Kann man sein Abi schaffen trotz absoluter Niete in Mathe?

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Auch wenn's mir schwer fällt, das zuzugeben - und ob das geht! Meine Lütte macht das gerade vor: sie hat ihr Abi um das Vermeiden von Mathe herum geplant und alle Kurse entsprechend belegt - und so wie es aussieht wird das ein recht gutes 1.x-Abi werden! Berlin macht's halt möglich...

Da sollte man nicht mehr fragen: Hast du Abi? sondern: Wo hast du Abi gemacht? :)

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Nachhifle ist natürlich nicht schlecht, wenn Du einen guten Coach findest. Das dürfte allerding wohl schwierig werden.

Sonst versuch es vielleicht mal mit "Oberstufenmathematik leicht gemacht" von Peter Dörsam. Besser und eingängiger erklärt das meiner Ansicht nach bisher niemand.

Es kann allerdings auch sein, dass Du einfach grundlegende Mängel hast. Viele können einfach nicht Ausklammern oder Terme vereinfachen, haben keinen Blick für eine binomische Formel oder können ganz simpel keine grossen Zahlenkolonnen addieren. Sowas muss ein guter Mathe-Coach erstmal erkennen und abstellen.

Was möchtest du denn im Anschluss studieren? Mathe ist auch später im Studium in sehr vielen Studiengängen unumgänglich und wichtig. Selbst in Fächern, wo man es so nicht direkt vermuten würde, z.B. in Psychologie. Entsprechend sollte das Ziel nicht nur sein, irgendwie gerade so auf eine 5 im Abi zu kommen, sondern den Kram möglichst gut zu verstehen und Lücken zu schließen!

Das geht am besten mit richtig guter Nachhilfe. Hierfür würde ich auf jeden Fall dazu raten, dass man sich einen Studenten dafür sucht, der das in Form von individuellem Einzelunterricht macht. Studenten der Mathematik sind dabei natürlich naheliegend. Aber auch Physiker, Informatiker und so weiter haben so viel höhere Mathematik in ihrem Studium, dass die ebenfalls geeignet wären :).

Nachhilfeinstitute halte ich hingegen für suboptimal. Die sind ziemlich teuer pro Stunde, machen aber trotzdem Kleingruppen"unterricht". Das heißt, dass dort meist bis zu fünf Schülern in einem Raum mit einer Lehrkraft sitzen. In der Regel handelt es sich dabei auch noch um Schüler aus verschiedenen Schulen und Schulformen, oft sogar auch noch aus verschiedenen Klassenstufen. Das bedeutet, dass die Lehrkraft bei 60 Minuten Nachhilfezeit nur 12 Minuten pro Schüler hat. Die restliche Zeit muss man dann still für sich arbeiten, also z.B. Hausaufgaben oder Übungen machen. Hilft jetzt nicht unbedingt viel weiter, wenn schon große Lücken da sind. Und ein Student mit Einzelunterricht ist oft sogar noch günstiger pro Stunde als diese Institute...

Du kannst eine bestimmte Zahl von Unterkursen haben. Wenn du jeden Mathekurs mit 0 Punkten abschließt, kann es eng werden. Das hängt von den Regeln in deinem NBundesland ab.

Absolute Nieten in Mathe sind auch in anderen Fächern sehr schwach.

Oft, wie vermutlich auch in Deinem Fall, liegt sowas wie eine Angstblockade vor. Gegen die musst Du etwas tun. Ein guter Nachhilfelehrer dürfte da sehr hilfreich sein. 

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