Meinung des Tages: Was denkt Ihr über die Positionierung beider Kirchen gegen die AfD?

60 Antworten

Ich bin zwiegespalten.

Nicht die Kirchen positionieren sich gegen die AfD, sondern katholische Bischöfe (genauer die deutsche Bischofskonferenz) und evangelische Landesbischöfe. Da wir in unserem Land immer noch Meinungsfreiheit haben, dürfen sie das, nach meiner Ansicht, auch.

Der Grundgedanke des Christentums ist in vielen Bereichen verlorengegangen und intolerante, teils diskrimierende Handlungen von Seiten einiger Kirchenvertreter wird mit Abschnitten aus der Bibel "legalisiert", die dem dann gerade zupass kommen. Kaum ein Buch ist so widersprüchlich wie die Bibel. Von den ganzen Mißbrauchskandalen, die nicht geahndet werden, gar nicht erst zu sprechen.

Ich für meinen Teil fände es gut, wenn es tatsächlich wieder mehr in Richtung Grundsatz ginge "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"

Von diesem Grundsatz ausgehend, wäre tatsächlich jede Gruppierung, die Minderheiten, Frauen, Andersgläubige und Co ausschließt und gegen sie hetzt, nicht mit dem Christentum zu vereinbaren. Das schließt andere politische Gruppierungen allerdings auch mit ein.

Ganz ehrlich, ich kann mit diesem ganzen Religionsgehabe (egal von welcher Religion, nichts anfangen. Entweder man lebt nach den Grundsätzen der Humanität oder eben nicht. Für Nächstenliebe und "Christlichkeit" braucht es keine Kirchen, Gebete oder starre Regeln. Das kann jeder, auch ganz ohne.

Das Positionieren der Kirchenvertreteter an sich, finde ich dennoch gut und sinnvoll, denn sie setzen ein Zeichen.

Bearbeitung: Kommasetzung

Schlechteste sache die die kirche gemacht hat seit ablasbriefen

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@ThikDik893

Von meinem Vater kenne ich noch ein Koppelschloss mit der Prägung "Gott mit uns" .

Wann sill es wieder so weit sein?

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@guenterhalt

nie weil die Kirche ist gehirnwäsche ist und die diskriminieren die lesben und schwulen die scheinheiligen . Religion Lügen pur. Es gibt kein gott oder jesus oder whatever . Märchenbuch ist bibel 🤮🤮

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@Liery3108

Habe ich etwas anderes gesagt? Ich bin vor 60 Jahren, früher ging es nicht, aus der Kirche ausgetreten. Wenn sie sich aber jetzt dafür einsetzt Faschisten den Weg zu verbauen, dann hat sie meinen Zustimmung.

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@Klimakritiker
also den Grünen Spinnern

meinst du die, die die vertrockneten Bäume im Harz, Thüringer Wald, Schwarzwald einfach stehen lassen wollen?
Wenn sie die und die anderen fällen und als Brennholz nutzen würden, hätten wir keine Sorgen mit der Heizung.
Die sind aber unfähig, das zu erkennen.

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ich kann mit diesem ganzen Religionsgehabe (egal von welcher Religion, nichts anfangen.

Aber eine Macht ist sie durchaus immer noch.

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Ich muss sagen dass die AFD eine kritische Patei ist.

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Ich denke Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist eher eine Opferhaltung. Dies passt ausgezeichnet zum heutigen Spirit der Kirche und auch Deutschlands. Ich bin seit Jahren aus der Kirche ausgetreten und jeden Tag bestärkt in dieser Entscheidung.

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"völkischer Nationalismus [...] mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar"
hätte sie nun mit der Abgrenzung der Kirchen als konservative Institutionen schlechthin zudem ihr konservatives Etikett ein Stück weit verloren.

Hoffentlich beschweren sich meine Nachbarn nicht, so laut wie ich hier lachen musste. Nur weil jetzt ein paar Leute was sagen, werden die ganzen konservativen Christen nicht plötzlich weniger konservativ, erst recht wenn wir von den "Frauen gehören in die Küche, Schwule sollen in der Hölle schmoren und jeder Nicht-Christ ist Teufelsanbeter" Menschen reden. Dass es mittlerweile z.B. kirchliche Hochzeiten für Homosexuelle gibt, hält seeeeehr viele Christen trotzdem nicht davon ab Homophob zu sein und es mit ihrem geliebten Buch zu rechtfertigen. Zumal ich, wie andere auch schon gesagt haben, niemanden als moralische Autorität bezeichnen kann, der es nicht geschissen bekommt das Problem des sexuellen Missbrauchs ordentlich anzugehen.

Insofern ist es mir auch völlig egal ob die Kirche, die keine Autorität in der Politik hat, sich zu irgendeinem Thema äußert. Es ist eine Einzelmeinung wie meine, oder die irgendeiner anderen Person.

Das einzige, was ich denen lassen muss, ist die (angebliche) Offenheit mit den Leuten zu sprechen. Damit machen sie schon deutlich mehr als so manche "linke" Personen, die die Wähler einfach als Nazis abstempeln und damit als Brandbeschleuniger agieren

Brander wie auch Protschka habe meiner Ansicht nach vollkommen Recht.

Anstatt anbiedernd an die herrschende Kaste und kritiklos jedes Zeitgeistthema zu übernehmen, gäbe es gerade in den Kirchen selbst genug Missstände, die einer gründlichen Aufarbeitung bedürfen, angefangen bei den zahlreichen Fällen des Kindesmissbrauchs und aufgehört bei Verschwendungen von Steuergeldern.

Der ehemalige ZDF-Moderator und Fernseh-Urgestein Peter Hahne erklärte in einem Interview beiläufig, er hätte kürzlich einen Gottesdienst kurz nach Beginn wieder verlassen. Anstatt Seelsorge zu erfahren, gewann er vielmehr den Eindruck, er befände sich auf dem Parteitag der "Grünen" - was ihn ziemlich befremdete.

Leider greifen aktuell die Kirchen alles auf, was woke und trendy ist ("God is queer" - warum nicht gleich "God is green"?), inklusive der Diffamierungskampagnen gegen die Opposition, denn die Kirchen haben sich bislang noch immer vorzugsweise den Herrschenden und Mächtigen angedient. Sie vergessen aber ihre eigentliche Aufgabe, die eben gerade nicht darin besteht, den Machthabern in den Enddarm zu kriechen. Und die Zahl der Kirchenaustritte spricht da eine deutliche Sprache.

Wie sagte einst der König zum Bischof? "- Halt du sie dumm - ich mach sie arm!"

Dank Dir für Deine Sicht auf das Thema.

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Wie bewertet Ihr die Aussagen der beiden großen Kirchen?

Auch wenn ich die Institution Kirche ziemlich schwierig finde, begruesse ich die klare Positionierung gegen Rassismus, Diskriminierung, Menschenhass und andere fragwuerdige Ansichten.

Wie politisch dürfen oder sollten sich Kirchenvertreter Eurer Meinung nach äußern?

Glaube und Politik vertragen sich meiner Meinung nach nicht so gut, weil die Interessen bzw. die intrinsische Motivation einfach sehr different sind.

Allerdings ist das fuer mich kein Bekenntnis gegen oder fuer eine bestimmte Politik, sondern gegen Gesinnungen die u.A. gegen das deutsche GG oder auch Menschenrecht gehen.

Gegen Diskriminierung zu sein hat fuer mich nichts mit Politik zu tun.

Was denkt Ihr über die Reaktionen seitens mancher AfD-Politiker?

War keine Ueberraschung. Propaganda, Hetze und Ablenken statt zu reflektieren und beim Thema zu bleiben. Das ist mittlerweile ja "normales" AfD Gebahren.

In welchen politischen / gesellschaftlichen Bereichen wünscht Ihr Euch vielleicht eine "lautere" Kirche?

Die Frage ist ziemlich fies; in Teilen ist die Kirche bspw. homo- oder transfeindlich. Da wuerde ich mir wuenschen sich mal zu raffen und selbst weniger zu diskriminieren, aber eben nicht "laut" werden um diese "Werte" weiter zu verbreiten.

Inwieweit kann die Kirche dabei helfen, die Unzufriedenheit und Ängste mancher Menschen aufzufangen?

Auf Leute zugehen, Aengste hoeren und verstehen und entsprechend reden oder meinetwegen predigen.

Vielen Dank für diese sachliche und ausführliche Antwort.

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Was ist mit Dir? Warum verbreitest du Propaganda

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@WurmloecherAll

Ein Einstieg worein? Hab mir das jetzt angeschaut, aber ich verstehe nicht wie mir das zeigen soll dass ich Propaganda verbreite.

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@barnim

Weil dort gesagt wurde, dass Alice Weidel nichts gegen integrierte Ausländer hat

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Ich finde das als Christ unfassbar wichtig. Jesus sagte, dass sich die Christen auch nach irdischen Regeln richten sollen und auch dem König folgen. Einen König haben wir nicht mehr, aber dafür eine Regierung und ein Grundgesetz.

In einem freien Wahlsystem ist es wichtig sich dann auch politisch zu engagieren und für das einzitreten, wofür man selber ist, was man für richtig erachtet und auch wogegen man sich einsetzen kann, um die Welt besser zu machen.

Vorallem die Werte die ein Christ vermitteln soll, haben mit Liebe, Teilen und Gemeinsamkeit zutun, und im Gegensatz zu dem Judetum vor 2000 jahren war das Christentum auch für alle da, jeder kann gerettet werde. Deswegen gilt es auch sich gegen jegliche Ausgrenzungen zu stellen.

Die AFD ist ganz klar menschenverachtend und verbirgt es nicht mal. Der offene Rassismus gegen Ausländer vorallem aus den Arabischen, Türkischen und Afrikanischen Gebieten sowi der Hass gegen deren Religion und Kultur ist ganz klar gegen die christlichen Werte und hat nuchts mit der Liebe zutun die ein Christ vorleben soll.

Zusätzlich verstößt die AFD mit ihren werten ganz klar gegen Artikel 1 im Grundgesetz und wenn sich christen ihrem "König" unterordnen sollen, gilt es auch diesen zu verteidigen.

Sich also gegen die AFD zu positionieren ist also nicht nur empfehlenswert, sondern auch ganz klar eine Pflicht jedes guten Christen. Immerhin haben wir gesehen was vor fast 100 jahren passiert ist, das darf sich icht wiederholen, vorallem mirlt so einer Ankündigung. Dann würde der typische "wir haben davon nichts gewusst"-Satz nucht mehr gelten

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Bin selber Christ in einer Freien Gemeinde
 was vor fast 100 jahren passiert ist, das darf sich icht wiederholen, 

VOR HUNDERT JAHREN ALTER

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@WurmloecherAll

Also darf es sich wiederholen, weil es vor 100 jahren war? Welche Religion oder Ethnie ist als nächstes dran?

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@Davis120

Es ergibt wenig Sinn, wenn man etwas vor Hundert Jahren vergleicht, da es dort eine andere Kultur/Ideologie gab

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@WurmloecherAll

Naja, anscheinend ist die Ideologie ja immernoch da, sonst hätte die AFD nicht so viele Wähler

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@Davis120

Ich glaube nicht, dass du heutige AfD Wähler mit damaligen Nationalsozialisten vergleichen kannst.

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@VivaLaDealer

Ich denke tatsächlich schon. Genauso wie heute nicht alle von denen Rassisten sind, waren auch in der NSDAP nicht alle rassisten. Aber trotzdem haben sie kein Problem mit der Zusammenarbeit dieser. In der AFD sind viele die den Nationalsozialismus aktif und offen feiern und die anderen akzeptieren das einfach so. Björn Höcke zitiert sogar aktiv Adolf Hitler, Göbbels und Himmler und vergleicht sich mit denen.

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