Welche Vor-/Nachteile hat für eine/n Schüler/in ein Hausunterricht ?

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7 Antworten

Der größte Vorteil wäre, dass der Unterricht in einem dem Schüler angemessenen Tempo und Niveau gehalten werden kann. Die Lehrer können viel besser auf den Schüler und seine Schwächen eingehen und gezielt fördern. Das ist bei einer Klasse mit 30 Schülern nun mal nicht möglich. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn trotz allem ein fester Lehrplan und einheitliche Prüfungsanforderungen bestehen.

Nachteil ist das Fehlen sozialer Kontakte. Bei den meisten Kindern und Jugendlichen ist der große Teil des Freundeskreis immerhin noch aus der Schule, so etwas würde bei Homeschooling komplett entfallen. Und wenn der Schüler dann noch keinen Sport treibt oder ein anderes Hobby in einem Verein o.ä. betreibt, gibt es so gut wie keine sozialen Kontakte mehr. Dazu lernt der Schüler dann nicht, mit sozialen Konflikten umzugehen, was meiner Meinung nach für den späteren Alltag nicht förderlich ist.

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Privater Unterricht wäre für mich schlimm.Keine Schulerlebnisse,keine Projekte,keine Ausflüge,kein Schullandheim,keine Klassenfahrten.......schlimm für den Schüler,nur zu Hause sitzen.

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Vorteile:

  • Kein Mobbing.
  • Schnelleres Lernen, ohne von anderen gebremst zu werden.
  • Kein Ausruhen auf relativ guten Leistungen, weil der Vergleich mit schlechteren Schülern fehlt.
  • Eigene Zeiteinteilung, kein fester Wohnsitz nötig, z.B. bei Kindern von beruflich Reisenden.
  • Lernen in vernünftiger und stressfreier Umgebung, besonders wichtig für Autisten.
  • Freunde sucht man sich in Sportvereinen etc. selbst aus, statt sie von der Klassenzuteilung aufgezwungen zu bekommen.

Nachteile:

  • Kontakt zu anderen Subkulturen (z.B. ärmeren/reicheren, andersdenkenden oder Ausländern) kann von den Eltern verhindert werden.
  • Um Kontakte zur Außenwelt muss man sich selbst kümmern.
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Kommentar von Silo123
03.12.2015, 14:07

Wobei Kontakte in der Schule gibt es auch nicht automatisch. Schaue mal, wie viele SchülerInnen in einer Woche wirklich KEIN einziges Wort mit Klassenkameraden wechseln- das sind nicht so wenige. Und wenn das SO ist, ist es auch kaum noch möglich, daß andere, unverfängliche Kontakte aufgebaut werden, weil die Schule alles dominiert.

Bei Mobbing hingegen beschränkt sich dann der Kontakt auf Fertigmachen und Fertiggemachtwerden- NOCH schlimmer.

Ich sehe die Schule nicht als primäre Kontaktmöglichkeit, nur als Sekundäre, weil es VIEL ZU viele vollkommen isolierte SchülerINNEN gibt. Wenn sie GLÜCK haben, schaffen sie es nach! Schule noch zwischenmenschliche Kontakte aufzubauen. Wenn sie Pech haben, sind sie LEBENSLANG schulgeschädigt, weil sich eine Isolierung SOOO zementiert hat, daß es nie wieder ein Rauskommen daraus gibt. Ab 18 oder 20 erstmals! anzufangen, erste Kontakte zu anderen Menschen in lockerer, unverfänglicher Atmosphäre aufzubauen, ist oft nicht einfach, weil immer wieder erinnert irgendwas an die Schulsituation und PENG!- Rückzug.

Der Kontakt zu anderen Subkulturen erfolgt in der Schule fast GAR nicht. Das klappt in Deutschland nicht, weil die Reichen bleiben unter sich, die armen bleiben unter sich. Und ein Reicher unter Armen wird immer einsam bleiben und umgekehrt.

Und in den USA z.B. geht es strikt nach Hautfarbe, o.k. in einer normalen Schule gibt es immer mehrere Weiße und mehrere Schwarze, aber meine Große hat mir von ihrem Highschooljahr in den USA berichtet, daß es zwischen den Gruppen KEINE Berührungspunkte gab. Es war so, als, ob ein Lehrer 2 Klassen gleichzeitig unterrichtete.. Sogar die Sprache war eine andere. Freundschaften UNDENKBAR.

In Deutschland geht es nicht nach der Hautfarbe, die nun auf den ersten Blick zu ersehen ist, aber es gibt andere Kriterien nach denen eine STRIKTE Trennung erfolgt. Es braucht, wenn eine Klasse neu zusammelgewürfelt ist, (die Leute also nicht AUTOMATISCH wissen), wo wer hingehört, 1-2 Wochen, bis die Klasse aufgespalten ist. Normalerweise geht es schneller, weil sowas ja schon aus dem Kindergarten bekannt ist. Der Kindergarten ist echt die LETZTE Station, wo es noch u.U. eine Durchmischung geben kann (und die Freundschaften halten MANCHMAL!!!!! dann noch eine zeitlang in der Schule, aber echt nur manchmal. Es gibt eine strikte Trennung. Und wehe es ist nur ein armer in einer Klasse von Reichen oder umgekehrt.Das kann die HÖLLE sein.

Nein Schule ist kein Mittel der Integration. Hausunterricht auch nicht, weil wer kann sich das leisten? (Wenn es rechtlich zulässig wäre- in Deutschland)

Wenn es jedem finanziell möglich gemacht wäre, wäre ICH dafür. Und würde keinen einzigen Nachteil mehr sehen.

Ein  Vorteil wäre auch, daß niemand mehr wegen guten Leistungen gemobbt würde.(Ein sehr! häufiger Mobbinggrund)  Mobbing wegen schlechten Leistungen ist auch nicht besser, aber zumindest in Deutschland wohl KEIN Problem.

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VORTEIL: der\\die Lehrer können besser auf die Schwächen des\\der Schülerin eingehen, Nachteil: So können Schüler NICHT lernen, sich sozial zu verhalten oder mit Gleichaltrigen zu kommunizieren. Ich habe mich jetzt nicht weiter mit dem Thema befasst, bin mir aber sicher, bei dringendem Bedarf weitere Ideen dazu entwickeln zu können.

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Hausunterricht gibt es in Deutschland auch, wenn jemand die Schule aus Krankheitsgründen nicht besuchen kann.

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Oh, das ist ein schwer angesagter Trend in den USA und auch bei uns ein Thema.

Ob es allerdings eine Lösung für ADHS ist halte ich für zumindest zweifelhaft. Genau genommen halte ich es bei ADHS für Quatsch weil die Eltern dann komplett Irre werden.

Ein guter Artikel zum Thema Homeschooling:

http://www.nzz.ch/lebensart/gesellschaft/lernen-bei-mama-ld.3370

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Vorteile: ein lebenslanges Schultrauma verhindern

Viel schnelleres und einfacheres Vorrankommen.

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