Die (für mich jedenfalls) attraktivsten IT-Berufe sind jene, für die man eine ganz besonders gute Ausbildung benötigt: ein wirklich anspruchsvolles Studium, das nur wenige durchstehen.

Den Beruf des "Spieleprogrammieres" (von dem in einer anderen Antwort hier die Rede ist), empfinde ich als einen der am allerwenigsten attraktiven.

KI-Entwickler zu sein, wäre wohl das, was kompetenten Informatiken am meisten Freude und Verdienst bescheren könnte.

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Wenn du die Ausbildung (= Lehre) noch nicht angefangen hat, ist es ganz natürlich, nicht mehr zu wissen.

Es reichen gute Schulnoten in Deutsch, Englisch und Mathematik (= Rechnen) und der starke Wille, in diesem Beruf später mal gut zu sein.

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Gut bezahlte Informatiker sind Personen, die

  • den Umgang mit sich ständig weiter entwickelnden, hoch komplexen Softwaresystemen souverän beherrschen, weil sie entsprechende langjährige Erfahrung mitbringen,
  • auch unter Zeitdruck projektübergreifend denken und handeln 
  • und Detailwissen mit strategischer Weitsicht verbinden:

Sie wissen um den Wert guter, stets aktueller Dokumentation, bestehen auf ihrer Existenz, erhalten ihre Qualität, und können daher stets ganz genau zu sagen, was die von ihnen verantworteten Anwendungen an SOLL-Funktionalität zu welchem Zeitpunkt haben bzw. haben sollten. [ Insider wissen: Personen mit solchem Wissen in ausreichender Genauigkeit sind selten. Wo sie fehlen, kann die IT-Landschaft auf Dauer nicht gesund bleiben. ]

Wie viele noch sehr junge Informatiker kennst du, die unter dieses Schema fallen?

Oder denkst du, es reiche, ständig nur von SCRUM zu reden, um ein wertvoller Informatiker zu sein?

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Ja, das kann man (ich weiß es aus eigener Erfahrung).

Du musst nur genügend Interesse und Durchhaltevermögen mitbringen.

Die Einstiegsschwelle zu überwinden, ist heute viel schwieriger als früher. Aber danach wird man kein Problem mehr haben, schnell dazuzulernen.

Verschwende keine Zeit mit Videos. Wirklich helfen werden dir nur gute Bücher und viel Übung, ggfs. auch Beispiele, die sich im Netz finden (sog. Code Snippets).

https://www.smashingmagazine.com/2009/07/45-excellent-code-snippet-resources-and-repositories/

Ganz zu Angang an wäre sicher auch w3Schools eine gute Anlaufstelle für dich.

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Programmierer codieren, testen oder reparieren Code, den Informatiker als Software Designer spezifiziert haben.

Kurz: Programmierer sind — sofern sie nicht wirklich herausragend gut sind — sozusagen das Fußvolk in der IT-Branche.

Studierte Informatiker werden i.A. nur wenige Jahre nach Eintritt ins Berufsleben programmieren anfangs, so 2-3 Jahre, aber auf jeden Fall.

Später werden sie vor allem Konzeptpapiere schreiben, d.h. Spezifikationen gewünschter Software erarbeiten oder Kunden helfen, ihre IT-Systeme neuen Anforderungen anzupassen. Sofern sie das auf Dauer nicht können — was leicht passieren kann, wenn sie sich zu wenig mit Softwartechnik beschäftigen —, werden sie vor allem als Manager arbeiten, d.h. als jemand, der organisiert, Kunden akquiriert und Budget verwaltet.

Manche enden als die Sorte von IT-Beratern, die nur noch sinnloses Zeug erzählen, was niemand mehr nützt. Das sind jene Personen, die zu wenig Management-Talent haben um als Manager zu arbeiten, sich aber auch technisch nicht mehr wirklich auskennen, da sie nur zu selten gezwungen waren, sich tatsächlich auch mit Code und praktischer Software-Architektur auseinanderzusetzen.

Studierte Informatiker sollten sich als Software-Ingenieure verstehen, d.h. als jemand, der beides beherrscht: Die Kunst des Programmierens, ebenso wie die Kunst des Konzipierens und Spezifizierens umfangreicher IT-Landschaften.

Von Informatikern erwartet man, dass sie problemlos umfangreiche Papiere in Deutsch ebenso wie in Englisch schreiben können und nie verlernt haben, auch mit Code gut umgehen zu können. Optimalerweise sollten sie sich zudem noch fließend in Englisch mit Ausländern unterhalten können.

Sie sollten sich nie zu fein dafür sein, auch selbst mal bei Bedarf ein kleines Hilfswerkzeug zu implementieren mit dem Ziel, ihre eigene Arbeit effizienter und fehlerfreier zu gestalten. Ja, und Management-Talent sollten sie darüber hinaus auch noch haben.

Auf jeden Fall sollten Informatiker die Fähigkeit haben, sich extrem schnell in jedes nur denkbare Anwendungsfeld von Software einzuarbeiten — mindestens dann, wenn sie nicht erwarten, lebenslang nur ein und dasselbe Unternehmen bedienen zu müssen. Wer für IT-Beratungs-Unternehmen arbeitet, muss damit rechnen, dass es Zeiten geben wird, wo er alle paar Monate in ein neues Projekt kommt, in dem es um Anwendungsproblematik geht, die er vorher noch nie angetroffen hat.

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Wenn du mit im Web gefundenen Tutorials und Informationen nicht auskommst, solltest du in einer Stadtbibliothek nach Büchern zur Programmierung in einer dich interessierenden Sprache suchen (zunächst mal nach Büchern, die nicht allzu umfangreich sind).

Wenn du eines findest, das dir hilfreich erscheint, kaufe es, um es dann wirklich gründlich durchzuarbeiten.

Ansonsten halte dich an den Ratschlag von regex9.

Andere Wege sind nicht zielführend.

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Das Wesentliche auf den Punkt gebracht:

Einstein hat erkannt, das sich die Wirklichkeit aus Sicht unterschiedlicher Beobachter recht unterschiedlich darstellen kann. Seine Theorie kann diese Unterschiede sehr genau beschreiben. Sie beweist uns:

  • Gegebene Ereignisse E1 und E2 können in der Raumzeit mehr als nur einen zeitlichen Abstand haben.
  • Zeitliche und räumliche Abstände gibt es nur aus Sicht der Beobachter (die Wirklichkeit kennt nur einen eindeutigen raumzeitlichen Abstand).
  • Räumliche und zeitliche Abstände von Ereignissen werden durch unterschiedliche Beobachter umso unterschiedlicher wahrgenommen, je schneller sie sich vom Ort jener Ereignisse weg oder auf ihn zu bewegen. Auch gegebene Gravitationsfelder spielen mit eine Rolle.
  • Da sich Licht aus Sicht aller Beobachter gleich schnell bewegt, kann Relativitätstheorie diese Unter­schiede exakt beziffern (gut für uns — es gäbe sonst kein GPS).
  • VORSICHT aber: Wer glaubt, dass hierzu in jedem Fall die SRT aureiche, der irrt. Sie nämlich reicht nur, wenn der Raum ungekrümmt (= frei von Gravitation) ist.
  • Durch gleichförmige Bewegung hervorgerufene Zeitdilatation ist nur scheinbar gegeben, durch unterschiedliche Beschleunigung hervorgerufene existiert wirklich. [ Der Grund dafür: Unterschiedlich beschleunigt zu sein bedeutet, unterschiedlich lange Wege durch die Raumzeit zu nehmen und so - bis zur Ankunft am Ziel - unterschiedlich viel Lebenszeit zu verbrauchen. ]

Relativ zueinander bewegte Objekte gehen von unterschiedlichen Zeitbegriffen aus, denn: Wird A durch B beobachtet, so wird jeder Tick der Uhr von A dem B erst dann als geschehen erscheinen, wenn jenes Signal der Uhr auch ihn erreicht hat. Signalgeschwindigkeit aber ist endlich (= Lichtgeschwindigkeit).

Eben das versteht man unter der Relativität der Zeit.

Wenn man es genauer nachrechnet, stellt man fest:

Solange A und B sich von einander weg bewegen, wird jeder der beiden glauben, die Zeit beim jeweils anderen verginge langsamer als seine eigene.

Wenn sie sich aufeinander zu bewegen, ist es genau umgekehrt: Da wird jeder den Eindruck haben, die Zeit beim jeweils anderen verginge schneller als seine eigene.

Wie schnell A und B aus eigener Sicht heraus altern, ist von ihrer Geschwindigkeit — die immer nur Relativgeschwindigkeit und kleiner als Lichtgeschwindigkeit ist — völlig unabhängig.

Zum sog. Zwillingsparadoxon kommt es erst, wenn Objekte unterschiedlich stark beschleunigt werden bzw. sich in unterschiedlich starken Gravitationsfeldern aufhalten.

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Bitte lies z.B. https://www.gutefrage.net/frage/was-davon-aus-dem-video-ist-jetzt-genau-die-relativitaetstheorie#answer-213692284

Merke:

Da Geschwindigkeit relativ ist, kann sie nichts damit zu tun haben, wie schell einem Objekt die Zeit vergeht.

Erst Beschleunigung bremst den Lauf der Eigenzeit.

Mit anderen Worten: Je stärker ein Objekt beschleunigt ist, desto langsamer wird es altern.

Somit gilt: Je weiter entfernt von Gravitationsquellen wir uns befinden, desto schneller altern wir - verglichen mit anderen Objekten.

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Aus quantenphysikalischer Sicht heraus gilt das Teilchenmodell heute als überholt.

Was man als "Teilchen" missverstanden hat (und in verschiedenen Experimenten beobachtet zu haben glaubte), waren Lichtquellen, die dadurch entstanden, dass eine sich kugelförmig im Raum ausbreitende Welle an bestimmtem Ort schlagartig all ihre Energie an ein anderes Quant abgab (man spricht vom "Kollaps der Wellenfunktion").

Das diese Energie aufnehmende Quant – meist ein Elektron eines Atoms – gerät durch Aufnahme der ankommenden Energie in einen angeregten Zustand, aus dem es aber fast sofort durch Abgabe elektromagnetischer Wellen (= Licht) wieder in seinen Normalzustand zurückfällt. Dieses dann beobachtete Licht hat man missverstanden als Bild eines "Teilchens".

Tatsächlich aber hat nie ein "Teilchen" existiert, sondern nur eine unteilbare Portion von Energie, welche sich als Kugelwelle (um Hindernisse herum gebeugt) um die Stelle ihres Entstehens herum ausgebreitet hat. Sie entstand als harmonischer Oszillator, d.h. als durch eine schwingende elektrische Ladung erzeugte elektromagnetische Kugelwelle.

Lies » There are no Particles, there are only Fields «.

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Das Rätsel löst sich wie folgt:

Wenn jemand von Zeit spricht, dann ist damit immer der Zeitbegriff des Beobachters gemeint - nicht aber der der beobachteten Objekte.

Jedes Objekt aber hat seinen eigenen Zeitbegriff.

Lies auch

  • https://www.gutefrage.net/frage/relativ-definition-astronomie#answer-289673230
  • https://www.gutefrage.net/frage/relativitaetstheorie---zwillingsparadoxon#answer-286352375
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Bitte lies meine Antwort » Unser Denken und Fühlen aus quantenphysikalischer Sicht heraus betrachtet « zu einer ganz ähnlichen Frage hier auf guteFrage.net.

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Wie unsere Wahrnehmung aus quantenphysikalischer Sicht zustande kommt:

Unser Gehirn ist ein quantenmechanisches System, welches für uns konstruiert, was wir unsere Realität nennen (z.B. Farben korresponierend zur Wellenlänge von Licht, das den Sehpurpur in unserem Auge erreicht, letztlich aber alle Bedeutung von Signalen, die unsere Sinnesorgane erreichen).

Unsere Realität (= unsere Interpretation der uns erreichenden Signale) ist eine sich ständig -- im Detail wenigstens -- modifizierende Menge mit JA oder NEIN beantworteter Fragen. Jede Antwort darauf stellt genau ein Bit an Information dar und wird erzeugt durch einen Kollaps der Wellenfunktion, welche uns und insbesondere unsere Neuronen, beschreibt).

Diese Bits aber sind, so scheint es jedenfalls, nicht irgendwo in unserem Gehirn gespeichert (wie man früher dachte), sondern bestimmen Form und Intensität elektromagnetischer Signale, deren Quelle unser Gehirn ist.

Als extrem schwache – und daher als Wellen sehr langer Wellenlänge – werden nun aber fast alle der von unserem Gehirn erzeugten elektromagnetischen Wellen weit über unseren Schädel hinaus existieren, sich also mit Lichtgeschwindigkeit ausgehend von uns im gesamten Universum ausbreiten, bis sie sich – die einen fast sofort, die anderen erst in weiter Zukunft – dort durch Dekohärenz auflösen zu Signalen, die andere belebte oder unbelebte Materie auf quantenmechanischer Ebene, in sehr geringen Ausmaß also, hinsichtlich ihres Zustands abändern (genauer: sie verschmelzen dort mit einem Elektron eines Atoms jener Materie – so extrem gering also ist diese Auswirkung).

Umgekehrt können so auch Gedanken anderer Menschen oder Lebewesen das eine oder andere Atom in unserem Gehirn in einen Zustand versetzen, den es ohne jene Gedanken anderer nicht gegeben hätte.

Bisher ist Wissenschaft nicht in der Lage, solchen Einfluss auf unser Gehirn zu messen oder gar zu untersuchen. Vorhanden – ganz extrem schwach vorhanden – ist er aber auf jeden Fall, und es kann wohl auch nicht ausgeschlossen werden, dass in extrem seltenen Fällen solcher Einfluss dann doch eine Rolle spielt in dem Sinne, dass er uns – irgendwie, als nur flüchtiger Gedanke – bewusst wird.

Etwas häufiger werden solche Einflüsse ganz sicher auch unser unbewusstes Denken beeinflussen.

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Bitte lies, was Google zum Stichwort Realismus findet:

https://www.google.com/search?q=realismus%2B%2Fzfo

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Bitte lies, was Google dazu findet: Relativitätstheorie beschreibt beobachterspezifische Realität

https://www.google.com/search?q=Relativitätstheorie+beschreibt+beobachterspezifische+Realität+%2B+%2Fspw

Es ist also gar nicht so, dass die Zeit für den Zug langsamer verginge: Es ist lediglich so, dass der ruhende Beobachter diesen Eindruck hat.

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Je dualer und je angewandter, desto mehr wird auf grundlegende Theorie verzichtet und desto mehr Gewicht wird praktische Arbeit im Betrieb bekommen — mit allen Vor- und Nachteilen.

Vorteile von starkem Praxisbezug gibt es auf kürzere Sicht, Nachteile eher auf längere Sicht.

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Grob gesprochen gilt:

  • Die Astronomie beobachtet den Inhalt des Universums: Sie sammelt, klassifiziert und sortiert riesige Mengen von Beobachtungsdaten.
  • Die Astrophysik interpretiert solche Beobachtungen mit dem Ziel, wichtige Schlüsse daraus zu ziehen über z.B. Sternentstehung, den Lebenslauf der Sterne unterschiedlicher Klassen, usw.
  • Die Kosmologie befasst sich vor allem mit der Evolution des Universums seit dem Urknall, aber auch mit recht spekulativen Modellen, die uns sagen wollen, wie es zum Urknall gekommen sein könnte.

Es gibt keine klar gezogene Grenze zwischen Astrophysik und Kosmologie, denn beide erarbeiten astrophysikalische Modelle. Wenn diese Modelle nun aber das Universum als Ganzes zum Gegenstand haben – oder gar seine durch Menschen nicht mehr beobachtbare Umgebung – ordnet man sie aber wohl eher der Kosmologie zu. Damit sind die Modelle der Kosmologen i.A. weit spekulativer als die der Astrophysiker und oft weit davon entfernt, durch von Astronomen gesammelte Daten gestützt zu werden.

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Ja: Informatik ist eine Ingenieurswissenschaft.

Warum man das so sehen muss, findet sich gut erklärt in einem kurzen Artikel Zum Wesen der Informatik , den Google findet.

Das Hauptcharakteristikum eines Ingenieurs ist, dass er selbst noch Probleme, die streng genommen unlösbar sind, einer praktisch brauchbaren Lösung zuführen kann: Einfach dadurch, dass er die Aufgabenstellung so lange ein klein wenig modifiziert, bis die Aufgabe lösbar wird.

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