieder weitere Rückschlüsse über die Bedingungen dort. Aber Fotos, die uns das Aussehen der Planeten zeigen, wird es auch damit nicht geben.

So, nun verlassen wir aber mal die Milchstraße:

In uns näher gelegenen Galaxien, wie zum Beispiel der Andomeda, kann man durchaus einzelne Sterne auflösen und zum Beispiel Helligkeiten einzelner Sterne messen oder Spektralanalysen durchführen und somit etwas über die chemische Zusammensetzung dieser Sterne erfahren.

In der uns nächstgelegenen Spiralgalaxie, der Andromeda, kann man das seit rund 100 Jahren.

Vor allem ist das bei Entfernungsbestimmungen mit der Cepheiden-Methode notwendig. Cepheiden sind eine eigene Klasse veränderlicher Sterne, bei denen die Periode ihrer Helligkeitsveränderungen einen klaren Formel-Zusammenhang mit ihrer absoluten Helligkeit besitzt. Misst man also die Periode, kriegt man raus, wie hell die Dinger sind und vergleicht das mit der hier gemessenen scheinbaren Helligkeit. Und daraus kann man die Entfernung bestimmen. So was ginge also offensichtlich nicht, wenn wir nicht einzelne Sterne in diesen Galaxcien beobachten könnten.

Bei den sehr weit entfernten Galaxien geht das nicht mehr. Von den teils Milliarden von Lichtjahren entfernten Galaxien kommt bei uns das Licht als Licht der ganzen Galaxie an... es sei denn, es passiert dort eine Supernova-Explosion.

Eine Supernova kann leicht mal so hell sein, dass der Stern in diesem Zeitraum seine gesamte Galaxie überstrahlt. Und deswegen können wir ihn dann auch auf diese großen Entfernungen sehen. Auch eine bestimmte Klasse der Supernovae, die "SN Ia" haben eine immer gleiche Helligkeit und können deshalb zur Entfernungsbestimmung verwendet werden.

Wir können aber auch aus dem Licht der ältesten Galaxien sehr wohl etwas über die Sterne dort erfahren. Weil das Licht ja für astronomische Verhältnisse gemütlich unterwegs ist, schauen wir da in die Vergangenheit des Universums.

Wie sehen diese Galaxien also in einem früheren Entwicklungsstadium als die Milchstraße es heute ist. Und auch die Sterne darin sind nicht "Generation 3"-Sterne, sondern "Generation 1" Sterne. Und für die haben wir natürlich in der Physik Modelle, die uns sagen, wie diese Sterne beschaffen sein müssten, wenn unsere Modelle passen. Sie dürften zum Beispiel keine schweren Elemente haben, weil die ja erst in den ersten Supernova-Explosionen entstehen. Und wir erwarten andere Massenverteilungen bei den Sternen,... und all diese Erwartungen haben sich tatsächlich an Beobachtungen der ältesten Galaxien bestätigt.

Ich verlinke Dir mal ein Video dazu, weil es gut zeigt, wie man aus dem Licht dieser alten Galaxien etwas lernen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=C1_AGo89iWU&t=1s

Und falls Dich das interessiert: Hier noch ein Video über das, was wir so über die Entwicklung von Galaxien selbst wissen:

https://www.youtube.com/watch?v=T4QojnP9Bbs

Also: Über das Aussehen eines Exoplaneten können wir nichts sagen, nicht mal in der Milchstraße. Weil das Licht anderer Galaxien aber zu uns kommt, wissen wir dennoch eine Menge über die Sterne dort.

Grüße

...zur Antwort

Hallo Berndteisenhart,

Ein Lichtjahr sind etwa 10 Billionen Kilometer. Aber wie Du selber sagst: Betrachtet man astronomische Entfernungen in Kilometern, kommen so große Zahlen dabei heraus, dass wir uns nichts mehr darunter vorstellen können.

Am besten funktioniert unser Vorstellungsvermögen bei Größenordnungen, die uns im Alltag begegnen. Billionen oder Billiarden sind aber Zahlen, mit denen wir wenig zu tun haben. Deswegen können wir einfach nur ein "sehr weit" assoziieren, wenn uns jemand sagt, ein Stern sei 40 Billiarden Kilometer weit weg.

Ich habe 2 Videos für Dich - jeweils nur ein paar Minuten lang - in denen versucht wird, solche Entfernungen verstehbar zu machen. Beide beschreiben die Entfernung zum uns nächsten Stern... das ist etwas weiter als 4 Lichtjahre, also nicht ganz exakt, was Du suchst... aber den Faktor " nur 1/4 so weit" kann man sich ja wieder gut vorstellen.

=D

1) Josef Gaßner stellt sich vor, die Sonne wäre so groß wie eine Orange und sie liegt bei ihm in Garching auf dem Schreibtisch... und fragt sich, wo dann die nächste Orange liegt (also der nächste Stern, räusper).

https://youtu.be/HnG0BKSHfWQ

Sie liegt übrigens 700 km hinter Moskau... die 10 m in der Bildvorschau ist die Entfernung zu dem Reiskorn, das die Erde darstellt...

Und hier: Ist die Sonne nur noch so groß wie eine Erbse. Dafür wird hier aber auch auf dem Baseballfeld veranschaulicht, wo die Planeten hinkommen, bevor gezeigt wird, wo die nächste Erbse liegt. Tipp: Es ist auch "nicht mehr ganz" auf dem Baseballfeld mit drauf...

https://youtu.be/dCSIXLIzhzk

Vielleicht hilft so was besser, ein Gefühl für diese Dinge zu kriegen als Zahlen mit hat "vielen" Nullen...

Grüße

...zur Antwort

Hallo MrAmazing2,

ausführlich erklärt es der Astrophysiker Florian Freistetter auf seinem Blog hier in diesem Artikel:

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2016/03/21/wie-misst-man-die-hoehe-von-bergen-auf-dem-mars-oder-anderen-himmelskoerpern-ohne-meeresspiegel/

Ich zitiere:

Unter anderem das Mars Orbiter Laser Altimeter hat zwischen 1997 und 2006 extrem genaue Höhenmessungen angestellt. Aus diesen Daten wurde ein Referenzellipsoid berechnet, also ein Ellipsoid, das möglichst wenig von der realen Form des Mars abweicht. Dieses Ellipsoid wird nun aktuell als Bezugspunkt für Höhenmessungen angegeben

Man hat also das Höhenprofil des Mars exakt vermessen und als Nullniveau praktisch das "mittlere Ellipsoid" definiert.

Auch die Höhe des Olympus Mons wird von diesem mittleren Höhenniveau aus angegeben. Steht so auch im Wiki-Artikel ("Er hat eine Gipfelhöhe von über 22 km über dem mittleren Planetenniveau und 26 km über der umliegenden Tiefebene", https://de.wikipedia.org/wiki/Olympus_Mons).

Ungefähr klar?

Damit wäre die Frage eigentlich beantwortet.... aber weil es so schön ist, verlinke ich Dir noch einen Artikel, der einmal veranschaulicht, was passieren würde, wenn wir unsere Ozeane hier wie durch einen Abfluss am tiefsten Punkt im Mariannengraben ablassen... und die Becken und Gräben des Mars damit auffüllen. Falls Du Lust hast, kannst Du Dir das ja mal durchlesen...

Zuerst die Erde leer laufen lassen... https://what-if.xkcd.com/53/

...und dann den Mars füllen https://what-if.xkcd.com/54/

=D

Und schon hast Du einen echten Meeresspiegel.

Grüße

...zur Antwort

Hallo 19Marius93,

schade, dass Du erst mal das Rezept genommen hast... erst das bringt Dich ja in das Dilemma.

Ich persönlich hätte es gleich dem Arzt gesagt, dass ich kein Homöopathikum möchte... und ihn dann gleich auch gefragt, warum er mir das empfiehlt.

Möglicherweise ist er eben der Ansicht, dass Deine Veschwerden vorrübergehender Natur sind und deshalb eigentlich keiner Berhandlung bedürfen. Wenn er in dieser Situation aber den Eindruck hat, dass Du praktisch ein Rezept erwartest, dann macht er als Arzt eigentlich alles richtig, wenn er Dir ein Mittel aufschreibt, das ein Placebo ist.

Die Leitlinie „Placebo in der Medizin" (Herausgegeben von der Bundesärztekammer auf Empfehlung ihres Wissenschaftlichen Beirats) schreibt auf S. 182...

...so hält die Mehrheit der Mitglieder des Arbeitskreises aus ethischer Sicht die bewusste Anwendung von reinem Placebo oder sogenanntem „Pseudo-Placebo“ in der therapeutischen Praxis (außerhalb Klinischer Studien) durchaus für vertretbar, und zwar unter folgenden Voraussetzungen und unter Beachtung der herrschenden Rechtsaufassung:

  • Es ist keine geprüfte wirksame (Pharmako-)therapie vorhanden.
  • Es handelt sich um relativ geringe Beschwerden und es liegt der ausdrückliche Wunsch des Patienten nach einer Behandlung vor
  • Es besteht Aussicht auf Erfolg einer Placebobehandlung bei dieser Erkrankung

Hielt Dein Arzt also in Deiner Situation ein Placebo für ausreichend, dann macht es Sinn, es auch damit zu versuchen. Die Frage ist also lediglich, ob der Arzt das Homöopathikum empfohlen hat, weil er selbst - vielleicht aufgrund positiver Rückmeldungen von Patienten, die auch nur selbst ausheilende Beschwerden hatten - dem Irrtum unterliegt, damit bereits wirkungsvoll zu behandeln.

Wie gesagt: Ich hätte das Rezept nicht genommen, sondern dem Arzt genau diese Frage gestellt.

Du kannst auch noch einmal hingehen und jetzt mit ihm darüber reden. Auch offene Placebos können übrigens Placeboeffekte erzielen, wenn eben dem Patienten gesagt wurde, dass der Arzt die Beschwerden für ungefährlich genug hält.

Spezifisch wirksam wirst Du das Mittel nicht kriegen. Aber wenn Du selbst eher den Eindruck leichter, vorrübergehender Beschwerden hast, dann kann man das selbstverständlich auch mit Placebos angehen. Das Risiko einer Placebobehandlung besteht ja vor allem in der Gefahr, eine notwendige Behandlung zu unterlassen... aber die Gefahr sehe ich jetzt bei Dir nicht. Selbst wenn es unter Placebo mit der Zeit besser wird, klingst Du so, als wüsstest Du, dass man das über andere Faktoren als eine gezielte Wirksamkeit erklären kann. Insofern neigst Du vermutlich nicht dazu, zukünftig alles Interesse an sauberer Evidenz zu verlieren.

Die Hauptkosten für ein nicht evidentes Verfahren sind übrigens längst durch die Abrechnung des Arztes für die Kasse entstanden; insofern ist dieser Faktor zweitrangug. Da teure Placebos übrigens nachweislich bessere Placeboeffekte erzielen als billige, könntest Du sogar überlegen, es auf eigene Kosten zu kaufen... oder auch gleich ein anderes Placebo mit weniger esoterischem Überbau.

Grüße

...zur Antwort

Hallo DeinBesitzer,

der Durchmesser des beobachtbaren Universums liegt so in etwas über 90 Milliarden Lichtjahren, der Radius also bei rund 46 Milliarden Lichtjahren.

Das Kugelvolumen berechnet sich nach

V = 4/3 Pi r³ und damit gerundet

4 * 100 000 * 10^27 = 4 * 10^32 Kubik-Lichtjahre

Ein Lichtjahr wären rund 10 Billionen Kilometer. Du kannst es noch in Kilometer damit umrechnen, aber spätestens diese Zahl wäre dann physikalisch recht sinnfrei, weil zum einen die Genauigkeit der Zahlen nicht reicht, um es auf den Kilometer genau zu wissen und sich zweitens das beobachtbare Universum ja ständig ausdehnt.

Grüße

...zur Antwort

Hallo Philokartist,

Sollte man beim nächsten Besuch so ehrlich sein und zugeben, dass man das Mittel entgegen seinem Rat eben nicht genommen hat?

Unbedingt. Und zwar ganz unabhängig von der Homöopathie.

Das ist nämlich bei eigentlich allen Behandlungen so, dass man es dem Arzt so schwer wie nur igrned möglich macht, den Verlauf der Beschwerden zu beurteilen, wenn man ihm NICHT sagt, dass man die verordnete Therapie gar nicht anwendet.

Sie es mal von der Warte des Arztes: Nehmen wir mal an, Du nimmst das Mittel jetzt nicht. Aber weil vielleicht Deine Beschwerden eher leichterer Natur waren (Du hast nicht geschrieben, worum es geht), geht es Dir vielleicht einfach mit der Zeit besser. Wenn Du dann dem Arzt nicht sagst, dass Du seine Therapie gar nicht angewendet hast, denkt er selbstverständlich, dass Dir seine Behandlung geholfen hat. Und dann wird er anderen Patienten wieder dieses Mittel empfehlen, denn er hat ja "gute Erfolge" damit erzielt. Gerade wenn Dein Arzt seinen Patienten wirklich helfen will, kann ihm selbst so was also gar nicht recht sein.

Feedback ist also für den Arzt wichtig. Die Mitarbeit des Patienten ist bei Therapien so wichtig, dass es sogar einen Fachausdruck dafür gibt, die sogenannte "Compliance"

Man sollte seinen Arzt immer darüber in Kenntnis setzen, wenn man ein verordnetes Mittel nicht, nicht wie vereinbart oft oder nicht wie vereinbart lange eingenommen hat. Ebenso sollte man seinen Arzt immer über alle anderen Mittel informieren, die man sonst noch einnimmt... übrigens auch, wenn es "nur was Pflanzliches" ist. Pflanzliche Mittel sind entgegen der Ansicht vieler Laien keineswegs frei von Neben- oder Wechselwirkungen.

Ein gutes Verhältnis zum Arzt hat man also eigentlich genau dann, wenn man keine Hemmungen hat, seine mangelnde Compliance einzugestehen. Im besten Falle nicht mal erst beim nächsten Besuch. Wenn Du durch die Beratung beim Apotheker nun wirklich genau weißt, dass Du dieses Mittel nicht nehmen willst, macht es durchaus Sinn, zeitnah wieder einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

Ein gutes Arzt/Patientenverhältnis habt Ihr nämlich genau dann, wenn Dein Arzt nicht wie ein Patriarch anordnet, sondern bereit ist, Erklärungen zu liefern und zu beraten, so dass Ihr quasi als Team entscheidet, welche Therapie es sein soll - Du aber zumindest die Entscheidung und den Rat des Arztes mittragen kannst, weil Du ihn verstehst.

Wenn Du jetzt also ehrlich und ganz höflich sagst, dass Du überrascht warst, festzustellen, dass Du ein Mittel mit einer sehr dünnen Beleglage und einer noch dünneren wissenschaftlichen Plausibilität bekommen hast und ihn fragst, warum er meint, dass Du dieses Mittel nehmen sollst, dann siehst Du schon die Reaktion.

Vielleicht meint er ja dann ganz offen, dass Deine Beschwerden so leicht sind, dass Du in Deiner mit einem Placebo besser fährst als mit einem Mittel, das vielleicht die Aufmerksamkeit herabsetzt oder andere Nebenwirkungen hat. Dann kann man das durchaus miteinander beschließen, es so zu probieren: "Offenes Placebo" nennt sich das... und den Effekt gibt es wirklich und eben anders als das "verdeckte Placebo" ohne Täuschung des Patienten. (https://www.scinexx.de/news/medizin/placebos-wirken-auch-ohne-taeuschung/)

Dann kann man auch zusammen überlegen, ob man von einem Placebo mit einem doch eher pseudowissenschaftlichen Überbau zu einem harmlosen anderen Mittel ohne solchen Überbau wechselt.

Bedenklich wird's nur, wenn er sich ganz stur stellt und sich dem Gespräch verweigert. Auch dann profitierst zumindest Du aber von dem Gespräch, weil Du dann weißt, dass Du bei einem Arzt bist, der sich ungern hinterfragen lässt und der möglicherweise mehr von Homöopathie hält, als durch die Datenlage zu rechtfertigen ist.

Also eigentlich keine Frage, was da zu tun ist...

Grüße

...zur Antwort

Hallo emailkram,

so in etwa:

https://www.mpifr-bonn.mpg.de/473576/starform

Es beginnt in einer ausgedehnten Wolke interstellaren Wasserstoffes. In solchen Wolken gibt es immer winzigste zufällige Dichteschwankungen... also Stellen, an denen zufällig ein bissi mehr Wasserstoff ist.

Und das reicht erst mal, dass laaaangsam etwas passiert, denn Schwerkraft ist selbstverstärkend: Wo bissi mehr Masse ist, wird mehr Masse dorthin angezogen... was dazu fürht, dass dort mehr mehr Masse ist, usw...

Wenn die Teilchen langsam genug zusammen kommen (das heißt, dass sie nicht zu heiß sein dürfen und auch nicht zu viel Drehimpuls haben dürfen), dann wird die Verdichtung in der Wolke immer kompakter und kompakter.

Schließlich bildet sich im Zentrum eine Kugel, meist zunächst mit einer rotierenden Scheibe losen Materials außenrum. In dieser Scheibe können sich dann auf dieselbe Weise Klümpchen bilden, aus denen Planeten werden. Hierzu gibt es sogar Aufnahmen:

https://www.eso.org/public/germany/images/potw1652a/

Hat sich zentral genug Masse gesammelt, zündet im Innern wegen des hohen Drucks dort die Fusion von Wasserstoff zu Helium: Der junge Protostern beginnt zu leuchten.

Und hier ganz ausführlich:

https://www.youtube.com/watch?v=gqE_NUPOkwo

Grüße

...zur Antwort

Hallo Hagaguggna,

Nun habe ich gehört dass Wasser, programmierbar ist.

Bereits das stimmt nicht.

Und ja, es gibt dazu Bücher, Videos und andere lukrative Produkte. Klar. Nennt sich Esoterikbranche. So lange es Kunden gibt, die auf so was reinfallen, gibt es Leute, die so was behaupten und denen verkaufen.

Wissenschaftlich haltbar ist das alles nicht. Wasser ist ein sehr einfaches Molekül. Da kann man nix drin speichern. Und die Cluster, die Wassermoleküle bilden, bilden sich aufgrund der thermischen Bewegungen im Wasser alle 50 Femtosekunden neu.

Hier findest Du ordentliche Infos zu allen diesen Mythen, die der esoterische Wassermarkt so von sich gibt:

http://www.wasser-hokuspokus.de/

Heisst dass wir vielleicht auch ein und das selbe sind, nur eben in Raum und Zeit getrennt, welches uns die Möglichkeit gibt individuell zu sein?

Nein.

Auch dieses "wir sind alle eins" oder "alles ist mit allem verbunden" oder "oben wie unten" sind allesamt unhaltbare, in der Esoterik oft benutzte Formulierungen.

Weil es sich für das Herdentier "Mensch" einfach gut anfühlt, Teil von etwas Größerem zu sein und nicht isoliert zu sein. Tatsächlich gibt es aber eigentlich nichts isolierenderes als esoterische Wunschvorstellungen über das Universum: Jeder bastelt sich sein eigenes esoterisches Bildchen von der Welt zusammen und lehnt jedwede rationale Überprüfung der Vorstellungen ab. Letztlich ist das aber eine Flucht aus der gemeinsamen Realität: Erst das Anerkennen, dass wir alle uns eine Realität teilen müssen, ermöglicht es auch, eine Gemeinschaft zu sein.

Mal eine rein philosophische Frage.

Ist es nicht. Du tust den Philosophen bitter unrecht, wenn Du diese Mutter aller Geisteswissenschaften mit Esoterik gleichsetzt.

Grüße

...zur Antwort

Hallo Berndteisenhart,

also gerade den Urknall finde ich sogar einen sehr schlechten Vergleich, weil der GAR KEINE Explosion ist.

Und nein: wie die anderen schon geschrieben haben: Man kann es sich nicht wirklich vorstellen. Ich kenne aber einen Text, der gibt mir zumindest ein Gefühl dafür, wie unverstellbar gewaltig so was ist. Und das ist doch wenigstens so was wie ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn man am Ziel nicht ankommt.

Und hier isser:

https://what-if.xkcd.com/73/

(Und ja: Auch wenn es humorvoll gezeichnet und erklärt ist: Der Autor ist Wissenschaftler und die Zahlen sind so korrekt...)

Ich zitiere mal ein bissi aus dem Inhalt:

Zuerst erklärt er dort mal was zur Helligkeit. Was schätzt Du, ist heller?

a) eine Supernova im Abstand der Erde von der Sonne betrachtet

b) eine Atombombe, direkt vor Deinem Auge gezündet

.

. (jetzt raten)

.

.

Und es ist: Die Supernova! Und zwar ist die sogar noch eine Milliarde mal heller als die Atombombe vor Deinem Auge...

Das ist schon mal eine Hausnummer.

Aber am schönsten finde ich dann doch die Sache mit den Neutrinos.

Neutrinos sind winzigste Elementarteilchen, die so gar nicht gerne mit anderer Materie wechselwirken. Für uns ist das gut, denn die Sonne haut ständig eine ganze Menge von denen raus.

Unser Körper wird ständig von Neutrinos durchquert... ohne, dass wir was davon merken. Weil eben die Dinge soooo selten mal mit einem Atom wechselwirken. Allein durch Deine Hand gehen pro Sekunde etwa 1 Trillion Neutrinos. Dein Leben lang.

Bei einer Supernova werden nun wirklich unglaublich viele Neutrinos freigesetzt. Es sind so unglaublich viele, dass Dich tatsächlich bereits die Menge an Neutrinos umbringt, solltest Du auf die dumme Idee kommen, eine Supernova aus der Entfernung der Erde von der Sonne anzuschauen.

Und wenn man eben weiß, dass man sein Leben lang von Trillionen dieser Dinger pro Sekunde durchdrungen wird und es einem überhaupt nicht schadet, dann ist es schon beeindruckend, von diesen soooo schwach wechselwirkenden Teilchen umgebracht zu werden. Finde ich jedenfalls....

Grüße

...zur Antwort

Hallo viv648,

"Was bedeutet der Schöpfungsbegriff heute und wie sollte er gelehrt werden?"

"Warum sind Schöpfung und Evolution weder 'im Einklang' noch 'im Widerspruch' und wie vermittelt man das am besten?"

-------------------

Ich hab' noch ein paar Quellen zum Thema, vielleicht helfen sie Dir bei Deiner Arbeit oder bringen Dich auf eine Idee?

https://www.ev-akademie-baden.de/html/eine_orgel_ist_kein_staubsauger_ein_beitrag_zum_dialog_zwisch.html?t=ielopbr9nlr2vqc0cft1h7n7t3&tto=4001d1e6&&

Christina Aus der Au: Wie Orgel und Staubsauger

https://www.researchgate.net/publication/299580798_Wie_Orgel_und_Staubsauger_Das_Verhaltnis_von_Evolutionstheorie_und_Schopfungsgeschichte_aus_theologischer_Sicht

(Als Student müsstest Du eigentlich für umsonst an den Volltext kommen, ansonsten gibt es eine Vorschau hier: https://books.google.de/books?id=mRRcAQAAQBAJ&pg=PA349&lpg=PA349&dq=wie+orgel+und+staubsauger&source=bl&ots=WBqwSkW6lu&sig=mD9Tz5h4C_J3o_yFKGf1MYUU4Iw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjdsc2DlvHfAhVKjqQKHfYKAHMQ6AEwCXoECAUQAQ#v=onepage&q=wie%20orgel%20und%20staubsauger&f=false)

http://www.martin-neukamm.de/kreation.pdf

https://ncse.com/library-resource/god-evolution

https://www.ekd.de/ekdtext_94_02.htm

Grüße

...zur Antwort

Hallo Paddy171001,

ich würde Dir raten, erst mal mit einem Vortrag anzufangen, um Dir innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine solide Wissensbasis anzueignen.

Empfehlen kann ich den Vortrag des Astrophysikers Josef Gaßner zum Thema:

Teil 1: Entwicklung leichter Sterne im Hertzsprung-Russel-Diagramm

https://www.youtube.com/watch?v=pLJg3hFZZHY

Teil 2: Entwicklung schwerer Sterne bis zur Supernova

https://www.youtube.com/watch?v=yfsO-36j_nI

Und vielleicht zur Begriffsklärung noch die Neutronensterne hinterher:

https://www.youtube.com/watch?v=GXLLXS93WXI&t=3s

(Das aber mehr als Ausblick)

Recht gut laienverständlich ist es auch im Buch von Gaßner und Lesch "Urknall, Weltall und das Leben" erklärt, ich denke, für eine Facharbeit in der Schule auch genau genug.

https://www.amazon.de/Urknall-Weltall-das-Leben-Gassner/dp/3831264651

Schau, dass Du es gebraucht kriegst, ggf. in einer der älteren Auflagen. Sonst ist es ein bissi teuer. Muss ja nicht sein, sich das neuwertig anzuschaffen.

Grüße

...zur Antwort

Hallo Whythegell333,

Ich lese viel im Internet das Menschen hier & da sagen, das wir bald zum ersten Mal ein echtes Bild von einem Schwarzen Loch erhalten werden!

Die Aufnahme ist bereits gemacht, die Daten werden gerade ausgewertet.

Hier kannst Du dazu auf dem Blog des Astrophysikers Florian Freistetter nachlesen:

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/03/22/das-event-horizon-telescope-und-das-erste-bild-eines-schwarzen-lochs/

Für die Aufnahmen hat man mehrere Radioteleskope zusammengeschlossen und als "Event Horizon Telescope" bezeichnet. Mir Radioteleskopen kann man schon länger solche Arrays machen, bekannt ist zum Beispiel ALMA (https://de.wikipedia.org/wiki/Atacama_Large_Millimeter/submillimeter_Array). Der Trick ist, dass man quasi ein Radioteleskop hat, dessen Schüssel so groß ist, wie der gesamte Array... was natürlich sehr viel höhere Auflösung erreicht als es ein einzelnes Teleskop je könnte.

Nun ist aber deshalb die entstandene Aufnahme nicht im sichtbaren Bereich, sondern im Wellenlängenbereich der Radiowellen, also sehr viel längerwelligeren elektromagnetischen Wellen. Das ist aber gut so, weil dann wird man wenigstens was sehen können auf dem Bild: Nämlich die Akkretionsscheibe um Sgr A* (wie unser Schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße heißt). Also das Material, das in sehr geringen Abstand um das SL kreist und sich dameit aufheizt und deswegen auch im Radiobereich abstrahlt.

Vom Innern des SL wird man naturgemäß auch auf dieser Aufnahme nichts sehen können...

Weil es sich aber eben um einen größeren Array handelt und Aufnahmen, die nicht im sichtbaren Licht sind, muss da hinterher eine Menge Rechenzeit investiert werden, um die einzelnen Aufnahmen zusammenzupfriemeln. Außerdem muss man aus weiteren Aufnahmen, die man zur selben Aufnahmezeit gemacht hat, die Effekte von Luftströmungen rausrechnen, die ja auch unvermeidlich auf den Aufnahmen des SL drauf sind. Man will ja hinterher wissen, welche "Beulen" das Objekt wirklich hat... und was ein Effekt unserer eigenen Atmosphäre war. Und das muss man für jeder einzelne der zu überlagernden Aufnahmen machen.

Und dann braucht man noch Aufnahmen mit demselben Array von anderen Radioquellen, bei denen man sehr gut weiß, wie die Ausschauen. Aus solchen Aufnahmen rechnet man dann systematische Bildfehler aus, die unser Array halt macht.. und berücksichtigt diese Fehler dann auch bei der Reduktion der Daten des SL. Weil man auch hier eben wissen will, welche Flecken gar nicht vom Objekt selber stammen, sondern von der Optik, mit der man aufgenommen hat.

Allein das Zusammenbringen der Daten ist übrigens nicht einfach, denn man hat "ein bissi" mehr Daten, als man so am heimischen PC verarbeiten kann. Deswegen hat man das tatsächlich "old style" auf mehrere Festplatten jeweils vor Ort geladen und die dann physikalisch zum Auswerteort geschleppt. (https://eventhorizontelescope.org/blog/eht-status-update-december-15-2017 )

Und all das dauert, kostet und nervt...

Also: Ja, das Bild ist in Bearbeitung. Es ist aufgenommen und wird gerade sehr aufwendig ausgewertet.

Und leider auch ja: Ich bin mir jetzt schon sicher, dass hinterher all die Trolle, die zur Zeit im Web unterwegs sind und antiwissenschaftliche Parolen plärren, dann von Manipulation der Daten sprechen werden, weil sie einfach keine Ahnung haben, was da alles gemacht werden muss. Ich find's traurig...

Ich selber bin schon sehr gespannt und freu' mich auf die Aufnahmen.

Grüße

...zur Antwort

Hallo Vor144Nach,

wenn ich mir die getaggten Themen so anschaue, hoffe ich mal, es handelt sich nicht wieder mal um eine der kreationistischen Propagandafragen, mit der religiöse Fundamentalisten hier leider regelmäßig die naturwissenschaftlichen Themen vollspammen...

Ich hoffe also, Du willst es wirklich wissen... Dann mal los:

---------------------------------------------

Dann müssen wir erst mal den Unterschied zwischen Evolution und Evolutionstheorie klären.

Evolution = in der Natur ablaufender Prozess

Evolutionstheorie = naturwissenschaftliches Modell, das die Mechanismen beschreibt, die den Prozess der Evolution antreiben.

Das geht leider in der Frage schon ein bissi durcheinander.

Der Prozess der Evolution ist sehr gut nachgewiesen, nicht nur über Fossilien. Man kann evolutionäre Vorgänge sogar recht gut beobachten.

In der Evolutionsbiologie beschreiben wir diesen Prozess und eben vor allem die Faktoren, die sein Ablaufen bedingen und beeinflussen. Weil das offensichtlich etwas anderes ist, muss man unterscheiden zwischen dem Prozess seilber und den naturwissenschaftlichen Aussagengebäude, mit dem wir den Prozess beschreiben. Mit dem Wort "Evolutionstheorie" ist nur das Letztere gemeint.

Das ist schon mal wichtig.

Die Evolutionstheorie heißt "Theorie", weil alle naturwissenschaftlichen Theorien so heißen. Dabei bedeutet das Wort "Theorie" in der Naturwissenschaft aber etwas anderes als in der Umgangssprache.

In der Umgangssprache bedeutet Theorie eine Vermutung oder eine Idee; theoretisches Wissen hat man nicht an der Praxis erprobt. In der Naturwissenschaft ist das anders.

"Theorie" bedeutet hier ein geschlossenes Erklärungsmodell, das frei ist von inneren und äußeren Widersprüchen. Das Erklärungsmodell stellt einzelne, für sich genommen nicht erklärbare Beobachtungen in einen logischen Kontext. Es erklärt damit, warum wir diese Beobachtungen machen - und nicht etwa andere. Es macht damit konkrete(!) Vorhersagen über weitere Beobachtungen. Eine naturwissenschaftliche Theorie muss so präzise sein, dass wir sie anhand der Beobachtungen überprüfen können.

Eine Theorie, die sehr viele Beobachtungen beschreibt und sich somit schon sehr oft an der Natur bewährt hat, nennen wir in der Naturwissenschaft eine "bewährte" oder "bestätigte" Theorie. Das ist der höchste Status, den eine naturwissenschaftliche Aussage überhaupt erreichen kann. Auch die Newtonsche Mechanik ist ebenso eine Theorie wie die Quantenphysik, obwohl wir beides im Alltag ständig erfolgreich benutzen.

Die ET ist eine der am besten bestätigten naturwissenschaftlichen Theorien überhaupt.

Sie wird gestützt durch unzählige Befunde und Beobachtungsdaten. Fossile Belege genauso wie Laborbefunde. Auch in unserem eigenen Körper tragen wir sehr viele Hinweise auf die Evolution mit uns herum. Die ET hat einen zentralen Platz im interdisziplinären Theoriengefüge der Naturwissenschaften und stößt nirgends auf Widersprüche. "Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution" ist ein bekanntes Zitat über die ET, das sehr gut beschreibt, dass sie eine der Theorien mit dem höchsten Erklärwert überhaupt ist. Und deswegen sind nahezu alle Naturwissenschaftler von ihr überzeugt.

In der Naturwissenschaft sprechen wir aber eben dennoch nicht von "bewiesen", sondern von belegt, weil man ja nicht mit 100%iger Sicherheit ausschließen kann, dass sich in Zukunft irgendwann einmal Beobachtungen ergeben, die selbst einer bestens bestätigten Theorie widersprechen. Weder haben wir unendlich viele Beobachtungsdaten, noch haben wir Daten mit unendlicher Genauigkeit, wenn wir prüfen, ob unsere Modelle die Natur gut beschreiben. Logisch, oder?

Wir können daher immer nur Aussagen machen, die auf dem vorhandenen Datenbestand beruhen - ein philosophischer Letztbeweis ist das nicht. Man darf hier aber nicht vergessen, dass es 100%ige Sicherheit unseres Wissens eben außerhalb der sich ständig selbst überprüfenden Naturwissenschaft oder der Mathematik erst recht nicht gibt. Letztlich ist die Methode, die Richtigkeit von Aussagen NIE als unverrückbare Wahrheit zu definieren, sondern sie selbst bei bester Beleglage als hinterfragbar und auf dem Prüfstand stehend zu beschreiben, das sauberste und exakteste Vorgehen überhaupt.

Wie man in der Naturwissenschaft arbeitet und warum das so ist, das habe ich hier mal ausführlich erklärt:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-theorien-eindeutig-nicht-beweisbar-sind-da-die-beweise-verschwunden-sind-bzw-nie-existierten-ab-wann-gibt-man-dann-die-theorie-auf#answer-218813998

Grüße

...zur Antwort

Hallo Psycho17,

viele sagen, dass er nicht einschlägt und andere sagen er schlägt ein. Was soll ich nun glauben?

Den seriösen wissenschaftlichen Quellen. Die benutzen die besten und aktuellsten Daten. Und eben nicht den ominösen YouTube-Kanälen und Webseiten, die nur auf Sensationsmeldungen und Clicks aus sind.

Ergäbe dieser Vorschlag irgendwie für Dich Sinn? ;-)

Der Name bedeutet, dass das Ding 2002 entdeckt wurde. Und damals, bei der Erstbeobachtung, hat man natürlich die Bahn noch nicht exakt gekannt. Es war klar, dass es 2019 eng wird, aber die Unsicherheiten der Bahn waren damals noch so groß, dass man eine Kollision nicht ausschließen konnte.

Der Punkt ist: Das ist 17 Jahre her.

Man hat heute eben sehr viel mehr Bahndaten von dem Teil und die Unsicherheiten bei der Bahn sind entsprechend geringer. Es ist heute absolut sicher, dass uns 2002 NT7 dieses Jahr NICHT auf den Kopf fällt. Er geht ungefähr 2

Das kannst Du zum Beispiel hier nachlesen

https://debunkingdoomsday.quora.com/How-we-know-2002-NT7-will-not-hit-Earth-on-1st-February-2019-and-why-it-is-normal-for-asteroids-to-be-removed-from

Bis 2195 sind die Bahndaten von 2002 NT7 heute im Voraus berechnet. Er kommt uns bis dahin ein paarmal nahe, trifft aber nicht. Hier kannst Du das nachlesen:

https://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=2002%20NT7;old=0;orb=0;cov=0;log=0;cad=1#cad

Den Weltuntergangsverschwörern ist das natürlich genauso wurscht wie bei all den anderen nicht stattgefundenen Weltuntergängen...

Und für den Fall, dass das alles nicht persönlich genug war: Ich bin Astronom und hab' für den 17. Februar schon lange Theaterkarten gekauft. Wenn Du verstehst, was ich meine.... ;-)

Grüße

...zur Antwort

Hallo santid83,

nein, so allgemein kann man das nicht sagen.

Ich vermute, dass der Hintergrund der Frage ist, dass Du etwas von Einsteins Äquivalenzprinzip aus der Allgemeinen Relativitätstheorie gehört hast.

Das kannst Du hier ganz genau nachlesen:

http://www.einstein-online.info/vertiefung/AequivalenzLicht@set_language=de.html

Das Äquivalenzprinzip sagt, dass man in einem geschlossenen Kasten nicht durch welches Experiment auch immer rausfinden kann, ob der Kasten mit einer konstanten Beschleunigung beschleunigt wird - oder in einem Schwerefeld ruht. Man kann es auch umformulieren in die Aussage, dass man im Kasten nicht unterscheiden kann, ob man im freien Fall durch ein Schwerefeld fällt oder im schwerelosen Raum ist.

Aus dem Äquivalenzprinzip folgt aber eben nicht. dass Gravitationskraft und Bescheunigungen allgemein dasselbe wären.

Grüße

...zur Antwort

Hallo DerMaibock,

nach der Themenkosmetik bin ich natürlich noch eine Antwort auf die eigentliche Frage schuldig.

Das mit der Supernova hat nur indirekt etwas mit der Spektralklasse zu tun. Das liegt allein an der Masse eines Sterns. Nun liegen im Hertzsprung-Russell-Diagramm aber zum Beispiel Hauptreihe und verschiedene Riesenäste übereinander. Das heißt, man findet innerhalb einer Spektralklasse Sterne ganz unterschiedlicher Massen. Und deshalb kann man das nicht allein an der Spektralklasse festmachen.

Besser ist es bei so einer Frage auf die Leuchtkraft-Diagramme zu schauen, wie dieses hier:

https://astro.uni-bonn.de/~deboer/sterne/hrdevol.gif

Das zeigt den Weg verschiedener Sterne von der Hauptreihe in die Riesenäste. Die Faustregel ist, dass ein Einzelstern mit einer Masse von rund 8 Sonnenmassen anfangen sollte, um es zur Supernova zu schaffen.

Wenn Du Dir das in obigem Diagramm anschaust, sind das die Sterne, die auf der Hauptreihe bereits zur O und B-Klasse gehören, die das sicher hinkriegen, bei A reicht die Masse schon nicht mehr:

Sirius A hat eine Masse von etwas über 2 Sonnenmassen. Das reicht nicht, um es allein zur Supernova zu schaffen. Ich gebe jetzt zu, ich bin aus dem Stehgreif überfragt, ob das Doppelsternsystem aus Sirius A und Sirius B eng genug ist für eine SN Ia; aus dem Bauch raus würde ich es bezweifeln. Aber das ist weder wissenschaftlich, noch Deine eigentliche Frage (weil eine SN Ia eigentlich im Sinne der Frage ein fieser Trick durch die Hintertür ist...).

Grüße

...zur Antwort