Wären Willy Brandt (SPD) und Helmut Schmidt (SPD) für viele Deutsche heute ebenfalls Nazis und rechtsextrem?

7 Antworten

Nein, natürlich waren sie nicht rechtsextrem.

Es waren andere Zeiten.
Es gab damals andere Bedingungen.

Zudem ist es eben nicht so, dass Schmidt mit allen seinen Aussagen recht hatte. Unter anderem hatte er behauptet, dass Einwanderung aus kulturell ähnlichen Nationen (dabei nannte er Polen) unproblematisch sei. Das stimmt aber nicht (auch Polen, Bulgaren, Georgier findet man recht zahlreich in der heutigen Kriminalitätsstatistik).

Damals konnte Schmidt die heutige Situation noch nicht korrekt vorhersehen.
Das soll aber kein Vorwurf sein. Auch der beste Politiker ist kein Hellseher.

Das Zusammenleben von Menschen ist immer problematisch, auch wenn man kulturell ähnliche Menschen zusammenführt. Und das bedeutet nicht, dass man Zuwanderung unterlassen sollte, es bedeutet nur, dass man keine "Problemfreiheit" erreichen kann, und dass man Probleme ansprechen darf und lösen sollte.

Die Zeiten ändern sich. Das Zusammenleben von Menschen ist immer problematisch.

Übrigens tickt die AfD ganz anders als Schmidt, Brandt oder Kohl damals.
Die AfD schmückt sich da gerne mit fremden Federn.

Rezepte, die noch 1970 oder 1980 funktioniert haben, funktionieren heute eben oft nicht mehr. Politik muss die Gegenwart und Zukunft gestalten und nicht nach dem Motto "haben wir immer schon so gemacht" handeln.

Du lügst, er hat er nie gesagt, dass Integration bei Menschen ähnlicher Kulturen unproblematisch sind.

Diese Aussage so wie du es behauptest gibt es nicht. Lass bitte diese Nazi-DDR Methoden mit Fake News

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Nein. Diese Äusserungen standen zu der Zeit wo sie geäussert wurden für die politische Mitte. Helmut Schmidt war ein konservativer Sozialdemokrat und dabei noch eher konservativ als sozial. Er predigte zu seiner Zeit als Kanzler angesichts der wirtschaftlichen Lage "eine Aktion Schmalhans für die ganze Nation". Willy Brandt brachte seinerzeit eine demokratische Wende in der Richtung "Wir wollen mehr Demokratie wagen". Das ist keineswegs rechts da Rechte in der Regel einen autoritären Staat verteidigen (Beispiele: Mussolini, Hitler, Pétain, Franco).

JA JA und JA

Willy Brandt und Helmut Schmidt waren in meinen Augen die integersten Bundeskanzler, welche die Bundesrepublik Deutschland jemals gesehen hat.

Und ihre Aussagen waren weder links, noch rechts - sondern so realistisch, wie diese nur sein konnten.

Und damit sind diese heute noch genauso gültig wie damals

Und NIEMAND NIEMAND NIEMAND hat die beiden Kanzler jemals auch nur ansatzweise als "rechts, rechtsextrem, Querdenker, Reichsbürger, Pegida-Anhänger, Russland-/AfD-Trolle etc) verleumdet. Warum wohl?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Menschlichkeit ist mein persönlicher Grundsatz!

Aber: Brandt hatte durch die Guillaume Affäre eine grosse Schuld auf sich geladen. Schmidt steht seinerseits fÜr das Wettrüsten mit dem NATO Doppelbeschluss sowie für Rezession und politisches und wirtschaftliches Chaos vor allem zu Lasten der Jugend. Wirtschaften konnte er auch nicht. Zu Schmidt's ZEiten gabe es ein Haushaltsdefizit von 400 Milliarden DM.

Warum Schmidt nach seinem Abgang als Kanzler so populär wurde ist mir ziemlich schleierhaft. Eventuell wirkte er fortschrittlich im Vergleich zu angeblichen Altnazis wie Kiesinger und Heinrich Lübke. Dies obgleich Kiesinger zur Nazizeit nicht wirklich sonderlich linientreu war und Lübke wohl auch lediglich ein Mitläufer gewesen ist.

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Deutschland hatte explizit Gastarbeiter ins Land geholt, man wollte das aber dosiert und kontrolliert machen und nicht in Konkurrenz zu heimischen Arbeitern. Asylbewerber gab es damals kaum. Im Focus stand dabei die Ankurbelung der Wirtschaft/Konjunktur. Somit ist die Situation mit heute nicht vergleichbar. Brandt ist der letzte, dem ich rechtes Gedankengut unterstellen würde. Er hat die Aussöhnung mit Polen voran getrieben und wurde dafür zum 2. Mal als Verräter beschimpft.

Deutschland hatte explizit Gastarbeiter ins Land geholt

Das ist das, was die Türken heute sagen. Aber es stimmt nicht.

Deutschland hatte genügend europäische Gastarbeiter aus Italien, Jugoslawien, Portugal und Spanien. Wir haben die Türken nicht gebraucht, wurden aber von den Amerikanern darum gebeten, ihnen die Möglichkeit für Jobs anzubieten, denn die Amerikaner wollten einen Stützpunkt in der Türkei.

Die Türken sollten alleine kommen und nach spätestens zwei Jahren wieder zurückgehen. Es sollte ein Rollingsystem werden, wo niemand lange blieb.

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@Skywalker17

Zum großen Teil ist Dein Kommentar richtig, auch dass die USA Einfluss nahmen auf die Auswahl der Deutschen unter den Gastarbeitern. Mir persönlich fiel auf, dass die gesamte Müllabfuhr damals überwiegend von Türken besetzt war (bis auf die Fahrer). Weil später die Firmen die eingearbeiteten Arbeiter halten wollten, kam es vermehrt zum Familiennachzug

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@cybersenior

Ja, das ist richtig. Aber das war gegen den Willen der Regierung.

Die erste Generation der Türken war auch druchaus beliebt. Sie hatten sich gut integriert.

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Mich würde wirklich mal interessieren, warum Politiker Rassisten sein sollen die im Interesse ihre eigenen Bürger handeln.

Die vielen Illegalen Migranten sind ein Problem sie kosten sehr viel Geld und sie belegen Wohnungen Kitas und anderes, sodass wir alle Probleme haben.

Sie machen einen erheblichen finanziellen Aufwand, weil sie oft ohne Papiere kommen und nicht bereit sind ihre Nationalität zu offenbaren. Sie brauchen Dolmetscher lassen sich in unserem Gesundheitssysten behandeln ohne auch nur eine Cent eingezahlt zu haben.

Aber von Wertschätzung über unser Entgegenkommen oftmals keine Spur.

Man muss nur hier mal die Fragen anschauen.