Warum glauben einige Christen nicht an Geister/Dämonen?

8 Antworten

Warum glauben einige Christen nicht an Geister/Dämonen?

Teufel, Dämonen und Geister waren früher die bestverfügbarste Erklärung für unerklärliche (meist psychische) Krankheiten.

Heute wissen wir es besser.

Jesus hat damals einige von ihnen ausgetrieben, wieso glauben jetzt manche Christen nicht an Geister, ich verstehe das nicht?

In den Evangelien gibt es drei "Typen" von Exorzismustexten. Der erste ist, wie oben erwähnt, eine damals unerklärliche Krankheit:

"ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat; 18 und wo er ihn auch ergreift, zerrt er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr." Mk 9,17f

Für jeden heute ersichtlich, das ist Epilepsie.

Jesus treibt einen unreinen Geist aus einem Mann in der Synagoge aus. Der Dämon erkennt ihn als den „Heiligen Gottes“.

Hier der zweite Typ, die Evangelienschreiber verwenden die Dämonen für das Messiasgeheimnis, siehe hier (v.a. ab 1.1): https://www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex/neues-testament/messiasgeheimnis

Jesus begegnet einem Mann, der von vielen Dämonen besessen ist (genannt „Legion“). Er treibt sie aus und lässt sie in eine Schweineherde fahren, die dann ins Wasser stürzt.

Der dritte Typ begegnet eher außerhalb der Evangelien, hier die einzige Stelle in den Evangelien: eine ausländische Militärmacht wird als satanische/dämonische Kraft beschrieben.

"Für die Hörerschaft des Evangelisten, die das Wappentier der in Palästina stationierten zehnten Legion kannten, war dadurch ohne ausdrückliche Nennung klar, dass die Ursache der Besessenheit in der römischen Militärherrschaft zu suchen ist“. Quelle unter Punkt 3.

Es ist schwierig an Dinge zu glauben, die man nicht sieht und wo man keinen eigenen Erfahrungsschatz aufbauen kann. Ich für meinen Teil habe "Bessenheit" erlebt. Die Ärzte nennen es eine Ausprägung von Schizophrenie. Da aber die wissenschaftlichen Nachweise einer fremden Persönlichkeit schlechterdings nicht möglich sind, findet man eben andere Erklärungen dafür. Hinzu kommt, dass einem diese Art der Machtlosigkeit über den eigenen Körper enorme Angst machen kann. Da ist es leichter diese Dinge abzulehnen.

Weil es keine Christen sind! bzw. nur Namenschristen. 🤷‍♂️

Du kannst heutzutage sich als Christ bezeichnen, wenn Du getauft worden bist und sonst nichts mit der Bibel zu tun hast. Wenn Du die Bibel nicht liest und die Gottesdienste nicht besuchst, dann hast Du keine Ahnung.

Es gibt sogar Leute hier, die sich erlauben Ratschläge zum Glauben zu geben, obwohl die keine Ahnung von der Bibel haben. Die raten einfach, was Gott so denkt... 😅

Die verwechseln das Christentum mit dem Humanismus.

Also, sei nicht allzu überrascht. Wenn einer die Bibel nicht lesen will, dann stimmt was nicht... Dann ist der kein Christ. 🤷‍♂️

Weil sie sich über Gott stellen und daher von seiner Lehre abweichen, und daher versuchen, Schriftstellen mittels eigener Ideen auszuhöhlen, um alles dem eigenen Glauben anzupassen. Mit dem Gebot der Nächsten- und Feindesliebe machen es solche Christen auch so. Weil sie sich nicht daran halten wollen, schränken sie das Gebot auf ihr ganz persönliches Umfeld ein und schaffen dann auch hier nochmal zusätzliche Einschränkungen, als Beispiel:

"Wenn mein persönlicher Feind oder Nächster in meinem Umfeld Hilfe braucht, dann habe ich ihm zu helfen. Nach der momentanen Hilfeleistung darf ich meinen persönlichen Feind weiterhassen und muss meinen persönlichen Nächsten nicht weiterlieben.

So betrügen sich diese Christen selbst.

Christen sind nicht verpflichtet etwas zu glauben was sie nicht glauben können.

Es ist auch möglich, da es damals noch keine Psychologen gab, das Jesus mit "Geister austreiben" eine trübe Gesinneshaltung heilte, sprich Depressionen geheilt hat. Wäre zumindest auch eine Erklärung.

Psychosen, wo man sich einbildete von Dämonen besessen zu sein, hätte Jesus bestimmt auch heilen können.

LG-B.