Wird in der Bibel die Hölle erwähnt und ist es nicht widersprüchlich an Gott und die Hölle zu glauben?

13 Antworten

Die Bibel spricht nicht von einem Ort ewiger Qual.

Was bedeutet "Hölle"?

"Von den frühen Übersetzern der Bibel ist viel Verwirrung gestiftet und sind viele Mißverständnisse dadurch hervorgerufen worden, daß sie das hebr. Wort Scheol und die griech. Wörter Hades und Gehenna ständig mit dem Wort Hölle wiedergegeben haben.“ (The Encyclopedia Americana, 1942, Bd. XIV, S. 81).

"Hölle" bedeutet nichts anderes, als "Scheol" oder "Hades" — nämlich "Grab".

Was ist gemäß der Bibel die Strafe für Sünde?

Röm. 6:23: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod.“

Wird man auch nach dem Tod noch für seine Sünden bestraft?

Röm. 6:7: „Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen.“

Läßt sich eine ewige Qual für die Bösen mit Gottes Persönlichkeit vereinbaren?

Jer. 7:31: „Sie [abtrünnige Bewohner Judas] haben die Höhen des Tophet gebaut, das im Tal des Sohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.“

Wenn soetwas nie im Herzen Gottes aufgekommen ist, wieviel weniger ist dann anzunehmen, daß er so etwas in noch größerem Umfang tun würde.

Würden Eltern ihr ungehorsames Kind bestrafen, indem sie es quälen? 

‘Gott ist Liebe’ (1. Joh. 4:8). Würde er etwas tun, was gute menschl. Eltern nie tun würden?

Es stimmt; einige Übersetzungen sprechen von einem "höllischen Feuer", und daß Menschen "in die Hölle, in das ewige Feuer", fahren (Matthäus 5:22; Markus 9:43). 

Insgesamt gibt es in den Christl. Griech. Schriften 12 Verse, in denen z. B. Luther das griech. Wort Gehenna mit "Hölle" oder "höllisches Feuer" übersetzt. 

Ist die Gehenna wirklich ein Ort feuriger Qual, während der Hades lediglich das Grab bezeichnet?

Das hebr. Wort "Scheol" und das griech. Wort "Hades" bezeichnen eindeutig das Grab. 

In den Hebr. Schriften ist die Gehenna das "Tal Hinnom". Hinnom war der Name eines Tales vor den Mauern Jerusalems, wo die Israeliten ihre Kinder im Feuer opferten. 

Später ließ der gute König Josia das Tal für diesen schrecklichen Brauch ungeeignet machen (2. Kö. 23:10). Es wurde zu einer gewaltigen Mülldeponie.

Als Jesus auf der Erde lebte, war die Gehenna somit der Müllabladeplatz Jerusalems. Durch die Hinzufügung von Schwefel unterhielt man dort Feuer, um den Abfall zu verbrennen. 

In dem Werk Smith's Dictionary of the Bible, Band 1 lesen wir: "Es wurde der allgemeine Müllabladeplatz der Stadt, ein Ort, wohin man die Leichen von Verbrechern und Tieren sowie jederlei Unrat warf." Lebende Geschöpfe wurden dort jedoch nicht hineingeworfen.

Die Bewohner Jerusalems verstanden somit, was Jesus meinte, als er den bösartigen geistlichen Führern sagte: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen?" (Mat. 23:33). 

Jesus meinte nicht, daß diese geistlichen Führer gequält würden. 

Denke daran, daß Gott, als die Israeliten ihre Kinder in jenem Tal lebendig im Feuer verbrannten, sagte, so etwas Schreckliches sei nie in seinem Herzen aufgekommen! 

Jesus benutzte die Gehenna somit als ein passendes Sinnbild für vollständige und ewige Vernichtung. Er meinte, daß jene bösartigen geistl. Führer einer Auferstehung nicht würdig waren. 

Seine Zuhörer konnten verstehen, daß diejenigen, die in die Gehenna kämen, ähnlich wie Abfall für immer vernichtet würden.

Was ist denn der "Feuersee", der in der Offb. erwähnt wird?

Er hat eine ähnliche Bedeutung wie die Gehenna. 

Er bedeutet nicht Qual bei Bewußtsein, sondern ewigen Tod oder Vernichtung. 

Beachte, wie dies die Bibel selbst sagt gemäß Offb. 20:14: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee" — den Tod, aus dem es keine Auferstehung gibt. 

Dieser Feuersee ist symbolisch, denn Tod und Hölle (Hades) werden dort hineingeworfen. Tod und Hölle können nicht buchstäblich verbrannt werden. Sie können und werden jedoch beseitigt oder vernichtet werden.

„Die Bibel sagt aber, der Teufel werde für immer im Feuersee gequält werden", mag jemand einwenden (Offb. 20:10). 

Was bedeutet das? Als Jesus auf der Erde lebte, wurden Gefängniswärter manchmal "Peiniger" genannt. 

Jesus sagte in einem Gleichnis über einen Mann: "Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlt hätte alles, was er ihm schuldig war" (Mat. 18:34, Luther). 

Da diejenigen, die in den "Feuersee" geworfen werden, in den "zweiten Tod" gehen, aus dem es keine Auferstehung gibt, werden sie sozusagen für immer im Tod gefangen gehalten. 

Sie bleiben wie unter der Aufsicht von Gefängniswärtern für ewig Tot. 

Die Bösen werden nicht buchstäblich gepeinigt, denn wie wir gesehen haben, ist ein Verstorbener völlig aus dem Dasein geschieden. Er hat kein Bewusstsein mehr.

Die Begebenheit, wo Lazarus und ein reicher Mann ihre Plätze tauschen, ist lediglich eine Metapher, um zu veranschaulichen, dass eine zuvor geachtete Geistlichenklasse geistig arm sein — und eine zuvor unterpriviligierte Gesellschaft plötzlich geistig reich sein wird.

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken..(Jesaja 55,8)

Was Du glaubst und Dir wünschen würdest, das ist das Eine. Doch Gott ist Schöpfer und er bestimmt die "Regeln", nicht seine Schöpfung.

Gott möchte nicht, dass ein einziger Mensch nach dem Tod von ihm getrennt ist. Doch hat er jeder Person einen freien Willen gegeben, sich für einen anderen Weg zu entscheiden.

3Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. 14Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. (Matthäus 7,14 + 15)

Denn so [sehr][1] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)

Informationen zur Hölle.

https://www.gotquestions.org/Deutsch/schwefel-und-feuer.html

Ob Hölle oder ewige Trennung von Gott - eines von beiden wäre schon schlimm genug.

Gott lässt nicht jeden Menschen ins Paradies, weil das seinem Gerechtigkeitssinn widersprechen würde (siehe 5.Mose 32:4,5).

Ebenso geht aus der Bibel klar und deutlich hervor, was Gottes absolute Haupteigenschaft ist. Es ist Liebe. Gott wird in seinem Wort der Bibel, sogar die ,,Liebe in Person" genannt (1.Johannes 4:8). Das wird von seinen anderen Haupteigenschaften, also der Weisheit, der Macht und der Gerechtigkeit nicht gesagt. Das Gott die Liebe in Person ist, bedeutet nichts anderes, als das im Endeffekt absolut ALLE Taten Gottes, von Liebe geleitet sind. Selbst wenn er alle unverbesserlichen bösen Menschen, für immer vernichten wird, dann wird er das aus Liebe zu seinen wahren Anbetern tun (1.Thessalonicher 1:6).

Und da hast du auch schon die Antwort auf deine Frage. Ist es gerecht, jemanden für die UNENDLICHKEIT zu quälen, weil dieser ca. 80 Jahre lang sündig gelebt hat? 

Hat es auch nur irgendetwas mit Liebe zu tun, jemanden leiden zu lassen, obwohl da gar kein Sinn dahinter steht und es absolut niemandem etwas bringen würde? 

Nein, das hat natürlich nicht das Geringste mit diesen Eigenschaften zu tun. 

,,Der Feuer und Schwefelsee" ist in der Bibel ein SINNBILD, für den zweiten Tod (siehe Offenbarung 21:8). Der zweite Tod, steht in der Bibel für ewige Vernichtung, ohne die Aussicht, je wieder ins Dasein kommen zu können. Und ja, im Vergleich zur unendlichen Freude, die im Paradies herrschen wird, ist das durchaus so ähnlich, als wenn man buchstäblich gequält werden würde. Jedoch besteht zwischen der Nichtexistenz und der Qual, noch einmal ein Unterschied wie Tag und Nacht. 

Die Feuerhöllenlehre, ist eine unbiblische Irrlehre, welche Gott den Schöpfer bis ins Tiefste beleidigt! 

Gott würde Menschen niemals so leiden lassen. Gott liebt die Menschen. Er hat sogar seinen einziggezeugten Sohn Jesus Christus, für unsere Sünden sterben lassen, damit wir wieder das ewige Leben erlangen können. Durch Jesus Loskaufsopfer, können wir nämlich von unseren Sünden freigesprochen werden und wieder in ein gutes Verhältnis zu Gott kommen. 

Dazu heißt es in Gottes Wort der Bibel:

Durch ihn, durch sein Blut, haben wir die Befreiung durch Lösegeld, ja die Vergebung unserer Verfehlungen. So groß ist seine unverdiente Güte. (Epheser 1:7)

Und:

JHWH ist barmherzig und mitfühlend, wird nicht schnell zornig und ist reich an loyaler Liebe. 9 Er wird uns unsere Fehler nicht endlos vorhalten noch für immer nachtragend sein. 10 Er hat uns nicht so behandelt, wie wir es wegen unserer Sünden verdienen, noch hat er uns unsere Vergehen heimgezahlt. 11 Denn so hoch, wie sich der Himmel über die Erde erhebt, so groß ist seine loyale Liebe zu denen, die Ehrfurcht vor ihm haben. 12 So weit weg, wie der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang ist, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. 13 So wie ein Vater mit seinen Söhnen barmherzig ist, so ist JHWH mit denen barmherzig, die Ehrfurcht vor ihm haben. (Psalm 103:8)

Ja, das ist ein Gott, den man gerne anbetet.

Was sagte Gott zu Adam, bevor dieser sündigte? 

Er sagte zu ihm:

„Du darfst von jedem Baum im Garten essen, bis du satt bist. 17 Aber vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben.“

Was sagte Gott zu Adam, nachdem dieser gesündigt hat? 

Er sagte zu ihm:

Zu Adam sagte er: „Du hast auf die Stimme deiner Frau gehört und von dem Baum gegessen, obwohl ich dir ausdrücklich gesagt habe: ‚Davon darfst du nicht essen.‘ Deshalb ist der Erdboden deinetwegen verflucht. Dein ganzes Leben wirst du dich abmühen, um von seinem Ertrag zu essen. 18 Dornen und Disteln werden auf ihm wachsen und du musst die Pflanzen des Feldes essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen wurdest. Denn Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1.Mose 3:17) 

Hat Gott Adam etwa angelogen? Hatte er eigentlich vor, ihn für alle Ewigkeit leiden zu lassen? Nein, natürlich nicht, so etwas wäre ihm niemals in den Sinn gekommen (Jeremia 7:31).

Aufgrund von Gottes Persönlichkeit, kann man seine Hand dafür in Feuer legen, dass Gott Leid hasst. Als es schon einmal, sehr viel Ungerechtigkeit auf der Erde gab, ,,tat das Gott im Herzen weh" (1.Mose 6:5,6).

Gottes Persönlichkeit ist der wichtigste Grund, warum die Folge der Sünde der Tod ist und nicht das unaufhörliche Leid ohne Ende. 

Gott sichert uns in seinem Wort, die beruhigenden Worte zu:

Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod, doch das Geschenk, das Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn. (Römer 6:23).

Wird in der Bibel die Hölle erwähnt

Ja. An verschiedenen Stellen mit einer Bandbreite an Begriffen und Metaphern.

und ist es nicht widersprüchlich an Gott und die Hölle zu glauben?

Nein. Die Botschaft Christi war zwar eine die das Gericht Gottes angekündigt hat, aber sie hatte das Ziel vor der Hölle zu warnen.

In der Bibel steht nur, dass die Toten an einen Ort kommen, wo sie auf ihre Wiederauferstehung warten. Die "Hölle" hat die Kirche erfunden, um die Menschen an sich zu binden.

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