Ich weiß nicht mehr weiter, Glaube?

Kann es sein, dass Du einen Hang zur Melodramatik hast?

Ja, das kann sein, liegt vermutlich an meinem Autismus.

16 Antworten

Hallo RPAIG,

zunächst einmal: Die Bibel sagt nicht, dass wir keine eigenen Wünsche haben dürfen! Gott lässt uns genügend Spielraum für eigene Entscheidungen, so dass wir auch heute schon ein erfülltes und glückliches Leben führen können. Kann es sein, dass sich Deine Vorstellung vom Christentum nicht ganz mit der Bibel deckt?

Und was Deine Angst vor der Hölle betrifft: Gott quält niemanden in einer Hölle, da es diese in Wirklichkeit gar nicht gibt! Es stimmt zwar, dass in vielen Bibelübersetzungen das Wort "Hölle" erscheint, doch gibt dieser Begriff nicht richtig die Bedeutung der zugrundeliegenden Wörter aus den Ursprachen der Bibel wieder. Was heißt das genau?

An vielen Stellen, wo in manchen Bibeln das Wort "Hölle" gebraucht wird, ist nichts weiter als das Grab gemeint. Wenn in Zusammenhang mit der Bestrafung von bösen Menschen von einem Feuer gesprochen wird, ist damit kein buchstäbliches Feuer gemeint, sondern dort steht Feuer als ein Symbol ewiger Vernichtung (nicht ewiger Qual)!

Das ist auch in Übereinstimmung mit dem, was die Bibel über den Zustand der Toten sagt. Dort steht z.B.:"Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist. Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet!

Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7).

Egal, welche Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

Aber es steht schwarz auf weiß in der Bibel, dass es eine Hölle mit ewiger Folter gibt: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwiAvbHvvcT9AhX5SvEDHfenCiIQFnoECA4QAQ&url=https%3A%2F%2Fbibeltext.com%2Frevelation%2F14-11.htm&usg=AOvVaw0U0_CbORHe6FWmS959yE-Z

Paulus schreibt in einem seiner Briefe auch, dass die Menschen von Sodom und Gomorrah die Qualen des eigen Feuers erleiden. Jesus selbst sagt ja auch, dass es besser ist einäugig oder einhändig in den Himmel zu kommen als in gesund in die Hölle geworfen zu werden, weil man dort ewig brennt.

1
@RPAIG

Ich stimme dir da zu. Die Bibel spricht klar und deutlich von der Hölle und ewigem Feuer. Ja, es gibt die Hölle und sie ist real.

Genauso wie es den Himmel gibt.

1
@RPAIG

Hallo RPAIG,

bedenke bitte, dass in den Ursprungstexten der Bibel niemals ein Wort gestanden hat, das "Hölle" bedeutet! Aber warum spricht dann die Bibel an verschiedenen Stellen von "Feuer", wenn es um die Bestrafung böser Menschen geht?

Nun, um zu einem genauen Verständnis der Heiligen Schrift zu gelangen, muss man immer den Kontext und die Gesamtaussage berücksichtigen und im Sinn behalten, dass sich die Bibel nicht in sich selbst widerspricht. Ebenso darf man nicht in jedem Fall von einer wörtlichen Bedeutung jeder biblischen Aussage ausgehen, da bestimmte Begriffe in der Bibel oftmals symbolhaft gebraucht werden.

Das trifft oftmals auch auf Texte zu, in denen von einem Feuer in Verbindung mit einem Strafgericht Gottes die Rede ist. In diesenTexten wird der Begriff "Feuer" nicht buchstäblich gebraucht sondern steht für die vollständige und ewig währende Vernichtung. Wieso kann man das sagen?

Einen Hinweis findet man in der Offenbarung, wo gezeigt wird, dass "Feuer" für den ewigen Tod steht. Dort steht: "Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod" (Offenbarung 21:8). Es geht also um Tod und nicht um ein Weiterleben an einem Ort freuriger Qualen!

Das ist in Übereinstimmung mit dem, was Jesus über die "feurige Gehenna" sagte. Sicher hast Du den Begriff auch schon einmal gelesen oder in Deiner Bibelübersetzung steht an den entsprechenden Stellen, wo im Urtext "Gehenna" steht das Wort "Hölle". Um richtig zu verstehen, was Jesus mit der "Gehenna" meinte, möchte ich aus einem Lexikon biblischer Fragen zitieren, wo es unter dem Stichwort "Hölle" u.a. heißt:

"Bibelübersetzer haben den griechischen Ausdruck géennan tou pyrós mit „Feuerhölle“ (JB, Me), „höllisches Feuer“ (Lu, Al), „Glut des Feuers“ (Alb) und „feuriges Tal Hinnom“ (Rei) wiedergegeben.
Geschichtlicher Hintergrund: Das Tal Hinnom (Gehenna) lag außerhalb der Mauern Jerusalems. Eine Zeitlang wurde dort Götzendienst getrieben, bei dem auch Kinder geopfert wurden. Im 1. Jahrhundert war die Gehenna die Müllverbrennungsstätte Jerusalems. Man warf die Tierkadaver in das Tal, wo sie in dem Feuer verbrannten, dem Schwefel zugesetzt wurde, um die Verbrennung zu fördern. Auch die Leichen hingerichteter Verbrecher, die man nicht für würdig hielt, in einer Gedächtnisgruft beigesetzt zu werden, warf man in die Gehenna.
Deshalb sagte Jesus gemäß Matthäus 5:29, 30, daß der „ganze Leib“ in die Gehenna geworfen werde. Fiel der Leichnam in das ständig brennende Feuer, so verbrannte er. Blieb er aber an einem Felsvorsprung in der Schlucht hängen, so wurde das verwesende Fleisch von den allgegenwärtigen Würmern oder Maden befallen (Mar. 9:47, 48). Man warf Menschen nicht bei lebendigem Leibe in die Gehenna; somit war sie kein Ort, wo Personen bei Bewußtsein gequält wurden.
Jesus ermahnte seine Zuhörer gemäß Matthäus 10:28, den zu fürchten, „der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann“. Was bedeutet das? Man beachte, daß er nicht sagt, man werde im Feuer der Gehenna gequält werden, sondern man solle ‘den fürchten, der in der Gehenna vernichten kann’.
Dadurch, daß Jesus die „Seele“ gesondert erwähnt, betont er, daß Gott alle Aussichten auf Leben zunichte machen kann; für einen solchen Menschen gibt es dann keine Auferstehungshoffnung. Mit der „feurigen Gehenna“ ist also dasselbe gemeint wie mit dem ‘Feuerpfuhl’ aus Offenbarung 21:8, nämlich Vernichtung, der ‘zweite Tod’." (Unterredungen anhand der Schriften, Seite 217,218).

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Texte in der Bibel, in denen das Wort "Feuer" keine buchstäbliche Bedeutung hat, sondern symbolisch für die Strafe ewiger Vernichtung gebraucht wird ( siehe z.B. 2. Thessalonicher 1:6-10; Jesaja 66:15, 16, 22, 24).

LG Philipp

1
@RPAIG

EWIG bedeutet nicht FÜR IMMER!

Ewig ist zeitlos.

Natürlich müssen die Menschen nach dem Tod bestraft werden, wenn sie in Sünde lebten. Ist doch logisch.
ABER: Solange du dich bemühst, ein guter Mensch zu sein und Gottes Gebote befolgst, ist doch alles gut.

Gott ist kein strafender Tyrann, Streich dir das ausm Kopf. Jede Tat hat Konsequenzen. Nennt sich Karma. In der Bibel Saat und Ernte. Was du säest wirst du ernten.

1

Obwohl ich Christ bin, habe ich angefangen, das Silmarillion zu lesen (die Vorgeschichte zu Herr der Ringe).

Ich versuche es kurz zu machen. Dort gibt es einen Gott, der schafft sich Kinder, mit denen macht er eine Musik, und aus dieser Musik entsteht dann die Welt aus Herr der Ringe. Es gibt unter diesen Kindern aber einen, der will immer sein eigenes Ding machen und will, dass alle nach seiner Pfeife tanzen, und dadurch wurde die Musik disharmonisch.

Fast Forward, die Elben werden geschaffen und Leben mit diesen "Engeln" fröhlich und Friedlich zusammen. Bis der rebellische Engel kommt, und den Elben Lügen erzählt, und die Elben glauben die Lügen. Dadurch kommen Zank, Streitereien, Misstrauen, Argwohn, und sogar Hass zustande, sodass die Elben sogar glauben, die guten Engel seien egoistisch und selbstsüchtig und wollen sie versklaven, deshalb trennen sie sich von ihnen und machen ihr eigenes Ding, weil sie glauben, dass die Engel tatsächlich böse Motive haben. Und alles nur aufgrund der Einflüsterungen des bösen Engels.

Tolkien, der Autor, kennt natürlich die Bibel sehr gut und ich bin überzeugt, dass er sich daran auch sehr bedient hat.

Als ich diese Geschichte soweit gelesen habe, wurde mir nochmal einiges klar, wie es bei uns auch abläuft. Gott hat nichts gegen dich im Sinn, er will dich nicht bestrafen, er schätzt die Gemeinschaft mit dir, auch wenn du nur ein Mensch bist.

Jetzt aber kommt der Satan. Er kann Gott nicht beeinflussen oder täuschen. Aber er kann dich beeinflussen und täuschen. An einer Stelle in der Vorgeschichte zu Herr der Ringe wird es beschrieben. Der böse Engel hat den Elben die Lügen so aufgetischt, dass sie zwischen Worten verwebt und so unscheinbar waren, dass die Elben später dachten, sie wären selbst auf diese Gedanken gekommen. Die Lügen des Teufels sind so fein gewebt, dass man sie, wenn man nicht geübt ist, sie zu erkennen, sehr leicht für die eigenen Gedanken oder die Wahrheit hält.

Und je mehr man die Lügen glaubt, und je mehr Raum man dem Gedankengut des Feindes gibt, desto mehr kann er uns von Gott trennen und uns des Friedens berauben, morden, täuschen, brandschatzen, das sind die Handwerke des Teufels. Und wenn du dich so in Panik versetzt fühlst, dann kannst du einhundert Prozent sicher sein, dass der Teufel mit der Peitsche hinter dir her ist und dich in den Unfrieden stürtzen und von Gott vertreiben will.

Ich kann dir dazu nur diese Predigt empfehlen...

https://youtu.be/G4yz0XOWQAM

Gott hasst keine Sünder! Wenn Du das behauptest, hast Du nicht viel verstanden!

Gott ist wie ein liebender Vater, der mit offenen Armen auf Dich wartet, nicht weil Du glaubst, sondern weil Du sündigst. Er weiß das doch. Und er liebt Dich genau deswegen. Er weiß, dass wir schwach sind und immer und immer wieder Fehler machen. Und er liebt uns immer einmal mehr und vertraut uns, dass wir unsere Fehler sehen und und uns vornehmen, es nicht mehr zu tun. Und wenn doch, dann liebt er uns dennoch.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ja, natürlich vergibt GOTT einem Christen der mal in Schwäche fällt und sündigt, wenn dieser ehrlich und aufrichtig dafür bereut. Aber Paulus schreibt klar, dass niemand der in beständiger Sünde lebt in den Himmel kommen wird. Wenn du zum Beispiel die Gebote GOTTES stets hältst so gut du kannst und du mal einen ganz schlechten Tag hast, ein Angehöriger von dir vor kurzem verstorben ist und der Feind dich zum Zweifel am Glauben bringt und du dann im tiefsten Frust eine totale attraktive Frau siehst, die auch noch ein Fetisch total bedient und du dann dich mal masturbierst und dich dann danach total schlecht fühlst und auf Knien mit aufrichtiger Reue GOTT um Vergebung bittest, und es dann 1,5 Jahre nicht mehr vorkommt, dann vergibt GOTT dir. Wenn du aber alle zwei Wochen masturbierst oder Pornos ansiehst oder beides, dann vergibt GOTT dir nicht, denn dann lebst du in beständiger Sünde und bist vom Heil ausgeschlossen.

Ja, auch Christen machen Fehler und wenn sie diese Fehler bereuen und so weit wie möglich korrigieren wird es ihnen vergeben. Aber nicht wenn jemand beständig in Sünden lebt, nicht wenn jemand regelmäßig masturbiert, Pornos besitzt oder sich regelmäßig mit einem Hobby/Götzen beschäftigt.

0
@RPAIG

Hallo RPAIG,

Es stimmt einfach nicht, was Du da schreibst!

Du kannst Dir jeden einzelnen Tag Porno ansehen und dazu Dein größtes Vergnügen haben. Du weist, dass es eigentlich nicht optimal ist, aber GOTT weiß, dass Du nicht darauf verzichten kann. Deswegen wird Gott Dir auch 1000 Jahre lang, jeden einzelnen der 365 Tage vergeben.

Du hast Gottes Segen für dein Bedürfnis.

Hier zwei Nachweise für meine Aussage:

Jesus sagt: ALLES ist Euch erlaubt, aber nicht alles dient dem Guten.

Paulus sagt über die Sexualität: Es ist besser dem Bedürfnis nachzugeben, als sich zu verzehren

0
@GandalfAwA

Danke für deinen Kommentar an sich, aber das ist so leider nicht wahr. Die Aussage: Alles ist erlaubt aber nicht alles dient dem Guten stammt von Paulus und sie ist keineswegs ein Freibrief zum sündigen. Man muss diese Aussage wie auch andere Aussagen der Bibel in den Kontext setzen. Paulus schreibt an anderer Stelle, dass niemand der Sünde an sich duldet in den Himmel kommen wird und GOTT toleriert keinerlei Sünden, egal ob ich darauf verzichten kann oder nicht.

0

Es gibt keine christliche Horror-Religion, aber falsche Auslegungen und falsche Vorstellungen von Gott.

Glaube doch einfach an das, was die Bibel lehrt:

Alle Menschen sündigen in Worten, Taten und Gedanken, auch Christen (vgl. 1. Johannes 1,8.10) und würden Gottes Herrlichkeit verfehlen. Der Ausweg besteht darin, dass Gott uns unsere Sünden vergibt, wenn wir Ihn darum bitten (1. Johannes 1,9) - und das immer und immer wieder (vgl. 1. Johannes 2,1-2).

Der Grund dafür ist, dass Gott uns liebt (Johannes 3,16). Wir sind Gottes Kinder (Johannes 1,12) und kommen nicht in das Gericht, das zur Hölle führt (Johannes 5,24).

Dafür dürfen wir Jesus unendlich dankbar sein!

Wenn du das, was die Bibel klar sagt, für dich annimmst, brauchst du keine Angst mehr zu haben und kann dich freuen. Dein Gottesbild ist falsch, lass dich von der Bibel korrigieren.

Ansonsten wirst du weiter Angst haben, was nicht weiter verwunderlich ist. Vertraue doch einfach auf die klaren Aussagen der Bibel und lies dir die von mir verlinkten Verse mal ganz genau durch!

Danke erst mal,

Ich habe das NT fünf oder sechs mal gelesen, ganz alleine und habe alles verstanden und auch den Kontext erkannt. Ich kenne natürlich auch die Stellen die du mir geschrieben hast, aber man muss diese „sanften“ und angenehmen Bibelstellen auch in den Kontext mit den weniger „sanften“ und unangenehmen Bibelstellen setzen. Und dann hat man das was ich glaube. Sowohl Jesus Christus selbst in den Evangelien als auch Paulus und die Apostel in den Briefen verlangen absolute Heiligkeit und grundsätzlich Sündlosigkeit. Paulus zum Beispiel schreibt, dass kein Sünder(er zählt danach verschiedene Arten von Sünde auf, auch z.B. Götzendienst, eine Sünde die mich betrifft) im Himmel sein wird. Jesus wirft im Gleichnis von den drei Talenten einen Menschen in die Hölle weil dieser Angst hatte und nicht missioniert hat. Diese Stelle spricht exakt mich an, weil ich auch Angst habe, Sozialphobie z.B.. Auch in der Bergpredigt verlangt Jesus totale Heiligkeit und droht mir der Hölle und ewiger unendlich schrecklicher Folter, wenn Menschen nicht absolut heilig leben. Paulus wiederum droht jedem Menschen mit dem Tod, der nach der Bekehrung nicht nach GOTTES Willen lebt und Sünde in seinem Leben duldet. Paulus schreibt auch, dass man keine Heilsgewissheit hat und sich die Errettung mit Furcht und Zittern erarbeiten muss. Außerdem verlangen sowohl Paulus als auch Jesus Christus totale Selbstaufgabe und das Abtöten aller eigenen Wünsche und Begierden. Du darfst also nichts mehr tun was du möchtest und kein Form von Genuss in deinem Leben dulden. Es ist also keineswegs so, dass einfach an Jesus Christus glauben, ein bisschen guten Willen zeigen und regelmäßig um Vergebung beten ausreicht, bei weitem nicht.

1
@RPAIG

Warum sollte Gott nicht wollen, dass wir das Leben genießen? Dafür gibt es doch gar keinen Grund. Gott hat eine so vielfältige und schöne Welt erschaffen, dass wir uns daran erfreuen dürfen. Dazu zählen auch Hobbys usw. und wir dürfen Gott dafür danken. Es stimmt überhaupt nicht, dass wir keinen Genuss und keine Wünsche haben dürfen. Ganz im Gegenteil...

Wenn Christen z. B. Sport machen oder Musik hören, sich Filme oder Serien anschauen, im Internet surfen, einen Urlaub machen, ein Buch lesen usw., ist das doch völlig normal und in Ordnung und widersprich nicht der Bibel.

Natürlich sollen wir Jesus glauben, vertrauen und folgen und versuchen, zu leben, wie Gott möchte. Das ist aber nicht so, wie du das beschreibst.

Im Gleichnis von den Talenten wird einer in die Hölle geworfen, weil er nicht geglaubt hat. Er hat nicht das getan, was er sollte, sondern die Talente vergraben. Er war ungehorsam und hat weder geglaubt noch vertraut.

Das bedeutet aber nicht, dass wir Zwang haben, unbedingt etwas tun zu müssen. Manche sind z. B. stille Beter. Jesus hat gesagt, dass wir für "Arbeiter für die Ernte beten sollen". Das kann jeder tun. Nicht jeder kann und soll missionarisch tätig werden, wobei Gebet irgendwie auch schon Mission ist.

Zum Thema Sünde:

Wenn kein Sünder im Himmel ist, dann ist der Himmel völlig leer. Niemand wird im Himmel sein, da wir alle (!) sündigen.

Deshalb schreibt Johannes doch so deutlich an Christen:

  • "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,1-2).

Diese Aussage ist nicht für Nichtchristen, sondern für Christen geschrieben.

Denn auch Christen sündigen immer wieder. Wir leben in einer gefallenen Schöpfung und bis wir einmal bei Jesus sind, gehört Sünde im Leben dazu.

Aber: Sünde wird uns vergeben, wenn wir Gott im Gebet darum bitten. Dann sieht uns Gott als reingewaschen von aller Schuld und als sündlos an. Darum geht es!

In Hebräer 11 werden Glaubensvorbilder aus dem Alten Testament aufgezählt. Schau dir an, was sie getan haben: Abraham hat seine Frau 2x verleugnet, Mose hat einen Aufseher erschlagen und David hat Ehebruch begangen und den Mann der Frau umbringen lassen. Trotzdem besteht kein Zweifel daran, dass sie im Himmel sind, weil sie an Gott geglaubt haben!

Natürlich dürfen wir Heilsgewissheit haben, wenn wir an Jesus glauben und Ihm vertrauen!

Erst wenn wir Jesus ablehnen und keine Vergebung mehr haben wollen, hätten wir ein Problem...

Aber warum sollte wir das tun? Wir dürfen mit Heilsgewissheit in der Vergebung, Gnade, Barmherzigkeit und Liebe Gottes leben. Konzentriere dich auf diese Aspekte, dann wirst du auch wieder Freude in deinem Glaubensleben bzw. leben insgesamt haben.

So sollen bzw. dürfen wir auch leben:

  • "Freut euch allezeit! Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch" (1. Thessalonicher 5,16-18).

Gott will uns nicht knechten, sondern zu einem befreiten und sinnvollen Leben führen.

3
@chrisbyrd

Erst mal danke für deine aufwendige Antwort,

Es tut mir sehr gut, dass sich jemand mit mir beschäftigt und bereit ist mit mir ausführlicher zu diskutieren.

Das stimmt natürlich schon alles und hat mich zum nachdenken gebracht. Aber bei manchem sagt mir mein Bauchgefühl und mein Verständnis der Bibel etwas anderes. Du sagst wir dürfen Hobbys haben? Aber die Bibel sagt, dass unser Herz allein an GOTT hängen soll und wir uns nicht auf die irdischen Dinge konzentrieren sollen sondern in den Himmel(nicht den physischen Himmel)sehen sollen. „Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist, denn wer die Welt liebt der hat die Liebe des Vaters nicht.“ Und viele bibeltreue Theologen gehen davon aus und predigen auch, dass Hobbys(besonders Sammelhobbys) im modernen Sinne Götzendienst sind und können das auch durchaus glaubwürdig darlegen. Okay, Sport machen ist vielleicht keine Sünde, darf aber auch kein Selbstzweck sein, da wir nicht stolz sein dürfen und nicht unser eigenes Ego füttern sollen. Sport zu machen um muskulöser oder fitter zu werden, weil man besser aussehen möchte oder attraktiver werden will ist also aus biblischer Sicht ein Problem. Musik und Fernsehen… Sagt die Bibel nicht, dass wir uns vom Schmutz dieser Welt fern halten sollen und eine reine heilige Braut für Jesus Christus sein sollen?

Viele moderne Musik hat Inhalte die nicht zum bibeltreuen Christentum passen, wenn Songs zum Beispiel von leicht bekleideten, teils fast nackten Sängerinnen gesungen werden und von Ehebruch, Unzucht Oder Egoismus handeln, die Sängerin dabei am besten noch okkulte Handzeichen macht die den Teufel ehren, meinst du sowas gefällt GOTT? Oder wenn Gangster-Rapper von Gewalt und Kriminalität rappen und dabei ein Schimpfwort nach dem nächsten verwenden? Von Heavy Metal und Hardrock die teils beinahe offen satanistisch, naja muss ich das überhaupt weiter ausführen? Diese Musik gehört zur Welt und zum Denken dieser Welt und sie erklingt in Nachtclubs, Rotlichtbuden, Discos, auf Feiern bei denen gesoffen wird und bei gottlosen Jugendbanden. Das ist genau die Art „Welt“ in der ein Christ nichts zu suchen hat, außer er will diesen Menschen Jesus nahe bringen und sie für GOTT gewinnen.

Bei Serien, Fernsehen und Filmen ist es auch so. Die meisten dieser enthalten Themen und Anspielungen die zur Heiligkeit nicht passen. Talkshows idealisieren Reichtum, Persönlichkeit und Ego und es wird gottlos geschwätzt, Western oder Actionfilme enthalten Unmengen an Gewalt, Sitcoms sind Komik oft knapp an oder gar Unterhalb der Gürtellinie, Dokus sind noch am besten, aber auch diese lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Welt und das materielle und lenken uns vom Glauben an GOTT und von den Zielen unseres Glaubens ab. Urlaub? Naja, an sich nicht verboten aber auch Urlaub muss man aus biblischer Sicht skeptisch sehen, denn Urlaub zum reinen Wohlleben ist Zeitverschwendung und kostet Geld, dass man zum Beispiel spenden könnte.

Das Gleichnis von den drei Talenten deute ich etwas anders als du, wobei du mich tatsächlich etwas verunsichert hast. Der Diener der sein Talent vergaben hat wird ja nicht verbannt, weil er nicht geglaubt hat, denn er wusste ja laut eigener Aussage, dass GOTT existiert und ER ein strenger Herr ist. Er wird verbannt, weil er mit dem Talent nichts gemacht hat. Quasi weil er für GOTT nichts getan hat, meines Erachtens deckt sich das mit der Stelle im Jakobus-Brief, an der es heißt, dass Glaube ohne Werke tot ist. Jakobus schreibt auch, dass der Glaube sichtbare Werke braucht und sich in aktiver Tat manifestieren muss. Das widerspricht meines Erachtens deiner Meinung, dass z.B. nur Beten im stillen Kämmerlein ausreicht um gerettet zu werden.

Generell gibt es natürlich Stellen an denen steht, dass allein der Glaube an Jesus Christus rettet, aber es gibt auch viele Stellen an denen das anders rüberkommt.

0
@RPAIG

Hallo RPAIG,

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber wenn Du in deinem bisherigen Leben immer mit strengen Denkmustern aufgewachsen ist, dann ist Dein Bauchgefühl ein bisschen "von bösen Gedanken verseucht".

Du bist ja Asberger, also recherchiere mal im Netz zum Thema "Über-ich".

Verwechsel nicht "Bauchgefühl" mit "Über-ich".

Ich kann Dir mit 100% voller Überzeugung bestätigen, dass chrisbyrd wirklich weiß wovon er spricht, und Du RPAIG kannst ihm vertrauen.

RPAIG, Gott spricht nicht zum Verstand, sondern zum Herzen. Deswegen ist es für Dich besonders schwer, Gott zu verstehen. Weil Asberger ja besonders viel mit dem Kopf verarbeiten.

Ich verstehe Deinen Konflikt, und hoffe Dein Herz zu erreichen. 💖🙏

---

Vertraue die Stimmen die Sanftmütig sind.

Jesus sagt selbst: ich bin sanftmütig und von Herzen demütig

Deswegen: Vertraue die Stimmen die Sanftmütig sind.

3
@RPAIG

Doch: Beten im stillem Kämmerlein kann ausreichen, um gerettet zu werden. Bei der Beerdigung meiner Oma hat der Prediger gesagt, dass sie eine stille Beterin war. Vielleicht hat sie durch ihre Gebet mehr erreicht als manche Prediger oder Missionare!

Dazu: Es geht darum, dass wir tun, was Gott möchte. Wenn wir den klaren Ruf zur Mission oder anderen Dingen von Gott haben, sollten wir uns Gott nicht sperren und nicht ungehorsam sein. Die Frage wäre, wie häufig so etwas vorkommt und was wir genau tun sollen. Das kann ganz unterschiedlich sein. Für meine Oma war es, eine stille Beterin zu sein. Sie ist ganz bestimmt jetzt bei Jesus im Himmel!

Stimmt: Wir sollen unser Herz allein an Gott hängen. Das bedeutet aber nicht, dass wir keine Hobbys und Interessen haben 

dürfen. Dazu gehören auch Freundschaften, Ehepartner und vielleicht auch Kinder. All das verbietet die Bibel nicht, ganz im Gegenteil. Aber Gott soll immer an die erste Stelle, darum geht es!

Hobbys kann man auch mit Gott gemeinsam machen. Beim Fußball versucht man z. B., fair zu spielen und nicht zu meckern. Man feuert seine Mitspieler positiv an und verhält sich dem Schiedsrichter und den Gegenspielern gegenüber respektvoll und freundlich. Natürlich soll Fußball einen nicht von der Gemeinschaft mit Gott abhalten (also von Gebet, Bibelstudium, Predigen usw.), aber die Woche hat 7 Tage und man kann viel in einer Woche unterbringen.

Sport für Fitness und Gesundheit ist doch eine sehr gute Sache. Unser Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes, da ist es doch gut, wenn wir ihn auch pflegen. Stimmt: Übertreiben sollte man es nicht, aber Körperkult ist auch nicht gut. Auch hier schützt uns die Bibel wieder. Doch wir dürfen Sport machen, der uns Spaß macht und gesund ist und Gott dafür danken! 

In der Welt leben wir auch zwangsläufig, da wir z. B. auch Arbeiten oder Einkaufen müssen. Gerade auf der Arbeit bekommt man viel von

der Welt im negativen Sinne ab, aber das gehört wohl leider dazu. Auch hier können wir aber schauen, dass wir uns als Christen positiv verhalten und nicht beim Lästern, Anmeckern, nur Karrierestreben usw. mitmachen. Beim Einkaufen können wir z. B. auf Fairtrade-Produkte usw. achten.

Lies mal das Buch Prediger, dort steht, dass es für alles seine Zeit im Leben gibt und dass wir natürlich das Leben genießen dürfen: https://www.bibleserver.com/SLT/Prediger3 

Wir dürfen also alle möglichen Dinge tun im Leben, entscheidend ist aber, dass Gott immer die Nr. 1 ist! Und wir dürfen und sollen das Leben auch genießen und Gott dafür danken!

Ich schaue mir ganz gerne mal Filme und Serien an. Natürlich kommen dort auch negative Dinge vor, die man nicht gutfinden muss. Aber ich freue mich dann, wenn das Gute irgendwie gewinnt. Man sollte natürlich mit biblischem Kompass schauen und negative Inhalte (Unzucht, Schimpfwörter usw.) ablehnen bzw. sich nicht zum Vorbild nehmen. Dazu sollte man nicht alles schauen, was gerade auch für das Internet gilt. Aber das kann man ja abwägen.

In Bezug auf Musik höre ich am liebsten Musik mit christlichen Texten. Gerade im Bereich Rap und Hip Hop und auch Hardrock und Heavy Metal gibt es viele gute christliche Bands, die tolle Musik mit richtig guten Texten machen. Falls du welche wissen willst, kann ich dir viele tolle Lieder empfehlen, die es auch auf Youtube gibt.

Spannend ist z. B. Realtalk, der als Drogendealer im kolumbianischen Gefängnis saß und jetzt christliche Rapmusik macht: https://www.youtube.com/watch?v=x7GWvAMnb44

Gerade bei christlicher Rap- und Hardrockmusik gibt es häufig ganz besonders tolle Texte. Die Band Affector hat z. B. ein Album gemacht, in der es um Endzeitlehre geht und wo nur Bibeltexte verwendet werden: https://www.youtube.com/watch?v=qAaNPgTI7rQ

2
@chrisbyrd

Warum sollte Gott uns nicht einen Urlaub gönnen? Diese Zeit können wir nutzen, um die Schöpfung besonders zu genießen und um vielleicht ein paar Predigten zu hören oder ein christliches Buch zu lesen. Spenden können wir ja trotzdem. Hiob, Abraham, Salomo, Lydia und viele andere in der Bibel waren z. B. sehr reich. Sie haben nicht alles weggegeben, um zu spenden. Sie durften natürlich auch viel für sich behalten und das genießen. Wichtig ist halt, dass es darauf nicht ankommt, was im Buch Prediger gut beschrieben wird. 

Nein, es gibt keinen Zweifel darüber, dass allein der Glaube rettet! Das sagt Jesus ganz deutlich und auch in vielen anderen Stellen im Alten und Neuen Testament steht das.

Es geht aber darum, dass Glaube auch zu Werken führt (das meint Jakobus in seinem Brief). Wenn man weiter andere Menschen schlecht behandelt, die Ehe bricht, Gott verleugnet, lästert, klaut usw. und gar keine Lust hat, zu beten und sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, dann hat das mit Glauben natürlich gar nichts zu tun.

Als Christen wollen wir doch auch leben, wie es Gott gefällt. Das ist auch zu unserem Besten, denn Gott will uns wirklich nicht einengen oder knechten, sondern zu einem erfüllten und befreiten Leben führen, das unserer Beziehung zu Gott, zu unseren Mitmenschen und zur Schöpfung dient!

4
@chrisbyrd

„Es geht aber darum, dass Glaube auch zu Werken führt (das meint Jakobus in seinem Brief). Wenn man weiter andere Menschen schlecht behandelt, die Ehe bricht, Gott verleugnet, lästert, klaut usw. und gar keine Lust hat, zu beten und sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, dann hat das mit Glauben natürlich gar nichts zu tun.“

Aber genauso ist es ja bei mir. Ich habe keine Lust zu beten und in der Bibel zu lesen und musste mich immer dazu zwingen. Und wenn man jede Form von außerehelichen sexuellen Aktivitäten als Ehebruch definiert, dann habe ich zumindest auch die Ehe gebrochen. Gestohlen habe ich auch sonst nicht unbedingt. Damals, als ich glaubte das GOTT mich lieben würde habe ich GOTT natürlich auch geliebt, aber scheinbar nicht stark genug.

0
@RPAIG

Falls du Selbstbefriedigung meinst, dann ist festzustellen, dass dies in der Bibel nicht erwähnt wird. Man könnte umgekehrt fragen, warum etwas Sünde sein soll, das die Bibel gar nicht erwähnt? Diesbezüglich sollte man vorsichtig sein.

Ehebruch bzw. Unzucht ist außerehelicher Geschlechtsverkehr mit einer Person (bei Unzucht müsste man noch Tiere hinzunehmen, da die Bibel Sodomie auch aufführt), mit der man nicht verheiratet ist. Dabei geht es darum, zu Treue anzuleiten und Ehe, Beziehung und Familie zu schützen. Doch auch für Ehebruch und Unzucht gibt es Vergebung (siehe David).

Gebete müssen nicht unbedingt lang sein. Auch kann man in allen Situationen beten: Beim Zähneputzen, beim Sport, beim Autofahren, vor dem PC usw. Gebet ist Beziehung zu Gott und kein Abspulen von langweiligen Ritualen. Es ist doch schön, dass wir Gott alles mitteilen können, was uns bewegt und dass wir für andere Menschen, die Schöpfung und uns selbst bitten dürfen. Dazu können wir Gott loben und Ihm danken, was auch sehr schön ist (also finde ich zumindest).

Bibel lesen kann auch ein kurzer Text sein, eine Predigt, ein paar christliche Antworten auf Gutefrage, ein paar Seiten in einem christlichen Buch, ein christliches Video auf Youtube usw. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit dem Glauben zu beschäftigen. Ich höre z. B. gerne vor dem PC Predigten oder christliche Vorträge oder auch beim Joggen oder Autofahren.

Man sollte aber kein Gesetz daraus machen, also weder aus dem Beten noch dem Bibel lesen. Denn es geht nicht darum, dass Gott uns knechten, sondern zu einem besseren Leben anleiten will!

Wir können Gott nie stark genug lieben, denn Gott hat uns so sehr geliebt, dass Er selbst für unsere Sünden ans Kreuz gegangen ist. Dazu hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl sie das beim Sündenfall im Garten Eden so entschieden haben. Die Welt wäre noch grausamer und fürchterlicher, wenn Gott sich ganz von uns abgewandt hätte. Ich bin dankbar, dass Er das nicht getan hat.

Es kommt aber nicht auf die Stärke unserer Liebe an, sondern auf Glauben und Vertrauen!

Dazu passt eine Stelle, auf die ich eben bezüglich einer Frage gestoßen bin:

  • "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«." (Römer 1,16-17).

Als Anmerkung steht zu "Glauben": "d. h. die von Gott gewirkte Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens wird geoffenbart, damit sie im Glauben angenommen wird. »Glauben« bedeutet im NT ein bewusstes Vertrauen auf Gott und sein Wort, insbesondere auf Gottes Offenbarung über Jesus Christus und sein vollkommenes Erlösungswerk."

Darauf kommt es an und dann wird man gerettet werden. Dieser Rettung dürfen wir uns heute schon bewusst sein und uns darüber freuen!

1
@RPAIG

Du hast ehrlich gesagt, wirklich alles richtig verstanden von der Bibel!!!

Ich sehe Alles auch so. Wenn man Christus nachfolgt, muss man alles Aufopfern.

Das heißt wirklich, dass man keine Filme schauen sollte, weil sie ja von der Welt kommen. Keine Kinos, keine Clubs oder sonst was.

Und ein wahrer Christ, fährt nicht in den Urlaub, um ein bisschen frische Bergluft zu schnappen. Das tat Jesus auch nicht. Er war ständig Einsatzbereit. Ständig unter Menschen, heilte, wirkte, lehrte, tat Zeichen und Wunder. War auch immer im Gebet.

Woher ich das so sehe? Ich kam zum Glauben, lernte alles Schritt für Schritt kennen und Verstand und verstehe die Bibel genau so, wie du es tust. Man kann nicht im Alten Leben und im Alten Muster zurück.

Jesu Nachfolge ist das größte und schwierigste! Aber es erwartet eine große Belohnung später.

Man muss allerdings hier auf Erden mit Spott und Hohn rechnen. Weil du dich eben von den Anderen und der Masse unterscheidest.

„Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit so wird euch alles andere zufallen. “ (Matth. 6.33)

0
@burself123

1. Johannes 2:15-17 BIBEL.HEUTE

Hängt euer Herz nicht an die Welt und an nichts, was zu ihr gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe des Vaters keinen Platz in ihm. Denn diese Welt wird von der Sucht nach körperlichem Genuss bestimmt, von gierigen Augen und einem unverschämten Geltungsdrang. Nichts davon kommt vom Vater. Es gehört alles zur Welt. Und diese Welt mit ihren Begierden wird verschwinden. Doch wer tut, was Gott will, bleibt und lebt in Ewigkeit.

0

Hallo RPAIG,

bei all diesen Religionismen, die Du aufzählst, und die ich auch so nachempfinden kann, geht in dem Religionsgeschehen unter, dass Gott Liebe ist. Und es kann noch sein, dass mit den Religionismen diese Liebe eingeschränkt wird, damit die Religionismen nicht in Liebe aufgelöst werden.

Religionismen wollen Menschen in eine bestimmte Richtung drängen - und drohen ihnen wer weiß was an, wenn sie dieser Richtung nicht folgen. Somit sind die Menschen nicht selbstbestimmt, sondern andere bestimmen über sie.

Wir lassen das alles hinter uns und betrachten die Liebe Gottes. Wir können sie universal darstellen, d.h. aus Aussagen, die nicht aus unserer weltlichen Wahrnehmung entstammen, ableiten. Ich gehe an der Stelle nur auf die Aussagen der Liebe ein - und diese mögen zunächst sehr abstrakt klingen: Einheit, sowie dass von der Liebe nur etwas ausgehen kann (und nur das), etwas die Liebe auch erreichen darf.

Wir bilden das auf Menschen ab - und in Liebe würden die Menschen in Einheit mit anderen Menschen (und auch mit der Natur um sie herum) gleichermaßen für alle Fülle und größtmöglichen Freiraum schaffen.

Stichwort Freiraum: das bedeutet auch den Freiraum, nicht zu lieben, nicht zu glauben, auch einen Götzendienst zu praktizieren, usw.

Freiraum bedeutet, eben keinen Druck, irgendetwas machen zu müssen zu haben. Er bedeutet aber auch, selbstbestimmt zu sein, sich von niemandem, um dessen Bedürfnisse oder Erwartungshaltungen zu erfüllen, bestimmen zu lassen.

Liebe richtet sich auch uns selbst gegenüber. Wir dürfen das nicht mit der häufig erwähnten Selbstliebe verwechseln. In der Liebe uns selbst gegenüber sind wir mit uns selbst ein, geben und schenken uns selbst etwas, wobei niemandem sonst etwas genommen würde, wo alles um uns herum gewahrt ist.

Würde man niemanden außer Gott oder Jesum im Herzen dulden? In Liebe wären wir mit Gott eins, das wir selbst Liebe wären. Außerhalb der Liebe wäre eine Einheit ggf. egal oder nur Mittel zum Zweck.

Würden wir missionieren, würden wir andere Menschen dazu drängen, einen uns eigenen Glauben anzunehmen. Dabei nehmen wir den Menschen Freiraum, anders zu glauben oder zu sein.

Arbeiten wir Vollzeit, so haben wir in einem Entgelt maximale Fülle (in unserer Gesellschaft aber immer noch sehr differenziert).

Dämonen, die Dich verfolgen oder töten wollen, wäre eine individuelle Wahrnehmung - vielleicht, wie Du es ansprichst, nur durch den Autismus induziert. Damit wäre diese Dämonen gar nicht da, und somit würde Dich niemand töten wollen.

Die Hölle mit ihrem Leid ist ein sehr willkommener Teil der Religionismen, denn niemand möchte solche Qualen erleiden und mag dann genötigt sein, den Religionismen zu folgen. Fokussieren wir uns auf unser Leben, in dem wir uns wie anderen Menschen etwas anbieten dürfen, etwas uns auch erreicht.

Viele Religionen zeichnen grausame Gottesbilder. Solche Überlieferungen finden wir auch in der Bibel. Seit Jesu hat sich das Gottesbild geändert: es ist abstrakter geworden, und Gott ist als Liebe erkannt. Es wäre Gott eher als Liebe postuliert, was nicht falsch ist, wenn wir nur von Liebe sprechen. Dann kann sich die Liebe in unser Gedankenwelt als eine Persönlichkeit Gott manifestieren. Da hätten wir unmittelbar in Liebe wieder die Einheit mit Gott.

Wir dürfen von den Überlieferungen zu Jesu davon ausgehen, dass Jesus im Sinne Gottes - also universal - geliebt hatte. Mit all dem kann weder Gott noch Jesus hassen. Gott oder Jesus können auch niemanden quälen, denn dann wären sie keine Liebe, würden der Person Freiräume mehr als rauben.

Befreie Dich da von all diesem religionistischen Gedankengut und fokussiere Dich auf Dich: so, wer Du bist und wie Du bist. Und es darf immer etwas von Dir ausgehen, was auch andere erreicht; es darf Dich auch etwas von anderen erreichen. Sei Dir auch nicht selbst im Weg, und lege alles ab, was Dich irgendwie hindert - ohne dass dabei Fülle oder Freiraum anderer geraubt oder auch nur berührt würden.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge