Frage an Flugzeugliebhaber - Boeing oder Airbus?

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Der Unterschied liegt schon in der Philosophie:

  • Boeing gibt den Piloten so viele Informationen wie möglich,
  • Airbus gibt den Piloten die Informationen, die für die aktuelle Flugphase benötigt werden.

Ansonsten kann es uns eigentlich egal sein. Wir fliegen mit dem Flugzeug, dass die Airline für den entsprechenden Flug bereitstellt - und wenn sie nur ein Muster fliegt, gibt es sowieso nicht mehr.

Die Ausstattung erfolgt meistens über zwei, drei Firmen für alle Muster.

Und auch die Piloten müssen mit dem vorlieb nehmen, was die Airline als Arbeitsgerät zur Verfügung stellt.

Ich kenne als ehemaliger Flugzeugmechaniker die B707 (ja, lang ist es her!), die B747-200 und -400, die B727, den A300-600 und den A310; die B707 in der NATO-Militärversion und den A300-600 auch als Mitflieger.

Und ich hatte das Vergnügen, nach meinem Wechsel von der Technik zur LH-Passage in die Hauptabteilung "Crewtraining und Trainingstandards", bis 2011 alle LH-Muster im Simulator auch mal selbst fliegen zu dürfen.

Mein Favorit ist seit Einführung des Zweimann-Cockpits bei Airbus ganz klar Airbus. Kein Schnickschnack, ein übersichtliches Cockpit, logisch aufgebaut. Alle Lichter aus, wenn alles funktioniert. Klappt etwas nicht, Schalter drücken (System abschalten), bis 10 zählen und System wieder einschalten. Meistens klappt es.

Und ja, ein Airbuspilot ist mehr Systemmanager, deshalb geht ja bei den Boeingleuten die Mär um, dass bei Abstürzen von Kleinflugzeugen ein Airbus-Kutscher am Knüppel gesessen habe, der keinen Plan mehr vom richtigen fliegen gehabt hätte.

Gut, so weit so schlecht; aber es gibt ja noch andere Hersteller wie Embraer und Bombardier. Würde mich mal interessieren, was unsere Flieger davon halten.

Wie gesagt, weder als Techniker noch als Pilot hast Du Einfluss auf Dein Arbeitsgerät - und als Pax sowieso nicht.

Warum sich also groß Gedanken machen? Fliegen tun alle, sparsam sind alle neuen Flugzeuge, die Wartung ist besser geworden (IT-Unterstützung), also hängt es am Einkaufspreis und an den Folgekosten.

Hier meine Meinung als Vielflieger zu gaengigen Jet-Flugzeugtypen. Bin alle schon mehrfach geflogen.

Mein Ranking geht nach dem Image, bezieht sich aber nicht auf eine bestimmte Airline sowie Kabinenausstattung und Service.

Zu meinen Langeweilern:

Airbus A320 und Boeing 737 sind so alltaeglich, dass da nichts aufregend daran ist.

A340 ist veraltet und eigentlich bereits ueberall ausgemustert oder in den letzten Atemzuegen

A300 ist eigentlich komplett weg vom Himmel. Produkt aus den 1980ern, veraltet.

Boeing 767 ist mittlerweile ein No-go, so dermassen veraltet.

Boeing 757 dito! Ein alter haesslicher enger Flugzeugtyp, den ich meide.

Boeing 777 ist mittlwerweile extrem gaengig und daher unaufregend.

Airbus A330 ist ein Brot- und Butterflugzeug auf der Mittel- und Langstrecke vieler Airlines. Nichts besonderes.

Zu meinen "aufregenderen" Maschinen:

Boeing 747: zwar fast verschwunden (ausser als 747-8 bei wenigen Carriern), dennoch bis heute ein bleibender Meilenstein und eine Diva der Luefte.

Airbus A380: ein sanfter Riese, der imponiert. Wird aber schneller aussterben als die 747, da der Markt fuer Ultra-Riesen kleiner wird.

Airbus A350: Modern, leise, gutes Kabinenlicht

Boeing 787: Modern, leise, gutes befeuchtetes Kabinenklima, grosse Fenster

Der AP macht bei allen Flugzeugen viel. Viele dee Knöpfe auf dem Overhead Panel braucht man im Normalbetrieb gar nicht.

Bin prinzipiell Airbus Fan. Finde dachCockit ist auch einfach "sauberer".

Die 777 ist aber auch cool oder die 787. Die CS-Seres/A220 sehen aber auch toll aus.

Morgen,

ich denke, dass da ein Jeder seine eigenen Vorlieben hat. Der eine fliegt halt lieber Boeing, der andere Airbus. Gilt sowohl für Paxe als auch für die Crew.

Allerdings sind dies ja nicht die einzigen Firmen, die Flugzeuge herstellen. ;-)

Ich persönlich bevorzuge Boeing. Im Airbus ist mir zuviel Technik, die einem (fast) die ganze Arbeit abnimmt. Dort drinnen ist man mehr der Systemmanager.

Der Computer in der Boeing unterstützt einen nur.

Mir gefällt Boeing besser, weil man noch mehr selbst machen muss und nicht so viel automatisiert ist.

Von Piloten hört man immer, dass es viel entspannter ist, Airbus zu fliegen. Und bei "Abnormals" entfällt im Gegensatz zu Boeing das Blättern und Suchen im Handbuch, weil die Checkliste bequem im Display angezeigt wird. Andererseits sollte man die verschiedenen Funktionsebenen des Autoflight-Systems wirklich ganz genau kennen. Es ist nicht so einfach wie bei Boeing, das Ding im Ernstfall "Manual Raw Data" zu fliegen. Es gab wohl schon Piloten, die sich beim Kämpfen gegen den A/P nicht mehr anders zu helfen wussten als die Sicherungen rauszuziehen.

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