Hallo MadameAnjelou,

"warum" überlassen Physiker eigentlich den Philosophen. ;-) Wir wissen nicht, warum die Welt so ist, wie sie ist... wir können sie aber erfolgreich beschreiben und Ereignisse vorherberechnen.

Im Modell der Allgemeinen Relativitätstheorie ist Masse eine Form von Energiedichte im Raum (genauer Raumzeit). Energiedichte und die Metrik der Raumzeit sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Wie diese Beeinflussung läuft, beschreiben die Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Im Wesentlichen stehen sich hier auf der einen Seite der Gleichung der metrische Tensor (der die "Krümmung" der Raumzeit darstellt) und der Einsteintensor (der die Verteilung der Energiedichte beschreibt) gegenüber. Locker gesagt: Die Energiedichte sagt der Raumzeit, wie sie sich formen soll und die Raumzeit sagt der Energiedichte (von der eben die Masse ein wichtiger Teil ist), wo sie hin soll.

Das erklärt also zumindest, wie Massen Gravitation erzeugen und warum Gravitation nicht abschirmbar ist: "Gravitation" ist in diesem Bild keine "Kraft", sondern ein Effekt des durch die Anwesenheit von Masse veränderten Raums. "Geradeaus" ist nicht mehr da, wo es ohne Anwesenheit der Masse wäre. Weil sich aber absolut alles im durch die Massen veränderten Raum abspielt, kann der Effekt nicht umgangen werden. Es gibt nichts mit "negativer Energiedichte", das die Krümmung des Raums aufheben würde.

Aber "warum das so ist", überlassen wir wie gesagt den Philosophen...

Grüße

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Hallo littlenachogogirl,

Einerseits wäre das Leben dann nicht mehr so langweilig

Du sagst es.... und genau deswegen lebt der "Mythos". Jedes Jahr im sogenannten "Sommerloch" gräbt die Presse irgendwelche Sichtungen mysteriöser Viecher aus, weil es an anderen Schlagzeilen mangelt. Da gibt es jedes Jahr das Krokodil im Baggersee, den Panther auf der Wiese ... und eben Sichtungen von Bigffot oder Nessie.

Die Meldungen entstehen, weil bei 7 Milliarden Menschen ganz sicher irgendwann irgendwer etwas sieht, was ihm Furcht einflößt. Nein, das muss kein Bigfoot sein, sondern kann genauso gut ein anderer Wanderer gewesen sein. (So wie das Krokodil im Baggersee eben ein Baumstamm sein kann oder der Panther Nachbars schwarze Katze, deren Größe getäuscht hat...) Daneben gibt es immer auch Leute, die sich wichtig machen wollen. Clicks sind die Währung des Internets, die man sehr wohl in bare Münze umtauschen kann...

Fakt ist:

Es gibt keinerlei Befunde für derartige mystische Wesen, die einer Überprüfung standhalten würden. Für eine überlebende Population genügen eben nicht einzelne Exemplare, es bräuchte schon etliche. Entsprechend müsste man aber auch Spuren finden: Kadaver, Essensreste, Nester, Höhlen,... aber alles: Fehlanzeige.

https://rationalwiki.org/wiki/Bigfoot

Nein, verheimlichen kann man so etwas nicht. Und das umso weniger, je größer die Bevölkerungsdichte auf unserem Planeten wird...

Also: Solche Meldungen nicht ernst nehmen - oder siehst Du in diesem Video etwa ein Gespenst?

https://www.youtube.com/watch?v=SPUReTJWBuY

Grüße

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Hallo Varaug04,

für mehr Antworten hätte es wahrscheinlich geholfen, Deine Aufgabe etwas besser zu beschreiben.... ;-)

Wie soll ich sagen? "Gesucht jupiter-lagrange punkt L4" - ich bin versucht, ein Bild mit den Lagrangepunkten hier einzubinden, einen Pfeil auf L4 gerichtet - und drunter zu schreiben: Da isser.

Sollt Ihr die Lagrange-Punkte berechnen? Das wäre eine ziemlich heftige Aufgabe.

Geht aber. Schau mal hier

http://www.mabo-physik.de/die_lagrangepunkte_im_system_erde.pdf

Da werden alle 5 Lagrange-Punkte für das Erde-Mond-System berechnet.

Du müsstest dann für Deine Aufgabe die Werte für das System Sonne-Jupiter benutzen. Also genauso rechnen wie im pdf, aber mit den Abständen und Massen von Sonne und Jupiter.

Grüße

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Hallo Herald123,

nein, die kosmischen Strings sind kein geeignetes Erklärungsmodell für die Dunkle Energie. Etwas, das die Dunkle Energie erklären will, braucht 2 Eigenschaften:

1) Es muss die Expansion des Universums beschleunigen können, also einen negativen Druck ausüben

2) Es muss mit dem Alter des Universums dominanter werden

Beides erfüllen die kosmischen Strings nicht.

Erst mal: Die Dinger sind rein hypothetisch. Man sucht nach Hinweisen in den Beobachtungsdaten danach, hat aber nichts gefunden.

Warum wurde überhaupt die kosmische String-Theorie entwickelt?

Zunächst einmal, weil sich die Möglichkeit dazu aus den GUT-Modellen ergibt. Wenn man ein Modell testen will, muss man dazu erst mal durchrechnen, was es "unten ausspuckt".

In den GUT-Modellen frieren in den ersten Sekundenbruchteilen die heutigen 4 physikalischen Wechselwirkungen aus einer ursprünglich gemeinsamen Wechselwirkung aus. Dieser Übergang muss nicht überall gleichzeitig erfolgt sein, sondern sich von mehreren Gebieten her entwickelt haben, so dass es quasi zur Bildung von "Grenzen", Rändern verschiedener Feldzustände gekommen sein könnte.

Die Lebensdauer solcher Gebilde hängt mit ihrer Größe zusammen.... was aber bedeutet, dass die Dinger mit zunehmendem Alter des Universums eher verschwinden als an Bedeutung gewinnen. Und sie wirken - zumindest in der "normalen Version" nicht abstoßend.

Interessant wären sie deshalb nicht als Hypothese für die Dunkle Energie, sondern im Gegenteil als eine Art "Keime" für die Strukturbildung im ganz jungen Universum. So komplett mangels Beobachtungshinweisen ist das allerdings eine eher gewagte Hypothese.

Mit den "Stringtheorien" haben die Dinger übrigens nur den Namen vom "Faden" gemein.

Grüße

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Hallo CloverTail,

nein, sorry, auch wenn Dir der Gedanke noch so gut gefällt: Aber das ist auszuschließen.

Unsere Gene machen Dir da einen Strich durch die Rechnung. Unser Genom müsste komplett dem Tierreich fremdartige Gene enthalten... das ist aber nicht der Fall. Unser Genom stimmt - je nach Kriterium - zwischen 93% und 98% mit unseren nächsten Verwandten unter den Primaten überein.

Abgesehen davon, dass ein Wesen einer anderen Welt, das eine eigenständige Evolution hinter sich stehen hat, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage wäre, sich mit einem (beliebigen) Wesen dieser Welt erfolgreich zu paaren. Das geht schon zwischen verschiedenen Arten auf diesem Planeten nicht.

Und noch einmal abgesehen davon, dass Du mit den Nachkommen eines einziegn Paares keine neue Art begründen kannst.

Es klappt also von allen Richtungen betrachtet nicht.

"The great tragedy of Science - the slaying of a beautiful hypothesis by an ugly fact" (Huxley)

Grüße

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Hallo Nehizzyle,

Überlege am besten in die Richtung: was passiert bei Rekombination? Kann da etwas völlig Neues entstehen?

Das führt Dich auf die Antwort.

Grüße

Hint: Ja, der Satz ist richtig. Ohne Mutationen keine Evolution

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Hallo JPGamer821,

ja, klar. Und zwar mit bloßem Auge. Sie zieht regelmäßig als leuchtender Lichtpunkt über uns hinweg. Dauert ein paar Minuten.

An meinem Wohnort, München, hätte ich morgen das nächste Mal eine Gelegenheit:

https://www.heavens-above.com/PassSummary.aspx?satid=25544&lat=48.0944&lng=11.5289&loc=Munich&alt=0&tz=CET

Bei so niedrigen Objekten ist der Wohnort entscheidend. Du musst also auf obiger Webseite ERST Deinen Wohnort eingeben und dann gucken, wann das von Dir aus möglich ist.

Ich rate das mal allen, die hier behaupten, man bräuchte dafür ein Teleskop oder sonstigen Hackmack...

Grüße

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Hallo DerTimoAusB,

weil es bei der Frage, wie häufig erdähnliche Planeten entstehen, nicht darum geht, ob wir da hinkönnen.

Wir können de facto nicht einmal zum sonnennächsten Stern reisen. Die Entfernungen im All sind einfach zu groß. Wir als Menschheit haben genau einen Planeten zur Verfügung - und wir sollten entsprechend mit ihm umgehen...

Sinn und Zweck von Grundlagenforschung sind nicht irgendwelche Reisepläne. Sinn und Zweck von Grundlagenforschung ist das Verstehen der Welt und unseres Platzes darin. Es geht darum, zu verstehen, wie oft derartige Planeten entstehen - was letztlich interessant ist für die Häufigkeit von Entstehung von Leben im Universum.

Es ist leider heute oft so, dass bei Grundlagenforschung immer welche plärren "Verschwendung von Geldern", weil nicht abzusehen ist, dass aus den Ergebnissen schnell eine neue Generation von Smartphone dabei rausspringt. De facto ist ALLE Grundlagenforschung aber nicht auf technische Anwendung ausgerichtet... weil sie es nicht sein kann: Man kann nicht von vorneherein wissen, was man wozu einsetzen können wird. Auch Einstein hatte bei seiner ART nie Satelliten oder Navis im Sinn... und trotzdem wären sie ohne nicht denkbar.

Grundlagenforschung erweitert Wissen. Und Wissen ermöglicht neue Anwendungen. Die Erweiterung unseres Wissens ist keine Geldverschwendung... und der Etat, den die Regierungen der Welt in die Erforschung des Weltalls stecken, ist ein Bruchteil dessen, was in die Rüstung fließt. Und das ist eigentlich traurig..

Grüße

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Hallo JULMI,

wir stammen nicht vom Neandertaler ab.

Die Verwandtschaftsverhälnisse zwischen uns und Neandertaler lassen sich über Genanalysen klären - am Genom (nukleare DNA) und an der mitochondrialen DNA.

Guck mal hier rein:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/neue-erbgutanalyse-neandertaler-und-mensch-hatten-schon-sehr-frueh-sex/20018048.html

Da ist das genauer erklärt.

Grüße

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The Witcher III

Hallo Diterius,

wenn Du Dich für Rollenspiele begeistern kannst, wirst Du langfristig am besten beides spielen. Entscheiden musst Du also eigentlich nur, worauf Du im Moment mehr Lust hast.

Schaun wir also mal auf die Unterschiede zwischen beiden:

Beides spielt in lebendig und gut gestalteten Mittelalterwelten. Witcher 3 ist jedoch eindeutig eine Fantasy-Welt mit Monstern und Magiern. Kongdom Come versucht dagegen möglichst realistisch eine Welt wie das sehr frühe 15. Jahrhundert nachzugestalten - und das sehr erfolgreich. Das erste, was Du Dich also fragen solltest: Habe ich im Moment mehr Lust auf "Eintauchen in die echte Geschichte" oder auf "Fantasy"?

Beide Spiele bieten eine interessante Geschichte. Die Geschichte von Witcher 3 hat dabei eigentlich schon in Witcher 1 und 2 begonnen, ja eigentlich sogar in der Buchreihe von Sapkowski. Ich persönlich finde die Geschichte deshalb tiefergehender, vielfältiger. Beim Witcher mag ich außerdem, dass die Geschichte, obwohl düster, doch immer wieder auch mit einer Portion Humor erzählt wird. Entscheiden könntest Du hier über die Spieldauer: Besonders, wenn Du umfangreich entdecken gehst, bist Du mit Witcher 3 deutlich länger beschäftigt. Frage Dich also, ob Du das kürzere Spiel zuerst spielen willst, um beide möglichst bald kennenzulernen - oder ob Du erst mal eine Zeit verorgt sein willst.

Vom Rollenspielgefühl her nimmt Dich Witcher 3 mehr "an die Hand" und sagt Dir, was Du bei einer Quest als nächstes tun sollst. (Was es nicht immer einfach macht, das zu tun. ;-) ) KCD zwingt Dich öfter mal, Dir etwas auszudenken oder lässt Dir zumindest die Möglichkeit dazu. Dafür bietet Dir das Kampfsystem bei Witcher 3 mehr Möglichkeiten, weil Du mit Schwert, Armbrust, magischen Zeichen und magischen Tränken arbeiten kannst.

Witcher 3 ist einfach mein Lieblingsspiel... aber im Prinzip kann man Dich, wenn Du Rollenspiele magst, nur darum beneiden, dass Du beide noch vor Dir hast. ;-)

Grüße

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Hallo CeliaLorence,

wenn ich für meinen Wohnort München mal einen Überschlag mit ganzzahlig gerundeten Werten mache, dann passt die Formel schon:

Deklination der Sonne: knapp 22°

Höhe der Sonne in München um 13:00 (wegen Sommerzeit): rund 64°

https://www.heavens-above.com/sun.aspx?lat=48.0944&lng=11.5289&loc=Munich&alt=0&tz=CET

90° - 64° + 22° = 48°

Passt... München liegt auf 48° 8' 14 N (waren ja nur gerundete Werte)

(mit Rechnung um 12:00 lande ich aber auch nicht über 70°, sondern bissi über 50°)

Da die Deklination der Sonne für alle gleich ist, musst Du Dich bei der Höhe vertan haben oder hast Du vergessen, die Deklination abzuziehen?

Grüße

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Hallo Ayde1234,

kosmologische Modelle gehen keineswegs von einer "Grenze" des Universums aus.

Wenn der Physiker davon spricht, dass sich das Universum ausdehnt, dann stellt sich der Laie nur allzu leicht eine sich irgendwie in eine Art "Nichts" hinein ausdehnende Blase vor. Doch: Das ist mit der physikalischen Aussage in keinster Weise gemeint. Das Bild ist schlicht falsch.

Mit der Aussage, dass sich das Universum ausdehnt, meint der Physiker, dass im Universum ständig neue Raumzeit entsteht. Zwischen uns und weit entfernten Galaxien entsteht also neuer Raum, wodurch die Abstände innerhalb des Universums zunehmen.

Wenn man nun ein wenig darüber nachdenkt, dann wird klar, dass die Tatsache, dass ständig neue Raumzeit im Universum entsteht über die Gesamtgröße des Universums, über seine Form oder seine Topologie schlicht GAR NICHTS aussagt. Neue Raumzeit kann in einem endlich großen oder einem unendlich großen Universum entstehen.

Wobei man hier zwischen dem beobachtbaren Universum und dem ganzen Universum unterscheiden muss.

Es gibt das "beobachtbare Universum". Das ist der Teil des Universums, den wir sehen können. Das Licht der Objekte aus diesem Bereich des Universums konnte uns seit dem Urknall erreichen.

Wie bei jedem Horizont auch, sitzen wir als Beobachter in der Mitte des beobachtbaren Bereiches. Wir können in alle Raumrichtungen gucken. Weil das Universum sich ausdehnt, können wir auch weiter gucken als in eine Entfernung von "Alter mal Lichtgeschwindigkeit".

Der "Rand" des beobachtbaren Universums hängt deswegen vom Beobachter ab... und dahinter sind einfach die Teile des Universums, die dieser Beobachter nicht sehen kann.

Das Universum als Ganzes muss aber gar keinen Rand haben.

Das Universum als Ganzes könnte tatsächlich unendlich groß sein. Auch ein unendlich großes Universum kann sich in sich selbst ausdehnen.

Das ist ein wenig wie beim Zahlenstrahl der ganzen Zahlen. Stell Dir ein Metermaß vor, auf dem wir im Abstand von 1 cm eine ganze Zahl schreiben wollen. Dieses Metermaß wäre dann natürlich unendlich lang, denn es reicht ja von - Unendlich bis + Unendlich. Nun können wir es aber trotzdem dehnen, indem wir den Maßstab ändern. Wir können nur alle 10 cm eine ganze Zahl markieren. Der Abstand zwischen den ganzen Zahlen hätte sich dann verzehnfacht - aber unser "Zahlenstrahluniversum" ist einfach immer noch unendlich lang.

Das Universum könnte auch nur endlich groß, aber dennoch unbegrenzt sein. So, wie es zum Beispiel die Oberfläche einer Kugel ist. Wir können auf dieser Oberfläche herumlaufen, wie wir wollen, auch unendlich weit - wir kommen nie an einen Rand. Dennoch ist die Fläche nur endlich groß.

In beiden Fällen dehnt sich das Universum aber nicht "in etwas" aus - und braucht deshalb auch keinen "Rand". Die Vorstellung, dass die Ausdehnung des Universums etwas voraussetzt, in das hinein es sich ausdehnt, die bringen leider nur wir über unsere Alltagsvorstellung über die Formulierung der Frage ein.

Und was zum Gucken, wenn das jetzt zu schnell ging:

https://youtu.be/Z0o6hQLcSRc

https://youtu.be/kV33t8U6w28

Grüße

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Hallo Gottestrost,

1) Merke: In all diesen kreationistischen Scheinargumenten steckt IMMER irgendwo eine Falschdarstellung dessen, was die Biologie tatsächlich sagt. Im Falle Deiner Frage steckt das hier:

"...wenn die Evolution der Sieg des Stärkeren über den Schwächen ist..."

MEEEEP. Falsch. Survival of the Fittest ist NICHT Überleben des Stärkeren, sondern des am besten Angepassten. Von "to fit = passen".

Nicht nur Stärke ist wichtig. Am besten angepasst sein, kann auch bedeutet, dass man unauffällig ist. Oder wendig. Oder leise. Oder

2) Wir sind Herdentiere. Die Überlebenschancen des Individuums sind bei Herdentieren dann größer, wenn die Gruppe funktioniert. Wenn Die Individuen der Gruppe kooperieren. Das klappt dann am besten, wenn die Individuen empathisch sind. Empathie ist eine Überlebensgrundlage der Gruppe. Das ist nicht nur bei uns so, sondern auch bei vielen höheren Säugetieren. Wer schon einmal Elefanten oder Schimpansen gesehen hat, die um ein verstorbenes Mitglied der Herde trauern, der weiß das.

Der Instinkt, dass wir alle profitieren, wenn wir in einer Gruppe leben, die ihre schwächsten Mitglieder schützt, macht evolutionär also sehr wohl Sinn und ist keineswegs paradox.

Und das alles abgesehen davon, dass viele Behinderte eben doch Aufgaben in der Gruppe übernehmen können. Wer nicht laufen kann, kann dennoch ein schlauer Kopf sein. ;-)

Grüße

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Ja, real.

Hallo maxwill187,

Warum um alles in der Welt soll er denn jetzt schon wieder nicht echt gewesen sein?

Kann denn heutzutage nicht mal mehr in China ein Sack Reis umfallen, ohne dass sich ein selbsternannter Truther findet, der behauptet, dass es in China nie auch nur einen Sack Reis gegeben hat??

Uff

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Hallo ArcticWonder,

erst mal Abitur.

Danach studierst Du allgemeine Physik bis zum Bachelor.

Und dann geht es weiter bis zum Master, wobei man im Masterstudiengang als Wahlpflichtfach die Astrophysik nimmt und darin auch die Masterthesis schreibt.

Für einen Platz in der Forschung gönnt man sich dann noch (mindestens) eine Promotion.

Physik ist ein langer und nicht leichter Studiengang. Du solltest ein Faible für Mathematik mitbringen und Dich auch von komplexen Formeln und deren Herleitungen und Beweisen nicht abschrecken lassen. Man sollte analytisch denken können, Abstraktionsvermögen und Durchhaltevermögen mitbringen und gutes Englisch, weil das Veröffentlichungssprache ist. Am besten auch noch Programmierkenntnisse....

https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/astroinformatik/

Und Du solltest Dich verabschieden vom Berufsbild des Astronomen, der des Nachts an seinem Teleskop sitzt und den Nachthimmel beobachtet. Die allermeisten Astrophysiker beobachten fast nie, sondern schreiben Programme, die dann an Großrechnern komplizierte physikalische Zusammenhänge abbilden und simulieren - so dass man das Ergebnis dieser Programme dann mit Beobachtungsdaten vergleichen kann. Diese Daten stammen aber entweder von Sonden oder von sehr wenigen Beobachtungsnächten pro Jahr.

"Dr. Becky" hat auf ihrem YouTube-Kanal einmal einen Tag als Astrophysikerin vorgestellt... wobei man sagen muss: Sie hat einen unterhaltsamen, nicht ganz alltäglichen genommen.

https://www.youtube.com/watch?v=XW_qIqLhPkI

Also: Der Weg zum Astrophysiker führt in die Physik. Die bietet wiederum fast jede Uni in Deutschland. Alle größeren Unis bieten dann auch das Wahlpflichtfach Astrophysik, wobei es hier dann Unis gibt, an denen das Fach eine größere Tradition hat als an anderen Unis. Beispiele wären Bonn, München, Erlangen oder Heidelberg.

Grüße

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Hallo Linkrid,

Warum sieht man in Actionfilmen immer Verfolgungen, Kämpfe, Runterfallen, etc.?

Na, weil die Filme sonst stinklangweilig wären. Äggtschn (wie Arnie immer zu sagen pflegt) kriegst Du halt eher weniger in einer Gesprächsrunde mit Tee und Gebäck. Der Titel "Actionfilm" bedeutet halt "Handfeste Argumente" (Diskutierst Du noch, oder überzeugst Du schon...?)

Kann es sein, dass die da gezeigten Verhaltensweisen was mit der (menschlichen) Evolution zu tun haben?

Fluchtinstinkt, ja. Von den Primaten, die gemütlich sitzen blieben, wenn der Säbelzahntiger aus dem Gebüsch sprang, stammen wir nicht ab.

Aggressionen sind uns ebenfalls in die Wiege gelegt. Sieht man auf jedem Schulhof...

https://www.dasgehirn.info/handeln/gewalt/die-tiefen-wurzeln-der-gewalt

Die Anlage für Aggressionen ist vermutlich seeehr alt. Letztlich braucht sie jedes Tier zur Verteidigung des Reviers oder Raubtiere auch zur Jagd. Gar nicht wütend werden können, weil einem Wut fremd ist, ist eben genauso von Nachteil, wie seine Wut nicht kontrollieren zu können. Es ist die Erziehung, die andere Wege zur Konfliktbewältigung aufzeigen muss.

Das "Vom-Dach-Springen-und-Überleben" ist weniger evolutionär als CGI-bedingt. Das hat aber dennoch was damit zu tun, dass der Held eine Wunschprojektion sein soll. Nicht der, der halt für seine Angebetete den Müll rausträgt, um seine Liebe zu beweisen. ;-)

Gestritten wird unter Psychologen natürlich, ob solche "Action" im Kino oder im Game dann eher wie ein Blitzableiter wirkt (weil man sich "optisch austobt", kriegt man seine Aggressionen los) oder ob eher ein Nachahmungsinstinkt getriggert wird.

Grüße

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Hallo dernotlueger,

schau mal hier rein, da ist das genau ausgerechnet:

https://matheguru.com/stochastik/geburtstagsproblem.html

Bei 23 Leuten in einem Raum steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich 2 darunter finden, die am selben Tag Geburtstag haben, über 50%.

Man rechnet hier praktisch die Wahrscheinlichkeit, dass keine 2 Personen am selben Tag Geburtstag haben (und zieht dann von 1 ab). Jede Person bringt einen weiteren Faktor(!) in die Multiplikation ein, der die Wahrscheinlichkeit angibt, dass diese Person ebenfalls mit __keiner__ bereits anwesenden Person am selben Tag Geburtstag hat. Jeder weiteren Person stehen damit weniger Tage zur Verfügung, was ihren Faktor kleiner macht... entsprechend sinkt das Produkt schnell ab und entsprechend steigt die Wahrscheinlichkeit, dass 2 beliebige Personen am selben Tag feiern.

Grüße

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Hallo invictus12,

Ansonsten sehe ich nicht, wie die Zahl an Atomen im gesamten Universum vergleichsweise so klein ist.

Das Problem ist, dass sich der Mensch exponentielles Wachstum nicht richtig vorstellen kann. Es kommt uns tatsächlich intuitiv so vor, als wäre 10^90 gar nicht mal so viel mehr as 10^23 ... aber das ist falsch.

Veranschaulicht ist das eigentlich am besten mit der guten alten von den Reiskörnern am Schachbrett:

http://www-hm.ma.tum.de/ws1213/lba1/erg/erg07.pdf

Vor langer Zeit wurde in Indien das Spiel Schach, das Spiel auf einem Brett mit 64 Feldern erfunden. Der Indische Kaiser Sheram wollte den Erfinder dieses Spieles, Zeta, unbedingt belohnen, da er großen Gefallen an diesem Spiel gefunden hatte. Zeta sollte als Belohnung einen Wunsch äußern und dabei nicht zu bescheiden sein. Dieser sagt darauf: „Gebieter befiel, mir für das erste Feld des Schachbrettes 1 Reiskorn auszuhändigen, 2 Körner für das zweite Feld, 4 für das dritte und für jedes weitere Feld doppelt so viele Körner wie für das vorhergehende“. Der Kaiser fühlte sich gekränkt da ihm das Ausmaß des Wunsches noch nicht bewusst war. (...) Kaiser Sheram muss Zeta die Reisernte der ganzen Welt von 873,22 Jahren aushändigen.

Und dasselbe passiert auch beim Universum... Hier findest Du eine Tabelle, in der das recht übersichtlich ist:

https://abenteuer-universum.de/kosmos/mikromakro3.html

Die Anzahl der Atome der Sonne wird darin auf 10^57 angegeben. Damit denkt man dann erst recht, wenn man bei einem einzigen kleinen Stern wie der Sonne schon beim Exponenten 57 ist, dann reichen selbst 89 doch NIE für das ganze beobachtbare Universum...

... aber dann braucht man für das ganze Sonnensystem halt nur noch eine weitere Zehnerpotenz und ist bei 58. Machen wir eine Reserve drauf für große Sterne: 60

In der Milchstraße schätzt man rund 200 000 Sterne... macht 5 Größenordnungen mehr. Geben wir wieder Reserve drauf: 6 Zehnerpotenzen, sind wir bei 10^66

Und man schätzt auf höchstens 1 Billion Galaxien im beobachtbaren Universum. Das ist 10^12... sind wir bei 10^78 Atomen.

Wir haben jetzt das interstellare Gas nicht berücksichtigt, haben aber auch noch 10 Zehnerpotenzen Reserve... Vielleicht ist jetzt klar, dass die Schätzung durchaus nachvollziehbar ist?

Grüße

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Hallo Gadogamer7,

Asien Fläche: 44 580 000 km²

Mond Durchmesser: 3.474,2 km -> Radius = 1737,1 km

Oberfläche Kugel 4 Pi r² = 37 919 229.5 km²

Insofern: ja, würde ich zustimmen.

Grüße

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Hallo OsMoV,

Jetzt ist mir aber langweilig und ich WILL gerne wieder mit "The Witcher 3" anfangen, kann mich aber nicht dazu aufraffen

Ich gebe zu, zu denen zu gehören, die das Speil wirklich lieben.

Aber auch das beste Spiel der Welt kann einfach nicht allen Usern gefallen. Manche finden gerade die Dialogszenen als zu lang im Verhältnis zu den Kämpfen.

Wenn es Dir keinen Spaß gemacht hat, würde ich etwas anderes spielen.

Wenn Du dem Spiel noch eine Chance geben willst, würde ich persönlich den Spielstand nach der Baron-Quest nehmen, aber NICHT mit der Haupthandlung weiter spielen, sondern einfach als Witcher Nebenquests und Aufträge durchspielen. Einfach entdecken gehen und so. Auch das macht Spaß. Also mir zumindest. ;-)

Grüße

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