Ich treffe häufig auf die Aussage, dass ASTROLOGIE der größte Unsinn ist - Warum?

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Obwohl dies Frage hier im Forum, aber auch sonst überall, mit sehr viel Engagement vertreten wird, was zu viel Polemik und viel Unsachlichkeit führt, möchte ich doch versuchen, Dir eine ernsthafte sachliche Antwort zu geben.

Astrologie wurde in den Zeiten ernsthaft betrieben, als die Menschen noch an Naturgötter glaubten, die ihren Zorn mit Blitzen ausdrücken. In diesem Weltbild war die Interpretation der Sterne wichtig.

Seit Newton weiß man, dass das Himmelsgwölbe wie ein großes Uhrwerk arbeitet und alle Postionen der Gestirne am Himmel exakt vorbestimmt sind. Die Sterne können also keine Botschaften der Götter verkünden.

Trotzdem hielt sich die Astrologie als Parawissenschaft, von der lange nicht klar war, ob sie ähnlich wie Bauernregeln, doch funktioniert, eben nicht oder trotz der Sterne, sondern weil die Astrologen eben entsprechende Erfahrung in der Beratung ihrer Mandanten gesammelt haben. Deshalb wurde/wird die Astrologie von ihren Anhängern oft als "Erfahrungswissenschaft" bezeichnet.

In den letzten Jahrzehnten gabe es aber immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen von astrologischen Aussagen und Astrologen, bzgl. Charakter, Partnerbetratung, Berufsberatung, allgemeiner Lebensempfehlung, ... usw. , bei denen die Astrologen regelmäßig versagt haben. Nicht alles was sie sagten war falsch. Aber doch soviel, dass man mit Würfeln (ohne Sterne, ohne Horoskop, ohne ...) die gleiche Anzahl richtiger Aussagen erreicht hätte. Demzufolge spricht aus heutiger Sicht die Erfahrung nicht für sondern gegen die Funktion der Astrologie.

Jeder ehrliche Mensch (Astrologiekritiker automatisch, Astrologieanhänger eher zögerlich) wird dir gegenüber zugeben, dass es KEINEN echten, allgemein überzeugenden Beweis für die Richtigkeit der Astrologie gibt. Trotzdem GLAUBEN die Anhänger an die hilfreiche Unterstützung der Astrologie bei ... (???). Nun gibt es aber trotzdem Astrologieanhänger. Diese glauben fest an "ihre" Astrologie und begründen dies in der Regel miit persönlichen Erfahrungen.

Meine- zugegebenermaßen kritische - Haltung erklärt dies wie folgt: Jeder sucht nach einer möglichst einfachen Erklärung für das Leben und den Sinnn des Seins an sich. Die Astrologie ist zwar nicht bewiesen, bietet aber doch bestimmten Menschen eine Hilfe, an der sie sich ihren Lebenssinn zurecht biegen können. Beweise brauchen sie dazu nicht. Statt dessen werden Erlebnisse so gedeutet, dass sie in das Weltbild der Astrologie passen, bis aus dem Glauben feste subjektive Gewissheit wird. Dieses Verfahren wird üblicherweise als Selbsttäuschung bezeichnet.

Die pauschale Verutrteilung der Astrologie als Unsinn, kommt aus einer gewissen Überheblichkeit / Arroganz mancher Astrologiekritiker.

So wie viele Kinder früher an den Weihnachtsmann geglaubt haben, machen fast alle Jugendliche eine Phase durch, in der sie sich mit der Astrologie beschäftigen und glauben, dass da etwas dran sein müsste. Später erkennen sie dass die Astrologie eben keine irgendwie nutzbaren, sachlicch belastbaren Aussagen liefert und tun die Astrrologie als Abeerrglaaube ab, der daann leicht das OOpfeer von Spoott und Hohn werden kann.

Andererseits, was würdest Du von einem erwachsenen Menschen halten, der noch fest an den Weihnachtsmann glaubt (Irgendwer musss doch die Geschenke bringen, die zu Weihnachten immer auftauchen?), oder der glaubt, dass Pumuckl (der Fernseh-Kobolt) wirklich existiert? Ich weiß, die Gruppe der erwachsenen Personen, die an Pumuckl glaubt, ist klein. Aber ihre Argumente sind genauso stichhaltig, wie die Argumente der Astrologie-Anhänger. Keiner kann ihnen wirklich das Gegenteil beweisen. Dass niemand Pumuckl im wirklichen Leben gesehen hat, diese Tatsache spricht nur dafür, dass er sich wirklich so gut unsichtbar machen kann, wie es im Fernsehen behauptet wird. Und irgendwelche Unglücke werden auch Dir schon passiert sein, für die Pumuckl gut die Verantwortung übernehmen kann.

Nun die Sekte der Pumuckl-Gläubigen ist keine echte Gefahr für den gesunden Volksverstand. Bei den Astrologie-Anhängern ist das etwas anders. Denn für die ist ihr Pseudowissen zu einem (Aber)-Glauben geworden, der fast mit religiösem Eifer verteidigt werden muss. Jeder der an der Astrologie zweifelt wird als Ketzer betrachtet und kann sich nur darüber freuen, dass es heute keine Scheiterhaufen mehr gibt. Hier gilt die alte Regel, dass mangelndes Wissen und fehlendde Beweise nur durch ein mehr an GLAUBEN ersetzt werden kann.

Aber hier gilt meine Hauptdevise: Jeder, wirklich jeder, darf glauben was er will.

Allerdings sollte er dann so ehrlich sein und zugeben, dass es sich dabei = Astrologie, eben um Glauben handelt und eben nicht um Wissen.

Die mit Abstand beste Antwort. DH

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Das ist so oder so alles völliger Zufall. Die Astrologen können sich aus den Fingern saugen, was immer sie wollen, es wird nie etwas mit den Sternen, Planeten oder deinem privaten Leben zu tun haben. Das gesamte Leben auf der Erde ist Zufall, ein "Unfall", eine Notfallhypothese. Die Sterne und Planeten juckt es nicht, ob wir Pamperchen hier auf der Erde herumkrauchen und unser eigenes Lebensumfeld zerstören. Die Sterne waren lange vor uns da und werden auch noch existieren, wenn keine einzige Zivilisation in diesem Universum mehr etwas von einem Platz namens "Erde" ahnt. Wenn der Wasserstoff in unserem Blut schon längst wieder Teil eines neuen Sterns ist. Oder in ein schwarzes Loch gesogen wurde und als Plasmawolke durch ein weißes Loch wieder herauskommen. Denn wir sind nichts anderes als Gebilde aus Elementen, genau wie alles andere im Kosmos. We are made of star stuff.

Ob bei der Deutung künftiger Ereignisse aus Kaffesatz, Glaskugeln, Handlinien, Hundeschwanzwedeln, rollenden Billiardkugeln, Himmelskörpern oder anderen Objekten die Astrologie der größte Unfug ist, sei dahingestellt. In jedem Falle sind die Aussagen zur Zukunft derart banal, dass sie sich später immer beliebigen realen Ereignissen zuordnen lassen entsprechnd der Fantasie der Gläubigen.

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